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Pionier des zeitgenössisch islamischen Denkens Wie der Begriff Pionier es bereits verrät, handelt es sich in der Person des Herrn Professor Hatiboğlu um einen Wegbereiter, der die islamische Theologie in der Türkei durch sein wissenschaftlich orientiertes und kritisches Denken entscheidend geprägt hat. Als ein Wissenschaftler, der unter den politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten einer neuen türkischen Republik aufgewachsen war und in den frühen 50'er Jahren an der Theologischen Fakultät der Universität Ankara studiert hatte, ist diese Einstellung noch heute keine Selbstverständlichkeit. Herr Hatiboğlu ist zunächst ein Zeitzeuge der ersten Jahrzehnte der Türkischen Republik, was ihn aus der historischen Perspektive bereits attraktiv macht. Darüber hinaus stammt er aus einer religiösen Gelehrtenfamilie, wodurch er schon im frühen Alter die Entwicklungen in Bezug auf den Islam in einem laizistischen Staat aus nächster Nähe miterlebte. M. Said Hatiboğlu ist ein Akademiker, der sich Zeit seines Lebens mit dem Islam, d.h. mit der islamischen Geistes- und Theologiegeschichte intensiv auseinander gesetzt hat und er beschäftigt sich heute noch damit. Er ist als ein Universalgelehrter zu betrachten, der sich nicht damit zufrieden gibt, sich nur auf ein bestimmtes Fachgebiet zu spezialisieren wie es heute in der islamischen Theologie weltweit meist üblich ist. Er bekleidete zwar den Lehrstuhl für die Ḥadīṯwissenschaft, doch war er in allen anderen Fachbereichen der islamischen Theologie ebenfalls eine Autorität. Für Herrn Hatiboğlu bilden der Koran und das Leben des Propheten die Primärquellen. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht eine kollektive islamische Kultur hervorzubringen und Wissenschaftler auszubilden und zu fördern, die den Islam auf höchster Ebene vertreten. Er betrachtet den Islam als eine kulturelle Einheit und hat sich stets dafür eingesetzt, dass Fachleute, die sich in dieser Vielfalt auskannten, heran wuchsen. Die Entstehung der Ankaraner Schule ist der Beweis für das Gelingen seiner hingebungsvollen Mühe. Der Aufenthalt von Herrn Prof. Dr. M. S. Hatiboğlu an der Goethe-Universität-Frankfurt ist sowohl aus wissenschaftlicher als auch kultureller Perspektive eine große Bereicherung. Er wird durch seine tief greifenden Kenntnisse über den Islam und seine Entwicklungsgeschichte manche Tabus brechen als auch eine Beitrag dazu leisten, dass das Bild des Islam in der Öffentlichkeit eine Revision erfährt. Hervorzuheben ist ebenfalls seine Bedeutung für die Studierenden der Stiftungsprofessur für Islamische Religion, die in naher Zukunft den Islam in Deutschland ebenfalls mitgestalten werden. Die Lehrveranstaltungen von Prof. Dr. Mehmed Said Hatiboglu Der methodische Umgang mit den Literaturgattungen der Hadithwissenschaft(zusammen mit Prof. Dr. Abdullah Takim) Seminar, 2 SWS Ort: Institut für Geschichte der Arabisch-Islamischen Wissenschaften, Westendstrasse 89. Zeit: Do 12:00 - 14:00 (vom 6.11.2008 bis zum 18.12.2008) Innerislamische Hadithkritik von den Anfängen des Islam bis zur Gegenwart (zusammen mit Prof. Dr. Ömer Özsoy) Hauptseminar, 2 SWS Ort: Di 14:00 - 16:00, HZ 14; Di 16:00 - 18:00 Zeit: Di 14:00 - 16:00; Di 16:00 - 18:00 (vom 4.11.2008 bis zum 16.12.2008) Öffentliche Veranstaltungen 8. November Tagung: Benedikt und der Islam Veranstalter: Haus am Dom Frankfurt 14. November Projektvorstellung: Haditheditionarbeit in der Türkei Veranstalter: Stiftungsprofessur Islamische Religion Frankfurt 15. November Gastvortrag (Titel wird noch bekanntgegeben) Veranstalter: Prof. Dr. Bülent Ucar Osnabrück 16. November Jugendtreff: Perspektiven zur Zukunftsgestaltung der muslimischen Jugendlichen in Deutschland Veranstalter: Türkisch-deutsche Stiftung für Gesundheit Frankfurt 7. Dezember Gastvortrag: Islam – die vergessene Religion des Propheten Muhammad Veranstalter: GEFIS - Gesellschaft zur Förderung der Islamstudien Heidelberg
geändert am 21. März 2010 E-Mail: Webmaster (für technische Fragen zur Homepage)Sahin@em.uni-frankfurt.de | | Zur Navigationshilfe |
Druckversion: 21. März 2010, 19:59
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