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Forschungsprojekt

Kreativpolitik – Zur Entstehung und Ausdifferenzierung eines politischen Gestaltungsfeldes unter neoliberalen Vorzeichen

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Leitung: Christian Berndt und Peter Lindner


Antragsteller: Christian Berndt, Pascal Goeke, Peter Lindner
Bearbeitung: Iris Dzudzek; Christian Berndt, Pascal Goeke, Peter Lindner
Förderung: DFG
Dauer: 2010-2013
Veröffentlichungen: Berndt, Christian, Pascal Goeke und Peter Lindner. 2009. Lokale Konturen eines globalen Leitbildes: Zur Kreativpolitik in Frankfurt. In: Forschung Frankfurt 27 (2009, 3), S. 9-10.  pdf  500 kB  

Lindner, Peter. 2008. Креативный город: проектирование модели на примере Франкфурта [Die kreative Stadt: Modell und Projekt am Beispiel Frankfurt]. In: Никулин, Александр (Hg.). 2008. Пути России: культура – общество человек: материалы международного симпозиума (25-26 января 2008 года). Москва. S. 128-147.

Lindner, Peter, Christian Berndt und Pascal Goeke. 2008. „Creative Age“ – Mehr als ein positives Zukunftsszenario? In: Forschung Frankfurt 26 (2008, 3). S. 8-9.   pdf  500 kB

Projektbeschreibung
In der Diskussion um die zukünftige Entwicklung von Städten zeichnet sich seit mehreren Jahren ein Leitbild ab, das auf Kreativität als eine der wichtigsten zu mobilisierenden Ressourcen abzielt. Beflügelt von den Arbeiten des US-amerikanischen Stadtplaners Richard Florida zur „Kreativen Klasse“ und der Betonung des Wertetriplets „Talent, Tolerance and Technology“ kommt es auch in Deutschland zu einer Neuausrichtung der städtischen Förderprogrammatik. Das gegenwärtig sichtbarste Zeichen dieser Neuorientierung sind die zahlreichen Kultur- oder Kreativwirtschaftsberichte, die im Auftrag von Städten entstehen und eine wichtige Legitimation für politisches Handeln bieten. Das zentrale Argument lautet, dass wirtschaftlicher Erfolg immer stärker von Kreativität abhängt. Diese These bezieht sich nicht auf ökonomische Innovationsfähigkeit im engeren Sinn, sondern stellt auf die Stadtgesellschaft als Ganzes ab und betont vor allem die Bedeutung einer lebendigen Kunst- und (Sub-)Kulturszene für wirtschaftliche Prosperität. In der Konsequenz geraten bislang relativ autonome Teilbereiche der Gesellschaft (z.B. Künste, Literatur) in einen neuerlichen Verwertungssog. Diese Dynamik wird von verschiedenen Seiten normativ kritisiert und als neoliberal qualifiziert. Gleichzeitig ist zu erkennen, dass zentrale Entwicklungen zwar noch weitgehend unverstanden sind, dennoch aber reflexhaft aufgegriffen und in Planungsprozessen adressiert werden. Diesem Defizit widmet sich das Forschungsprojekt zur Emergenz, Funktionsweise, Ausdifferenzierung und Wirkung eines neuen politischen Feldes, das wir als „Kreativpolitik“ bezeichnen.

 

geändert am 22. September 2011  E-Mail: WebmasterGeoagentur@uni-frankfurt.de

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Druckversion: 22. September 2011, 08:48
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb11/ifh/Personen/lindner/lindner-9_kreativ/index.html