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Der 200. Geburtstag des Arztes, Psychiatriereformers, Gelegenheitsliteraten und Bilderbuchautors Heinrich Hoffmann gibt der Goethe-Universität erneut Gelegenheit, sich mit dieser überaus interessanten und vielseitigen Gestalt der Stadt-, Wissenschafts- und Kulturgeschichte zu beschäftigen. Weltweiten Ruhm hat Heinrich Hoffmann (1809–1894) mit seinem erstmals 1845 erschienenen Bilderbuch »Der Struwwelpeter« erlangt.

Die »Lustigen Geschichten und drolligen Bilder für Kinder von 3 bis 6 Jahren« – so der ursprüngliche Titel dieses Bilderbuch-Klassikers – sind zu einem populären Mythos geworden, dessen Verse auch denen geläufig sind, die den Struwwelpeter als Kind nicht gelesen haben. Das Buch ist gegenwärtig in der 546. Auflage auf dem Markt, es wurde tausendfach nachgeahmt, variiert, parodiert und ins Gegenteil verkehrt. Der 1970 erschienene »Anti-Struwwelpeter« von Friedrich Karl Waechter ist übrigens auch ein Frankfurter Bub.

Die Deutsche Bank Stiftungsgastprofessur »Wissenschaft und Gesellschaft« widmet sich im Sommersemester 2009 Werk und Wirken des berühmten Frankfurter Arztes. Organisator der interdisziplinären Vortragsreihe ist das Institut für Jugendbuchforschung der Goethe-Universität unter der Leitung von Professor Hans-Heino Ewers. Eingeladen wurden renommierte Erziehungs- und Kulturwissenschaftler, Psychoanalytiker, Medizinhistoriker, Kinderbuch- und Illustrationsforscher aus dem In- und Ausland. Einen Schwerpunkt bilden die Geschichten und Zeichnungen des Struwwelpeters und deren nicht enden wollende Wirkungs- und Interpretationsgeschichte. Der Streit unter Erwachsenen über dieses teils als empörend, teils als faszinierend empfundene vieldeutige Werk ist bis heute nicht abgeebbt.

Daneben aber soll auch der Arzt und Kinderpsychiater ins Blickfeld geraten, findet doch die Vortragsreihe just auf dem Gelände statt, auf dem Hoffmanns wohl größtes Lebenswerk, seine psychiatrische Klinik »Affenstein«, gestanden hat, wie auch in Sichtweite seiner letzten Wohnung.

Die Vorträge richten sich an Studierende und Lehrende der Universität sowie an interessierte Bürgerinnen und Bürger der Stadt Frankfurt und des Umlandes. Der Besuch ist kostenlos. Die Veranstaltungsreihe ist Teil des Hoffmann-Sommers, mit dem der 200. Geburtstag des berühmten Frankfurter Bürgers am 13. Juni gefeiert wird.

 

 

 

geändert am 15. Juni 2011  E-Mail: Webmasterjubufo@rz.uni-frankfurt.de

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Druckversion: 15. Juni 2011, 10:36
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb10/jubufo/Hoffmann_Jahr_2009/index.html