Navigationshilfe

Hauptnavigation

Seiteninhalt

Vorausblick auf das kommende Sommersemester 2012:

 

18. April 2013: Professor Thomas Vaessens aus Amsterdam hält zwei Lesungen zu moderner niederländischer Literatur ("Engagement und 9.11 in der Literatur" und "Migrantenliteratur am Beispiel von Mustafa Stitou")

 THOMAS VAESSENS (° 1967) ist seit 2005 Professor für moderne niederländische Literatur an der Universität Amsterdam (UvA). Er veröffentlichte zahlreiche vielbeachtete, manchmal umstrittene Bücher über die verschiedenen Aspekte der modernen niederländischen Literatur. Seine Themen reichen vom Modernismus, Postmodernismus in Poesie und Prosa bis zum Engagement in der aktuellen Romankunst. Es ist vor allem diese Publikation, die für viel Aufregung in der literarischen Welt gesorgt hat, weil Vaessens einen total neuen Standpunkt einnimmt (nicht nur „elitäre“ Literatur) und für einen Perspektivwechsel plädiert. Im Mai 2013 erscheint seine „Geschichte der  modernen niederländischen Literatur“ und man darf gespannt sein.

18.4.2013: Seminar auf Niederländisch von 12 bis 14 Uhr im IG-Hochhaus (Campus Westend), Rm. 1.201        Vortrag auf Niederländisch (mit Gelegenheit zu Fragen auf Englisch oder Deutsch): 19 Uhr – Casinogebäude (Campus Westend) – Raum 1.812 – Eintritt frei

Zum Seminar:  Hoe Nederlands is de Nederlandse literatuur?

In dit college lezen we een aantal teksten van de dichter Mustafa Stitou, die in Marokko geboren werd en op jonge leeftijd naar Nederland verhuisde. Welke rol speelt deze achtergrond van twee culturen in zijn poëzie? Wat leert ze ons over Nederland, Nederlanders en 'de Nederlandse literatuur'? Veranderen literaturen (de Nederlandse, de Duitse, ...) nu we in een wereld leven die gekenmerkt wordt door mobiliteit en migratie (globalisering)?

Zum Vortrag:  De Nederlandse roman na 9/11

In opvallend veel recente Nederlandse romans staan maatschappelijke en politieke thema's centraal: het lijkt erop dat we te maken hebben met een tendens van 'geëngageerde' literatuur. Wat is dit voor engagement, en wat heeft het te maken met de datum die zo vaak genoemd wordt als cesuur in de geschiedenis van het moderne Westen: 11 september 2001?

 

25. April 2013: Frau Dr. Jacomine Nortier aus Utrecht hält zwei linguistische Lesungen zu den Themen "Zwei- und Mehrsprachigkeit" und "Jugendsprache"

 DR. JACOMINE NORTIER (Universität Utrecht) veröffentlicht und lehrt vor allem über Mehrsprachigkeit, Soziolinguistik sowie über die Beziehung zwischen Sprache und Gender, Sprache und Ethnie und Code-Switching. Ihre Veröffentlichungen  Murks en straattaal. Vriendschap en taalgebruik onder jongeren (2001) und  Nederlandmeertalenland.Feiten, perspectieven en meningen over meertaligheid. (2009) sind wichtige, wissenschaftlich fundierte Beiträge zu der öffentlichen Debatte über Sprache, Sprachdefizite, u.ä.

Am Donnerstag, den 25.4.2013 wird sie vormittags (10-12) ein Seminar über Jugendsprache leiten und abends (19 Uhr) einen Vortrag über  Vorteile von und  Vorurteile über Mehrsprachigkeit halten. In beiden Fällen wird sie eine Powerpointpräsentation auf Niederländisch zeigen, nach Bedarf aber die Ergebnisse auf Deutsch oder Englisch ergänzen.

25.4.2013: Seminar von 10 bis 12 Uhr über Jongerentaal (Urban Youth Languages) im  IG-Hochhaus (Campus Westend) – Rm. 1.201, Vortrag (mit PPP) über Voor(oor)delen rond meertaligheid um 19 Uhr im IG-Farbenhaus – Rm. 311.  – Eintritt frei

 

15. Mai 2013: Koen Peeters liest aus "Duizend heuvels".

Der flämische Autor Koen Peeters (°1959) hat das schier unmögliche geleistet: Er hat einen poetischen Roman über den Genozid in Ruanda geschrieben. Der 54-jährige Anthropologe hat 2012 mit Duizend heuvels (Tausend Hügel)  seinen 11. Roman veröffentlicht. Die Themen und Schauplätze seiner früheren Romanen zeigen einen überzeugten „Belgofielen“, mit einer gewissen Nostalgie nach den 50’er Jahren. In diesen früheren Werken begegnet der Leser Kuifje  (Tim und Struppie), König Boudewijn (König Baldwin), Magritte, dem Atomium, aber auch dem ersten Premier des unabhängigen Kongos, Patrice Lumumba. Duizend heuvels,  bereits für mehrere literarische Preise nominiert , spielt  überwiegend in Ruanda, einer ehemaligen belgischen Kolonie. Über eine Missionsausstellung  landen einige typisch ruandische geflochtene Körbchen ins Haus des kleinen Louis. Von dem Tag an träumt der Junge nur noch über dieses Land und lernt nachts die schwierige Sprache, das Kinyarwanda, wie im Traum. Der etwa 12-jährige Louis wird so auf seinen Auftrag, den des Forschers,  Anthropologen und Architekten Lode van Pee vorbereitet, der Mann der das Museum in Butare gebaut hat. In die umgekehrte Richtung  Ruanda-Belgien zieht es Jahrzehnte später den 12-jährigen Samuel, einziger Überlebender seiner Familie nach dem Genozid und adoptiert in Belgien. Durch die Träume von Louis und die Erzählungen von Samuel erfährt der Leser Etliches über den Völkermord, dem 1994 innerhalb von drei Monaten 800.000 Menschen zum Opfer fielen (ca. 8000 am Tag) in einem Land etwa so groß wie Belgien. Vom Traum zum Albtraum ist es ein kleiner Schritt. Aber gerade das subtile Verfahren des Traumes macht für den Leser die Fakten über die Gräueltaten verdaubar, da sie einerseits abgewechselt werden mit Erzählungen über das einfache Leben der Tutsies und Hutus und biografischen Einzelheiten des großen ruandischen Linguisten, Dichters und katholischen Priesters Alexis Kagame (1912-1981), andererseits in einer anderen Zeit angesetzt sind. Dieses Verwirrspiel von Gegenwart und Vergangenheit, Realem und Imaginärem, Traum und Wirklichkeit ermöglicht das Unmögliche: die Verarbeitung des Genozids in einem Roman.

Es wäre zu hoffen, dass Duizend heuvels, das noch nicht auf Deutsch übersetzt wurde, in den Spuren von David Van Reybroucks  erfolgreichem Buch Congo auch bald das deutsche Publikum erreichen könnte.

15.5.2013: Lesung auf Niederländisch (englische Übersetzung wird ausgeteilt) – Beginn: 20.30 Uhr                   Ort:  Casinogebäude Raum 1.812, Campus Westend, Eintritt frei, Büchertisch

 

Glijvlucht ist Anne-Gine Goemans‘ zweiter Roman, der wie ihr Erstling „Ziekzoekers“ (über Tulpenfelder…) gleich prämiert und mehrmals für Literaturpreise nominiert wurde. Die (hervorragende) deutsche Übersetzung erhielt den M-Pionierpreis 2012. Das Buch bewegt sich auf der Schwelle zwischen Jugend- und Erwachsenenliteratur. Zwar handelt die Geschichte vom 14-jährigen Gieles, trotzdem ist das Buch auch für erwachsene Leser fesselnd erzählt. Einerseits ist da die aktualitätsbezogene Geschichte, die sich neben einem großen Flughafen mit allen den Frankfurtern bestens bekannten Problemen wie Fluglärm, Kerosinabgasen und Gefahr für Vögel abspielt und andererseits das literarische Stilmittel zweier Erzählfäden, die sich in zwei verschiedenen Jahrhunderten abwickeln. Im zweiten Erzählstrang wird die Geschichte der Trockenlegung des Haarlemmersees im 19. Jahrhundert erzählt, denn da wo heute der internationale Flughafen Schiphol angesiedelt ist, lag vor 200 Jahren noch ein tobender See.  Eine Reihe von etwas skurrilen Figuren gegen den Hintergrund der unverkennbaren niederländischen Polderlandschaft, gespickt mit einer rührenden aber dennoch realistischen Geschichte aus der Vergangenheit,  außerdem gewürzt mit einer treffsicheren Sprache, ab und zu übertönt vom Fluglärm: das ist das Erfolgsrezept dieses kleinen Romans.Das Buch inspirierte den Sänger/Gitarristen Yorick van Norden der Band The Hype zu dem Song „Who knows, maybe“. Van Norden wird am 22.5. die Schriftstellerin musikalisch begleiten.

22.5.2013 "Gleitflug" - Anne-Gine GOEMANS . Literarische  Lesung auf Niederländisch mit deutscher Übersetzung und literarischer Umrahmung, auch sehr gut geeignet für Schüler ab 14 J. , Beginn 20 Uhr, Ort: Casino 1.802 Campus Westend, Eintritt frei, Büchertisch 

 

4. Juni 2013: Lesung in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Frankfurt: Peter Buwalda liest aus "Bonita Avenue".

Peter Buwalda landete 2010 mit seinem Debüt „Bonita Avenue“ gleich einen Bestseller, der mehrere literarische Preise gewann und für fast alle große Literaturpreise nominiert wurde. Eine deutsche, italienische und französische Übersetzung sind bereits erschienen, eine spanische, englische, tschechische und ungarische in Vorbereitung. Der etwa 500 Seiten dicke Familienroman und literarischer Thriller scheint dem Erfolg von Kochs Het diner („Angerichtet“) nachzueifern.

Es ist die Geschichte eines erfolgreichen Universitätsrektors und Judokas, Siem Sigerius, der, wenn sein krimineller Sohn aus erster Ehe aus dem Gefängnis entlassen wird, von seiner Vergangenheit heimgesucht wird. Auch die scheinbare Idylle seiner zweiten Ehe wird zerstört wenn er, selber Besucher von Pornoseiten im Internet, seine jüngste Stieftochter dort wiedererkennt, die zusammen mit ihrem (psychisch labilen) Freund die Bilder ins Internet stellt und dabei überdurchschnittlich gut verdient. Diese Fakten sorgen, gegen den gespenstischen Hintergrund der durch die Explosion einer Feuerwerkfabrik teilweise zerstörten Stadt Enschede, für einen Bruch zwischen den Generationen und einen verhängnisvollen Lauf der Dinge.

 4.6.13, Beginn: 19.30 Uhr: Ort: Literaturhaus, Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt/M. Zweisprachige Lesung. (P. Buwalda liest auf Niederländisch, der Schauspieler Martin Butzke auf Deutsch)    Karten im VVK, unter  www.literaturhaus-frankfurt.de, unter Tel. 069 / 407 662 580 (AD ticket) und an der Einlasskasse zzgl. € 1.  Preise: 7,-€, ermäßigt 4,-€

                                                                                  

 

 

                 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

geändert am 15. März 2013  E-Mail: Laurette Artoisartois@lingua.uni-frankfurt.de

|

| Zur Navigationshilfe
empty

Seitenabschlussleiste


Druckversion: 15. März 2013, 14:07
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb10/IDLD/Niederlaendische_Sprache_Literatur_Kultur/VeranstReihe/index.html