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 Prof. Dr. Susanne Scholz

 

Im Wintersemester 2011 /12 habe ich Forschungssemester und keine regelmäßige Sprechstunde

Nächste Sprechstunde:

Dienstag, 24. Januar 2012, 14:30 h - 16:00 h

Sekretariat

 
 

Akademischer Werdegang:


Studium der Anglistik, Geschichte, Germanistik und Skandinavistik in Frankfurt, Strathclyde University, Glasgow und Birkbeck College, London.

1991-1996: wissenschaftliche Mitarbeiterin am IEAS der Universität Frankfurt
   
1996: Promotion in Frankfurt
   
SoSe 1996: wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität-GH Siegen
   
1996-2003 wissenschaftliche Assistentin im Fach Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Universität Paderborn
   
2002: Habilitation in Paderborn
   
Seit 2003 Professorin für englische Literatur und Kultur an der Goethe-Universität Frankfurt/ Main

 

Lehre:

  Literatur und Kultur des 16. bis 20. Jahrhunderts, Kulturwissenschaften und britische Kulturgeschichte; cultural studies; gender studies; Intertextualität; Intermedialität; Bildlichkeit und Visualität.

 

Forschungsschwerpunkte:

  Im Bereich der Literatur und Kultur des 19. und 20. Jahrhunderts: phantastische Literatur; Wahrnehmung, Wissenschaft und Literatur; Literaturanthropologie; kulturelle Narratologien, Inszenierungen und Praktiken in der Literatur.

In der Literatur des 16. Jahrhunderts: Sichtbarkeit und höfischer Raum; elisabethanische Literatur und Ikonographie, insbes. progresses von Elizabeth I.; Edmund Spenser.

 

Aktuelle Projekte:

  Medium Mensch – Medialisierungen des Humanen: Konstitutionen des Menschseins in der spätviktorianischen Literatur und Kultur

Dieses Projekt beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Referentialität, Wahrnehmung und Repräsentation, so wie es um 1900 am Beispiel der Diskurse des Menschlichen in Literatur und Wissenschaft neu ausgehandelt wird. Es nimmt dabei die literarischen Repräsentationen des Humanen in ihrer Wechselwirkung mit naturwissenschaftlich-empirischen Taxonomien, historisch-hermeneutischen Betrachtungsweisen und binären Ordnungsmustern wie etwa Geschlecht in den Blick. Zentral ist dabei, wie literarische Entwürfe in die Mechanismen der kulturellen Wissensproduktion eingespannt sind und welche normativen Vorstellungen vom Menschen dabei jeweils transportiert werden. Im Zentrum stehen drei (phantasmatische) Fallgeschichten im London der späten 1880er Jahre: die Fälle von ‚Jack the Ripper’, Joseph Merrick (des ‚Elephant Man’), sowie R. L. Stevensons The Strange Case of Dr. Jekyll and Mr Hyde. Anhand des kulturellen Dialogs dieser drei Fälle werden die realitätskonstituierenden und normbildenden Potentiale der Diskurse des Humanen und ihre Durchkreuzung durch die inhärente Kontingenz ihrer jeweiligen Medialisierungsformen beleuchtet.

Buchpublikation: Phantasmatic Knowledge: Anthropological Visions and the Scientific Gaze in English Literature, 1880-1930 (in Vorbereitung)

Das Projekt wird von der DFG gefördert, Laufzeit 2007-2009

Projektmitarbeiterin: Martina Sehring

Studentische Hilfskraft: Nina Holst

Den Hof machen. Zur Konstitution des höfischen Raums im England der frühen Neuzeit/ Vision and the Making of Courtly Space, 1570-1630.

Das Projekt beschäftigt sich damit, wie die englischen Höfe der frühen Neuzeit als räumliche Konfiguration in verschiedenen Raumpraxen konstituiert werden. Besonders betrachtet werden dabei visuelle Praktiken und graphische Operationen, die den Hof als er-blickten und erschriebenen Raum lesbar werden lassen. Der höfische Raum wird somit nicht als ‚Behälter’ des Hofs verstanden, sondern – mit Lefebvre – als Produkt unterschiedlicher Raumpraktiken und -repräsentationen.

Projektteil 1 beschäftigt sich mit dem Hof Elisabeths in den Jahren 1590 bis 1603 und konzentriert sich besonders auf Blickregimes als raumkonstituierende Praxen. In der Vorstellung der auratisch aufgeladenen Präsenz der Monarchin treffen sich Blick und Raum in einer wechselseitigen Konstitutionsbeziehung. Die höfische Panegyrik inszeniert so die Königin als privilegierte Angeblickte, die gleichzeitig durch ihren königlichen Blick nicht nur ihren Umgebungsraum, sondern auch die Subjektpositionen der Höflinge ‚erschafft’.

Projektteil 2 widmet sich der Repräsentation orientalischer Höfe in der Literatur von 1590 bis 1630 und ihrer Interaktion mit den Formen der höfischen Praxis bei Elizabeth und James I. Hier geht es besonders darum, wie die Projektion in einen fremden Raum zur Kritik am eigenen Hof eingesetzt wird und in welcher Beziehung dabei der Schauraum des Theaters und die Schauanordnung des Hofes stehen.

Das Projekt wird von der DFG gefördert, Laufzeit 2010-2012.

 

Publikationen:

Buchpublikationen:

  Body Narratives: Writing the Nation and Fashioning the Subject in Early Modern England. London: Macmillan 2000.
   
  Objekte und Erzählungen. Subjektivität und kultureller Dinggebrauch im England des frühen 18. Jahrhunderts. Königstein: Helmer 2004.
   
  Hg. mit Gisela Ecker, Umordnungen der Dinge. Königstein: Helmer 2000
   
  Hg. mit Gisela Ecker und Claudia Breger, Dinge. Medien der Aneignung – Grenzen der Verfügung. Königstein: Helmer 2002.
   
  Hg. mit Gisela Engel, Kopf- und andere Tücher. Berlin: trafo 2006.
   
  Hg. mit Felix Holtschoppen, MenschenFormen. Visualisierungen des Humanen in der Neuzeit. Königstein: Helmer 2007.
   
  Hg. mit Johannes Süßmann und Gisela Engel, Fallstudien. Theorie – Geschichte – Methode. Frankfurter Kulturwissenschaftliche Beiträge Bd. 1. Berlin: trafo: 2007
   
  Hg. mit Susanne Komfort-Hein, Lustmord. Medialisierungen eines kulturellen Phantasmas. Königstein: Helmer 2007.
   
  Hg. mit Gisela Engel, Brita Rang und Johannes Süßmann, Konjunkturen der Höflichkeit in der Frühen Neuzeit. Zeitsprünge. Forschungen zur Frühen Neuzeit Bd. 13. Frankfurt: Klostermann 2009.
   
  Hg. mit Julika Griem, Medialisierungen des Unsichtbaren um 1900. München: Fink (im Druck).

 

Aufsätze (Auswahl):

   
  Questing for the Self: The Constitution of Masculinity in Early Modern Discourses of Discovery. In: 'Masculinities: New Versions of an Old Story’', Hg. Gisela Ecker und Susan Bassnett. Journal for the Study of British Cultures, 3/2 (1996), 103-116.
   
  'The Blood of the Commonwealth': Koloniale Kreisläufe und die Ethik des Empire im England des 17. und 18. Jahrhunderts. In: Heide Wunder/ Gisela Engel, Hg., Geschlechterperspektiven. Forschungen zur Frühen Neuzeit. Frankfurt: Helmer 1998, 469-482.
   
  Pleasure Island, or When Guyon Discovered Guiana. Visions of the Female Body in English Renaissance Literature. In: European Journal for English Studies 2/3 (1998), 285-305.
   
  „Alas! I am the mother of these griefs“: Mütterliche Trauer und weiblicher Exzeß bei Shakespeares Königinnen. In: Gisela Ecker, Hg., Trauer tragen, Trauer zeigen: Inszenierungen der Geschlechter. München: Fink 1999, 97-108.
   
  Die Nation erzählen   Narrative Konstruktionen kollektiver Identität im Werk von Edmund Spenser. In: Bernhard Greiner/ Maria Moog-Grünewald, Hg., Kontingenz und Ordo. Selbstbegründung des Erzählens in der Neuzeit. Heidelberg: Winter 2000, S. 81-94.
   
  Literaturwissenschaft: Quellen als Texte gelesen. In: Oldenbourg Lehrbuch Geschichte: Die Frühe Neuzeit. Hg. von Anette Völker-Rasor. München: Oldenbourg 2000, S. 217-235.
   
  Über den Reifrock. Versuch über einen Fetisch des 18. Jahrhunderts. In: Gisela Ecker/ Susanne Scholz, Hg., Umordnungen der Dinge. Königstein: Helmer 2000, S. 366-79.
   
  mit Maria Kublitz-Kramer: Der Dolch in Shakespeares Macbeth. Anmerkungen zu einem tückischen Requisit. In: Gisela Ecker/ Susanne Scholz, Hg., Umordnungen der Dinge. Königstein: Helmer 2000, S. 106-14.
   
  Anne Finch, Countess of Winchilsea. In: Gesa Stedman, Hg., Englische Frauen der Frühen Neuzeit. Dichterinnen, Malerinnen, Mäzeninnen. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2001, 149-164.
   
  mit Martina Stange: Framed Subjects – Displayed Objects: Mantelpiece Decoration in Nineteenth-Century English Literature. In: Kurt Tetzeli von Rosador, Hg., Anything Shows. Journal for the Study of British Culture 8/2 (2001), 157-174.
   
  The Rites of Gentlemen. Englishness, Masculinity, and the Grand Tour. In: Anglistentag 2001. Proceedings. Hg. v. Dieter Kastovsky. Trier: WVT 2002, 329-340.
   
  Von der Stillstellung des Flüchtigen: Freud, H.D. und das Vergangene. In: Gisela Ecker, Claudia Breger u. Susanne Scholz (Hg.), Dinge. Medien der Aneignung – Grenzen der Verfügung. Königstein: Helmer 2002, 108-113.
   
  Kulturpathologien: Die ‚seltsamen Fälle’ von Dr. Jekyll und Mr. Hyde und Jack the Ripper. Paderborner Universitätsreden 88, hg. v. Peter Freese. Paderborn 2003.
   
  Kiss of Death – Kiss of Life: Untote Betrachtungen über die conditio vampirica. In: Nicole Karafyllis, Tobias Krohmer et al., Hg., De-Marginalisierungen. Festschrift für Gisela Engel. Berlin: trafo Verlag 2004, S. 135-148.
   
  Skandalon Sklaverei. Koloniale Begegnungen in Oroonoko und Inkle und Yarico. In: Gisela Engel/ Katja Kailer, Hg., Kolonisierungen und Kolonisationen. Berlin: trafo Verlag 2004, S. 11-26.
   
  mit Gisela Ecker, Fundstücke – Inszenierungen – Effekte. Lektüren der Sachfotografie. In: Im Rausch der Dinge. Katalog der Ausstellung des Fotomuseums Winterthur. Hg. v. Urs Stahel und Thomas Seelig. Winterthur: Steidl 2004, S. 174-178.
   
  Kapitale Körper: Monströse Vermehrungen in Daniel Defoes Moll Flanders (1722) und Roxana (1724). In: Gisela Engel u. Nicole C. Karafyllis, (Hg)., Reproduktionen. Berlin: trafo 2004, S. 147-158.
   
  Mode und Subjektivität im 18. Jahrhundert. In: Vera Nünning, Hg., Kulturgeschichte der englischen Literatur. Von der Renaissance bis zur Gegenwart. UTB 2005, S. 99-112.
   
  Inszenierungen des Menschseins in der Phantastik. In: Felix Holtschoppen, Rebellische Technik. Maschinenphantasien in der deutschsprachigen Phantastik um 1900 (Vorwort). Berlin: trafo 2005, S. 9-16.
   
  Mode für die Ewigkeit. Zur Funktion der Leichentücher in Henry Rider Haggards She. In: Gisela Engel u. Susanne Scholz (Hg.), Kopf- und andere Tücher. Berlin: trafo 2006, S. 77-86.
   
  mit Felix Holtschoppen: Menschen zeigen. Bildanthropologische Betrachtungen zur Ausstellung ‚Körperwelten’. In: Susanne Scholz u. Felix Holtschoppen (Hg.), MenschenFormen. Visualisierungen des Humanen in der Neuzeit. Königstein: Helmer 2007, S. 76-91.
   
  Jekyll und Hyde, oder: zwei Seiten der Fallstudie. In: Johannes Süßmann, Gisela Engel u. Susanne Scholz (Hg.), Fallstudien. Theorie – Geschichte – Methode. (Frankfurter Kulturwissenschaftliche Beiträge Bd. 1.) Berlin: trafo: 2007.
   
  The Making of Jack the Ripper: Autorschaft und Serialität um 1900.“ In: Susanne Komfort-Hein, Susanne Scholz (Hg.), Lustmord. Medialisierungen eines kulturellen Phantasmas. Königstein: Helmer 2007, S. 21-36.
   
  The Politics of Degeneration in Late Victorian England. In: Sabine Volk-Birke u. Julia Lippert (Hg.): Anglistentag 2006 Halle. Proceedings. Trier: WVT 2007, S. 181-189.
   
  Verbotene Früchte. Jenseitige Verlockungen in Christina Rosettis „Goblin Market“. In: Claudia Lillge u. Anne-Rose Meyer, Hg., Interkulturelle Mahlzeiten. Kulinarische Begegnungen und Kommunikation in der Literatur. Bielefeld: transcript 2008, S. 61-81.
   
  Blutspenden – Lebensgaben. Zur Medialität des Blutes in Bram Stokers Dracula. In: Sylvia Mieszkowski u. Christine Voigt-William (Hg.), Disturbing Bodies. Frankfurter Kulturwissenschaftliche Beiträge Bd. 5. Berlin: trafo 2008, S. 33-48.
   
  Visualising the Human. Scientific Photography and the Cases of R.L. Stevenson. In: Renate Brosch (Hg.), unter Mitarbeit von Rebecca Pohl, Victorian Visual Culture. Anglistik und Englischunterricht 71. Heidelberg: Winter 2008, S. 225-244.
   
  „The Soul is in the Race“. Visionen des Leib-Seele-Verhältnisses bei Robert Louis Stevenson. In: Ralf Haekel u. Markus Dauss (Hg.), Leib – Seele; Geist – Buchstabe. Dualismen in der Ästhetik und den Künsten um 1800 und 1900. Würzburg: Königshausen und Neumann 2009, S. 103-118.
   
  Familiengesichter. Kompositfotografie und spätviktorianische Literatur. In: Susanne Scholz u. Julika Griem (Hg.), Medialisierungen des Unsichtbaren um 1900. München: Fink (im Druck).

 

 

 

 

 

 

geändert am 10. Januar 2012  E-Mail: Webmasters.scholz@em.uni-frankfurt.de

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