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Dissertationsprojekt (abgeschlossen)

Olfaktorische Wahrnehmung des Städtischen

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Leitung: Dr. Werner Bischoff Projektbild
Bearbeitung: Dr. Werner Bischoff
Förderung: Eigenmittel
Dauer: Januar 2000 – Januar 2005
Veröffentlichungen:
(Auswahl)
  • 2005: Nicht-visuelle Dimensionen des Städtischen [Elektronische Ressource /CD-R]. Olfaktorische Wahrnehmung in Frankfurt am Main, dargestellt an zwei Einzelstudien zum Frankfurter Westend und Ostend. Frankfurt a. M. (Univ. Diss.)
  • 2003: „Inspiration“ der Straße. Für eine Architektur der „Nase nach“. In: Flagge, I. (Hrsg.): Architektur und Wahrnehmung). Darmstadt: 44-49 (= Jahrbuch Licht und Architektur 2003)
  • 2002: Ein Hauch von Großstadt. Überlegungen zum urbanen Geruchsraum In: Hasse, J. (Hrsg.): Subjektivität in der Stadtforschung. Frankfurt a. M.: 41-60 (= Natur Raum Gesellschaft 3)  
Kurzbeschreibung
Die Dissertation befasst sich aus phänomenologischer Perspektive mit der sinnlichen Dimension des städtischen Raumes. Forschungsleitend war die Frage nach dem Eindruck von städtischer Atmosphäre, der sich den StadtnutzerInnen aufgrund ihrer Geruchswahrnehmung erschließt. Über qualitative Inhaltsanalysen wurden Interviews unterschiedlicher StadtnutzerInnen auf deren Vorstellungen vom Städtischen hin untersucht, d. h. im besonderen wie durch die städtischen Gerüche spezifische „olfaktorische Karten“ von der Stadtgeprägt werden.
Projektbeschreibung
Der Forschungsraum der Geographlnnen wird vornehmlich über seine visuelle Gestalt analysiert. Die Gestalthaftigkeit und Gegenständlichkeit der Umgebung steht hierbei stärker im Zentrum des Interesses als das wahrnehmende Subjekt selbst. Aus subjektbezogener Perspektive ist aber ebenfalls zu hinterfragen, welche weiteren sinnlich erfahrbaren Qualitäten der Stadtraum für seine Nutzerlnnen bereithält, manifestieren doch zunehmend andere Sinneseindrücke eine Raumvorstellung ("Soundscapes“ oder auch Geruchsbelästigungen durch Industrieanlagen). Dieser Fragehorizont entfaltet ein geographisches Forschungsdesign, welches sich nicht distanziert mit dem (visuellen) Raum auseinandersetzt, sondern nach den Qualitäten fragt, welche die Wahrnehmende unmittelbar umhüllen und durchdringen (z. B. akustische, taktile, atmosphärische Qualitäten). Trotz der kulturgeschichtlichen Herausbildung einer Wahrnehmungspräferenz für das Gegenständlich-Visuelle, erscheint der Ort der Stadt nicht ausschließlich sichtbar. Er ist vielmehr auch taktil, auditiv, olfaktorisch und gustatorisch in den Stadtraum eingebettet und offenbart sich über die Raumvorstellungen der Stadtnutzerlnnen. Die Dissertation beschreibt mehrere Ausschnitte aus zwei Frankfurter Stadtteilen. Ausgangspunkt hierfür ist die konkrete Auseinandersetzung von interviewten StadtnutzerInnen mit alltäglichen, öffentlichen Orten und Ensembles (Straßenzüge, -kreuzungen, Bahnstationen etc.) und deren leiblich eindringlichen Wahrnehmungsqualitäten. Die Stadt präsentiert sich in den dieser Arbeit zugrunde liegenden „Spaziergängen“ und Interviews vielerorts als ein amorpher, sinnlich-ästhetischer Zwischenraum, der sich auch abseits von „Sehenswürdigkeiten“ wie von ästhetisch (hyper)inszenierten Stadt- und Konsumlandschaften auffinden lässt.

 

geändert am 31. März 2008  E-Mail: WebmasterGeoagentur@uni-frankfurt.de

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Druckversion: 31. März 2008, 08:18
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb11/ifh/Personen/hasse/hasse_FSP1/bischoff-2_olfakt/index.html