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Forschungsprojekt (abgeschlossen)

Global Standards, Local Realities:
The Transformation of Value chains in the Kenyan Horticulture Sub-sector under the Impact of EUREPGAP – Problems and Perspectives of Smallhoder Farmers’ integration into Reflexive Markets

 
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Leitung: Prof. Dr. Detlef Müller-Mahn, Universität Bayreuth  
Bearbeitung: Stefan Ouma
Förderung: GTZ/Promotion of Private Sector Development, Nairobi, Kenia
Dauer: 02-09/2007
Veröffentlichungen:
  • Ouma, Stefan (2010a): Global Standards, Local Realities: Private Agrifood Governance and the Restructuring of the Kenyan Horticulture Industry. In: Economic Geography 86 (2): 197-222.
  • Ouma, Stefan (2010b): Globalizing good agricultural practices: Zur Transformation von Wertschöpfungsketten in der kenianischen Exportlandwirtschaft durch Private Agricultural Governance. In: Dittmann, Andreas und Ulrich Jürgens (Hrsg.): Transformationsprozesse in afrikanischen Entwicklungsländern. Entwicklungsforschung. Beiträge zu interdisziplinären Studien in den Ländern des Südens. Band 9. Berlin: Wissenschaftlicher Verlag: 66-85.
  • Ouma, Stefan (2009): Development Practice, Agrifood Standards, and Smallholder Certification: The Elusive Quest for GlobalGAP? In: Borot de Battisti, Adeline, James MacGregor and Andrew Graffham (Hg.). 2009. Standard Bearers – Horticultural Exports and Private Standards in Africa, Institute for International Evironment and Development. London: 144-148
Projektbeschreibung

Die Arbeit thematisiert die zunehmende Bedeutung privater Governance-Strukturen im internationalen Agrarhandel am Beispiel des EUREPGAP-Standards und deren Auswirkungen auf die Konstitution und Organisation von Export-orientierten Wertschöpfungsketten im Hinblick auf kleinbäuerliche Betriebe und Exporteure im Gartenbau-Subsektor (horticulture sub-sector) in Kenia. Aus der Kritik dominanter Diskurse zur Organisation und Steuerung der Weltwirtschaft und den Konditionen und Praxis der Weltmarktintegration lokaler Produzenten, wird hier ein heterodoxes Theoriegebäude entwickelt, welches den Ansatz der Global Value Chains (GVC), um Ansätze zur Erklärung der Genese, Funktion und Wirkung von Standards auf die Organisation und Koordination von Wertschöpfungsketten ergänzt. Dabei wird eine rein ökonomistische Lesart von Standards als Instrumente zur Steigerung der Markteffizient zu Gunsten einer sozialwissenschaftlichen Interpretation verworfen, welche letztendlich die gesellschaftliche Konstruktion reflexiver Märkte im Norden mit Restrukturierungsprozessen in der ‚Peripherie’ in Verbindung bringt.

Die lokale bzw. Akteursebene findet in vielen konventionellen Studien zu Global Value Chains oder Standards wenig Beachtung und rückt demzufolge in den Analysefokus der Arbeit. Dabei gilt es den mit der Proliferation von EUREPGAP verbunden neuen Handlungskontext, die Spielräume und tatsächlich verfolgten Strategien und Praktiken im Falle von Kleinbauern und Exporteure zu rekonstruieren und welche Perspektiven und Probleme sich bei der Integration in reflexive Märkte für Kleinbauern und Exporteure ergeben. Ausgangpunkt ist dabei die Erkenntnis, dass die Handlungsspielräume und Praktiken von betroffenen Akteuren relational zu konzipieren sind – relational in Bezug auf die Kapazitäten der Akteure, in Bezug auf die Wertschöpfungskette als auch das lokale institutionelle Umfeld und „business support-systems“. Dementsprechend werden Exporteure als Schlüsselakteure und gate-keeper zu Märkten in die Analyse mit eingebunden und Kleinbauern und Exporteure als interdependente Subjekte konzipiert.

Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die Proliferation des EUREPGAP-Standards zu tief greifenden Restrukturierungsprozessen in organisatorischer und operationaler Hinsicht geführt hat. Sind bestimmte kritische Determinanten nicht gegeben, so ist es zweifelhaft ob die Zertifizierung von kleinbäuerlichen Betrieben unter den veränderten Rahmenbedingungen nachhaltig ist. Handlungsspielräume können hier durch den Aufbau nationaler Institutionen und Dienstleistungskapazitäten ausgebaut werden, deren Effektivität jedoch nicht nur durch interne Strukturenmerkmale, sondern auch durch Präferenzen von Importeuren und Supermärkten bestimmt wird. Die empirischen Ergebnisse der Arbeit werden schließlich in der theoretischen Debatte um private Governance-Strukturen im Agrarhandel, der zunehmenden Ausdifferenzierung von Standards, den zugrunde liegenden korporatistischen Praktiken und den entwicklungspraktischen Implikationen der Ausdehnung reflexiver Märkte verortet.

 

geändert am 07. April 2011  E-Mail: WebmasterGeoagentur@uni-frankfurt.de

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Druckversion: 07. April 2011, 07:55
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb11/ifh/Personen/wiss-mitarb/ouma/projekt-globstand/index.html