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Erforschung von Verstehensprozessen im Geschichtsunterricht (EVIG)


Erziehungswissenschaften, Pädagogik und Fachdidaktik haben in den letzten Jahren unter dem Eindruck der PISA-Studien verstärkt die Frage aufgegriffen, was im Schulunterricht »falsch« läuft und warum mögliche Kompetenzen nicht erworben werden. Es bedarf dazu vor allem empirischer Untersuchungen des Unterrichts selbst, um auf der Grundlage der Praxis die Ursachen für defizitäre Lernprozesse festzustellen und Fördermöglichkeiten zu entwickeln. In der Geschichtsdidaktik wie in anderen Fachdidaktiken sind empirische Untersuchungen vermehrt auf den Weg gebracht worden (vgl. Zeitschrift für Geschichtsdidaktik, Jahresband 2007). Unsere Gruppe will unter anderem auf der Grundlage von videographierten Geschichtsstunden und nachunterrichtlichen Interviews herausfinden, welcher Art das historische Verständnis ist, das die Lehrer den Schülern vermitteln, und welche Lernprozesse sie zu diesem Zweck im Unterricht anregen. Wir untersuchen gleichermaßen das Produkt, das Geschichtsverständnis der Lehrer und Schüler, wie den Prozess, der davon ausgeht bzw. hinführt. Um diesen beiden Seiten gerecht zu werden, sprechen wir von Verstehensprozessen. Wir beabsichtigen Verstehensprozesse im Geschichtsunterricht in drei miteinander zusammenhängenden Arbeitsbereichen zu rekonstruieren. Die Forschungsergebnisse sollen unmittelbar in die universitäre Lehre fließen. Es geht dabei um den Umgang mit Schulbüchern im Geschichtsunterricht im Allgemeinen, um Probleme des Textverstehens im Besonderen und um Fragen im Geschichtsunterricht.


 

 

geändert am 28. November 2011  E-Mail: WebmasterBaumgarten@em.uni-frankfurt.de

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Druckversion: 28. November 2011, 12:11
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb08/didagesch/Forschungsprojekt_EViG/index.html