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SeiteninhaltHilfestellung für schriftliche Arbeitenvon Emer O'Sullivan und Dietmar Rösler Im folgenden werden einige Regeln für die Gestaltung schriftlicher Arbeiten vorgestellt, die allgemein üblich, aber nicht verpflichtend sind; man kann auch nach anderen formalen Kriterien vorgehen. Hinweise auf Titel zur Gestaltung schriftlicher Arbeiten und zur Arbeitsmethodik finden sich am Ende. UmfangHier gibt es keine festen Vorgaben, aber man geht davon aus, dass eine schriftliche Arbeit ungefähr zwischen zehn und zwanzig Seiten (1,5-zeilig) lang sein sollte. Dazu kommen das Titelblatt, das Inhaltsverzeichnis und am Ende der Arbeit das Literaturverzeichnis. AufbauGrober Aufbau
TitelblattAuf dem Titelblatt befinden sich die folgenden Angaben:
Gliederung und InhaltsverzeichnisDas Inhaltsverzeichnis zeigt die Struktur der Arbeit. Im Normalfall sollte eine Hausarbeit nicht allzu tief gegliedert sein – es ist also eher unwahrscheinlich, dass es ein Kapitel 2.2.3.1.2. geben wird.
Einleitung und SchlussDie - kurze (!) - Einleitung dient dazu, die Aufgabenstellung der Arbeit zu erörtern. Sie sollte eine Abgrenzung des Themas, die Benennung der zentralen Fragestellung und eine Erläuterung der Schritte, die in der Arbeit unternommen werden, enthalten. Man schreibt sie meistens, nachdem man den Rest der Arbeit fertiggestellt hat. Zitieren: was?Ihre Arbeit ist keine Collage von Zitaten. Sie zitieren eine Passage, wenn Sie sich mit ihr genauer auseinandersetzen wollen, wenn sie Ihre Argumentation unterfüttert usw. Aus welchen Gründen auch immer Sie zitieren: in Ihrem Text machen Sie dem Leser klar, warum jetzt ein Zitat folgt und welche Funktion es hat, es steht nicht unvorbereitet und unkommentiert als Fremdkörper in Ihrem Text. Zitieren: wie?Wörtliche Zitate werden entweder im fortlaufenden Text durch Anführungszeichen kenntlich gemacht oder aber, falls sie eine Länge von drei Zeilen überschreiten, rechts und links etwas eingerückt und 1-zeilig geschrieben. Zitieren: QuelleDie üblichste Form, ein Zitat zu belegen, ist mittlerweile die, direkt anschließend in Klammern die Quelle anzuführen, und zwar mit Namen, Jahres- und Seitenzahl. Beispiel: "Seit dem Beginn der 70er Jahre ist in vielen Kindergeschichten eine differenzierte Psychologie, Individualisierung und innere Motivierung der Figuren festzustellen." (Lypp 1984,107). Zieht sich das Zitat im Original über mehr als eine Seite, so wird ein "f " (= "folgende") an die Seitenzahl angefügt. Neben dieser einfachen Form besteht auch die Möglichkeit, Literaturhinweise mit einer Anmerkung oder Fußnote zu geben. Wichtig ist, daß man diese Zitierformen nicht mischt, sondern die gewählte Zitierweise konsequent beibehält. Zitieren: AuslassungenAuslassungen werden durch drei Punkte (häufig in eckigen oder runden Klammern) "[...]" markiert. Zitieren: HervorhebungenHervorhebungen werden durch den eingeklammerten Zusatz "(Hervorhebung im Original)" oder "(Hervorhebung nicht im Original)" bzw. "(Hervorhebung von mir - [Initialen])" gekennzeichnet. Zitieren: FehlerWenn das Original einen Fehler enthält, wird dieser in der gleichen Form übernommen und durch ein eingeklammertes "[sic!]" (lateinisch: "so!") markiert. Zitat im ZitatZitate in Zitaten werden nicht in doppelte, sondern in einfache Anführungszeichen gesetzt. VerweiseNicht-wörtliche Zitate (sinngemäße Wiedergaben) sollten durch Verweise gekennzeichnet werden. Man kann den Verweis in den Text einbauen oder getrennt in Klammern hinzufügen. Maria Lypp (1984,107) stellt in vielen Kindergeschichten seit Beginn der 70er Jahre eine differenzierte Psychologie, Individualisierung und innere Motivierung der Figuren fest. Anmerkungen und FußnotenAuf Anmerkungen und Fußnoten wird in der Regel im fortlaufenden Text durch eine hochgestellte Zahl verwiesen. Die Fußnoten- oder Anmerkungszahl steht immer möglichst nahe an dem Textteil, auf den sie sich inhaltlich bezieht (sie kann also auch mitten im Satz an ein Wort angefügt werden). Literaturverzeichnis: ReihenfolgeIm Literaturverzeichnis gibt man meistens Quellen (Primärliteratur) und Darstellungen (Sekundärliteratur) gesondert an. Bei einer Arbeit über Märchen z.B. sollte deshalb zwischen dem Verzeichnis der behandelten Märchen und der verwendeten Sekundärliteratur unterschieden werden. Literaturverzeichnis: MonographienEs gibt unterschiedliche Möglichkeiten, Literatur anzuführen. Konstant bleiben die Informationen, die angegeben werden müssen: Literaturverzeichnis: ÜbersetzungenBei Übersetzungen wird die/der ÜbersetzerIn immer mit angeführt - entweder mit Bezug auf die Originalsprache, aus der übersetzt worden ist (z.B. "aus dem Schwedischen von Cäcelie Heinig", "aus dem Englischen von Harry Rowohlt" usw.), oder mit der Formulierung "Deutsch von" oder "Ins Deutsche übersetzt von". Literaturverzeichnis: SammelbändeBei einem Sammelband (einem Band, in dem mehrere Beiträge verschiedener Verfasser erscheinen) sieht die Literaturangabe z. B. so aus: Literaturverzeichnis: Mehrere AutorenGibt es zwei oder drei Autoren oder Herausgeber, so werden sie in der Reihenfolge angeführt, in der sie auch auf dem Titelblatt erscheinen, wobei sie durch Schrägstrich oder Komma abgetrennt werden: Literaturverzeichnis: ArtikelBei den sog. 'unselbständigen' Arbeiten (Beiträgen in Sammelbänden, Artikeln in Fachzeitschriften usw.) lautet das Schema: Literaturverzeichnis: elektronische TexteBei elektronischen Texten scheint sich die folgende Zitierweise durchzusetzen: Weitere HinweiseDas ist noch lange nicht alles. Sie benötigen evtl. noch Informationen darüber, wie man Abbildungen und Tabellen in einem Text anführt, über die Angabe von Monographien, in denen man keinen Ort oder kein Jahr findet usw. usw. Es gibt Bücher, die sich all dieser Probleme in größter Ausführlichkeit annehmen und auch das Thema "Erstellung einer Hausarbeit/Examensarbeit" behandeln. Dazu gehören u. a.: Sesink, Werner: Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten - ohne und mit PC. 5. Aufl. München, Wien: Oldenbourg 2000. Poenicke, Klaus: Die schriftliche Arbeit. Materialsammlung und Manuskriptgestaltung für Fach-, Seminar- und Abschlussarbeiten an Schule und Universität. 2. verb. Aufl. Mannheim; Wien; Zürich: Duden 1989
Viel Erfolg bei der Arbeit!
geändert am 27. Oktober 2007 E-Mail: Webmasterjubufo@rz.uni-frankfurt.de | | Zur Navigationshilfe |
Druckversion: 27. Oktober 2007, 12:23
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb10/jubufo/Lehre_und_Studium/Tipps_f__r_Hausarbeiten/index.html