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Forschungsprojekt

Heterotopologie städtischer Räume
– Zum medialen Charakter von Verkehrsarchitektur –

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Leitung: Prof. Dr. Jürgen Hasse

Projektbild

Buchtitel
Otto Wöhr

Bearbeitung: Prof. Dr. Jürgen Hasse
Förderung: Landesmittel 
Dauer: laufend
Veröffentlichungen:
(Auswahl)
  • Übersehene Räume
    Zur Kulturgeschichte und Heterotopologie des Parkhauses. Transcript Verlag. Bielefeld 2007, 218 Seiten.
Projektbeschreibung
Mit seiner »Heterotopologie« hat Michel Foucault ein Theorem hinterlassen, das aufgrund seiner Skizzenhaftigkeit viele Fragen unbeantwortet läßt. Dennoch muß die Heterotopologie als eine metho¬dologisch bemerkenswerte sozialwissenschaftliche Horizonterweiterung gelten. Sie nimmt in der Ordnung der Dinge ihren Anfang, wird in zwei thematisch fokussierten Beiträgen konturiert, bleibt aber dennoch in konzeptioneller Hinsicht ein Rätsel, dessen Schlüssel im Werk Foucaults verborgen ist. Mit seiner Heterotopologie konstruiert Foucault eine philosophisch-sozialwissenschaftliche Sonde zur Interpretation von Ort–Raum–Relationen, die auf zwei Ebenen geregelt sind: erstens auf der Ebene der lebensweltlichen Rauamaneignung über alltägliche Routinen, zweitens auf der narrativen Ebene einer mythischen Metaerzählung.

Das Projekt setzt sich innerhalb der Verkehrsarchitektur mit der Frage nach dem heterotopen Charakter von Hochgaragen und Parkhäusern auseinander. Im Zentrum steht die Frage: Wie hat sich durch veränderte konstruktive, technische und ästhetische Merkmale des Bauens der mythische Erzählcharakter dieses speziellen Typs Architektur im Wandel der automobilen Zeit verändert? Welche Rolle spielen dabei Baustoffe wie Glas, Beton und Stahl? Im Zuge einer gegenwärtig nahezu ubiquitären Tendenz zur Hyperästhetisierung großer Städte werden selbst jene Bauwerke mit einem Schein des Schönen überzogen, die seit den 1960er Jahren die letzten Kandidaten für ästhetische Überlegungen waren: Selbst Parkhäuser werden neuerdings mit Architekturpreisen ausgezeichnet. Welche Rolle spielen sie im Raum der Stadt – über den Sachverhalt hinaus, daß sie wie Schwämme den ruhenden Verkehr im Dichteraum der Stadt aufnehmen?

 

geändert am 30. August 2012  E-Mail: WebmasterGeoagentur@uni-frankfurt.de

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Druckversion: 30. August 2012, 08:35
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb11/ifh/Personen/hasse/hasse_FSP1/hasse_FProj-1A/index.html