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Institut für Sonderpädagogik
Arbeitsbereiche


Im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Ausrichtung des Faches Sonderpädagogik steht die kritische Rezeption und interdisziplinäre Verknüpfung pädagogischer, soziologischer und entwicklungs-psychologischer Konzeptualisierungen von Behinderung und ihren Folgen für die Betroffenen. Sonderpädagogik wird als eine Pädagogik der Nichtaussonderung begriffen, die innerpsychische Prozesse ebenso zu berücksichtigen hat wie Aneignungsprozesse im Kindes- und Jugendalter sowie gesellschaftliche und schulische Bedingungen, die Entwicklung und Lernen erschweren und behindern können.


Das Institut gliedert sich in folgende Arbeitsbereiche:

1. Allgemeine Sonderpädagogik
N.N.
Die Allgemeine Sonderpädagogik wird mit einem historischen und einem soziologischen Schwerpunkt vertreten. Unter einem historischen Blickwinkel wird die Konstruktion von Behinderung als sozialem Tatbestand analysiert und auf den Kontext sonderpädagogischer Institutionen und Theoriebildungen bezogen. Unter soziologischer Perspektive werden die gesellschaftlichen Bedingtheiten von Behinderung institutionell und vergleichend untersucht. Hierzu liegen Arbeiten zu institutionellen und pädagogischen Konzeptionen der Integration von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen im Kindergarten und Schule sowohl international vergleichende Studien vor.


2. Pädagogik und Didaktik der Fachrichtungen
Praktisch Bildbare (Prof. Dr. Dieter Katzenbach)
Lernhilfe / Erziehungshilfe  (Vertr. Prof. Dr. Oliver Hechler)

Die Fachrichtungen leiten sich nicht aus behinderungsspezifischen Klassifikationen, sondern aus methodischen und didaktischen Anforderungen aus unterschiedlichen Problemlagen einer Erziehung unter erschwerten Bedingungen ab. Ihre systematische Begründung vollzieht sich unter Berücksichtigung der Definitionsprozesse im Hinblick auf das jeweilige Klientel und die davon abgeleitete institutionelle Verankerung pädagogischer Handlungsfelder. Die Analyse des Unterrichts- und Erziehungsgeschehens wird im erziehungswissenschaftlichen Kontext (bildungs-, handlungs-, lern- und kognitionstheoretisch) und im interdisziplinären Kontext der Bezugswissenschaften vorgenommen. Die Akzente liegen auf der Analyse und Evaluation didaktischer Konzepte von Unterricht, seiner Gestaltung und in der Herstellung eines für den Lern- und Erziehungsprozess förderlichen Milieus. Dies geschieht unter einer förderungsorientierten Perspektive und Begrifflichkeit, der Bezugnahme auf die Allgemeine Didaktik und Konzepte, Pädagogik der Vielfalt bzw. der gemeinsamen Erziehung von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen. Schulversagen wird als multifaktorielles Problem in seinen individuellen, institutionellen und gesellschaftlichen Bezügen untersucht und interpretiert.


3. Sonderpädagogische Diagnostik
Prof. Dr. Michael Fingerle
Die sonderpädagogische Diagnostik beschäftigt sich vor allem mit der Untersuchung von Lern- und Entwicklungsprozessen und -ergebnissen  unter erschwerten Bedingungen. In der Lehre werden die allgemeinen Methoden zur Erfassung kognitiver, emotionaler und sozialer Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt. Dabei stehen förderdiagnostische Ansätze und Verfahren im Vordergrund, die durch normierte Verfahren ergänzt werden.


Psychoanalyse/Erziehung und Bildung
Dr. Michael Wininger
Forschung und Lehre im Fachgebiet Psychoanalyse werden in engem interdisziplinären Bezug zu Fragen der Sonderpädagogik und Allgemeinen Erziehungswissenschaft, jedoch nicht in einem pädagogisch-praktischen Anwendungsbezug im Sinne der Psychoanalytischen Pädagogik betrieben. Bei der Einführung in und der Auseinandersetzung mit dem Theoriegebäude der Psychoanalyse steht die Frage der Subjektkonstitution in klassisch psychoanalytischer Perspektive und im Vergleich zu modernen subjekttheoretischen Auffassungen im Zentrum der Aufmerksamkeit. Ausgehend von modernen professionalisierungstheoretischen Vorstellungen erscheint die Behandlungstheorie der Psychoanalyse und ihr Beitrag zur Frage hermeneutischer Kompetenz von Bedeutung. Die psychoanalytische Entwicklungstheorie in ihren klassischen und ich-psychologischen Varianten, sowie die moderne Säuglings- und Bindungsforschung bilden einen weiteren Schwerpunkt.

 

geändert am 20. April 2012  E-Mail: Webmistressschuetz@em.uni-frankfurt.de

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Druckversion: 20. April 2012, 10:29
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb04/we4/arbeitsbereiche0.html