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Wissenschaftliche Veröffentlichungen

Reihe:
Kinder- und Jugendkultur, - literatur
und - medien (Theorie - Geschichte - Didaktik)

Hg.: Hans-Heino Ewers, Ute Dettmar und Gabriele von Glasenapp. Verlag Peter Lang, Frankfurt/M., Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Wien (ab Band 71)

Hg.: Hans-Heino Ewers, Christine Garbe, Rüdiger Steinlein. Verlag Peter Lang, Frankfurt/M., Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Wien (Band 1-69)

     

 

Band 89: Gina Weinkauff / Ute Dettmar / Thomas Möbisu / Ingrid Tomkowiak (Hrsg.): Kinder- und Jugendliteratur in Medienkontexten. Adaption - Hybridisierung - Intermedialität - Konvergenz. (2014) € 59,60

TV-Serien, Filme und Computerspieladaptionen gehören ebenso wie Smartphones und Tablet-Computer heute zum Alltag von Kindern und Jugendlichen. Mit der Ausdifferenzierung der Medien wandeln sich kinder- und jugendliterarische Formen und Themen. Texte werden im Verbund produziert und vermarktet und im Medienzusammenhang rezipiert. Die Grenzen zwischen Produktion und Rezeption, aber auch zwischen den Medien werden offener. So werden kinder- und jugendliterarische Stoffe häufig medienübergreifend entwickelt. Nicht zuletzt zeigen sich die Austauschprozesse in vielfältigen intertextuellen Bezügen, in denen die Kinder- und Jugendliteratur auf andere Medien verweist. Die Beiträge des vorliegenden Bandes beleuchten die skizzierten Phänomene mit ihren ökonomischen, ästhetischen, individuellen und didaktischen Aspekten und Konsequenzen. Dabei werden sowohl historische Entwicklungen als auch aktuelle Perspektiven betrachtet.  versammelten Studien widmen nachhaltig geprägt.

 Gina Weinkauff ist Privatdozentin für Kinder- und jugendliteratur und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Ute Dettmar ist außerplanmäßige Profesoorin am Institut für Germanistik der Universität Oödenburg. Thomas Möbius ist Professor am Institut für Germanistik der Universität Gießen. Ingrid Tomkowiak ist Professorin am Institut für Populäre Kulturen der Universität Zürich.


Band 88: Sonja Müller: Kindgemäß und literarisch wertvoll. Untersuchung zur Theorie des guten Jugendbuchs - Anna Krüger, Richard Bamberger, Karl Ernst Maier. (2013) € 61,95

Der dominante literaturtheoretische und -pädagogische Diskurs in Westdeutschland und Österreich der 1950er und 1960er Jahre zielte auf eine Festlegung dessen ab, was unter einem guten Jugendbuch zu verstehen sei. Die fachgeschichtliche Studie sucht die Argumentationen der wichtigsten Theoretiker des guten Jugendbuchs, Anna Krüger, Richard Bamberger, Karl Ernst Maier, nachzuzeichnen. Daneben kommen weitere Literaturpädagogen der Zeit mit ihren teils konservativen, teils progressiven Positionen zur Sprache. Die Auseinandersetzung mit den Kinderliteraturkonzepten dieser Epoche stellt sich als in vielerlei Hinsicht gewinnbringend für die aktuelle Theoriebildung heraus.

 Sonja Müller, Erstes und Zweites Staatsexamen für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen; Lehrerin und Redaktionsassistentin; Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik der Universität Frankfurt am Main. Promotion am dortigen Institut für Jugendbuchforschung.


Band 86: Ernst Seibert / Katarina Kovacková (Hrsg.): Von einer Poetik des Kleinen zum multimedialen Großprojekt. (2013) € 59,95

Mit den elf Beiträgen zu Otfried Preußler, die auf eine Tagung mit deutscher, österreichischer und tschechischer Beteiligung zurück gehen, werden seine Werke in neue interpretatorische Zusammenhänge gestellt. Eingeleitet durch ein Autoren-Portrait, das das Schaffen Preußlers im Rahmen der weitgefächerten Diskussion um den Begriff Mitteleuropa erörtert, werden biographische, historische, motivgeschichtliche und mediale Aspekte behandelt. Es zeigt sich bei diesem Autor so anschaulich wie bei kaum einem anderen, dass er volksliterarische Motive frei und kunstvoll literarisch umzuwandeln versteht, dass sie eine Allgemeingültigkeit erlangen, die über Länder, Nationen und Kontinente hinweg verstanden und nicht nur vom kindlichen Lesepublikum überall auf der Welt dankbar angenommen wird. auch Fragen der Didaktik und Methodik der Kinder- und Jugendliteratur.

 Ernst Seibert, Begründer und Vorsitzender der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendliteraturforschung, Herausgeber der Fachzeitschrift libri liberorum un der Schriftenreihe Kinder- und Jugendliteraturforschung in Österreich; 2005 Habitilation in Neuerer deutscher Literatur an der Universität Wien; zahlreiche Publikationen zur Kinder- und Jugendliteraturfoschung. Katerina Kovacková, Studium der Germanistik und Kunsterziehung and der Univerität Regensburg, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Ludwig-Maximilian-Universität München; Promotion in Neuerer deutscher Literatur über deutschböhmische Exilliteratur; Forschungsinteresse an deutschböhmischer und Prager deutscher Literatur.

 

Band 85: Hans-Heino Ewers: Literaturanspruch und Unterhaltungsabsicht. Studien zur Entwicklung der Kinder- und Jugendliteratur im späten 20. und frühen 21. Jahrhundert. (2013) € 59,95

Die in diesem Band versammelten Studien widmen sich zunächst dem kinderliterarischen Paradigmenwechsel in den westlichen deutschsprachigen Ländern um 1970, um sich dann den Veränderungen zuzuwenden, welche die Kinder- und Jugendliteratur in der Mediengesellschaft der 1980er und 1990er Jahre erfahren hat. Diese Jahrzehnte stellen gleichzeitig eine Blütezeit der zeitgeschichtlichen Kinder- und Jugendliteratur dar, die sich als Teil einer umfassenden westdeutschen Erinnerungskultur begriffen hat. Weitere Studien befassen sich mit dem modernen Jugendroman und seinen vielfältigen Ausprägungen und Untergattungen. Die 1990er und 2000er Jahre werden durch die Fantasy dominiert. Einzelstudien zu den Kinderlyrikern James Krüss und Josef Guggenmos sowie zu Mira Lobe, Christine Nöstlinger und Rafik Schami runden die Sammlung ab. Viele der hier erneut publizierten Studien haben die neuere Kinder- und Jugendliteraturgeschichtsschreibung nachhaltig geprägt.

 Hans-Heino Ewers ist Professor für Germanistik/Literaturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendliteratur im Fachbereich Neuere Philologien an der Universität Frankfurt am Main. Seit 1990 ist er der Direktor des Instituts für Jugendbuchforschung. Seit 1994 Mitherausgeber des Jahrbuchs Kinder- und Jugendliteraturforschung sowie Initiator und Mitherausgeber der Reihe Kinder- und Jugendkultur, -literatur und -medien im Peter Lang Verlag.

 

Band 84: Marie Luise Rau: Kinder von 1 bis 6. Bilderbuchrezeption und kognitive Entwicklung. (2013) € 57,95

Die Rezeption von Bilderbüchern im Vorschulalter ist Bestandteil eines intensiven Entwicklungs- und Lernprozesses. Die Einteilung von Bilderbüchern in verschiedene Unterarten ermöglicht es, die jeweilige Wirkung auf die kindlichen Rezipienten, deren sprachliche und kognitive Fähigkeiten wie auch deren Interessen präzise zu bestimmen. Die Studie will zeigen, wie Bilderbücher der unterschiedlichsten Art die Herausbildung von Raum- und Zeitkonzepten stimulieren und die Bildung eines Ich-Konzepts anstoßen können. Darüber hinaus werden Bilderbücher hinsichtlich ihrer narrativen Strukturen wie ihrer Themen zur Erwachsenenliteratur in Beziehung gesetzt. Es wird die besondere Fähigkeit von Bildern herausgestellt, komplexe Botschaften verständlich und differenziert zu übermitteln. Weitere Gegenstände dieser Studie sind das dialogische Vorlesen, die Bezüge zum Spiel und zum Erzählen, die Bedeutung von Tiercharakteren wie ein Vergleich von Bilderbuchgeschichten und Märchen.

 Marie Luise Rau - Studium der Latinistik und der Anglistik mit Schwerpunkt Linguistik an den Universitäten zu Marburg und Köln; anschließend im Schuldienst. 1977 wurde sie mit einer Arbeit aus dem Gebiet der linguistischen Pragmatik an der Mainzer Universität promoviert. Es folgten Studien zum Spracherwerb, später dann Arbeiten aus dem Feld der Bilderbuchforschung. 2007 erschien "Literacy. Vom ersten Bilderbuch zum Erzählen, Lesen und Schreiben" (2. Aufl. 2009). Sie nahm darüber hinaus an internationalen Konferenzen teil.

 

Band 83: Kaspar H. Spinner: Erziehung oder Lust am Ausleben von Fantasien? Beiträge zur Kinder- und Jugendliteratur und ihrer Didaktik. (2013) € 39,95

Die in diesem Band versammelten Beiträge befassen sich mit Kinder- und Jugendliteratur vornehmlich unter dem Aspekt des Spannungsverhältnisses von Erziehungsvorstellung und literarischer Ästhetik. Die Märchen der Brüder Grimm, die Bildergeschichten von Wilhelm Busch, Johanna Spyris Heidi-Roman, Rowlings Harry Potter, Sendaks Wo die wilden Kerle wohnen, Bücher von Henning Mankell, von Joyce Carol Oates, von Nicky Singer, von Sigrid Zeevaert und anderen kommen ausführlicher zur Sprache. Besondere Berücksichtigung finden das Motiv des Essens und Trinkens in der Kinder- und Jugendliteratur und die Identitätsfindung mit den damit verbundenen Entwicklungsaufgaben. Erörtert werden auch Fragen der Didaktik und Methodik der Kinder- und Jugendliteratur.

 Kaspar H. Spinner ist emeritierter Professor für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur an der Universität Augsburg.

 

Band 82: Lipin Wang: Figur und Handlung im Märchen. Die „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm im Licht der daoistischen Philosophie (2013) € 56,50

Diese Studie geht von einem weit außerhalb der europäisch-germanistischen Forschung liegenden Punkt aus, nämlich der fernöstlichen Philosophie des Daoismus, und erschließt durch eine symboltheoretisch-strukturalistische Bedeutungsanalyse einen interkulturell erweiterten Zugang zu ausgewählten Texten der „Kinder- und Hausmärchen“. Aus dem Handeln von 16 signifikanten Märchenfiguren extrapoliert sie Verhaltensmodelle, die sowohl grundlegend für das Weltbild in Grimms Märchen sind als auch überraschende Ähnlichkeiten mit dem Daoismus aufweisen. Mit der Kardinalfrage der Märchen: „Was ist Glück und Unglück?“ gelangt die Arbeit zu einer von traditionellen Märcheninterpretationen abweichenden, sie reflektierenden und ergänzenden Antwort, die mit der Suche nach der verlorenen (R)Einheit anfängt.

Liping Wang, geboren in Hebei (VR China), studierte Germanistik in Bejing, gefolgt von einem Austauschstudium in München. 2012 erfolgte die Promotion im Fach Neuere deutsche Literatur an der Humboldt Universität zu Berlin am Institut für deutsche Literatur.

 

Band 81: Maria Becker: Schreiben in Ost und West. Ostdeutsche Autoren von Kinder- und Jugendliteratur vor und nach der Wende. (2013) € 49,95

Ostdeutsche Kinder- und Jugendbuchautoren waren nach der Wende gänzlich neuen Produktionsbedingungen ausgesetzt. «Der Kapitalismus muss gelernt werden ...» So formulierte es 2010 die ehemalige Cheflektorin des Kinderbuchverlags der DDR Katrin Pieper. Selbst renommierten Autorinnen und Autoren Ostdeutschlands ist dieser Lernprozess nur ansatzweise gelungen, sofern sie sich überhaupt darauf einlassen wollten. Den Strukturen des bundesdeutschen Kinder- und Jugendbuchmarkts entsprach ein Anforderungsprofil, dem die einst erfolgreichen DDR-Literaten kaum gerecht werden konnten. Im Zentrum der vorliegenden Studie steht das literarische Schaffen von sechs DDR-Autoren vor und nach der Wende von 1989/90: Christa Kożik, Wolf Spillner, Jutta Schlott, Peter Abraham, Uwe Kant und Günter Saalmann.

 Maria Becker arbeitet am Institut für deutsche Sprache und Literatur der Technischen Universität Dortmund mit den Schwerpunkten Kinder- und Jugendliteratur, Buchmarkt, Literaturdidaktik, Interkulturalität und Kreatives Schreiben.

 

Band 80: Andrea Weinmann: Kinderliteraturgeschichten. Kinderliteratur und Kinderliteraturgeschichtsschreibung in Deutschland seit 1945. (2013) € 62,95

Diese Studien zur Fachgeschichte der Kinder- und Jugendliteraturwissenschaft geht von den bisherigen Reflexionen über Literaturgeschichtsschreibung innerhalb der germanistischen Literaturwissenschaft aus und sucht diese für die Kinder- und Jugendliteraturhistoriographie fruchtbar zu machen. Vorgenommen wird sodann eine Sichtung der Kinderliteraturgeschichtsschreibung der DDR und der unterschiedlichen Positionen der westdeutschen Kinder- und Jugendliteraturhistoriographie. Die Entwicklung speziell der westsdeutschen Kinderliteratur seit 1945 und ihre Darstellung in bisherigen Kinder- und Jugendliteraturgeschichten zeigt forschungsgeschichtliche Entwicklungslinien und kinderliteraturgeschichtliche Paradigmenwechsel auf. Im Anhang wird eine Geschichte der westdeutschen Kinder- und Jugendliteratur seit 1945 entworfen, die auf den bisherigen Studien der Verfasserin beruht.

 

Band 79: Nirredatiningtyas Rinaju Purnomowulan: Deutsche Bilderbücher der Gegenwart im Unterricht Deutsch als Fremdsprache in Indonesien. Eine Studie zur Anwendung von Bilderbüchern im Landeskundeunterricht für Studienanfänger (2013) - 46,70 Euro

Kinder sind fasziniert, wenn sie die Vielfalt von Bilderbüchern entdecken. Neues suchen und erfahren, erfragen und wissen, verstehen und vielleicht auch bewahren. Die Untersuchung geht von dieser Erkenntnis aus und liefert bewährte Praxisbeispiele, wie Bilderbücher exemplarisch auch im handlungsorientierten Landeskundeunterricht fremdsprachlicher Studienanfänger erfolgreich eingesetzt werden können. Im Kontext der Wechselbeziehung von Bild und Sprache vermitteln die Protagonisten der verwendeten realitätsnahen deutschen Bilderbücher der Gegenwart in ihren Handlungsmustern Einblicke in gesellschaftliche Szenarien und bewirken damit unaufdringlich eine kritische Auseinandersetzung mit eigenem Werteempfinden. Es sind die motivierenden Sprechanlässe, die «fremdes Verhalten» leichter verstehbar machen und den intendierten interkulturellen Dialog auf eine charmante Art nachhaltig unterstützen.

 

Band 78: Ute Dettmar / Mareile Oetken / Uwe Schwagmeier (Hrsg.): SchWellengänge - Zur Poetik, Topik und Optik des Fantastischen in Kinder- und Jugendliteratur und -medien. Märchen. Kulturanalytische Streifzüge von "Anderswelt" bis "Zombie" (2012) - 52,95 Euro
Von Anderswelt bis Zombie: Bücher und Filme aus dem Bereich von Fantasy und Fantastik gehören seit einigen Jahren insbesondere im Bereich der Literatur und der Medien für Kinder und Jugendliche zu den populärsten und vielseitigsten Titeln. Vom Bilderbuch bis zum All-Age-Format treiben Vampire, Werwölfe, Zombies und andere Monster und Dämonen ungeheuer erfolgreich ihr Unwesen und werfen Fragen danach auf, worin die Faszination und Wirkmächtigkeit solcher Stoffe, Erzählungen, Figuren und Bilder besteht. Der Band geht diesem vielschichtigen Phänomen in drei Schwerpunkten nach: Fantasy zwischen Mythos und Moderne, postmoderne Ausprägungen der Schauer- und Horrorgenres sowie Bilder des Fantastischen in Film und Illustration. Theoretische Überlegungen zu Traditionen, Texten, ästhetischen Verfahrensweisen, Wirkungsstrategien und deren Funktionen verbinden sich hier mit Einzelstudien. An ausgewählten Romanen, Buch- und TV-Serien, Filmen, deren Figuren und Topoi sollten die vielfältigen Erscheinungsformen von Fantasy und zeitgenössischer Fantastik verfolgt werden.

 

Band 77: Philippe Clermont/Laurent Bazin/Danièle Henky (éds.): Esthétiques de la distinction: gender et mauvais genres en littérature de jeunesse (2012)

Les théories de la littérature se sont volontiers approprié les problématiques de la distinction. On s’intéressera à deux d’entre elles s’illustrant dans le domaine de la littérature de jeunesse. Dans le premier cas la question de la différenciation sexuelle s’incarne dans le corps du récit dont elle devient le sujet explicite ou latent (renvoyant aux gender studies) ; dans le second c’est la possibilité plus générale de la classification des récits qui devient l’objet de l’analyse (introduisant une critique générique par les « mauvais genres »). L’objet du présent volume est de s’inscrire en porte-à-faux avec des catalogages encore trop prégnants pour ne pas être remis en cause. On verra comment des fictions pour enfants et adolescent-e-s peuvent à la fois mettre en scène des moments particuliers de la construction d’une identité de genre (sexuel ourhétorique) et la transgresser en explorant des modalités nouvelles de partition (sociale et/ou esthétique). Ce sera aussi l’occasion de tisserdes correspondances d’une partie à l’autre du volume : comment, par exemple, filles et garçons fréquentent les genres littéraires, ou encore comment la question des identités peut être représentée dans les récits d’un « mauvais genre » littéraire tel que le roman sentimental ou le récit d’aventures.  

Philippe Clermont et Danièle Henky sont maîtres de conférences à l’Université de Strasbourg, Laurent Bazin à l’Université de Versailles Saint-Quentin-en-Yvelines. Tous trois sont spécialistes, notamment, de littérature de jeunesse.

 

.Band 76: Christian Bittner: Literarizität und Komplexität der Jugendliteratur zur Jahrtausendwende (2012) Ausgangspunkt dieser Arbeit ist die Annahme, dass es neben einem Großteil eher konformer und konventionell erzählter Jugendliteratur einen kleinen Teil inhaltlich anspruchsvoller und erzähltechnisch avancierter Werke gibt, die sich prinzipiell nicht von der 'hohen' Literatur unterscheiden lassen. Diese komplexen Werke geben aus der Perspektive ausschließlich von Heranwachsenden einen differenzierten Blick auf die immer heterogener und komplexer werdende Lebensphase Jugend. Unter Verwendung von psychologischen und soziologischen Erkenntnissen aus der Jugendforschung wird zunächst eine (Neu-)Definition des Begriffs Jugendliteratur sowie dessen weitere Ausdifferenzierung in drei altersdefinierte Subkategorien vorgenommen. Des Weiteren wird ein literaturwissenschaftlich-narratologisches Instrumentarium erstellt, mit dessen Hilfe die oben genannte These anhand der ausführlichen Analyse von elf jugendliterarischen Werken, die zwischen 1996 und 2006 erschienen sind, überprüft wird.

Band 75: Hansjörg Hohr: Das Märchen - zwischen Kunst, Mythos und Spiel (2012) - 44,95 Euro
Das Märchen bietet ein System von Bedeutungen an, das Kinder zur Artikulation ihrer Erfahrung verwenden können. Das Genre vereint eine Vielzahl von Bedeutungen mit Einfachheit der Struktur. Besonders hervorzuheben ist das Widerspiel der Bedeutungsebenen. Die Ebene des Mythischen verleiht dem Märchen eine außergewöhnliche Erlebnistiefe. Dieser gegenüber und als Gegengewicht etabliert sich eine Ebene des Spielerischen, das mit einem Verlust beginnt und mit einem Gewinn endet und das sich ohne Vorbehalt in den Dienst des individuellen Glücksanspruchs stellt. Im Spannungsfeld zwischen dem existentiellen Anliegen des Mythos und der Solidarität mit dem unterdrückten Helden im Spiel öffnet sich eine Ebene der künstlerischen Reflexion lebenspraktischer Entwürfe.

Band 74: Norbert Hopster (Hrsg.): Die Kinder- und Jugendliteratur in der Zeit der Weimarer Republik. Zwei Teile (2012)- 125,00 Euro
Dieser zweiteilige Band schließt eine Lücke in der historischen Kinder- und Jugendliteraturforschung. Mit seinen 26 Beiträgen will er das Gesamtspektrum der Kinder- und Jugendliteratur der Weimarer Zeit zur Darstellung bringen. Alle Beiträge versuchen eine größtmögliche Anzahl von Titeln zu berücksichtigen, soweit diese für den jeweils untersuchten Bereich bzw. das jeweils untersuchte Genre repräsentativ sind. Darüber hinaus werden die interpretatorischen Befunde in Bezug gesetzt zu den kinder- und jugendliteraturtheoretischen sowie literaturkritischen Debatten der Zeit, die mit äußerster Heftigkeit ausgetragen wurden. Die Einbettung der vielfältigen kinder- und jugendliterarischen Erscheinungsformen in den gesellschaftlichen und politischen Kontext der Epoche versteht sich von selbst. In der Kinder- und Jugendliteratur der Weimarer Zeit spiegeln sich die Antagonismen einer unfertigen Republik.

Band 73: David Nikolas Schmidt: Zwischen Simulation und Narration. Theorie des Fantasy-Rollenspiels. Mit einer Analyse der Spielsysteme Das Schwarze Auge, Shadowrun und H. P. Lovecraft's Cthulhu (2012) - 64,00 Euro
Das Spielen zählt zu den ältesten Kulturphänomenen der Menschheit, gleiches gilt für das Erzählen. Eine ebenso ungewöhnliche wie innovative Verbindung von Spielen und Erzählen bietet das Fantasy-Rollenspiel, eine Freizeitbeschäftigung, in der sowohl simulative als auch narrative Elemente einen zentralen Platz einnehmen. Diese Studie bietet eine umfassende Darstellung von Geschichte, Gestalt und Praxis des Fantasy-Rollenspiels. Mit Hilfe interdisziplinärer literatur- und spieltheoretischer Methoden wird der Frage nachgegangen, inwiefern sich die unterschiedlichen Aspekte des Rollenspiels voneinander abgrenzen bzw. als Einzelelemente beschreiben lassen. Geboten wird ein Überblick über die Entstehung und Fortentwicklung einer neuen literarischen Gattung im Spannungsfeld zwischen Spielen und Erzählen. Eine Betrachtung unter erzähltheoretischen Gesichtspunkten zeigt, dass Rollenspiele nicht allein Spiele sind, sondern auch ein erzählerisches Potential von hohem Stellenwert besitzen. Von besonderem Interesse ist zudem die Verbindung von Simulation und Narration, die in dieser Form bei keiner anderen literarischen Gattung zu finden ist. Eine vergleichende Untersuchung mehrerer verbreiteter Rollenspiel-Systeme erlaubt Aufschluss über Wesen und Charakter der Gattung sowohl aus narratologischer als auch aus ludologischer Perspektive.

Band 72: Judith Mohr: Zwischen Mittelerde und Tintenwelt. Zur Struktur Fantastischer Welten in der Fantasy (2012) - 58,80 Euro
Die Untersuchung befasst sich mit der Struktur Fantastischer Welten und fragt, welchen Einflüssen sich die jeweiligen Weltgestaltungen verdanken. Im Einzelnen werden Raum, Zeit und Figurenzeichnung behandelt. Zur Sprache kommen zudem die Auswirkungen des seriellen Schreibens wie des Genremixes. Untersucht wird dies an Werken der neueren Fantasy vornehmlich aus dem Bereich der Jugendliteratur und der All-Age-Literatur. Es geht beispielsweise um Joanne K. Rowlings Harry Potter-Romane, Cornelia Funkes Tintenwelt-Trilogie, Jasper Ffordes Thursday Next-Serie und Stephenie Meyers Bis(s)-Tetralogie. Trotz der großen Variationsbreite zeigen sich in Werken wie diesen doch einzelne strukturelle Konstanten, die mit Hilfe der Schematheorie herausgearbeitet und erklärt werden.

Band 71: Muriel Büsser: Affektstrategien erfolgreicher Kinderliteratur. Eine rhetorische Wirkungsanalyse (2011) - 49,80 Euro
Der emotional turn in den Geisteswissenschaften hat den Blick auf die Affektstrategien literarischer Werke gelenkt: Mit welchen Mitteln ziehen Texte ihre Leser in Bann? Die Studie nimmt sich dieser Frage aus der Perspektive der Rhetorik an. Die bis auf Aristoteles zurückgehende rhetorsche Affektenlehre dient als Basis für eine Systematik literarischer Wirkungskategorien, z. B. moralischen Vergnügen, Angstlust, Spannung. Anhand dieser theoretischen Grundlegung werden die erfolgreichsten Kinderbücher der letzten 70 Jahre auf rhetorische Topoi hin untersucht: sich wiederholende narrative Schemata, die die Texte in immer wieder neuer Konkretisierung durchziehen. Die so entstandene Topik ermöglicht einen Überblick über die emotionalen Argumente der Texte und ihre Wirkungsweise.

Band 70: Ragna Metzdorf: Stilwandel des Kinderfilms - 1960er bis 1980er Jahre. (2011) - 39,80 Euro
Anhand einer vergleichenden Analyse der schwedischen Bullerbü-Verfilmungen wird die Frage nach dem Stilwandel des Kinderfilms gestellt; ebenso wird dabei auch auf Veränderungen der Kinder- und Jugendliteratur eingegangen. Für die Modellanalysen werden Kategorien der Filmanalyse erarbeitet, diese umfassen sowohl inhaltliche als auch filmtechnische Kriterien. Im ersten Teil des Buches steht die Verfilmung von Olle Hellbom im Zentrum: Ein Wiedersehen mit Bullerbü und Die Kinder von Bullerbü (Schweden 1960/61), anhand derer ein Epochenstil für Kinderfilme der 1960er Jahre herausgearbeitet wird. Anschließend werden Lasse Hallströms Wir Kinder aus Bullerbü und Neues von uns Kindern aus Bullerbü (Schweden/BRD 1986/87) analysiert, mit den frühen Bullerbü-Filmen verglichen und ein Epochenstil für dieses Jahrezehnt erarbeitet. Die Ergebnisse dieser Modellanalysen werden im weiteren Verlauf an einem umfangreichen europäischen Filmkorpus überprüft und in einen Zusammenhang der Kinderfilmentwicklung gestellt.

Band 69: Britta Benert / Philippe Clermont (éds.): Contre l'innonce. Esthétique de l'engagement en littérature de jeunesse. 2011. (2010) - 74,80 Euro
L'ouvrage veut e
nvisager dans quelle mesure il est possible à la littérature de jeunesse de manifester à la fois un engagement de nature idéologique, politique et esthétique. Si, selon Sartre, la fonction de l’écrivain est de réduire l’innocence au monde du lecteur, les études pluridisciplinaires réunies visent à approcher les différentes « façons » par lesquelles les écrivains s’y engagent pour de jeunes lecteurs. Littérerature comparée, histoire littéraire, lectures sociologiques et sociolinguistiques, didactique de la littérature fournissent autant de regards croisés et complémentaires nécessaires à la compréhension d’un objet et d’une problématique complexes. Cet ensemble propose ainsi les éléments d’une réflexion esthétique sur la littérature de jeunesse au sens où valeurs, éthique, poétique et réception des textes sont analysées. Les fictions littéraires privilégiées par les contributeurs témoignent d’un panorama significatif des oeuvres et des auteurs : au delà et grace à la problématique de l’engagement, l’ouvrage souhaite apporter une plus grande connaissance des romans pour enfants et adolescents, albums, bandes dessinées, dans une visée internationale comme l’atteste le corpus.

Band 68: Hans-Heino Ewers: Erfahrung schrieb’s und reicht’s der Jugend. Geschichte der deutschen Kinder- und Jugendliteratur vom 18. bis zum 20. Jahrhundert (2010)- 49,80 EURO
Dieser Band dokumentiert eine über drei Jahrzehnte sich erstreckende Beschäftigung mit der Geschichte der deutschen Kinderliteratur unter Einschluss der Kinderliteraturtheorie. Die ausgewählten Studien decken den Zeitraum vom späten 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert ab. Zur Sprache kommen die Kinderliteratur der Aufklärung, der Romantik und des Biedermeier, die Kinderliteratur von der Gründerzeit bis zum Ersten Weltkrieg. Beleuchtet werden die zugrunde liegenden Kindheitsbilder und Erziehungskonzepte. Es geht um Autoren wie Christian Felix Weiße, Joachim Heinrich Campe, August Rode, Ludwig Tieck, E.T.A. Hoffmann, August Corrodi, Gustav Falke, Ilse Frapan, Heinrich Scharrelmann und Erich Kästner. Als Theoretiker werden Heinrich Wolgast und Walter Benjamin in Erinnerung gebracht.

Band 67: Anna Ulrike Schütte : Ein ferner Kontinent der Abenteuer und der Armut. Lateinamerika in der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur (2010)- 59,80 EURO
Lateinamerika ist für die meisten Kinder und Jugendlichen ein unbeschriebenes Blatt. Die aktuellen gesellschaftlichen Diskurse werden durch andere Regionen der Welt bestimmt. Wenn Kindern und Jugendlichen Lateinamerika begegnet, dann häufig in Form von Literatur. Die Studie geht der Frage nach, wie Lateinamerika in Kinder- und Jugendbüchern präsentiert wird. Sie zeigt Entwicklungen und Veränderungen des Lateinamerikabildes in der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur auf. Gegenstand der Untersuchung sind nicht nur Bücher von deutschsprachigen, europäischen und nordamerikanischen Autoren, sondern auch Kinder- und Jugendbücher lateinamerikanischer Autoren, die ins Deutsche übersetzt wurden. Auf der Grundlage der Imagologie klärt die Untersuchung, woher die vermittelten Lateinamerikabilder stammen und welche Funktion sie in den jeweiligen Texten besitzen, um daran anschließend die Möglichkeiten der ausgewählten Texte zum interkulturellen und antirassistischen Lernen zu diskutieren.

Band 66: Christine Gölz/Karin Hoff/Anja Tippner (Hrsg.): Filme der Kindheit - Kindheit im Film. Beispiele aus Skandinavien, Mittel- und Osteuropa. (2010)
Filmische Bilder sind maßgeblich an der Konzeptualisierung von Kindheit beteiligt. sie verhandeln Geschlechtsidentitäten und gesellschaftliche Hierarchien, zeigen Probleme des Generationsverhältnisses und des Erwachsenenwerdens auf. Sie lassen sich auf individuelle, kollektive und nationale Konzepte von Kindheit hin befragen, aber auch auf die Gesellschaftsmodelle und -utopien, die sie repräsentieren. Die Beiträge des Bandes diskutieren historische und zeitgenössische Filmbeispiele aus Skandinavien, Russland, Mittelosteuropa und Deutschland. In der Zusammenschau werden nicht nur signifikante Unterschiede in der Bildästhetik, Thematik und pädagogischen Ausrichtung der Filme sichtbar, sondern auch Schnittmengen, die beweisen, dass Kinderfilme und Filme über Kindheit Teil einer transnationalen Kultur sind.

Band 65: Regina Hofmann: Der kindliche Ich-Erzähler in der modernen Kinderliteratur Eine erzähltheoretische Analyse mit blick auf aktuelle Kinderromane. (2010)
In Folge eines gewandelten Kindheitsbildes entsteht zu Beginn der 1970er Jahre der moderne Kinderroman. Damit kommt es zu inhaltlichen, thematischen und darstellungstechnischen Veränderungen in der Kinderliteratur und auch zum Durchbruch des „kindlichen Ich-Erzählers“. Bislang wurde dieses Phänomen nicht eingehender untersucht. Ziel dieser Studie ist es daher, die Besonderheiten des kindlichen Ich-Erzählens in der Kinderliteratur herauszuarbeiten. Dies geschieht, indem zunächst ein Überblick über Berührungspunkte zwischen Kinderliteraturforschung und Narratologie gegeben wird. Im Anschluss daran werden einzelne kindliche Ich-Erzähler in der Geschichte der deutschen und ins Deutsche übersetzten Kinder- und Jugendliteratur von den Anfängen bis zur Gegenwart vorgestellt. Den Schwerpunkt bildet die Entwicklung eines Analyseinstrumentariums zur Bestimmung, Beschreibung und Untersuchung kindlicher Ich-Erzähler. anhand von exemplarischen Analysen wird das Phänomen des kindlichen Ich-Erzählens schließlich veranschaulicht.wählten Texte zum interkulturellen und antirassistischen Lernen zu diskutieren.

Band 64: Melanie Rossi: Das Mittelalter in Romanen für Jugendliche. Historische Jugendliteratur und Identitätsbildung. (2010)
Das Mittelalter stößt seit Jahren auf reges öffentliches Interesse und erfreut sich auch in der Jugendliteratur großer Beliebtheit. Dieser Band analysiert an zahlreichen Textbeispielen aus Romanen für Jugendliche die Darstellung von Themen und Motiven mittelalterlichen Ursprungs, historisch bedingter Problemlagen sowie ihrer möglichen Auswirkungen auf den Einzelnen. Im Fokus der Untersuchung steht die Frage nach dem Einfluss der jugendliterarischen Darstellung des Mittelalters auf die jungendliche Entwicklung einer Vorstellung von dieser Epoche. An ihrem Beispiel wird so auch die didaktische Relevanz geschichtserzählender Jugendliteratur deutlich, indem zugleich nach ihrer Wirkung auf die historisch vermittelte Identitätsbildung gefragt wird. Die Diskussion einschlägiger Positionen zur historischen Jugendliteratur und ihren Wirkungsmöglichkeiten begleitet die Darstellung. In die Untersuchung fließen fortlaufend konkrete Hinweise zur Behandlung der Texte im Deutsch- und Geschichtsunterricht ein.

Band 63: Heinke Kilian: Von Hexen, Zauberern und magischen Gestalten. Hexenverfolgung in der Jugendliteratur der Gegenwart - ein Thema mit aktuellen Bezügen. (2010) - € 32,80
Hexenromane gab es schon früher. doch seit den 1970er Jahren treten sie vermehrt auch in der Kinder- und Jugendliteratur auf. Der Anlass: Nicht mehr der jugendliche Held, die jugendliche Heldin stehen im Vordergrund des Geschehens, sondern Personen, die wirklich gelebt haben und auf Grund der Glaubensvorstellungen der Menschen im 15. bis 18. Jahrhundert an den Pranger gestellt wurden. Wie kam es zu ihrer Verfolgung und was können wir heute noch daraus lernen? Welchen Anteil haben die „neue“ Frauenbewegung und Harry Potter an der Wiederbelebung der Hexen im kulturellen Gedächtnis und welche Klischees sind dabei entstanden? Inwieweit bieten neuere historische Forschungen einen Weg aus dem Dilemma? Und schließlich, worauf beruht der Wandel der Figur der Hexe, die sich in der neueren Kinderliteratur ganz anders als früher darstellt?

Band 62: Wolfgang Biesterfeld: Spannungen. Zur Adaption überlieferter Stoffe in der Abenteuerliteratur für Jugendliche und Erwachsene. Studien zu Daniel Defoe, René Caillié, Richard Wagner und Karl May. (2009) - € 42,80 
Spannung ist das wichtigste Element des Abenteuers und seiner Texte.Sie wirkt im Raum zwischen Erwartung und Erfüllung, Herausforderung und Bewährung. Spannung herrscht auch im Verhältnis von Stoff und Gestaltung, Vorbild und Adaption. In seinen fünf Studien stellt der Autor neue Erkenntnisse zur Abenteuerliteratur von: zum Fortwirken des Robinson Crusoe und der Entdeckungsgeschichte Afrikas, zu Richard Wagner und Karl May.

Band 61: Kliewer, Ursula / Kliewer, Heinz-Jürgen (Hrsg): Nur das Denken, das wir leben, hat einen Wert. Zur Erinnerung an den Literaturdidaktiker und Kinder- und Jugendliteraturforscher Malte Dahrendorf (1928-2008). (2009) - € 46,80 
35 Autoren - SchriftstellerInnen, WissenschaftlerInnen und LehrerInnen, Freunde und Weggefährten - schreiben in Erinnerung an den Hamburger Literaturdidaktiker Prof. Dr. Malte Dahrendorf (1928-2008). Mit ihm begann in den 60er Jahren eine eigenständige Jugendliteraturforschung in Deutschland. In teils privaten, teils  wissenschaftlichen Beiträgen entsteht ein vielfältiges Bild seines Wirkungsfeldes und der Persönlichkeit Dahrendorfs, der in seiner lebhaften und anregenden Art viele KollegInnen zur Zusammenarbeit motivierte und mit politischem Engagement kontroverse Diskurse nicht scheute.

Band 60: Blume, Svenja / Kümmerling, Kümmerling-Meibauer, Bettina / Nix, Angelika (Hrsg): Astrid Lindgren - Werk und Wirkung. Internationale und interkulturelle Aspekte. (2009) - € 56,50 
Die insgesamt 16 Beiträge dieses Bandes werfen ein neues Licht auf Astrid Lindgrens kinderliterarisches Werk, indem sie einerseits den Blick auf die internationale Rezeption lenken, andererseits interkulturelle Aspekte fokussieren. Die drei ersten Artikel befassen sich mit Lindgrens Werk aus einer skandinavischen Perspektive und stellen den Einfluss der Romantik und des Modernismus auf Lindgrens Kinderromane heraus. Im zweiten Teil finden sich Untersuchung zur Rezeption und Übersetzungen von Lindgrens Werken in Estland, Frankreich, Kroatien, Südafrika, der DDR und den USA. Ein dritter Teil vervollständigt die internationale Perspektive und untersucht sowohl die fremdkulturelle Wahrnehmung in Lindgrens Fotobilderbüchern als auch die interkulturelle Rezeption der klassischen Kinderbuchautoren Annie M.G. Schmidt und Gianni Rodari, die in den Niederlanden bzw. der DDR eine vergleichbare Rolle gespielt haben wie Lindgren in der BRD. Abschließend wird die Bedeutung Lindgrens für die Literaturpädagogik und aktuelle fachdidaktische Diskurse in Deutschland diskutiert.

Band 59: Kinga Erzse-Boitor: Das Bild des Anderen in der rumäniendeutschen Kinder- und Jugendliteratur (2008).
Die Autorin untersucht unter Anwendung von Methoden der Imagologie Ursachen und Ausformungen literarisch fixierter Fremd- und Eigenbilder in rumäniendeutschen Kinder- und Jugendliteratur des 20. Jahrhunderts. Unter dem Bild des Anderen versteht die Verfasserin die individuell und historisch wechselnde Sicht auf die jeweils andere Nationalität in einer multiethnischen, konfliktträchtigen, aber auch begegnungsreichen Gesellschaft. Neben der kritischen Analyse mehrerer literaturhistorischer Fallbeispiele werden in Interviews mit Gegenwartsautoren Entstehungs- und Wirkungsmechanismen stereotyper oder Klischees überwindender Vorstellungen erkundet. Es wird der Frage nachgegangen, inwieweit die in den deutschen Kinder- und Jugendbüchern in Rumänien anzutreffenden Bildern vom Anderen zu vertieftem interkulturellen Verstehen beitragen und tragfähige Brücken zwischen den verschiedenen Kulturen in Rumänen bauen können.

Band 58: Nazli Hodai: Der Orient in der deutschen Kinder- und Jugendliteratur. Fallstudien aus drei Jahrhunderten (2008) - € 56,50.
Die Arbeit stellt anhand dreier Fall­studien dar, wie eine näher Aus­einandersetzung mit dem Thema Orient interkulturelle Erziehung för­dern kann. Sie konzentriert sich auf drei für die Orient-Rezeption in der deutschen Kinder- und Jugend­li­te­ratur exemplarische Beispiele: die „Tau­sendundeine Nacht“-Kin­deraus­gaben, Karl Mays „Orient-Zyklus“ und die Migrantenliteratur. An den drei Fallbeispielen werden nicht nur ethno- bzw. eurozentrische Weisen der Fremdwahrnehmung (Exotismus und Selbstverherrlichung) untersucht, sondern auch Sachstrukturen, an denen „interkulturelle Erziehung“ ansetzen kann. Darin liegt auch die didaktische Relevanz der drei Fallbei­spiele. Die Auseinandersetzung mit dem Orientbild des jeweiligen Fallbei­spiels zielt auf den Abbau der stereo­typen und vorurteilsbeladenen Wei­sen der Orientwahrnehmung zuguns­ten einer differenzierten und zeitge­mäßen Selbst- und Fremdwahrneh­mung.

Band 57: Gabriele von Glasenapp/ Hans-Heino Ewers (Hrsg.): Kriegs- und Nachkriegskindheiten. Studien zur literarischen Erinnerung für junge Leser (2008)
Die Beiträge dieses Bandes be­schäfti­gen sich mit der All­gemein- wie der Kinder- und Jugendlitera­tur als einem zen­tralen Erinne­rungsmedium an Kindheit und Jugend während des Zweiten Weltkrieges und der Nach­kriegs­zeit. Fokussiert werden die teil­weise traumatisierenden Erleb­nisse: Zum einen aus unter­schiedli­chen nationalen Perspek­tiven, wobei der nationale Refe­renzrahmen neben deutschsprachi­gen auch europäische wie außereuro­päische Perspektiven umfasst. Zum anderen werden die literarischen Kindheitsdarstellungen einzelner Länder unter dem Aspekt von Selbst- und Fremdwahrnehmung gesehen. Die einzelnen Aufsätze gehen zur Erinnerungskultur im All­gemeinen, behandeln einzelne Auto­ren und befassen sich mit der Tradie­rung von Texten, Aspekten nationaler Litera­turpolitik sowie Fragen der literari­schen Vermittlung

Band 56: Andrea Granjean-Gremminger: Oper für Kinder. Zur Gattung und ihrer Geschichte. Mit einer Fallstudie zu Wilfried Hiller (2008) - € 51,50.
Opern- und Theaterschaffende, zahlreiche Lehrer und Eltern ken­nen den Wert des Musik­theaters für Kinder schon seit einiger Zeit. In der Forschung hingegen wurde dieses Genre bisher nicht groß beachtet. Dieses Buch liefert eine Einführung von systematischem Charakter. In groben Zügen werden die verschiedenen Arten der Gat­tung dargestellt, wie sie im Laufe der Geschichte auftraten (lateini­sche Schuloper, Märchen- und Zauberopern, Patriotisches Fest­spiel, Schul- und Jugendoper, Sze­nisches Spiel, Lehrstück, Kinder­oper, Bearbeitungen von Reper­toire-Opern, Kindermusicals). Die meisten von ihnen existieren auch heute noch in irgendeiner Form. Der umfangreichste Teil widmet sich exemplarisch den Stücken des Komponisten Wilfried Hiller. Die Analyse dieser Werke des 20. Jahr­hunderts will aufzeigen, was quali­tativ hoch stehendes zeitgenössi­sches Musiktheater für Kinder ausmacht.

Band 55: Gunter Reiß (Hrsg.): Kindertheater und populäre bürgerliche Musikkultur um 1900 (2008) - € 39,00.
Die mit der Entstehung einer mo­dernen Massenkultur im Übergang zum 20. Jahrhundert verbundenen zeitgenössischen Herausforderun­gen an den künstlerischen und pädagogischen Umgang mit bür­gerlichen Kindheitsvorstellungen sind die Basis der in diesem Band geführten Diskussion über ver­schiedenen Formen kindheitsbezo­gener Kunst. Die Beiträge setzen sich auseinander mit den populären Angeboten eines Theaters für Kin­der als Weihnachtsmärchen oder seiner Inszenierung als Kinderoper im häuslichen Milieu. Sie widmen sich der Popularisierung der klassi­schen Musik in der bürgerlichen Wohnstube als Hausmusik und Sozialisationsfaktor, und sie be­schreiben das schillernde Abbild inszenierter Kinderszenen auf Bild­postkarten als populäres Kommuni­kationsmedium. In der Abgrenzung gegenüber den neu aufkommenden Medien (z. b. Film, Massenliteratur) wird deutlich, wie sehr die bürgerli­che Kinderkultur um 1900 in Form und Inhalt für die Bewahrung von Tradition und Ideologie funktionali­siert wurde.

Band 54: Hubert Mittler: Prinz Eisenherz oder: Das Mittelalter in der Sprechblase. Das Bild von Ritter und Rittertum zwischen 1000 und 1200 in ausgewählten historisierenden Comics (2008) - € 51,50.
Ein Abgleich des Bildes vom Ritter und Rittertum (1000-1200) zwi­schen historischer Fachwissen­schaft und den historisierenden Comics Prinz Eisenherz und Die Türme von Bois-Maury ist das Thema dieses Buches, in dem auch unter komparatistischen Frage­stellungen herausgearbeitet wird, wie sich das Bild vom Rittertum in Wissenschaft und „Massenzei­chenware“ unterscheidet. Die Dar­stellung der ritterlichen Welt sowie der literarischen und historischen Hintergründe wird anhand exem­plarischer Motive näher beleuch­tet. Handelt es sich bei diesen Comics um Mittelalterfiktionen oder helfen sie dem Leser, das Mittelalter und die Denk- und Handlungsweisen der Menschen damals besser zu verstehen?

Band 53: Haimaa El Wardy: Das Märchen und das Märchenhafte in den politisch engagierten Werken von Günter Grass und Rafik Schami (2007) - € 51,50.
Die Monographie ist als eine wechselseitige Erhellung wichtiger Funktionen und Implikationen der Gattung Märchen konzipiert. Sie stellt die Verwendung von Märchen bzw. Märchenförmigkeit als Narrativ im literarischen Werk zweier sehr unterschiedlicher Autoren einander gegenüber, um sie im Lichte eines vergleichenden interkulturellen Ansatzes auf intendierte politische Wirkung hin zu befragen. Dabei wird mit dem Konzept der Satire bzw. Parodie im märchenhaften Gewand gearbeitet.

Band 52: Susan Kreller: Englischsprachige Kinderlyrik. Deutsche Übersetzungen im 20. Jahrhundert (2007) - € 56,50. In dieser Arbeit wird ein Rahmenmodell für die Kontextualisierung und Analyse kinderlyrischer Übersetzungen entworfen. Das Modell findet wird im Bereich englischsprachiger Kinderlyrik erprobt. Hierfür werden deutsche Übersetzungen englischsprachiger Kinderreime und -gedichte in den literarischen und historischen Kontext der Zielkultur eingeordnet und darüber hinaus nach literatur- und übersetzungswissenschaftlichen Kriterien analysiert. Die Untersuchung folgt einem historisch-deskrptiven Ansatz und schenkt dem Ausgangs- und dem Zieltext gleichermaßen Beachtung.

Band 51: Nalda San Martín Saldías: Deutsche und südamerikanische Phantastik für Kinder (2007). Den verschiedenen Erzählmodellen der phantastischen Kinderliteratur, die sich im Laufe des 20. Jahrhun­derts in Europa ausdifferenziert haben, korrespondiert in Südame­rika eine nicht-realistische Gattung, die sich in den 70er Jahren des ver­gangenen Jahrhunderts in größe­rem Umfang herauszubilden be­gann. Diese Studie bietet eine ver­gleichende Gattungsanalyse, deren Ziel es ist, durch die Heranziehung exemplarischer Texte die Modelle der kinderliterarischen Phantastik in Europa und in Südamerika heraus­zuarbeiten und miteinander zu vergleichen. Aus einer diskursge­schichtlichen Perspektive werden die unterschiedlichen Ausprägun­gen der phantastischen Kinderlite­ratur und deren Theorie in beiden Kontinenten dargestellt

Band 50: Luke Springman: Carpe Mundum. German Youth Culture of the Weimar Repub­lic (2007) - € 51,50. Carpe Mundum analyzes German Youth culture during the Weimar Republic (1918-1933). Each chapter addresses a distinct topic: sex educational materials for young people, the language of the censor­ship debates, novels dealing with war, historical narration, maga­zines, popular science and science fiction, radio, and sports. Together the themes illustrate the influence of nineteenth-century holistic thinking in popular culture in early twentieth-century Germany. Public policies and institutions governing German youth culture during the Weimar Republic, including educa­tion and social welfare, evince spiri­tual un­der­pinnings of Natur­philoso­phie - a move­ment which promoted the unity of all things. As cultural modernity in Germany enabled young people greater participation in shaping their cul­ture, elements of a modernity of youth emerged as distinct from that of the adult world and its ideologically laden system of val­ues. The essence of youthful mod­ernity in Germany as evident most clearly in popular magazines, radio, and sports rests primarily on spon­taneity, ingenuity and camarade­rie

Band 49: Uta Strewe: Bücher von heute sind morgen Taten - Geschichtsdarstellungen im Kinder- und Jugendbuch der DDR (2007) - € 45,50. Bücher von heute sind morgen Taten lautet ein in der DDR häufig ver­wendetes Zitat Heinrich Manns. Die Untersuchung widmet sich diesem Motiv und fragt nach seiner wirkli­chen Bedeutung für die Kinder- und Jugendliteratur der DDR. Erstmalig wird dazu das gesamte Subsystem der Produktion, Distribution und Rezeption von Kinder- Jugendlitera­tur in der DDR dargestellt. Von diesem Bezugsrahmen ausgehend wendet sich die Untersuchung der inhaltlichen Analyse der Werke historischer Kinder- und Jugendlite­ratur der DDR zu. Die anhand zahl­reicher Quellen und eines umfas­senden Literaturkorpus belegten Ergebnisse sind in ihrer Eindeutig­keit ebenso überraschend wie er­nüchternd, verengen sie doch den Raum für nostalgisierende Reminis­zenzen an das „Leseland DDR“ auf en Minimum.

 Band 48: Annette Wagner: Postmoderne im Adoleszenzroman der Gegenwart. Studien zu Bret Easton Ellis, Douglas Coupland, Benjamin von Stuckrad-Barre und Alexa Hennig von Lange (2007) - € 74,50. In den zurückliegenden zwei Jahr­zehnten ist in Deutschland inten­sive Theoriearbeit zur Gattung des Adoleszenzromans geleistet wor­den. Was jedoch aussteht, ist eine intensive Auseinandersetzung mit dem in der Forschung häufig diffus verwendeten Begriff des „postmo­dernen Adoleszenzromans“. Des­halb widmet sich diese Arbeit aus­führlich der Debatte um Kunst und Literatur der Postmoderne sowie der häufig recht vagen Diskussion über „postmoderne“ Lebenswelten Jugendlicher. Auf der Grundlage einer Gattungstheorie des Adoles­zenzromans zwischen 1900 und 2000 wird ein Analyserahmen entwickelt, nach dem ausgewählte Werke im Kontext der Postmo­derne untersucht werden. Ziel ist es, die verschiedenen gattungs- und jugendkulturspezifischen Ausprägungen des postmodernen Jugendromans herauszuarbeiten.

Band 47: Moon Sun Choi: Märchen als Mädchenliteratur. Mädchenbilder in literarischen Märchen des 18. und frühen 19. Jahrhunderts (2007) 
Die Arbeit untersucht die Darstellung weiblicher Kindheit und Adoleszenz in ausgewählten Märchen der Aufklärung, der Romantik und des Biedermeier. Dabei werden Veränderungen in den Mädchenbildern deutlich, die in Zusammenhang mit den gesellschaftlichen und geistesgeschichtlichen Entwicklungen des Modernisierungsprozesses im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert stehen. Die Etablierung bürgerlicher Lebensformen und Werte in der Gesellschaft korrespondiert mit einer zunehmenden Verbürgerlichung der Mädchenfiguren in den Märchen. Sie schlägt sich nieder in gewandelten Konzepten von Liebe, Ehe und Sexualität, in neuen Tugenden und Aufgaben, die mit Mädchen in Verbindung gebracht werden. Die Arbeit möchte der Erforschung literarischer Weiblichkeitsbilder einen neuen Untersuchungsgegenstand eröffnen.

Band 46: Inge Wild: Rollenmuster – Rollenspiele. Literarische Erkundungen von Pubertät und Adoleszenz (2006) - €
Die hier versammelten Aufsätze sind der Ertrag langjähriger Be­schäftigung mit der Jugendliteratur. Auf Überlegungen zu den kinderlite­rarischen Schreibimpulsen Erich­Kästners folgen Aufsätze zur zeit­genössischen Jugendliteratur, die vornehmlich deren seismographi­sche Qualität für gesellschaftliche Wandlungsprozesse in den Blick nehmen.  Der Wandel von Kindheit, von Geschlechter- und Familienrol­len nach 1970 sind jugendliterari­sche Basisthemen; ihre ernste und komische Darstellung sind wesent­liche Aspekte des Bandes. Im Zent­rum steht die literarische Auseinan­dersetzung mit der Adoleszenz, vor allem in ihrer Spiegelfunktion für Persönlichkeitskonzepte und kultu­relle Normierungen, für deren Ver­ständnis sich immer wieder psycho­analytische Deutungsmuster anbie­ten. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Werk Christine Nöstlingers.

Band 45: Inge Wild: Rollenmuster - Rollenspiele. Literarische Erkundungen von Pubertät und Adoleszenz (2006) - € 51,50.
Die hier versammelten Aufsätze sind der Ertrag langjähriger Be­schäftigung mit der Jugendliteratur. Auf Überlegungen zu den kinderlite­rarischen Schreibimpulsen Erich­Kästners folgen Aufsätze zur zeit­genössischen Jugendliteratur, die vornehmlich deren seismographi­sche Qualität für gesellschaftliche Wandlungsprozesse in den Blick nehmen. Der Wandel von Kindheit, von Geschlechter- und Familienrol­len nach 1970 sind jugendliterari­sche Basisthemen; ihre ernste und komische Darstellung sind wesent­liche Aspekte des Bandes. Im Zent­rum steht die literarische Auseinan­dersetzung mit der Adoleszenz, vor allem in ihrer Spiegelfunktion für Persönlichkeitskonzepte und kultu­relle Normierungen, für deren Ver­ständnis sich immer wieder psycho­analytische Deutungsmuster anbie­ten. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Werk Christine Nöstlingers

Band 44: Caroline Roeder: Phantastisches im Leseland (2006) - € 56,50.
Diese gattungsgeschichtliche Un­tersuchung liefert eine Analyse der phantastischen kinderliterarischen Werke aus der DDR einschließlich der Sowjetisch Besetzten Zone (SBZ). Neben der umfänglichen Darstellung der theoretischen Debatte um die Phantastik ver­deutlichen zwölf exemplarische Analysen programmatische Ent­wicklungslinien, ästhetische Ges­taltungsweisen, Motive und The­men dieser Gattung. Zwei Modell­typen der DDR-Kinder- und Ju­gendliteratur werden entworfen und es wird hinterfragt, welche Funktion diese erfüllen und inwie­weit von einer Funktionalisierung des Phantastischen gesprochen werden kann. Zwei ausführliche Exkurse verweisen innerhalb der Literaturchronologie auf zwei be­deutende Außenseiter des DDR-Literatur­systems: Peter Hacks und Reiner Kunze. Schließlich verweist die Untersuchung auf die Bedeu­tung der Kinder- und Jugendlitera­tur der DDR im Kontext der Erinne­rungskultur und stellt die Frage: Was bleibt?

Band 43: Martin B. Fischer: Konrad und Gurkenkönig jenseits der Pyrenäen (2006) - € 74,50.
Anhand ausgewählter Bücher der österreichischen Autorin Christine Nöstlinger wird die Übersetzung von Kinder- und Jugendliteratur (KJL) vom Deutschen ins Spanische und Katalanische untersucht. Die Arbeit versteht sich als deskriptiv angelegte Studie, wobei der Schwerpunkt auf der Übersetzung von Komik, von Kulturspezifika und von sprachlich-stilistischen Beson­derheiten liegt. Die Art des jeweils gewählten Übersetzungsverfah­rens gibt Aufschluss über das KJL-Verständnis des Übersetzers. Die Untersuchung zeigt, dass den Übersetzern offensichtlich ein recht großer Freiraum zugestanden wird, was den Grad der Adaptation angeht. Die Bandbreite individuel­ler Lösungen lässt Rückschlüsse auf die Akzeptabilität zu, also auf die Erfüllung von Normen und Erwar­tungen des Zielpublikums.

Band 42: Klaus Dieter Füller: Erfolgreiche Kinderbuchautoren des Biedermeier (2006) - € 45,50. In der Biedermeierzeit (1815-1848) entstand die moderne unterhaltende Kinder- und Jugendliteratur. Vier ihrer damals bekanntesten Repräsentanten, nämlich Christoph von Schmid (1768-1854), Leopold Chimani (1774-1844), Gustav Nieritz (1795-1876) und Christian Gottlob Barth (1799-1862) beeinflussten die Kinder- und Jugendliteratur im 19. Jahrhundert ganz entscheidend. Sie waren zu ihren Lebzeiten nahezu weltweit bekannt und haben das kinderliterarische Erbe von Aufklärung und Romantik produktiv weiterentwickelt. Alle vier haben mit ihren unterhaltenden, spannungsreichen Erzählungen über den Bereich der kindlichen und jugendlichen Leserschaft hinaus auch in den einfachen Volksschichten ein interessiertes Leserpublikum gewonnen. Ihre pädagogischen Intentionen haben ganze Lesergenerationen nachhaltig beeinflusst.

Band 41: Gabriele von Glasenapp / Gisela Wilkending (Hrsg.): Geschichte und Geschichten. Die Kinder- und Jugendliteratur und das kulturelle und politische Gedächtnis (2005) - € 49,80. In diesem Band geht es vornehmlich um den historischen und gegenwärtigen Ort der Kinder- und Jugendliteratur (KJL) im «kulturellen Gedächtnis», wobei insbesondere Aspekte der Identitätsbildung, der Überlieferung und der Traditionsbildung ins Auge gefasst werden. Die Aufsätze dieses Bandes akzentuieren dabei unterschiedliche Dimensionen des Symbol- und Handlungssystems der KJL: den kindlichen oder jugendlichen Leser, den Autor, den Text (und das Bild) sowie Aspekte der Literaturpolitik und der mehr oder weniger institutionalisierten literarischen Vermittlung. Sie nehmen Opfer- und Täterperspektiven in den Blick; dabei umfasst der nationale Referenzrahmen neben Österreich und Deutschland auch die Niederlande und Belgien sowie die USA.

Band 40: Gudrun Wilcke: Die Kinder- und Jugendliteratur des Nationalsozialismus als Instrument ideologischer Beeinflussung. Liedertexte - Erzählungen und Romane - Schulbücher - Zeitschriften - Bühnenwerke (2005) - € 39,00. Anhand konkreter Beispiele wird gezeigt, wie der nationalsozialistische Staat von 1933 bis 1945 bereits Kinder und Jugendliche in seinem Sinn über die Jugendliteratur, insbesondere durch Bühnenwerke, Zeitschriften, Schulbücher, Kinder- und Jugendbücher sowie Liedertexte, erfolgreich politisch verführte. Ein besonderes Augenmerk gilt der verhängnisvollen Rolle der NS-Liedertexte, dem vielleicht effektivsten Indoktrinations-Instrument des Dritten Reiches, mit dem es seine junge Generation zu gläubigen Nazis erzog: Es benutzte und missbrauchte deren Begeisterungsfähigkeit und Idealismus. Die Autorin, die - 1928 geboren - selbst in ihrer Kindheit und Jugend jene NS-Indoktrination über alle Kanäle der Jugendliteratur erlebt hat, bringt ihre diesbezüglichen Erfahrungen als Zeitzeugin mit ein.

Band 39: Bernhard Engelen: Aufsätze zur Kinderliteratur. Geschichte - Rezeption - Sprache (2005)
Dieser Sammelband enthält Aufsätze aus drei Jahrzehnten zu drei unterschiedlichen Komplexen. Die Beiträge zur Geschichte der Kinderliteratur im Mittelalter behandeln die Literatur bzw. die literarischen Gestalten, mit denen die Kinder und Jugendlichen in dieser Epoche konfrontiert wurden sowie die Ziele, die man damit verfolgte. Der zweite Komplex beschäftigt sich - vor allem am Beispiel von Kästners Pünktchen und Anton - damit, dass der kindliche Leser einen Teil der literarischen Strukturen anders rezipiert als der erwachsene Leser, und versucht zu zeigen, wie dieses Phänomen empirisch untersucht werden kann und welche Konsequenzen aus Erkenntnissen in diesem Bereich gezogen werden können. In den Arbeiten zur Sprache in der Kinderliteratur beschäftigt sich der Verfasser anhand von breit gestreutem Material mit der Frage, ob die in diesem Literaturzweig verwendete Sprache den lesenden Kindern den Weg zur Sprache der Erwachsenenliteratur ebnet.

Band 38: Ernst Seibert: Kindheitsmuster in der österreichischen Gegenwartsliteratur. Zur Genealogie von Kindheit. Ein mentalitätsgeschichtlicher Diskurs im Umfeld von Kindheits-und Kinderliteratur (2005) - € 74,50
Mit dem Begriff Kindheitsliteratur wird das Zusammentreffen zweier synchroner Phänomene erörtert, die besonders in der neueren österreichischen Gegenwartsliteratur vermehrt anzutreffen sind: zum einen die Thematisierung von Kindheit und zum anderen die Adressierung literarischer Texte an eine kindliche Leserschaft auch von Autorinnen und Autoren, die an sich nicht zur Kinderliteratur gezählt werden. Unter diesem Aspekt erscheint es angebracht, die von der allgemeinen Literatur üblicherweise als Subsystem abgetrennte Kinderliteratur als Teil der Kindheitsliteratur zu verstehen und damit gleichzeitig literarische Wertung und pädagogisches Urteil zu entflechten. Dieses Ziel wird in mehreren analytischen Diskursen und in Interpretationen einschlägiger Werke verfolgt.

Band 37: Verena Köbler: Jugend thematisierende Literatur jünger AutorInnen, (2005) - € 51,50
Ausgehend von den veränderten, aber auch sehr unterschiedlichen Formen jugendlichen Daseins vor und nach der "Wende" und den vielfältigen Versuchen in Medien und Forschung, "Jugend" aufgrund ihres Gestaltwandels neu zu bestimmen, richtet sich das Er-kenntnisinteresse dieser Arbeit darauf, wie "Jugend" in der Literatur selbst noch junger AutorInnen in jener Zeit entworfen wird. Die hierzu ausgewählten, in Verlagen bzw. literarischen Programmen der Allgemeinliteratur veröffentlichten, in den 1990er Jahren überaus erfolgreichen und vielfach ausgezeichneten "Jugend thematisierenden" Erzählprosatexte rücken dabei unter gleich zwei Aspekten in den Blick: Zum einen geht es um die Partizipation dieser Literatur an dem Prozess der Neukonturierung von "Jugend" und hier insbesondere um ihre Funktion als Medium des Selbst- und damit möglicherweise gerade des Gegenentwurfs zu den in öffentlicher Rhetorik und Jugendforschung kursierenden Jugendbildern - also um die Literatur der jungen AutorInnen als "eigene Stimme". Zum anderen wird an diesen häufig stark autobiographisch geprägten Texten im Rekurs auf das Modell einer "narrativen Identität" auch den spezifischen Verwobenheiten zwischen der literarischen Modellierung von Jugend und dem Strukturwandel von "Jugend" und "Iden-tität", wie er etwa in den soziologischen Diskursen verhandelt wird, nachgegangen.

Band 36: Anchalee Topeongpong: Familienbilder in der deutschsprachigen und der thai-ländischen Kinderliteratur der Gegenwart (2005) - € 68,50
Diese Arbeit behandelt die Themen Erziehung und Eltern-Kind-Beziehungen in der modernen realistischen Kinderliteratur des deutschsprachigen und thailändischen Kulturraums. Dabei ermöglicht die Analyse tiefe Einblicke in verschiedene familiale Begegnungssituationen und ihre kulturellen Differenzierun-gen. Diese kulturkontrastive Dimension spielt - außer beim Vergleich der Literatur - auch im Kontext des Fremdsprachenlernens eine große Rolle. Deshalb sollen bei der Sprach- und Wissensvermittlung Aspekte der Fremd- und Selbsterfahrung kultureller Prägungen mitberücksichtigt werden. Diese Studie ist mit ihrem theoretisch fundierten Ansatz eine hilfreiche Lektüre für den praktischen Umgang mit KJL in Thailand

Band 35: Birte Tost: Moderne und Modernisierung in der Kinder- und Jugendliteratur der Weimarer Republik (2005) - € 56,50
Die Kategorien Moderne und Modernisierung haben sich innerhalb der allgemeinen Literaturgeschichtsschreibung, insbesondere für den Zeitraum der Weimarer Republik, längst bewährt. Anliegen der Studie ist es, diesen Ansatz auf die Kinder- und Jugendliteratur der Weimarer Republik zu übertragen. Kinderliterarische Texte werden als Teil der Moderne und Ausdruck allgemeiner Modernisierungsprozesse rekonstruiert, ohne den eigenen Diskurs der Literaturgattung aus den Augen zu verlieren. An Beispielen wird demonstriert, daß nicht nur die Modernisierer Wolf Durian und Erich Kästner fortschrittliche Kinderliteratur publizierten. Es werden bekannte und vergessene Jugendschriftsteller und deren moderne Werke vorgestellt. Mit Hilfe zentraler Fragestellungen - nach Geschlechter- und Generationsverhältnissen, kindlicher Selbstorganisation und Wahrnehmung der Großstadt - werden historische Veränderungen und die ästhetische Gestaltung von Kindheit und Jugend analysiert und verdeutlicht.
 
Band 34: Elisabeth Pries-Kümmel: Das Alter in der Literatur für junge Leser, (2005) - € 86,00
Seit einigen Jahren wird die mediale Repräsentation des Alters von verschiedenen Seiten kritisch beurteilt. Auch die Darstellung des Alters im Kinder- und Jugendbuch wird teils als realistisch, teils aber auch als unrealistisch eingeschätzt. So unterschiedlich die diesbezüglichen Aussagen auch ausfallen - gemein-sam ist ihnen eine unzureichende oder fehlende Berücksichtigung der tatsächlichen Lebensumstände älterer Menschen. Die Studie schließt diese Lücke und setzt neue Maßstäbe. Zunächst werden verschiedenste Lebensbereiche älterer Menschen nach den Erkenntnissen der Altersforschung umfassend betrachtet. Anschließend werden diese Lebensrealitäten mit ihrer Darstellung in deutschsprachigen Kinder- und Jugendbüchern verglichen. Dabei werden Differenzen und Neuerungen gegenüber Befunden bisheriger Studien herausgearbeitet. Aufgrund ihres interdisziplinären Ansatzes ist die Studie für alle an der Gerontologie sowie der Kinder- und Jugendliteratur Interessierte von hohem Wert.

Band 33: Nils Kulik: Das Gute und das Böse in der phantastischen Kinder- und Jugendliteratur. Eine Untersuchung bezogen auf Werke von J. K. Rowling, J.R.R. Tolkien, Michael Ende, Astrid Lindgren, Wolfgang und Heike Hohlbein, Otfried Preußler und Frederik Hetmann (2005) - € 68,50
Die Untersuchung umfasst drei Teile: Im ersten Teil liegt der Schwerpunkt auf einer Darstellung und Diskussion der Forschungsgeschichte und des Forschungsstandes zum kinder- und jugendliterarischen Phantastikbegriff. Zudem wird eine Abgrenzung zu benachbarten Textsorten vorgenommen. Auf Grundlage der strukturalen Textanalyse werden im zweiten Teil repräsentative Texte der wichtigsten Autoren phantastischer Kinder- und Jugendliteratur interpretiert. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse schließt diesen Abschnitt ab. Im dritten Teil finden die Funktionen von Phantastik und Fantasy Berücksichtigung, insbesondere die entwicklungsunterstützende und die Orientierungs-funktion. Diese Überlegungen basieren auf der psychoanalytischen Entwicklungstheorie und soziologischen Befunden zur Post-moderne

Band 32: Holger Zimmermann: Geschichte(n) erzählen -Geschichtliche Kinder- und Ju-gendliteratur und ihre Didaktik (2004) - € 51,50
Geschichtliche Motive zählen seit der Aufklärung zu den beliebtesten Inhalten der Kinder- und Jugendliteratur. In den vergangenen Jahren hat die Gattung, beeinflusst durch den historischen Roman für erwachsene Leser, erneut eine verstärkte Beachtung gefunden. Der Band gibt einen Überblick über die verschiedensten Formen der aktuellen geschichtlichen Kinder- und Jugendliteratur. Ergänzend hierzu werden Möglichkeiten und Grenzen der Behandlung der Texte im Unterricht aufgezeigt. Untersuchungen über die Einflüsse einer veränderten Medienumgebung auf die Gattung sowie über ihre Bedeutung im Kontext der in Literatur- wie Geschichtswissenschaft geführten Diskussionen der so genannten Postmoderne runden die Darstellung ab.

Band 31: Nicolette Bohn: Im Bann der Seelenfänger. Jugendbücher über Sekten (1981-2000) (2004) - EURO 51,50
Ziel der Arbeit ist es, deutsche und ins Deutsche übersetzte vornehm-lich erzählende Kinder- und Jugend-bücher zum Thema Sekten. Als Untergruppe der problemorientierten Kinder- und Jugendliteratur im Hinblick auf Inhalt, Aussage und Jugendliteratur wurde das Thema Sekten erstmals 1981 aufgegriffen. Bis zum Frühjahr 2000 sind ca. 30 Titel erschienen. Eine thematische Sichtung der Jugendbücher nach Sektengruppen hat gezeigt, dass Autoren verschiedene Sekten be-rücksichtigen. Während die Erzählstruktur der Sektenbücher differenziert ist, bleibt die Aussage in fast allen analysierten Büchern gleich: die Leser sollen über Sekten und mögliche Gefahren aufgeklärt werden.

Band 30: Jana Mikota: Alice Rühle-Gerstel. Ihre kinderliterarischen Arbeiten im Kontext der Kinder- und Jugendliteratur der Weimarer Republik, des Nationalsozialismus und des Exils, (2004) - EURO
Alice Rühle-Gerstels (1894-1943) geschlechter- und erziehungstheoretische sowie kinderliterarische Arbeiten sind heute weitgehend unbekannt und werden nur vereinzelt diskutiert. Im Mittelpunkt dieser Studie stehen die Kinderbeilagen der Zeitschriften Prager Tagblatt und Své Práce, die von Alice Rühle-Gerstel redigiert wurden. Sie werden mit der Kinderpresse der 1920er Jahre und des Exils verglichen. Dabei bemerkt man, dass die Arbeiten von Alice Rühle-Gerstel eine herausragende Rolle innerhalb der Kinderpresse des Exils einnehmen. In einem Exkurs werden auch die Kinder- und Jugendliteratur des Exils und die Haupttendenzen des Literaturangebots für Kinder vorgestellt. Die Arbeit fragt nicht nur nach er Situation der Kinder- und JugendbuchautorInnen, sondern auch nach dem Leben von Kindern im Exil. Nimmt man die Schriften von Alice Rühle-Gerstel und die Kinder- und Jugendliteratur des Exils zur Hand, so bemerkt man, wie vielfältige der kinderliterarische Markt in den 1930er Jahren war. Ergänzt wird die Arbeit durch eine biographische Skizze zu Alice Rühle-Gerstel und eine Bibliographie ihrer Schriften.

.Band 29: Hajna Stoyan: Die phantastischen Kinderbücher von Michael Ende. Mit einer Einleitung zur Entwicklung der Gattungstheorie und einem Exkurs zur phantastischen Kinderliteratur der DDR (2004) - EURO 42,50
Die Studie befasst sich mit der westdeutschen kinderliterarischen Phantastik der 70er und 80er Jahre und erörtert diese sowohl in literaturhistorischer wie in gattungstheoretischer Hinsicht. Es geht um die Herausarbeitung der Struktur phantastischer Texte, der Funktionen kinderliterarischer Phantastik und der Kommunikationsabsichten ihrer Autoren. Im Mittelpunkt der Analysen stehen die phantastischen Kinderbücher und Märchenromane von Michael Ende. Ein umfangreicher Exkurs ist der phantastischen Kinderliteratur der ehemaligen DDR gewidmet, wobei die Kinderbücher von Christa Kozik im Vordergrund stehen. In komparatistischer Perspektive zeigt sich, dass beide deutschen Kinderliteraturen in den 70er und 80er Jahren von dieser speziellen Form der Zweiwelten-Erzählung, in welcher das Reale und das Phantastische konflikthaft aufeinander treffen, nachhaltig Gebrauch machen.

Band 28: Jutta Schödel: Erziehung im Untertanengeist - wider Willen? Anpassungen und Widerstände in Leben und Werk der Kinderbuchautorin (2004) - EURO 34,00
Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts geliebt und viel gelesen, gerät Tony Schumacher (1848-1931) erst in jüngster Zeit in den blick der Kinder- und Jugendbuchforschung. Erzogen im großbürgerlichen Elternhaus, verlebte sie ihre Kindheit und Jugend in räumlicher und ideologischer Nähe zu Schloss und Königshaus im Württembergischen Ludwigsburg. Die autobiographischen Schriften werden im ersten Teil der Arbeit analysiert. Die "Erzählungen für die Jugend" sind geprägt von der eigenen Sozialisation und nahmen Einfluss besonders auf die Mädchenerziehung. Es wird gezeigt, dass an der Überfläche zwar eine angepasste Untertanin schreib, dass aber in den Texten sich immer wieder Spuren eigenere kritischer Nachdenklichkeit finden. Im dritten Teil der Arbeit werden Tony Schumachers Kinderbücher in literarische und soziokulturelle Kontext der Kinder- und Jugendliteratur des 19. und 20. Jahrhundert gestellt.

Band 27: Susanne Richter: Die Nutzung des Internets durch Kinder. Eine qualitative Studie zu internetspezifischen Nutzungsstrategien, Kompetenzen und Präferenzen von Kindern im Alter zwischen 11 und 13 Jahren (2004) - EURO 51,50
Vor einigen Jahren rückte das Internet als neues, PC-basiertes Medium immer stärker ins Zentrum des öffentlichen Medienkurses. Durch die Kombination spezifischer Eigenschaften, insbesondere der Interaktivität und der Multimedialität, eröffnete das Internet neue Dimensionen der Information und Kommunikation. Diese Arbeit lenkt den Blick verstärkt auf die Nutzungsinteressen, die Kompetenzen und Präferenzen von Kindern zwischen 11 und 13 Jahren und ihren Umgang mit dem neuen Medium. Eine empirische Untersuchung im qualititativen Forschungsparadigma versucht die subjektive Sichtweise der Kinder zu rekonstruieren und in engem Zusammenhang mit der Lesekompetenz der Kinder steht. Darüber hinaus können Zusammenhänge zwischen den Nutzungsinteressen, dem Ort der Nutzung und auch der Bezugspersonen der Kinder konstatiert werden.

Band 26: Maria Rutenfranz: Götter, Helden, Menschen. Rezeption und Adaption antiker Mythologie in der deutschen Kinder- und Jugendliteratur (2003) - EURO 50,10
Die Bearbeitungen antiker Mythen für die Jugend gehören - nicht zuletzt dank Gustav Schwab - zu den Klassikern der Kinder- und Jugendliteratur und bilden ein Gedächtnis der Antike ganz eigener Art. Die Studie zeigt, welche Entwicklung die griechisch-römische Mythologie als Thema der Kinder- und Jugendliteratur seit dem Ende des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart im deutschen Sprachraum genommen hat. In einem zweiten, werkorientierten Teil werden antike Originaltexte und kinderliterarische Adaptionen gegenübergestellt: Wie sehen moderne Autoren Daedalus und Icarus, deren Schicksal Ovid in seinen Metamorphosen und in der Ars Amatoria festhielt? Was von Vergils Aeneis, wenn man das Manifest römischen Selbstverständnisses Jugendlichen des 19. und 20. Jahrhunderts erzählt?

Band 25: Rüdiger Steinlein: Kinder- und Jugendliteratur als Schöne Literatur. Gesammelte Aufsätze zu ihrer Geschichte und Ästhetik. (2003) - EURO 56,50
Die hier versammelten Aufsätze aus mehr als 20 Jahren intensiver Beschäftigung mit der deutschen Kinder- und Jugendliteratur thematisieren vor allem deren Beitrag zur moralischen Erziehung und historischen Bildung seit der Aufklärung. Dabei geht es nicht zuletzt auch um die ästhetische, um die spielerisch-humoristische Dimension dieser Literatur im Wechselspiel bzw. im Widerstreit mit ihren erzieherischen Intentionen. Die hierbei untersuchten Texte werden immer wieder gelesen als Zeugnisse einer epochen-spezifischen bürgerlichen Seelen- und Erziehungsgeschichte im Gewand der Belletristik. Einen weiteren Schwerpunkt dieser Sammlung bilden Beiträge zu Entwicklung und zu den verschiedenen Erscheinungsformen jener Sparte zeitgeschichtlicher Kinder- und Jugendliteratur, die seit nunmehr über 50 Jahren ihren Leserinnen und Lesern den Genozid an den europäischen Juden (Holocaust) vor Augen zu führen sucht.

Band 24: Kodjo Attikpoe: Von der Stereotypisierung zur Wahrnehmung des "Anderen". Zum Bild der Schwarzafrikaner in neueren deutschsprachigen Kinder- und Jugendbüchern (1980-1999) (2003) - EURO 37,80
Die Studie arbeitet die verschiedenen Aspekte des Afrikabildes in aktuellen deutschsprachigen Kinder- und Jugendbüchern heraus. Ausgehend von Fragestellung der komparatistischen Imagologie deckt sie die Verflechtungen zwischen gesellschaftlicher und literarischer Stereotypisierung auf. Aus interkultureller Perspektive setzt sich der Autor mit der Frage auseinander, wie sich Stereotypen über Afrika abbauen lassen, und analysiert in diesem Kontext die Rolle der ins Deutsche übersetzten afrikanischen Kinder- und Jugendbücher. Die Arbeit rückt die Repräsentation Afrikas im Kinder- und Jugendbuch in en völlig neues Licht und trägt dazu bei, das Bewusstsein für den afrikanischen Kontinent zu schärfen.

Band 23: Roland Stark: Der Schaffstein Verlag. Verlagsgeschichte und Bibliographie der Publikation 1894-1973 (2003) - EURO 39,80
Immer wieder ist Schaffstein in den Lexika und Beiträgen zur Kinder- und Jugendliteratur als der literarisch und künstlerisch herausragende Verlag gerühmt worden. Trotzdem gab es bislang keinen Darstellung der Verlagsgeschichte und keine Bibliographie der Publikationen. Aufgrund der wiedergefundenen Reste des Verlagsarchivs und umfangreicher Recherchen in Archiven und bei Sammlern war es möglich, den faszinierenden Entwicklungsgang eines Unternehmens und seiner Veröffentlichung zu erarbeiten - ein Stück Zeitgeschichte entsteht und entdeckt dabei das Kinder- und Jugendbuch als Segment der Literatur und die Illustrationen als Avantgarde zu den großen Strömungen der Kunst.

Band 22: Gerhard Haas: Aspekte der Kinder- und Jugendliteratur. Genres - Formen und Funktionen - Autoren (2003) - EURO 39,80
Von mehreren Ansätzen aus stellt der Verfasser das lange vernachlässigte Thema "Phantastik" im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur zur Diskussion und versucht, eine tragfähige Theorie der Genres "Phantastik", "Fantasy" und "Science Fiction" zu entwickeln. Daneben werden weitere zentrale Aspekte der Literatur für junge Menschen wie: "Dritte Welt im Jugendbuch", "Bestseller", "Das Thema Reisen in der Kinder- und Jugendliteratur", "Das Tierbuch", "Funktionen der Kinder- und Jugendliteratur" sowie Beiträge zum Werk vonn Otfried Preußler und Willi Fährmann vorgestellt.

Band 21: Veljka Ruzicka Kenfel (Hrsg.): Kulturelle Regionalisierung in Spanien und literarische Übersetzung. Studien zur Rezeption deutschsprachiger Kinder- und Jugendliteratur in den zweisprachigen autonomen Regionen Baskenland, Galicien und Katalonien (2002) - EURO 40,40
Obwohl man in Spanien einen quantitativ sehr reichen Übersetzungsmarkt der deutschsprachigen Kinder-und Jugendliteratur vorfindet, lässt dieser aber qualitativ viel zu wünschen übrig. Dies ist auf mangelnde kritische Studien und Auseinandersetzungen mit den Übersetzungen von Kinder- und Jugendliteratur zurückzuführen. Ziel dieses Buches ist es, auf die Notwendigkeit detaillierter kritischer Analysen verschiedener übersetzerischer Aspekte hinzuweisen und gleichzeitig aufzuzeigen, dass die Übersetzungsstrategien, die bei Werken der deuschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur Spaniens angewandt werden, nicht immer übereinstimmen mit denen in den nicht zweisprachigen Regionen, d.h. dort, wo Spanisch mit keiner autochtonen Sprache konkurriert. In diesem Buch werden bestimmte Richtlinien im Verhalten der Übersetzer untersucht und aus komparativ-kontrastiver Sicht analysiert. Die Notwendigkeit, eine vergleichende Methodologie anzuwenden, fügt sich dem Wunsch zu überprüfen, in welchem Ausmaß bestimmte außerliterarische Faktoren die angewandten übersetzerischen Strategien bei der Übertragung von deutschsprachiger Kinder- und Jugendliteratur in die autochtonen Sprachen bestimmt.

Band 20: Rolf und Heide Augustin: Gelebt in Traum und Wirklichkeit. Biographie und Bibliographie der einst berühmten Ludwigsburger Kinderbuchautorin Tony Schumacher - eine Recherche (2002) - EURO 35,30
Nicht das Vergangene, das Heute ist der Ausgangspunkt dieser besonderen Biographie. Mit großer Sorgfalt recherchierten und dokumentierten die Autoren die Spuren von Tony Schumacher und deckten anhand dieser Spuren das Wirken dieser facettenreichen Persönlichkeit auf - noch bevor die ersten biographischen Daten überhaupt zur Sprache kommen. Mit jedem Fund, sei er materieller, wie zum Beispiel eine Urkunde, oder ideeller Art, wie etwa ein Wesenszug der Dichterin, wächst die Neugierde des Lesers. Spätestens beim historischen "Tony-Schumacher Stadtrundgang" durch Ludwigsburg ist der Leser in jenem Netz aus Traum und Wirklichkeit gefangen, das Tony Schumacher um sich gesponnen hat. Ein spannender Forschungsbericht mit vielen neuen Erkenntnissen und eine abwechslungsreiche Buchkonzeption.

Band 19: Jörg Richard (Hrsg.): Netkids und Theater. Studien zum Verhältnis von Jugend, Theater und neuen Medien (2002) - EURO 32,80
Jugend, Theater und die elektronische Welt treffen in diesem Band aufeinander. Ein interdisziplinäres Forum von Theater- und Medienwissenschaftlern, Jugend- und Kulturforschern, Informatikern sowie praktizierenden Theaterleuten fragen in ihren Beiträgen nach der Differenz, den Eigenheiten und dem Verbindenden dieser so unterschiedlichen Felder. Es zeigt sich: "Growing up digital" führt zu neuen Lebens- und Kulturformen, jedoch ohne dass das Überlieferte zwangsläufig seine Gültigkeit verlieren muss. Das uralte Medium Theater und den allgegenwärtigen Computer verbindet mehr miteinander, als kulturpessimistische Analysen vermuten lassen. Wirklichkeits- und Identifikationserfahrungen können junge Menschen im Theater wie mit dem Computer machen - als Probe und als Spiel. Eine kleine Kulturgeschichte zu Maschinen und Medien im Theater erinnert daran, dass das Theater schon immer mit der Entwicklung der Technik verbunden war. Das Buch empfiehlt sich all denen, die Theater, Jugend und neuere Technologien in einem kulturellen Zusammenhang sehen und verstehen wollen.

Band 18: Bernd Dolle-Weinkauff/Hans-Heino Ewers (Hrsg.): Erich Kästners weltweite Wirkung als Kinderschriftsteller. Studien zur internationalen Rezeption des kinderliterarischen Werks. Unter Mitarbeit von Ute Dettmar (2002) - EURO 50,10
Kästners internationaler Erfolg als Kinderbuchautor ist so groß, dass er den seines allgemeinliterarischen Werks weit übertrifft; in nicht wenigen Ländern wird er gar ausschließlich als Kinderliterat gehandelt. Der Band wird eröffnet von vier Beiträgen die sich mit Kästners Selbstinszenierung als Autor in den Kinderromanen, mit dem Zwillingsmotiv als narrativem Konstrukt, mit Kästners Umgang mit klassischen Stoffvorlagen sowie mit den Verfilmungen der Kinderbücher in den USA befassen. Eingeleitet mit einer Überblicksdarstellung von Emer O'Sullivan schließen sich 23 - vier davon in englischer Sprache verfasste - Beiträge an, die sich mit der Übersetzung und Rezeption der Kästnerschen Kinderbücher in einzelnen Ländern und Regionen aller Kontinente, darunter Skandinavien, USA, England, Frankreich, Spanien, Italien, Türkei, Japan und Russland auseinandersetzen.

.Band 17: Elke Richlick: Zwerge und Kleingestaltige in der Kinder- und Jugendliteratur vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart (2002) - DM 89,--
Die Studie stellt erstmalig umfassend den Wandel von Formen und Funktionen des Motivs des Zwerges und Kleingestaltigen in der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur - und fallweise in der Erwachsenenliteratur - vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart dar. Ausgehend von der ambivalenten und komplexen Zwergfigur im Mythos werden vielfältige Metamorphosen des Motivs und mehr als fünfzig Rollen von Zwergen und Kleingestaltigen analysiert. Im Rekurs auf modernisierungstheoretische Positionen geben Detailinterpretationen Aufschluss über Auszug, Depotenzierung sowie Wiederkehr und Repotenzierung von Zwergen und Kleingestaltigen in der Kinder- und Jugendliteratur des Untersuchungszeitraumes. Die Studie basiert auf ca. 1000 Titeln Primärliteratur (Romane, Erzählungen, Bilderbücher, lyrische und szenische Texte), die in einer Bibliographie erfasst sind, die den Band beschließt.

Band 16: Birgit Patzelt: Phantastische Kinder- und Jugendliteratur der 80er und 90er Jahre: Strukturen – Erklärungsstrategien – Funktionen (2001) - DM 89,--
Das Phantastische in phantastischer Kinder- und Jugendliteratur ermöglicht dem Protagonisten eine offensive Auseinandersetzung mit einer Konfliktsituation auf einer anderen Ebene als der realistischen. Dem Kind wird ein eigener Handlungsspielraum eingeräumt, der den rational geprägten Erwachsenen nicht in gleicher Weise zugänglich ist. Diese Untersuchung beschreibt Strukturen phantastischer Texte und Funktion und Wirkungspotential phantastischer Phänomene innerhalb des Erzählten. Schwerpunkt ist die wirkungsästhetische Herausarbeitung erzähltechnischer Strategien und inhaltlicher Mittel, die das Auftreten von phantastischen Strukturen in einer fiktivrealen Welt zu beweisen versuchen. Die Texte, die exemplarisch untersucht werden, repräsentieren die Erklärungsmodelle Traum, Phantasie und Übersinnliches. 

Band 15: Anita Schilcher: Geschlechtsrollen, Familie, Freundschaft und Liebe in der Kinderliteratur der 90er Jahre. Studien zum Verhältnis von Normativität und Normalität im Kinderbuch und zur Methodik der Werteerziehung (2001) - DM 118,--
Kinder- und Jugendliteratur liefert kein Abbild der Realität, sondern spiegelt bestimmte Deutungsmuster und Weltbilder der Autoren über gesellschaftliche Realität wider. Diese Arbeit untersucht, welche Vorstellungen von Normalität und Norma-tivität die moderne Kinderliteratur transportiert. Dabei werden vor allem die Themenbereiche Geschlechtsrollen, Familie sowie Liebe und Freundschaft in einer quantitativ-qualitativen Analyse untersucht und ausgewertet. Aufgrund der Ergebnisse dieser Studie wird anschließend ein literaturdidaktisches Modell der Werteerziehung entwickelt und an Beispielen demonstriert. 

.Band 14: Jutta Krienke: „Liebste Freundin! Ich will dir gleich schreiben...“ Zur Ausbildung des unmittelbaren Erzählens am Beispiel der Verwendung des Briefes in der Kinderliteratur des 19. Jahrhunderts (Anna Stein, Elise Averdieck, Ottilie Wildermuth, Tony Schumacher) (2001) - DM 89,--
Im Laufe des 19. Jahrhundert bildet sich in der Kinderliteratur das ‚unmittelbare Er-zählen‘ aus, das bei der Leserschaft ein scheinbar unvermitteltes, quasi erzählerfreies Leseerleben bewirken kann. Veranschaulicht wird dieser Prozess am Beispiel der Briefliteratur für Kinder mithilfe erzähl- und ommunikationstheoretischer Forschungsansätze. Es stellt sich heraus, dass insbesondere die in der erzählenden Kinderliteratur des späten Jahrhunderts eingesetzten Briefe die Entwicklung der Unmittelbarkeit unterstützen. Je mehr sich die Erzählinstanz zurückhält, d. h. je mehr sich die fiktiven Figuren selbst äußern, um so eher kann bei den LeserInnen der Eindruck entstehen, das Geschehen würde ohne Einmischung, unmittelbar wiedergegeben und um so eher sind eigenständige Deutungen des Textes möglich. Mit welchen subtilen Mitteln das erzählende Medium die Wahrnehmung der Leserinnen und Leser lenkt, ob und inwiefern es dem Leserpublikum eigene Sichtweisen und eine selbständige Beurteilung des Geschehens erlaubt – das ist das weit über die herkömmliche Literaturforschung hinausgehende und in die Mentalitätsgeschichte des 19. Jahrhunderts einführende Thema dieser Studie. 

Band 13: Katalin Nun:  Mädchenleben in Ost und West - DDR, Ungarn, Bundesrepublik Deutschland. Gesellschaftlicher Wandel im Hohlspiegel ausgewählter Mädchenbücher aus drei Ländern (2001) - DM 79,-
Mädchenliteratur als Teil der Gesamtliteratur eines Landes bildet gleichzeitig einen Teil des kulturellen Systems, dessen Charakteristika wiederum mit dem politischen und gesellschaftlichen System zusammenhängen. Diese Verbindung ausnutzend, kann man aus Analysen von Mädchenromanen viele Informationen über den jeweiligen gesellschaftlichen Hintergrund eines Landes gewinnen.
Bei dieser Studie handelt es sich um eine landeskundlich orientierte, komparatistische Studie. Die Autorin setzt sich mit ausgewählten ostdeutschen, ungarischen und westdeutschen mädchenliterarischen Texten in ihrem jeweiligen historischen Kontext vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zum Zusammenbruch der osteuropäischen sozialistischen Regime (1989) auseinander. In dieser Arbeit wird Mädchenliteratur im Hinblick auf die historische, politische, gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung gelesen, die in den einzelnen Ländern während dieser Zeit zu erfahren war. Hierbei nehmen jene Probleme einen wichtigenPlatz ein, die mit dem Frauenbild und der Situation der Frau zusammenhängen. .

Band 12: Gunter Reiß (Hrsg):  Theater und Musik für Kinder. Beiträge und Quellen zu Herfurtner, Hiller Ponsioen, Schwaen, zum Kinderschauspiel und Figurentheater (2001) - DM 69,-
Der Band vereinigt aktuelle Beiträge ausgewiesener Fachleute zur Geschichte und Gegenwart des Kindertheaters und Kindermusiktheaters. Das Spektrum reicht von den Kinderschaupielen August Rodes von 1776 über das Puppen- und Figurentheater, die Arbeiten der Komponisten Wilfried Hiller, Kurt Schwaen und Guus Ponsioen für das Musiktheater der letzten Jahrzehnte bis hin zum faktenreichen Lagebericht über die gegenwärtige professionelle Kindertheater-Szene. Empirische und bibliographische Daten, historische Dokumente und wissenschaftliche Analysen machen den Band zu einem wichtigen Beitrag zur Kindertheaterforschung. Dem kulturpolitisch Engagierten liefert er darüber hinaus handfeste Argumente für die Forderung: Kinder brauchen (Musik-)Theater!

Band 11: Dorothee Hesse-Hoerstrup:  Lebensbeschreibungen für junge Leser. Die Biographie als Gattung der Jugendliteratur - am Beispiel von Frauenbiographien. (2000) - DM 69,-
Das zeitgenössische biographische Jugendbuch steht in einer literarischen Tradition, die sich nicht allein in der Auswahl der historischen Persönlichkeiten, sondern auch in Inhalt und Form ihrer Lebensgeschichten manifestiert. Während es in früheren Lebensbildern darum ging, jugendlichen Rezipienten via einzigartigen Heldentaten nachahmenswerte Vorbilder zu präsentieren, gibt es seit Mitter der siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts zahlreiche Beispiele, in denen differenzierten Vorstellung über Vorbildfiguren und -funktionen entwickelt werden. Hier lässt sich ein Paradigmenwechsel aufzeigen, der zu einem inhaltlichen wie strukturellen Wandel der Gattung führte. Basierend auf einem weniger pädagogisch ausgerichteten Vorbildgedanken veränderten sich die Vorstellungen, einerseits über "biographiewürdige" Persönlichkeiten, andererseits über die Darstellungsmöglichkeiten eines gelebten Lebens. Die zeitgenössischen Lebensdarstellungen der Frauen gelten als Paradigma dieser Entwicklung. Sie wurden auf der Basis aktueller literatur- und geschichtswissenschaftlicher sowie -didaktischer Forschungsergebnisse detailliert untersucht und reflektieren das moderne Gattungsverständnis von Biographie als Fiktion eines vergangenen Lebens. 

Band 10: Karin Wieckhorst:  Die Darstellung des "antifaschistischen Widerstandes" in der Kinder- und Jugendliteratur der SBZ/DDR (2000) 

Band 9: Henner Barthel / Jürgen Beckmann / Helmut Deck / Gerhard Fieguth / Nikolaus Hofen / Inge Pohl (Hrsg):  Aus "Wundertüte und "Zauberkasten". Über die Kunst des Umgangs mit der Kinder-und Jugendliteratur Festschrift zum 65. Geburtstag von Heinz-Jürgen Kliewer (2000) 

Band 8: Maria Lypp:  Vom Kaspar zum König. Studien zur Kinderliteratur (2000) - DM 69,-
Der großte Themen- und Formenreichtum der modernen Kinderliteratur fordert literaturtheoretische Fragen heraus: Welche Verfahren ermöglichen es, die Komplexität moderner Verhältnisse einfach darzubieten? Was macht die Einfachheit poetisch? Worin besteht die Faszination formelhafter Strukturen? Ist das Komische erst kleindimensioniert oder von Anfang an der großartige Aufschwung der Imagination? Welche Funktionen erfüllt die Symbolik? Eine Reihe von Autoren - Hannover, Maar, Manz, Pausewang, Pludra Schubiger, Doorselaer, Korczak u.a. - antworten mit individuellen Lösungen. Es zeigt sich: Kinderliteratur führt ihren Lesern - auf reflektierte Art - die zentralen Phänomene des Literarischen vor. Ein Faktum, das für jeden, der nach den Grundlagen der Literarizität fragt, aufschlußreich sein kann. 

Band 7: Jörg Meyenbörg:  Entwurf einer Didaktik der Kinder- und Jugendliteratur für die Sekundarstufe I. Beiträge zur Debatte um die Eigenständigkeit. Herausgegeben von Malte Dahrendorf (2000) - DM 54,-
Der Verfasser greift in die aktuelle Debatte um die Frage ein, ob der Didaktik der Kinder- und Jugendliteratur eine Sonderstellung innerhalb der allgemeinen Literaturdidaktik gebührt. Er begründet deren relative Eigenständigkeit mit den besonderen Eigenschaften der Kinder- und Jugendliteratur und ihren pädagogischen Möglichkeiten und bezieht sie konsequent auf Bildung als Moral- und Ichentwicklung (nach Piaget und Kohlberg), wobei er an die Literaturdidatik Jürgen Krefts anknüpft und sie weiterentwickelt. Den traditionellen Einwänden gegen die schulische Verwendung der Kinder-und Jugendliteratur tritt er engagiert entgegen und plädiert für deren extensive Nutzung. Dabei greift der Atuor auf die Ästhetik-Diskussion der Philosophiegeschichte (von Platon / Aristoteles über Kant bis Habermas) zurück. 

Band 6: Iris C. Seemann:  Jugendlektüre zwischen interkultureller Information und entpolitisierter Unterhaltung. Übersetzungen sowjetischer Kinder- und Jugendliteratur in der Bundesrepublik Deutschland 1945 bis 1989 (1999) 
Übersetzungen auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendliteratur werden in der Bundesrepublik Deutschland vornehmlich aufgrund marktwirtschaftlicher Überlegungen publiziert. Die Thematik eines übersetzten Kinder- und Jugendbuchs darf den Adressaten nicht so fremd sein, dass sie nicht verstanden oder sogar abgelehnt wird. Diese Voraussetzung galt insbesondere für sowjetrussische Kinder- und Jugendbücher von 1945 bis 1989. Es wird dargestellt, welche sowjetischen Autorinnen und Autoren und welche ihrer Bücher die Verlage zu welchem Zeitpunkt für übersetzungswürdig hielten. Bei der Analyse der Übersetzungen zeigt sich, ob Bücher mit nationakulturellen und politischen Besonderheiten der UdSSR ausgesucht wurden und diese bei der Übersetzung erhalten bleiben oder ob sie durch Auslassungen oder kulturelle Adaption verloren gegangen sind. Neben literaturgeschichtlichen, übersetzungswissenschaftlichen und kulturellen Fragestellungen geht es folglich um den Einfluss politscher Entwicklungen auf die Auswahl und die Übersetzung. Im Anhang finden sich Inhaltszusammenfassungen der besprochenen Werke und Biografien der sowjetischen Autorinnen und Autoren. 

Band 5: Heinz-Jürgen Kliewer: Was denkt die Maus? (1999) - DM 65,-
Kinderlyrik ist für Kinder geschrieben oder ist Lyrik, die sich ursprünglich an Erwachsene richtet, aber in den Lektüre-Kanon der Grundschule gehört. In der Mitte der 60er Jahre beginnt mit Krüss und Guggenmos (u.a. Was denkt die Maus am Donnerstag?) das neue Kindergedicht, das sich mit einem ästhetischen Qualitätssprung von der Tradition des 19. Jahrhunderts löst. Die Aufsätze behandeln einzelne Autoren (Dehmel, Guggenmos, Spohn u.a.), die Geschcihte der Kinderlyrik sowie didaktische Fragen der Vermittlung. 
Aus dem Inhalt: Die Aufsätze aus 25 Jahren (1974 - 1999) beschäftigen sich mit der Geschichte der Kinderlyrik, mit einzelnen Autoren (Dehmel, Guggenmos, Spohn, Wittkamp u.a.) sowie mit didaktischen Fragestellungen. 
Der Herausgeber ist Professor für Deutsche Sprache und Literatur und ihre Didaktik an der Universittät Koblenz/Landau, Abteilung Landau. 

Band 4: Gudrun Wilcke: Vergessene Jugendschriftsteller der Erich-Kästner-Generation (1999) - DM 89,-
In einer Folge von Essays werden Leben und Werk von zehn Autorinnen und Autoren der Jugendliteratur, geboren zwischen 1889 und 1911, vorgestellt. Ihnen ist folgendes gemeinsam: Einst erfolgreich, sind sie heute vergessen; im Schatten Erich Kästners stehend, werden sie, wenn überhaupt, nur marginal in der Geschichtsschreibung der Jugendliteratur erwähnt. Keiner von ihnen hat dem NS-Regime gedient. 
Gegenübergestellt wird ihnen der unvergessene NS-Liedertextdichter und Jugendbuchautor Hans Baumann und in diesem Zusammenhang die wesentliche Frage nach Willkür und Zufall im Bereich des Vergessens und Bewahrens in der Literatur gestellt. Das Ziel der Arbeit ist es, wichtige und in Vergessenheit geratene Jugendschriftsteller in das Bewußtsein der Gegenwart zu heben. 
Aus dem Inhalt: Die Erich-Kästner-Autorengeneration innerhalb der deutschen Kinder- und Jugendliteratur - Kritische Anmerkungen zu Erich Kästner und seiner Funktion als Leitfigur - Vergessene Jugendschriftsteller der Erich-Kästner-Generation: Friedrich Feld, Ingeborg M. Engelhardt, Anna Müller-Tannewitz, Ernst Friedrich, Margot Benary-Isbert, Hans Leip, Irmgard von Faber du Faur, Fritz Mühlenweg, Alma Holgersen, Anna Maria Jokl. 
Die Arbeit wurde betreut von Professor Hans-Heino Ewers an der Universität Frankfurt am Main. Die Autorin ist seit 1958 unter ihrem Mädchennamen Gudrun Pausewang schriftstellerisch tätig und hat zahlreiche Titel - überwiegend auf dem Gebiet der Jugendliteratur - veröffentlicht. 

Band 3: Evelyn Sauerbaum: Selbstentfaltung zwischen Autonomie und Intimität: literarische Darstellung weiblicher Adoleszenz in Mädchenbuch und Frauenroman (1999) - DM 79,-
Zentrales Anliegen der Studie ist eine Neubewertung der weiblichen Adoleszenzliteratur vom Ende des 18. bis zum 20. Jh.: Sie ist als bislang unentdeckte Vorgeschichte moderner Mädchen- und Frauenliteratur anzusehen. Feministische Forschung zur weiblichen Adoleszenz sowie zum Autonomiebegriff schärfen den Blick für Aspekte eines genuin weiblichen Erwachsenwerdens in der traditionellen Mädchen- und Frauenliteratur.

Band 2: Klaus Maiwald: Literarisierung als Aneignung von Alterität: Theorie und Praxis einer literaturdidaktischen Konzeption zur Leseförderung im Sekundarbereich (1999) - DM 98,-
In der Medienpraxis Jugendlicher droht die Lektüre komplexerer Literatur zu verschwinden. Mehr denn je sind privates und schulisches Lesen streng getrennt, bleibt der Literaturunterricht als Instanz der Leseförderung weitgehend folgenlos. Die Arbeit geht den Fragen nach, warum Deutschunterricht jenseits von Moralbelehrung oder Literaturkunde zu differenzieren und dauerhaftem Lesen anregen soll und wie er dies kann. In der Abgrenzung von gängigen Unterrichtsmustern und didaktischen Konzeptionen wird ein Modell entworfen, welches Rezeption und Text in der Kategorie der Alterität vermittelt. Kernstück eines literarisierenden Unterrichts ist die literarische Diskrepanzerfahrung, in der die Schüler(innen) behutsam ihre Kompetenzen zur Aneignung schwieriger Texte erweitern. Die Wirksamkeit der Konzeption wird in einer Unterrichtssequenz über Irina Korschunows Die Sache mit Cristoph und Friedrich Torbergs Der Schüler Gerber erwiesen. 

Band 1: Susanne Haywood: Kinderliteratur als Zeitdokument: Alltagsnormalität der Weimarer Republik in Erich Kästners Kinderromanen (1998) - DM 69,-
Die Arbeit ist eine kritische Auseinandersetzung mit den frühen Kinderromanen Erich Kästners und ihrem in der Literaturkritik oft als widersprüchlich erkannten Modernitätskonzept. In interdisziplinärer Vorgehensweise berücksichtigt die Autorin neben literarischen auch die sozialen, politischen, kulturellen und intellektuellen Verhältnisse und Manifestationen der Entstehungszeit dieser Kinderbücher, nämlich des präfaschistischen Deutschland der Weimarer Republik. Die Widersprüchlichkeiten in Kästners Kinderromanen erweisen sich dadurch als zeitsymptomatisch, die Kinderromane selbst als sozialhistorische Dokumente einer bis heute umstrittenen Epoche der deutschen Geschichte. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

geändert am 11. Februar 2014  E-Mail: Webmasterjubufo@rz.uni-frankfurt.de

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Druckversion: 11. Februar 2014, 10:09
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