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Abgeschlossene Forschungsprojekte

Das Projekt "INSEL"

 

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Titel: "Entwicklung eines Instruments zur praxisnahen Erfassung von Lebensqualität im stationären Kontext"

Projektpartner: Prof. Dr. Hans-Werner Wahl (Projektleitung), PD Dr. Oliver Schilling, Abteilung für Psychologische Alternsforschung, Universität Heidelberg, Prof. Dr. Frank Oswald (Projektleitung), Dr. Ines Himmelsbach, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Förderung: Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung

Laufzeit: 01.10.2005 - 30.09.2011

Stichworte: Heimumwelt, Lebensqualität, Instrumentenentwicklung, Bewohner, Personal

Projektbeschreibung: Das Konzept der Lebensqualität ist in der stationären Altenhilfe wenig erforscht und für die Praxis bisher wenig handlungsleitend geblieben. Ziel des Projekts INSEL ist es, auf der Grundlage eingeführter Konzepte ein Instrument zu entwickeln, mit dem Lebensqualität in stationären Wohnformen sowohl praxistauglich als auch wissenschaftlich fundiert gemessen werden kann. Das Instrument erfasst die subjektiven individuellen Bedürfnisse der Bewohner in unterschiedlichen Lebensqualitäts-Dimensionen aus den Perspektiven der betreuten Person sowie des Betreuungspersonals. Ebenso erlaubt das Instrument die Beurteilung der Übereinstimmung zwischen diesen beiden Perspektiven. Das Instrument wird von den Einrichtungen selbständig und routinemäßig eingesetzt und ausgewertet werden, die Ergebnisse fließen in die Pflege- und Betreuungsplanung ein.
Bisher (Stand: Januar 2011) wurden Interviews mit 854 Bewohnern und ihrem Betreuungspersonal in 21 stationären Einrichtungen quantitativ ausgewertet. Die Interviews umfassen jeweils ein vis-a-vis Interview bei auskunftsfähigen Bewohnern oder eine Fremdbeurteilung durch Angehörige bei eingeschränkter Auskunftsfähigkeit sowie eine Beurteilung durch das Betreuungspersonal. Zudem liegen inhaltsanalytische vertiefende qualitative Auswertungen von 250 Bewohnerinterviews vor. Seit 2007 wurden 125 Mitarbeiter im Rahmen umfangreicher Trainingsprogramme mit dem Instrument vertraut gemacht, so dass es mittlerweile stiftungsweit erprobt und erfolgreich in den Betreuungsalltag eingebracht werden konnte. Derzeitige Auswertungen dienen sowohl der Verbesserung individueller Lebensqualität von Bewohnern, als auch der weiteren Optimierung des Instruments.

Derzeit wird eine Evaluation des INSEL Instrumentes sowohl unter Einbeziehung der Lebenssituation der Bewohnerinnen vor Ort, als auch des mit INSEL vertrauten Betreuungspersonals durchgeführt. Dazu liegen Fragebögen von 789 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Keppler-Stiftung zu INSEL vor, die derzeit ausgewertet werden. Daneben wurden im Rahmen qualitativer Auswertung auch Mitschriften der Bewohneräußerungen vertiefend ausgewertet, z.B. zur Identifikation einer übergeordneten Systematik der 12 Dimensionen oder zur weiteren Differenzierung der Dimensionen nach Unterschieden / Ähnlichkeiten der Bewohner (z.B. nach Alter, Geschlecht, Wohndauer).


 

Das Projekt "SenTra"

 

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Titel: "Der Gebrauch von hochentwickelter Technologie zur Mobilitätsanalyse bei der Alzheimerschen Erkrankung und verwandten kognitiven Einschränkungen"

Projektpartner: Prof. Dr. Noam Shoval, Department of Geography, Hebrew University of Jerusalem (Gesamtleitung), Prof. Dr. Hans-Werner Wahl (Leitung in Deutschland), Dr. Elke Voss (wissenschaftliche Bearbeitung in Deutschland), Dipl.-Psych. Markus Wettstein, Abteilung für Psychologische Alternsforschung, Universität Heidelberg, Prof. Dr. Frank Oswald, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Prof. Dr. Tim Freytag, Institut für Geographie, Universität Kiel, Prof. Dr. Gail Auslander und Dr. Ruth Landau, School of Social Work, Hebrew University of Jerusalem, Dr. Jeremia Heinik, Sackler Faculty of Medicine, University of Tel Aviv

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Laufzeit: 01.01.2007 - 31.12.2011

Stichworte: Privatwohnen, Mobilität, Technik, Demenz, Tracking-Methode

Projektbeschreibung: Eines der häufigen Verhaltensmerkmale im Vorfeld von und bei Demenz sind Probleme im Bereich der außerhäuslichen Mobilität (z.B. Orientierung, Verirren). Objektive Messungen außerhäuslicher Mobilität, insbesondere bei der großen Gruppe der noch privat wohnenden Älteren in dieser Risikosituation, gibt es aber kaum. Das 2007 gestartete Forschungsprojekt "SenTra" (Senior Tracking) wird in einem Projektzeitraum von fünf Jahren hochentwickelte Technologien zur Erfassung von Mobilität in innovativer Weise bei Personen einsetzen, die entweder an einer Demenz erkrankt oder von leichten kognitiven Beeinträchtigungen betroffen sind.
Die gewonnenen Daten werden verwendet, um Typologien des außerhäuslichen Mobilitätsverhaltens für die zu untersuchenden Personengruppen zu entwickeln. Ergänzende statistische Analysen sollen dazu dienen, die unterschiedlichen Mobilitätsmuster auf der Basis umfassender sozialstruktureller sowie persönlichkeits- und umgebungsbezogener Variablen zu erklären. Zudem wird untersucht, welchen Einfluss der Gebrauch von Technik zur Mobilitätserfassung auf die Lebensqualität von Personen mit Demenz und die sie pflegenden Personen hat, und welches Potenzial diesen Technologien als Diagnoseinstrument zukommt. Die explizite Berücksichtigung ethischer Aspekte in Zusammenhang mit dem Gebrauch hochentwickelter Technologien zur Mobilitätserfassung ist ein eigener empirischer Bestandteil des Projekts.
Bei dem Projekt handelt es sich um eine Kooperation von Wissenschaftlern aus Israel (Hebrew University; Tel Aviv University) und Deutschland (Universität Heidelberg; Universität Frankfurt, Universität Kiel), die gemeinsam für die Durchführung eines interdisziplinären Forschungsvorhabens unter der Beteiligung der Fachdisziplinen Geographie, Gerontologie, Medizin, Psychologie und Sozialarbeit verantwortlich sind.

Derzeit erfolgen Auswertungen zum Zusammenhang von außerhäuslicher Mobilität und emotionalem Wohlbefinden auf der Basis täglicher Messungen. Die Daten stammen sowohl aus den objektiv erfassten Tracking-Informationen zu Aktivitäten und Aktionsradien, als auch insbesondere aus von den Teilnehmern täglich ausgefüllten Mobilitätstagebüchern. Dabei werden (n = 150) Personen unterschiedlicher kognitiver Leistungsfähigkeit (Personen mit Demenz, Personen mit leichten kognitiven Einbußen, Personen ohne kognitive Einbußen) verglichen. Derzeit liegen auf deutscher Seite Verlaufsdaten aus 738 Beobachtungswochen (das entspricht 33.600 einzelnen außerhäuslichen Wegen) zur Auswertung vor.


 

Das Projekt "BETAGT"

Abschlussbericht (PDF)

Titel: "Bewertung neuer Technologien durch Bewohner und Personal im Altenzentrum Grafenau der Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung und Prüfung des Transfers ins häusliche Wohnen"

Projektpartner: Prof. Dr. Hans-Werner Wahl (Projektleitung), Dipl. Psych. Katrin Claßen (wissenschaftliche Bearbeitung), Abteilung für Psychologische Alternsforschung, Universität Heidelberg, Prof. Dr. Frank Oswald, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Christof Heusel und Peter Antfang, Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung, PD Dr. Clemens Becker, Robert-Bosch-Krankenhaus, Klinik für Geriatrische Rehabilitation, Stuttgart.

Förderung: Robert-Bosch-Stiftung

Laufzeit: 01.02.2008 - 31.03.2010

Stichworte: Heimumwelt, Technik, Bewohner, Mitarbeiter, Evaluation

Projektbeschreibung: Der Einsatz von Technik zur Erhaltung der Selbständigkeit von Menschen mit Kompetenzeinbußen wird verstärkt diskutiert und erforscht, allerdings häufig im Privathaushalt. Das Projekt verfolgt im Wesentlichen drei Ziele. Erstens soll ein umfassendes Instrumentarium zur Bewertung neuer Technologien entwickelt werden, dass sowohl objektiv beobachtbare als auch subjektiv erlebte Bewertungsinhalte umfasst. Zweitens sollen mögliche Auswirkungen einer Bandbreite "neuer" Technologien im Pflegeheim abgebildet werden. Betrachtet werden dabei neue Technologien wie Bildschirm-Terminals für Bewohner, Touch Screen Monitore zur EDV-gestützten Pflegedokumentation für Mitarbeiter, Sensormatten und Zutrittskontrollen. Die Evaluation berücksichtigt sowohlden Prozess der Technikimplementierung selbst (Prozessevaluation), sowie zu erwartende positive, aber auch mögliche negative Auswirkungen auf Bewohner und Personal (Ergebnisevaluation). Drittens soll in vertiefenden Projekten auf die Rolle von Technik hinsichtlich der Sturzprophylaxe eingegangen sowie die Nutzung einer EDV-gestützten Pflegedokumentation analysiert werden.
Um neben Angaben auskunftsfähiger Personen auch umfassende Informationen über die Auswirkungen der Technik auf die Gruppe der Personen mit Demenz zu erhalten, wurde ein multimethodales Vorgehen gewählt, bei dem neben Fragebögen und Interviews insbesondere auch Feldbeobachtungen zum Einsatz kommen. Für jeden Bewohner werden zudem Fremdauskünfte (Angehörige und Mitarbeiter) eingeholt, um weitere Hintergrundinformationen zu Technikbiografie und Technikgewohnheiten zu erhalten.

 

 

geändert am 18. Januar 2012  E-Mail: WebmasterKaspar@em.uni-frankfurt.de

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Druckversion: 18. Januar 2012, 10:13
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