Navigationshilfe

Hauptnavigation

Seiteninhalt

Laufende Forschungsprojekte

 

Das Projekt „KÖNIGSWOHNEN“

 

10_könig

 

Titel: „Altern und Wohnen in Königstein“ (KÖNIGSWOHNEN)

Projektbeteiligte: Prof. Dr. Frank Oswald, Dipl.-Soz. Désirée Wilke, Lea Frederike Hanß (IAW), Königsteiner Netzwerk-Initiative „Leben in Gemeinschaft“ in Königstein

Förderung: Stadt Königstein und Universität der Dritten Lebensalters (U3L) der Goethe-Universität Frankfurt am Main 

Laufzeit: 01.10.2012 - 31.03.2013

Stichworte: Gemeinschaftliches Wohnen, Leben im Quartier

Projektbeschreibung: Die Mitglieder der Königsteiner Netzwerk-Initiative „Leben in Gemeinschaft“ setzt sich seit längerer Zeit mit dem Thema Altern in Königstein und insbesondere mit der Frage nach lokalen Möglichkeiten gemeinschaftlichen Wohnens im Alter auseinander. Ziel des Projektes ist es einerseits das Thema Altern in Königstein empirisch aufzubereiten (z.B. aktuelle und zukünftige Angebots- / Bedarfsstrukturen). Andererseits soll aber auch durch begleitende Moderation geprüft werden, ob und welche Form der zukünftigen Eigeninitiative erwünscht und aussichtsreich weiter verfolgt werden soll. Dies könnte beispielsweise ein gemeinschaftliches Wohnprojekt, aber auch eine stärkere Vernetzung von lokalen Interessenten und Initiativen sein. Die IAW unterstützt, berät und begleitet die Initiative bei der Konkretisierung ihrer Vorhaben für 6 Monate.


 

Schumpeter-Forschungsgruppe EmMa

Das Projekt "EmMa"

 

EmManeu_Kopie

Titel: "Förderung der Einwilligungsfähigkeit in medizinische Maßnahmen bei Demenz durch ressourcenorientierte Kommunikation "

Projektbeteiligte: Dr. Julia Haberstroh, Prof. Dr. Frank Oswald, Prof. Dr. Johannes Pantel, Prof. Dr. Dr. Gisela Zenz (Goethe-Universität Frankfurt am Main), Dipl.-Psych. Maren Knebel, Prof. Dr. Johannes Schröder, (UniversitätsKlinikum Heidelberg), Prof. Dr. Thomas Klie (Evangelische Hochschule Freiburg), Dipl.-Psych. Tanja Müller, Dr. Susanne Markwort (Main-Kinzig-Kliniken)

Förderung: VolkswagenStiftung

Laufzeit: 01.06.2011 - 31.05.2016

Stichworte: Einwilligungsfähigkeit, Kommunikation, Selbstbestimmung, ärztliche Aufklärung

Projektbeschreibung: In Zusammenarbeit von Psychologie, Rechtswissenschaft, Medizin und Ethik wird die Fähigkeit von Menschen mit Demenz (MmD) zur Einwilligung in medizinische Maßnahmen untersucht. Ausgangspunkt ist dabei die Beobachtung, dass MmD gegenwärtig dadurch benachteiligt werden, dass die zur Feststellung ihrer Einwilligungsfähigkeit angewendeten Methoden deutlich von ihren verbalen Fähigkeiten abhängen, gerade diese jedoch durch die Krankheit eingeschränkt sind. Ziel des Projekts ist es, praktikable Standards  für das Verfahren zur Feststellung der Einwilligungsfähigkeit zu entwickeln und zu evaluieren, die die Möglichkeit der selbstbestimmten Entscheidung von MmD maximal unterstützen - sog. Enhanced Consent Procedures (ECP). Hierfür wird zunächst ein Instrument zur Erfassung kommunikativer Fähigkeiten bei Demenz entwickelt und validiert, das nicht – wie herkömmliche Instrumente – allein auf die Defizite fokussiert, sondern ebenso dazu in der Lage ist, Ressourcen aufzudecken. In einer folgenden Studie sollen mit Hilfe des zuvor entwickelten Instruments solche Ressourcen von MmD aufgedeckt werden, die im Zusammenhang mit der Einwilligungsfähigkeit stehen. Aufbauend auf den hierbei gewonnenen neuropsychologischen Daten sollen ECP gestaltet und in einer kontrollierten Interventionsstudie evaluiert werden, die die relevanten Ressourcen von MmD gezielt nutzen, um deren Einwilligungsfähigkeit zu fördern. Aktuelle Forschungsergebnisse, u.a. auch eigene Vorstudien, verweisen in diesem Zusammenhang auf die Ressource der nonverbalen Fähigkeiten. Die Ergebnisse sollen zu einer Stärkung der Selbstbestimmung von MmD sowie zu einer größeren Handlungs- und Entscheidungssicherheit in der rechtlichen und medizinischen Praxis beitragen.

Aktueller Stand: Ein Instrument zur Erfassung kommunikativer Fähigkeiten bei Demenz wurde entwickelt und erfolgreich validiert. Es wird seit 4.6.2012 in den Gedächtnisambulanzen des UniversitätsKlinikums Heidelberg sowie der Main-Kinzig-Kliniken Schlüchtern eingesetzt, um Ressourcen von MmD aufzudecken, die im Zusammenhang mit der Einwilligungsfähigkeit stehen. Eine erste ECP zur Förderung von Einwilligungsfähigkeit bei Demenz wird derzeit gestaltet. In einem weiteren, im Rahmen des Fokus-Programms der Goethe-Universität Frankfurt am Main eingeworbenen Projekts, werden Einflüsse des Sprachstils auf das Verständnis und die Befindlichkeit von älteren Menschen untersucht.


 

Das Projekt „Wolke“



tab2alt 

Titel: „Untersuchung der Wohnsituation und Lebensqualität im hohen Alter am Beispiel des Angebots für Stiftsfrauen des St. Katharinen- und Weißfrauenstifts“

Projektbeteiligte: Prof. Dr. Frank Oswald, Dr. Roman Kaspar, Dr. Ines Himmelsbach  (Projektleitung), Dipl. Pädagogin Katrin Alert (wissenschaftliche Bearbeitung), Goethe-Universität Frankfurt am Main

Förderung: St. Katharinen- und Weißfrauenstift

Laufzeit: 01.09.2011- 31.08.2013

Stichworte: Lebensqualität, Wohnen, Frauen

Projektbeschreibung: Ziel der Untersuchung ist die Erfassung und Beschreibung der Lebensqualität und der Wohnsituation allein lebender hochaltriger Stiftsfrauen des St. Katharinen- und Weißfrauenstifts in Frankfurt am Main. Im Alter kumulieren sich einerseits besonders für Frauen soziale Benachteiligungen über den Lebenslauf in Form einer erhöhten Betroffenheit von Altersarmut. Andererseits werden seitens der Gesellschaft neue Formen und Inhalte zukünftiger bedarfsgerechter Unterstützungsangebote diskutiert. Die zu befragenden Stiftsfrauen des St. Katharinen- und Weißfrauenstifts erfahren eine finanzielle Unterstützung und wohnen teilweise in Einrichtungen der Stiftung. Zudem werden sozial orientierte Angebote bereitgestellt. Das Zusammenspiel der verschiedenen Wohnbedingungen und individuellen Ressourcen sollen vor dem Hintergrund der Stiftungsleistungen in Bezug auf die subjektive Lebensqualität erfasst werden. Hierzu werden etablierte Verfahren, beispielsweise gesundheits- und ressourcenbezogene Messinstrumente, eingesetzt. Die standardisierte Erhebung orientiert sich an 12 Lebensqualitätsdimensionen, die im Projekt INSEL für den stationären Bereich entwickelt wurden und ein umfassendes Bild der erlebten Lebensqualität einer Person abbilden. Die Ergebnisse sollen zur Evaluation und zukünftigen Weiterentwicklung des Angebots der Stiftung beitragen.

Aktueller Stand: Nach Entwicklung des Erfassungsinstrumentariums und Schulung der Mitarbeiter/-innen konnten von Januar bis September 2012 im Rahmen der ersten Erhebungswelle insgesamt 240 Stiftsfrauen zuhause besucht und befragt werden. Stratifiziert wurde nach der Zeit, die die befragten Frauen schon Stiftsfrauen des St. Katharinen- und Weißfrauenstift sind (kürzer versus länger als ein Jahr) und nach der Wohnform (privat versus Wohnanlage). Nach ersten Auswertungen und Vorstellung der Befunde der ersten Erhebungswelle erfolgt von Januar bis Juni 2013 die Wiederholungsbefragung möglichst vieler Teilnehmerinnen.


 

Das Projekt "BEWOHNT"

 

tab14

Titel: "Hier will ich wohnen bleiben - Zur Bedeutung des Wohnens in der Nachbarschaft für gesundes Altern"

Projektbeteiligte: Prof. Dr. Frank Oswald, Dr. Roman Kaspar (Projektleitung), Dipl. Sozialgerontologin Ursula Frenzel-Erkert (wissenschaftliche Bearbeitung), Goethe-Universität Frankfurt am Main

Förderung: BHF-BANK Stiftung

Laufzeit: 01.04.2010 - 30.09.2012

Stichworte: Privatwohnen, Selbständigkeit, Wohlbefinden, Nachbarschaft

Projektbeschreibung: Das Projekt soll einen Beitrag dazu leisten, bestmögliche Bedingungen für ein Wohnen im Stadtteil bis ins sehr hohe Alter für die große Gruppe privat wohnender Älterer zu gewährleisten. Übergeordnetes Ziel ist die Erhaltung von Selbständigkeit und Wohlbefinden in der angestammten Nachbarschaft. In engem Austausch mit Praxisverantwortlichen und Bewohnern sollen Probleme und Potentiale des Älterwerdens im Stadtteil erforscht werden. Zwei wesentliche Projektziele sind (1) die detaillierte Beschreibung, in welchen alltäglichen räumlich-sozialen Situationen alte Personen im Stadtteil Schwierigkeiten erleben, wo sie Möglichkeiten der Verbesserung sehen und wie Wohnen mit Aspekten gesunden Alterns zusammenhängt, und (2) die Entwicklung und Optimierung eines Katalogs von Praxismaßnahmen auf der Basis der Befunde und in enger Zusammenarbeit mit Planungsverantwortlichen sowie vor dem Hintergrund bereits bestehender Angebote.Dazu wurden im Rahmen der ersten Erhebungsphase (2010-2011) 595 privat wohnende Frauen und Männer verschiedener Altersgruppen (70-79, 80-89 Jahre), Wohnformen (allein lebend vs. nicht allein lebend) aus den drei Stadtteilen Schwanheim, Bockenheim und der Nordweststadt zu Hause besucht und befragt (mit standardisierten und halb-offenen Verfahren). Zudem haben Teilnehmer/-innen Mobilitätstagebücher geführt, Interview-er/-innen haben objektive Umweltdaten gemessen und es wurden qualitative Vertiefungsstudien durchgeführt. Neben der engen Kooperation mit verantwortlichen kommunalen Stellen und am Thema beteiligten Akteuren erfolgte im Rahmen eines wissenschaftlichen Projektbeirates ein regelmäßiger Austausch mit Experten im In- und Ausland. Von Januar bis Juli 2012 (ca. ein ¾ Jahr Abstand) erfolgte die Wiederholungsbefragung, an der 463 Personen (77,8%) erneut teilnahmen. Dabei standen erlebte Veränderungen und die Bewertung von Angeboten im Stadtteil, sowie Aspekte der objektiven Gesundheit und der Gesundheitskompetenz im Mittelpunkt.

Aktueller Stand: Befunde aus dem ersten Messzeitpunkt, z.B. zu erlebten Veränderungen im Stadtteil, zur aktuellen Quartierszugänglichkeit sowie zum Nachbarschaftserleben und zur Verbundenheit mit dem Stadtteil, ebenso wie zur Vorhersage der Verbleibenserwartung im Stadtteil wurden 2011 und 2012 auf nationalen (DGGG) und internationalen (GSA) Tagungen berichtet. So tragen neben dem chronologischen Alter und der subjektiven Lebenserwartung auch erlebte Ressourcenverluste negativ zur Verbleibenserwartung bei, wohingegen objektive Zugänglichkeitsprobleme keine Rolle spielen und die Identifikation mit dem Stadtteil sich positiv auswirkt. Parallel zum zweiten Messzeitpunkt wurden drei Expertenworkshops auf Stadtteilebene mit Vertretern der Praxis und sechs Fokusgruppen mit Teilnehmern/-innen der Befragung abgehalten, in denen vorrangige Themen und Probleme des Wohnens im Stadtteil diskutiert wurden und aus denen mögliche Praxismaßnahmen zur Förderung des Wohnen Bleibens im Quartier abgeleitet werden sollen. Ziel ist, einige exemplarische Maßnahmen in 2013 auf ihre Umsetzbarkeit hin zu prüfen und für die drei Stadtteile beispielhaft umzusetzen und wissenschaftlich zu begleiten. Zentrale Befunde sollen erstmals im März 2013 einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden.



Das Projekt "LOTSE"

 

lotseneu_Kopie

Titel: Entwicklung und Evaluation eines Interventionskonzepts zur Beratung und Begleitung älterer Menschen mit Sehbehinderung und Blindheit

Projektpartner: Prof. Dr. Frank Oswald, Dr. Ines Himmelsbach, Dr. des. Annette Franke, Dipl. Pflegewirtin (FH) Sonja Driebold, Goethe-Universität Frankfurt am Main (wissenschaftliche Begleitung), Dipl. Psych. Franz-Joseph Esch, Soz. Päd. (BA) Katharina Metzler, Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte (praktische Durchführung), Dipl. Psych. Jürgen Nagel, Deutsche Blindenstudienanstalt e.V., Marburg

Förderung: Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main (Goethe-Universität Frankfurt am Main), Stiftung Almosenkasten (Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte)

Laufzeit: 01.03.2010 - 28.02.2013

Stichworte: Kompetenzeinbußen im Alter, Intervention, Beratung, Sehschädigung, Lebensqualität

Projektbeschreibung: Sehbeeinträchtigungen sind vielfältig in ihrer Art und eine Begleiterscheinung normalen Alterns, aber in ihrer Häufigkeit noch immer unterschätzt. So machen ältere Sehgeschädigte heute bereits einen Anteil von fast 70% aller Sehbehinderten aus. Um eine Verbesserung der Versorgung zu ermöglichen, wird im Rahmen dieses Projekts ein Beratungskonzept entwickelt und evaluiert, das über die Hilfe im technischen Sinne hinaus einen Schwerpunkt auf psychosoziale Beratung legt. Diese ist in der heutigen Versorgung kaum vorhanden. Sie ist aber besonders notwendig, denn von einer Sehschädigung im Alter betroffen zu sein kann bedeuten, die unangenehme Seite des Alterns und den drohenden Verlust von Selbstständigkeit und Lebensqualität durch eine progrediente Sehbeeinträchtigung gebündelt erleben zu müssen. Zudem ist die Angebotsstruktur für ältere sehgeschädigte Menschen stark segmentiert und wenig ausgebaut. Ein ganzheitliches Konzept mit Fokus auf den individuellen Bedürfnissen der älteren Menschen soll die Versorgungslandschaft bereichern.
Die Entwicklung und Evaluation des Konzeptes adressiert zwei Ebenen: (1) Auf der Praxisebene bildet der Lotse, also die beratende Person, das Herzstück. Er sucht die ratsuchende Person auf, um sie zu einer anschließenden, selbstständigen Bewältigung der Situation zu befähigen und / oder an spezifischere Hilfsangebote zu vermitteln. (2) Auf der Wissenschaftsebene ist das Ziel die empirisch fundierte Begleitung und Untersuchung der Konzipierung, Anwendung, Weiterentwicklung und Evaluation des Beratungsprogramms. In der ersten Phase (Monat 1-18) liegt der Fokus auf der Programmentwicklung, -optimierung und qualitativen Prozessevaluation, in der zweiten Phase (Monat 19-36) auf der sich anschließenden Programmdurchführung und quantitativen Ergebnisevaluation. Zwei weitere Projektbausteine sollen die nachhaltige Implementierung des entwickelten Programms in die kommunale Versorgung älterer Menschen vorbereiten: regelmäßige Zusammenkünfte, Konsultationen und Beratungen mit dem Projektbeirat und die Untersuchung der Übertragbarkeit in den ländlichen Raum.

Aktueller Stand: Das Projekt LOTSE befindet sich derzeit in der Phase der Ergebnisevaluation. Als Resultat der ersten Phase liegt ein optimiertes Beratungskonzept vor, das mit Hilfe quantitativer Methoden (weitgehend in Form standardisierter Fragebögen) zu drei Messzeitpunkten als Prä-Post-Testung telefonisch evaluiert wird. Ziel ist, bei ca. 50-100 Personen Zusammenhänge zwischen der Beratung und z.B. erlebter Lebensqualität, Widerstandsfähigkeit, Alltagsaktivitäten, Hilfsmittelnutzung, Zukunftsperspektive oder Depressivität zu untersuchen. Zudem werden die aktuelle Lebenssituation und erlebte Veränderungen erfasst. Zuvor wurden Interviews mit Teilnehmern der Beratung, Experteninterviews und Beratungsaufzeichnungen qualitativ ausgewertet.Vorliegende Ergebnisse wurden bereits national (DGGG) und international (GSA) präsentiert und geben Auskunft über (a) zentrale Beratungskategorien wie z.B. psychosoziale Aspekte der Beratung, eine Gegenüberstellung von beratungs- und erkrankungsbezogenen Erwartungen und Bedürfnisse Ratsuchender, sowie über (b) die soziale Lebenswelt der Betroffenen am Beispiel personenzentrierter Netzwerke in denen sich Ratsuchende bewegen.


 

 

 

 

geändert am 21. März 2013  E-Mail: WebmasterKaspar@em.uni-frankfurt.de

|

| Zur Navigationshilfe
empty

Seitenabschlussleiste


Druckversion: 21. März 2013, 16:56
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb04/we5/alternswissenschaft/forschung/projekte/index.html