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Internationale Symposienreihe: Geistiges Erbe des Islam
Das Institut und GEFIS (Gesellschaft zur Förderung der Islamstudien e.V.) veranstalten seit 2007 jedes Jahr ein international angelegtes Symposium mit der Überschrift „Geistiges Erbe des Islam". Diese Symposien sollen dazu beitragen, dass im deutschsprachigen Raum eine dialogische Diskussionskultur über den Islam entsteht, in der islamische und christliche Theologen sowie Religions- und Islamwissenschaftler mitwirken, um gemeinsam über Themen bezüglich des Islam und des Religionskontexts wissenschaftlich zu diskutieren.
Theologen, Religions- und Islamwissenschaftlern, Studierenden sowie wissenschaftlich interessierten Intellektuellen und Entscheidungsträgern soll hierbei auch eine standhafte Perspektive über den gegenwärtigen Stand der islamischen Wissenschaftsdisziplinen ermöglicht werden, wie sie in der zeitgenössischen Islamischen Theologie auf universitärer Ebene zum Gegenstand der Forschung stehen.
Zu diesem Zweck werden im Rahmen des Symposions zum einen das geistige Erbe des Islam sowie das von Muslimen auf der Basis ihrer eigenen Grundquellen entwickelte Eigenverständnis und dessen bereits existierende progressive Weiterentwicklungen präsentiert, um zu einer sachgemäßen und fachkundigen Aufklärung der Öffentlichkeit beizutragen und die wissenschaftliche Diskussion über den Islam in Deutschland aus der muslimischen Perspektive zu bereichern. Diese Innenperspektive des muslimischen Eigenverständnisses soll der Außenperspektive von christlichen Theologen, Religions- und Islamwissenschaftlern und Orientalisten gegenüber gestellt werden, um gemeinsame wie auch divergierende Sach- und Methodenbezüge und Fragestellungen heraus zu arbeiten. Darauf aufbauend ist es schließlich das erklärte Ziel der Veranstalter, die progressive Weiterentwicklung des Islamverständnisses zu fördern.
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| I n t e r n a t i o n a l e s S y m p o s i u m : G e i s t i g e s E r b e d e s I s l a m I I I |
Geschichtsschreibung zum Frühislam heute: Quellenkritik und Rekonstruktion der Anfänge
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V e r a n s t a l t e r GEFIS - Gesellschaft zur Förderung der Islamstudien e.V. Institut für Studien der Kultur und Religion des Islam |
F ö r d e r e r Bundesministerium des Innern DITIB - Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. |
T a g u n g s l e i t u n g Prof. Dr. Ömer Özsoy & Prof. Dr. Abdullah Takim |
D a t u m 05.-07. November 2009 |
D o w n l o a d s / L i n k s Programmbroschüre (PDF) Anmeldeformular (PDF) Anmeldemodalitäten Plakat (PDF) Anfahrts- und Lageplan Veranstaltungsort: Campus Westend |
O r t Goethe-Universität Frankfurt am Main Campus Westend Grüneburgplatz 1 60323 Frankfurt am Main |
K o n t a k t |
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Telefon:
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069/798-32752
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Fax:
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069/798-32753
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E-Mail:
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info@gefis-online.de Guillery@em.uni-frankfurt.de
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Eine der ständig aktuellen Fragen der Islamischen Theologie sowie der westlichen Islamwissenschaft ist die nach der Authentizität des islamischen Überlieferungsgutes. Die Überlieferungen der Muslime, die zur Rekonstruktion vieler islamischer Sachverhalte dienen, gehen über die Hadithe hinaus und enthalten historische Berichte über die vorislamische Zeit, Entstehungsgeschichte des Islam und nicht zuletzt über die Genese des Korantextes. Obwohl all diese Informationen, die in den verschiedenen Überlieferungsgattungen zur Verfügung stehen, in der Islamischen Theologie kritisch behandelt werden, entsteht auf der einen Seite der Eindruck, die muslimische Gelehrsamkeit gehe an dieses Material anders als die Islamwissenschaft heran; und auf der anderen Seite entsteht die Überzeugung, die historisch-kritische Herangehensweise sei für die Erforschung des Islam nicht geeignet. Es gibt jedoch Forscherinnen und Forscher, die den Islam unabhängig von ihrer religiösen bzw. weltanschaulichen Zugehörigkeit, als ein geschichtswissenschaftliches Problem erschließen. Dieser Reichtum der Betrachtungsweisen, was die Geschichtsschreibung über die Anfänge des Islam betrifft, gibt Anlass dazu, hermeneutisch, religionswissenschaftlich und geschichtsphilosophisch zu hinterfragen, ob und inwieweit von abweichenden Forschungsmethoden in Bereichen der westlichen Islamwissenschaft und Islamischen Theologie die Rede ist, sein kann und soll. Eine davon abgeleitete weitere Frage des Symposions ist selbstverständlich die Zuverlässigkeit und geschichtswissenschaftliche Relevanz der in den islamischen Überlieferungen erhaltenen historischen Informationen. In diesem Zusammenhang wird auch die auf Jahrhunderte zurückblickende Tradition der Hadithkritik der islamischen Gelehrsamkeit thematisiert, wobei der Kernfrage nachgegangen werden soll, wie unter Heranziehung neuer Methoden das hadithkritische Denken wiederbelebt und angewendet werden kann. Ausgewiesene Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern werden an diesem Symposion teilnehmen.
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V e r a n s t a l t u n g s p r o g r a m m |
5. N O V E M B E R, D O N N E R S T A G Raum: Casino 1801 |
 18:00-22:00 |
 Eröffnung |
18:00 |
Begrüßung Ömer Özsoy, Direktor des Instituts für Studien der Kultur und Religion des Islam Matthias Lutz-Bachmann, Vizepräsident der Goethe-Universität Rudolf Kriszeleit, Staatssekretär für Justiz und Integration Grußwort im Namen des Bundesinnenministers Markus Kerber, Leiter der Abteilung Grundsatzfragen und internationale Entwicklungen, BMI |
18:45 |
Grußwort zur Gründung des Instituts für Studien der Kultur und Religion des Islam Ali Bardakoğlu, Präsident der türkischen Religionsbehörde (Diyanet) Knowledge as an authority: Theology, Society and Science in Islam (Wissen als Autorität: Theologie, Gesellschaft und Wissenschaft im Islam) |
19:05 |
Musikalisches |
19:30 |
Eröffnungsvortrag Angelika Neuwirth, Berlin Der Koran „europäisch“ gelesen - Überlegungen zum spätantiken Horizont des Koran |
20:00 |
Eröffnungsempfang |
6. N O V E M B E R, F R E I T A G Raum: HZ 6 |
09:00-12:30 |
1. Sitzung (Deutsch) Prophetenbiographie und Anfänge des Islam Moderation: Stefan Wild, Bonn Beobachter: Ayşe Başol-Gürdal, Frankfurt |
09:00 |
Raif Georges Khoury, Heidelberg Kritische Bemerkungen zum aktuellen Forschungsstand und Quellenlage der Muhammadbiographie |
09:30 |
Kommentar: Daniel Birnstiel, Cambridge |
09:40 |
Diskussion |
10:00 |
Tilman Nagel, Göttingen Wer war Mohammed? Die Bedeutung der „nebensächlichen“ Einzelheiten |
10:30 |
Kommentar: Gregor Schoeler, Basel |
10:40 |
Diskussion |
11:00 |
Kaffeepause |
11:30 |
Marco Schöller, Münster Quellenwert der Prophetenbiographie und anderer Textgattungen |
12:00 |
Kommentar: Michael Marx, Berlin |
12:10 |
Diskussion |
12:30 |
Möglichkeit für Freitagsgebet oder Führung im Palmengarten |
13:30 |
Mittagessen |
15:00 – 17:00 |
2. Sitzung (Englisch und Türkisch) Überlieferungsmaterial als historische Quelle Moderation: Josef van Ess, Tübingen Beobachter: Serdar Güneş, Frankfurt |
15:00 |
Mehmet Akif Koç, Ankara The value of the isnād system from the viewpoint of exegetical traditions (Der Wert des Isnād-Systems unter dem Gesichtspunkt der exegetischen Überlieferungen) |
15:30 |
Kommentar: Stefan Leder, Halle/Beirut |
15:40 |
Diskussion |
16:00 |
Bünyamin Erul, Ankara Siret Rivayetlerinin İslami Hadis Tenkidi Kriterleri Bakımından Kaynaklık Değeri (Der Quellenwert der Sīra-Überlieferungen aus Sicht der Kriterien der islamischen Hadithkritik) |
16:30 |
Kommentar: Ali Dere, Ankara |
16:40 |
Diskussion |
17:00 |
Kaffeepause |
17:30 – 19:30 |
3. Sitzung (Englisch) Klassische Hadithmethodologie und zeitgenössische Geschichts- und Hadithkritik Moderation: Miklos Muranyi, Bonn Beobachter: Mark Khalil Bodenstein, Nürnberg |
17:30 |
Mehmet Hayri Kırbaşoğlu, Ankara The classical Hadith methodology: a critical approach (Die klassische Hadithmethodologie: ein kritischer Ansatz) |
18:00 |
Kommentar: Ismail Bardhi, Skopje |
18:10 |
Diskussion |
18:30 |
Ahmad Al-Katib, London Criticism of Shiite methods in the Prophetic tradition: History and Hadith (Kritik der schiitischen Methoden in der prophetischen Tradition: Geschichte und Hadith) |
19:00 |
Kommentar: Rainer Brunner, Freiburg |
19:10 |
Diskussion |
19:30 |
Abendessen |
7. N O V E M B E R, S A M S T A G Räume: HZ 1, HZ 6, HZ 14, HZ 15 |
09:00 – 10:30 |
Forenreihe |
Forum 1 Raum: HZ 1 |
Hadith und Prophet im Unterricht Leitung und Beobachtung: Zekirija Sejdini, Wien
Ednan Aslan, Wien Hadith-Didaktik: Eine lebendige Beziehung zur Sunnah des Propheten Yaşar Sarıkaya, Paderborn Hadith als Quelle des islamischen Religionsunterrichts und die Vorbildfunktion des Propheten |
Forum 2 Raum: HZ 14 |
Muhammad-Rezeptionen in christlichen Theologien Leitung und Beobachtung: Hansjörg Schmid, Stuttgart
Anja Middelbeck-Varwick,Berlin Muhammad, der Prophet nach Jesus. Katholisch-theologische Bewertungen im Ausgang des 2. Vatikanums Wolfram Reiss, Wien Muhammad, ein Prophet? Von historischer Polemik byzantinischer Theologen zu neuen Bewertungen im Zeichen des christlich-muslimischen Dialogs |
Forum 3: Raum: HZ 15 |
Geschichtsschreibung der Muslime als ein hermeneutisches Problem Leitung und Beobachtung: Bekim Agai, Halle
Sabine Damir-Geilsdorf, Marburg Projektionsfläche Frühislam? Zeitgenössische Bricolagen in Online-Fatwas und Reformdebatten Nicolai Sinai, Berlin Der tunesische Historiker Hišām Ǧaʿīṭ (geb. 1935) und sein Werk "Die Geschichtlichkeit der Verkündigung Muhammads" - eine zeitgenössische Herangehensweise an den frühen Islam |
Forum 4: Raum: HZ 6 |
Frauenbilder in der islamischen Überlieferung Leitung und Beobachtung: Ertuğrul Şahin, Frankfurt
Hidayet Şefkatli-Tuksal, Ankara Hadis Malzemesinde Kadın İmgesi - Eleştirel Bir Bakış (Das Frauenbild im Hadithmaterial - Eine kritische Betrachtung) Doris Decker, Frankfurt Weibliche Reflexion und Emanzipation - Konzeptionen von Frauenbildern in frühislamischen Überlieferungen bis zum 9. Jh. |
10:30 |
Kaffeepause |
11:00 – 13:45 Raum: HZ 6 |
Abschluss Moderation: Abdullah Takim, Frankfurt |
11:00 |
Abschlussvortrag (Türkisch) Mehmed Said Hatiboğlu, Ankara İslam’ın Erken Döneminde Hadis Tenkidi Zihniyetinin Doğuşu: Peygamber Eşi Hz. Â’işe Örneği (Entstehung des hadithkritischen Denkens im Frühislam am Beispiel der Prophetengefährtin ʿĀ'iša) |
11:30 |
Diskussion |
12:00 |
Beobachterberichte |
12:45 |
Diskussion |
13:30 |
Schlusswort Abdullah Takım, Frankfurt |
13:45 |
Verabschiedung |
Die fremdsprachigen Vorträge sowie Diskussionen werden simultan übersetzt.
B ü c h e r t i s c h Während des Symposiums wird es einen offenen Büchertisch geben, in der die Referenten ihre Bücher ausstellen werden. Die Teilnehmer des Symposiums können auch dort ihr Informationsmaterial auf eigene Verantwortung ausstellen.
A n m e l d u n g Die Anmeldung zum Symposium erbitten wir schriftlich (Anmeldeformular per Fax, Post oder Anmeldung per Email) spätestens bis zum 30.10.09. Eine spätere Anmeldung – auch am Veranstaltungstag vor Ort – ist möglich, falls ausreichend freie Plätze vorhanden sind. Wir bitten Sie in Anbetracht des geringen Beitrags um Verständnis, dass eine Rückzahlung ausgeschlossen ist.
A n s c h r i f t Institut für Studien der Kultur und Religion des Islam Postfach 111932 60054 Frankfurt am Main
R ü c k f r a g e n - I n f o r m a t i o n Tel.: 069 798 -32752 Fax: 069 798 -32753 E-Mail: info@gefis-online.de, guillery@em.uni-frankfurt.de
T e i l n a h m e g e b ü h r - Z a h l u n g 40 EUR (Studierende: 20 EUR) Zahlung erfolgt per Überweisung oder bei Einlass.
B a n k v e r b i n d u n g GEFIS e.V. Heidelberger Volksbank Konto-Nr.: 454 471 03 BLZ: 672 900 00 IBAN: DE71 6729 0000 0045 4471 03 BIC: GENO DE 61 HD 1 Verwendungszweck: „Symposium 2009“
V e r a n s t a l t u n g s o r t Goethe-Universität Frankfurt am Main Campus Westend Grüneburgplatz 1 60323 Frankfurt am Main
A n r e i s e Auto: Am Nordwestkreuz Frankfurt der A 5 / A 66 in Richtung Frankfurt-Stadt bis Ende der Autobahn 66 fahren, dann rechts in die Hansaallee und von dort erneut rechts in die Bremerstraße abbiegen. Bahn: Vom Hauptbahnhof mit der S-Bahn, Linien 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 8 | 9 bis Hauptwache, dann mit der U-Bahn, Linien 1 | 2 | 3 bis Holzhausenstraße, anschließend ca. 10 Min. Fußweg bis zum Campus Westend.
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Vergangene Symposien
Veranstalter: Stiftungsprofessur für Islamische Religion GEFIS - Gesellschaft zur Förderung der Islamstudien e.V. Datum: 05.-07. Juni 2008
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Veranstalter:Stiftungsprofessur für Islamische Religion GEFIS - Gesellschaft zur Förderung der Islamstudien e.V. Datum: 27.-28. April 2007
geändert am 21. März 2010 E-Mail: Webmaster (für technische Fragen zur Homepage)Sahin@em.uni-frankfurt.de
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Sekretariat (Campus Bockenheim): Fon: 069/798-32752 Fax: 069/798-32753 Email: Guillery@em.uni-frankfurt.de
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