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Laufende Projekte
- Lateinische Werke von Martin Opitz (1597-1639): Textausgabe, Übersetzung, Kommentar
Ziel des Forschungsprojektes ist die wissenschaftliche Erschließung der umfangreichen lateinischen Produktion eines Poeten, Literaturreformers, Diplomaten und Kulturpolitikers, der zwar zu Recht den Ehrentitel "Vater der deutschen Dichtung" trägt, als wichtiger Vertreter des europäischen Späthumanismus jedoch selbstverständlich einen großen Teil seiner Schriften in lateinischer Sprache verfaßte. Die Edition der lateinischen Werke wird, zusammen mit der an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel initiierten Ausgabe von Opitzens Briefwechsel und der schon weit fortgeschrittenen Kritischen Gesamtausgabe seiner Werke, einen zentralen Quellenfundus der deutschen Kulturgeschichte des 17. Jahrhunderts erstmals für eine breite wissenschaftliche Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Arbeit am ‚Opitius Latinus' wird seit 2003 von der Frankfurter Arbeitsstelle aus koordiniert. Seit Mai 2006 wird das Projekt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (www.dfg.de) gefördert, Herausgeber sind Veronika Marschall und Robert Seidel. Der erste von drei Bänden ist Anfang 2009 bei Walter de Gruyter erschienen.
- Wissenschaftshistorische Erschließung frühneuzeitlicher Dissertationen zur Rhetorik, Poetik und Ästhetik aus den Universitäten des Alten Reiches (Repertorium)
Die knappen, in der Regel 16-24 Seiten umfassenden Thesendrucke, die während der Frühen Neuzeit im institutionellen Kontext akademischer Disputationsveranstaltungen veröffentlicht wurden, sind, zumindest was den deutschen Kulturraum betrifft, als außerordentlich ergiebige Quellen für die interdisziplinäre kultur- und wissenschaftshistorische Forschung klassifiziert worden. Sie weisen allerdings in äußerlicher Hinsicht (Zugänglichkeit der Drucke, Lateinsprachigkeit, Verfasserfrage usw.) wie auch textsortenspezifisch (Kontextgebundenheit, Darbietungsmodus, rhetorisch-pragmatische Struktur, 'Textualität' bzw. 'Materialität' der Drucke überhaupt usw.) diverse Probleme auf, die bei ihrer Erschließung wie bei der Dokumentation der Ergebnisse mit Hinblick auf ein breiteres wissenschaftliches Publikum berücksichtigt werden müssen. Im Anschluß an diesbezügliche generelle Begriffs- und Sachklärungen richtet sich das Interesse des Projektes auf diejenigen Thesendrucke aus der Zeit zwischen ca. 1550 und 1800 (mit Schwerpunkt im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert), die sich mit Fragen der Textproduktion und Textanalyse im weiteren, mit literaturgeschichtlich relevanten Aspekten im engeren Sinne beschäftigen. Konkret geht es um die im Rahmen der akademischen Disziplinen Rhetorik, Poetik und Ästhetik (am Rande: Logik und Hermeneutik) entstandenen Schriften, die mit einem interdisziplinären Forschungsinstrumentarium zu bearbeiten sind, gezielt aber für die literaturwissenschaftliche Forschung – in ihren universitäts- und bildungsgeschichtlichen Zusammenhängen – nutzbar gemacht werden sollen. Durch die Erfassung, Dokumentation und sachlich-strukturelle Erschließung des einschlägigen Materials in Form eines Repertoriums, nach Möglichkeit ergänzt durch die digitalisierte Volltextedition des gesamten erfaßten Textkorpus, wird ein wichtiger Beitrag zur Geschichte der Literatur- und Textwissenschaften, speziell auch zur Vorgeschichte der Germanistik geleistet. Die Arbeit am Projekt wird ab Frühjahr 2010 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.
- Literatur im Umfeld der Frankfurter Paulskirche 1848/49
Tagung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, vom 21. bis 22. Oktober 2011, gemeinsam mit Dr. Bernd Zegowitz. Das Programm finden Sie hier.
geändert am 05. Oktober 2011 E-Mail: Webmasterscheffler@lingua.uni-frankfurt.de
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