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SeiteninhaltRingvorlesungen zur Islamforschung im europäischen Kontext VIIITheologie als Wissenschaft: Interdisziplinarität und Verhältnisbestimmung der Islamischen Theologie zu anderen DisziplinenDogmatik, Theorie, Methode, Erkenntnis Die Entstehung der universitären islamischen Theologie und Religionspädagogik nimmt klare Konturen. Nach monatelangem Ringen um die Gunst der Politik steht nunmehr fest, an welchen Universitäten die Lehr- und Forschungszentren etabliert werden sollen. Insgesamt vier Standorte werden künftig vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in Verbindung mit jeweiligen Landesministerien finanziell gefördert. Das BMBF honorierte mit seiner Entscheidung zugleich bisherige Initiativen von Universitäten, an denen seit mehreren Jahren Aus- und Weiterbildungsprojekte für islamische Theologie und Religionspädagogik angeboten wurden. Die Pionierrolle der Goethe-Universität Frankfurt a. M., die sich zuletzt in der Einführung des bundesweit ersten Bachelorstudiengangs "Islamische Studien" zum Wintersemester 2010/11 kennzeichnete, wurde dabei nicht vergessen: "Zudem hat die vorangegangene Forschung und Lehre am "Institut für Studien der Kultur und Religion des Islam" dort in den letzten Jahren eine hervorragende Ausgangsbasis für die Etablierung der Islamischen Studien geschaffen." (Annete Schavan) Das Frankfurter Modell auf dem Wege der Etablierung einer islamischen Theologie versucht, in seinem Forschungsschwerpunkt „Islam und Muslime in/und Europa" den klassischen Disziplinenkanon mit geistes- und sozialwissenschaftlichen Fragestellungen zu konfrontieren, um sich notwendige Diskussionsfelder zu vergegenwärtigen und den Kanon auf Europa bezogen zu kontextualisieren und dabei aktuelle Entwicklungen mit Forschung- und Lehre zu verbinden. Dabei gehen die Frankfurter Islamische Studien von der Prämisse aus, dass die wissenschaftliche Ausarbeitung dem praxisorientierten Handlungsbezug vorangestellt und ergebnisoffen erfolgen muss. So sollen allen voran den Nachwuchswissenschaftlern und Studierenden die methodologischen und theoretischen Herausforderungen durch interdisziplinäre kritische Fragestellungen nahe gebracht werden. Daher werden unsere vortragenden Gäste aus verschiedenen Disziplinen besonders gebeten, diese richtungsweisend zu formulieren und Denkanstöße zu weiteren Forschungen zu geben. Die Ringvorlesung im SS 20111 geht auf den Grund und stellt sich die Frage, wie das Verhältnis der islamischen Theologie vor allem zu den Nachbardisziplinen (christliche Theologie, Islamwissenschaft aber auch zu anderen sozial- und geisteswissenschaftlichen Fächern wie zur Philosophie, Soziologie oder Politologie theoretisch und methodologisch sowie Gegenstand bezogen bestimmt werden kann und muss? Diese Frage ist von ausschlaggebender Bedeutung für den akademischen Verortungsprozessdes neuen Faches „Islamische Studien“. In erster Linie wird es von diesen disziplinären Grenzziehungen abhängen, ob überhaupt und inwiefern die Fülle der überwältigenden gesellschaftspolitischen Erwartungen von Islamischen Studien erfüllbar ist. Im Anschluss der Ringvorlesung werden die Beiträge in einem Band veröffentlicht, in dem der innerislamische Diskurs über Grundsatzfragen der deutschsprachigen Öffentlichkeit präsentiert wird. Presseecho: Frankfurt: Ein Denkanstoß - (Fr/18.04.2011/Astrid Ludwig) Program (pdf)
* * * 26. April
10. Mai Vortrag: Der Islam in der monotheistischen Trias - Zum explanativen Potential der Religionssoziologie Max Webers
17. Mai Vortrag: Christliche Theologie und Islamische Theologie. Eine Verhältnisbestimmung aus der Perspektive Komparativer Theologie
31. Mai Vortrag: Binnen- und Außenperspektive? Erkenntnis und Methodik der Islamwissenschaft und der islamischen Theologie
14. Juni Vortrag: Wissentschaftliche Außensicht und Binnenreflexion. Erkenntnisinteresse und Methoden in Religionswissenschaft und Theologie
21. Juni Vortrag: Koranforschung als methodische Brücke?
28. Juni Vortrag: Die Spannung zwischen Wissen und Glaube: Erkenntnistheoretische Grundlagen der islamischen Theologie
05. Juli Vortrag: Wieviel historische Kritik vertragen die Hauptquellen des Islam: Koran und Hadith?
12. Juli Vortrag: Der Kampf um die Bibel: Die jüdischen Auseinandersetzungen um die historisch-kritische Bibelauslegung im 19. und 20 Jahrhundert
* * * Anfahrt und Lage Adresse: Mit dem Auto: Mit dem öffentlichen Nahverkehr:
geändert am 19. April 2011 E-Mail: Webmaster (für technische Fragen zur Homepage)Sahin@em.uni-frankfurt.de | | Zur Navigationshilfe |
Druckversion: 19. April 2011, 14:47
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