Internationaler Kongress
Die Generation der Kriegskinder und ihre Botschaft für Europa 60 Jahre nach Kriegsende
14. bis 16. April 2005
Tagungsort:
Universität Frankfurt Campus Westend Casino Gebäude Grüneburgplatz 1 60323 Frankfurt
Wenn sich im Mai 2005 für Europa das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 60. Mal jähren wird, bedeutet dies für viele von Holocaust und Krieg betroffene Menschen nicht schon einen dauerhaften inneren Frieden. Bei der Auseinandersetzung mit den Spätfolgen hat das lang andauernde Leid der Holocaustüberlebenden und ihrer Nachkommen zurecht im Vordergrund gestanden. Daneben haben in jüngster Zeit die Erinnerungen auch derjenigen Aufmerksamkeit erlangt, die, ohne von organisierter Vernichtung bedroht oder politisch verfolgt worden zu sein, belasten-de Kindheitserfahrungen aufzuweisen haben und diese im weiteren Lebensverlauf vielfach nicht abzuschütteln vermochten. Oft brechen schmerzhafte Kindheits- und Jugenderinnerungen nach Ausscheiden aus dem Beruf wieder mit ganzer Heftigkeit hervor.
In der Konzentration auf die zwischen 1928 und 1948 Geborenen und deren kriegsbedingte, oft lebenslang wirksame psychische, soziale und körperliche Belastungen möchte der Kongress auf die Spätfolgen aufmerksam machen, die Kriege jeglicher Art für die Zivilbevölkerung besitzen. Auch wenn die Waffen schweigen, reichen die Schatten von Kriegen weit in das Leben der Menschen hinein. Dies beunruhigt umso mehr, als die Schädigung von Kindern durch Konflikte, Kriege oder Geiselnahmen weltweit kein Ende zu nehmen scheint.
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Am Abend des Freitags, 15.4.05, findet für Kongressteilnehmer und interessierte Gäste um 19.45 Uhr eine (nicht kostenlose!) Sondervorstellung des Films "2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß" im Frankfurter Cinéstar-Metropolis, Eschenheimer Anlage 40, 60318 Frankfurt, statt. Weitere Infos und Bilder: www.2oder3Dinge.de
2 ODER 3 DINGE, DIE ICH VON IHM WEISS
Die Gegenwart der Vergangenheit in einer deutschen Familie von Malte Ludin
| Der Film "2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß" war eine Entdeckung der diesjährigen Berlinale, lief in ausverkauften Sälen, wurde leidenschaftlich diskutiert und ausgiebig rezensiert. Claudia Schwartz, Neue Zürcher Zeitung, 18.2.2005: "Malte Ludin ist ein persönliches Wagnis eingegangen mit diesem Film, in dem er als Täterkind mit dem Verschweigen der Schuld seines Vaters bricht und damit die Verantwortung trägt, die mit dem Namen Ludin verbunden ist. Das Ergebnis ist eines der brisantesten zeitgeschichtlichen Porträts über den Umgang der Deutschen mit dem Nationalsozialismus, die in den letzten Jahren in die Kinos gekommen sind. |
geändert am 15. September 2008 E-Mail: Webmasterjubufo@rz.uni-frankfurt.de
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