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SeiteninhaltHermann Dänzer1904-1987von
Jörg Kummer
HERMANN DÄNZER war nach CARL DEGUISNE und MAX SEDDIG der 3. Inhaber des Lehrstuhls und Direktor des Instituts für Angewandte Physik der 1914 gegründeten Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. In dieser Stadt kam HERMANN DÄNZER am 21. Oktober 1904 zur Welt. Auch seine Mutter BERTHA war gebürtige Frankfurterin. Sein Vater, AUGUST DÄNZER, Telegraphensekretär bei der Post, stammte aus Braubach am Rhein. Schon während der Schulzeit an der Helmholtz-Oberrealschule wies die Begabung des jungen HERMANN DÄNZER deutlich in zwei Richtungen: seine Vorliebe galt einerseits der Physik und Mathematik, andererseits der Musik. Regelmäßig besuchte er die Schülervorlesungen, die die Professoren WACHSMUTH und DEGUISNE im Physikalischen Verein für die Oberschüler Frankfurter Gymnasien hielten und experimentierte zu Hause mit einfachsten Mitteln, spielte aber auch gern und intensiv Klavier und Orgel. So war es nur allzu natürlich, daß er sich nach dem Abitur (1923) sogleich für diese drei Fächer an der Universität seiner Heimatstadt immatrikulierte. Die glänzenden Beurteilungen auf DÄNZERS z. T. noch erhaltenen Seminar- und Praktikumsscheinen in Physik und Mathematik (besonders bei Prof. SIEGEL) spiegeln seinen großen Studieneifer wider. Schon nach fünf Semestern konnten seine Physikprofessoren WACHSMUTH und MADELUNG ihm die Fähigkeit zur selbständigen wissenschaftlichen Arbeit bescheinigen und ihn zur Doktorarbeit zulassen. Er fertigte sie bei dem Spektroskopiker MEISSNER an, der gerade von Zürich als a.o. Professor an das Frankfurter Physikalische Institut berufen worden war. Die Dissertation, mit der er, 24jährig, am 17. Dezember 1928 promovierte, zeigt schon die glückliche Verbindung von DÄNZERS experimentellen und theoretischen Fähigkeiten. Er wies, wie sein Doktorvater MEISSNER später urteilt "sehr selbständig zum ersten Mal experimentell die Absorption Hertz'scher Wellen in ionisierten Gasen nach" und bestimmte die Lebensdauer der freien Elektronen mit einer Methode von MEISSNER und GRAFFUNDER. "Besonders zu erwähnen ist bei dieser Gelegenheit der von ihm erdachte und seither vielfach benutzte Bolometer-Empfänger". Nach kurzer Assistentenzeit bei dem theoretischen Physiker ERWIN MADELUNG^1 legte DÄNZER im Mai 1930 das Staatsexamen für das Lehramt an Höheren Schulen mit den Hauptfächern Physik und Mathematik und dem Zusatzfach Musik ab. Nach der Referendarzeit (teils am Frankfurter Lessing-Gymnasium, teils an der Sachsenhäuser Oberrealschule) folgte im Februar 1932 das Assessorenexamen. Die Tätigkeit als Lehrer an der Staatlichen Oberschule in Schlüchtern (deren gesamter Musikunterricht ihm sofort auferlegt wurde) währte nur ein halbes Jahr. Zu groß war die Versuchung, einer Aufforderung des Biophysikers FRIEDRICH DESSAUER zu folgen, ab Ostern 1933 mit einem (wenn auch kargen) Stipendium der "Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft" versehen, in seinem "Institut für die physikalischen Grundlagen der Medizin" unter Anleitung des Privatdozenten BORIS RAJEWSKY an Forschungsaufgaben zu arbeiten^2. Dabei beschäftigte DÄNZER sich mit zwei biophysikalischen Problemen: der biologischen Wirkung ionisierender Strahlung und den physikalischen Fragen, die mit der Kurzwellentherapie in Verbindung stehen. Zwei Arbeiten, die erste gemeinsam mit BORIS RAJEWSKY, erschienen 1934 zur biologischen Strahlenwirkung. Hierin wurde DESSAUERS statistische "Treffertheorie" durch die Berücksichtigung der Erholung des bestrahlten biologischen Objektes erweitert. In zwei Beiträgen "Über das Verhalten biologischer Körper im Hochfrequenzfeld" machte DÄNZER im ersten die auf elektrotechnische Bedürfnisse zugeschnittene Theorie der dielektrischen Verluste von WAGNER für die Kurzwellentherapie nutzbar und wandte sie auf spezielle Probleme (Blutkörperchen, Bakterien, Zellgewebe) an. Der experimentelle 2. Teil stellte eine wesentliche Ergänzung der Arbeiten von SCHAEFER und GRAUL im Dessauerschen Institut über die Frequenzabhängigkeit der Leitfähigkeit des Blutes dar. Mit dem Problem der Wärmeentwicklung im Gewebe durch Kurzwellen beschäftigte sich DÄNZER nochmals in einer Arbeit "Zur Theorie der Kondensatorfeldmethode", welche von ESAU und SCHLIEPHAKE in die Medizin eingeführt worden war. Seine überlegungen führen auf eine im Wesentlichen schon von PÄTZOLD gegebene einfache Beziehung für eine günstige Wahl der Kurzwellenfrequenz, doch geht, wie MEISSNER urteilt, "die Dänzer' sche Darstellung, entsprechend ihrer breiteren theoretischen Grundlage, viel tiefer". 1935 kam DÄNZERS Buch "Grundlagen der Quantenmechanik" heraus, das sich - so wieder MEISSNER - "Wegen seines Aufbaus und seiner klaren und in die Tiefe gehenden Darstellungsweise bald großer Beliebtheit erfreut. Man merkt dem Buch an, daß es aus dem inneren Drang geschrieben wurde, anderen die Freude zu bereiten, die der Verfasser beim eingehenden Studium der Quantenmechanik selbst empfunden hat. Er kennt auch aus der noch nicht lange zurückliegenden Zeit des eigenen Erarbeitens des neuen Gedankengutes die besondere Schwierigkeiten bereitenden Punkte, weshalb diese auch immer klar herausgearbeitet sind. Das Buch weist Herrn DÄNZER, der sich durch seine anderen Forschungsarbeiten als selbständiger Wissenschaftler ausgewiesen hat, das Zeugnis eines auch didaktisch sehr begabten Physikers aus". Inzwischen war am Physikalischen Institut eine Assistentenstelle frei geworden, die sein Doktorvater MEISSNER ihm vom 1. November 1934 an übertrug. Um mit Experimenten zur künstlichen Kernumwandlung beginnen zu können, widmete DÄNZER sich nun dem Aufbau einer Hochspannungsanlage, über die er im Oktober 1935 zum ersten Mal, gemeinsam mit HASSELBECK, berichtete und die er dann weiter ausbaute. Sie basiert auf der Resonanzüberhöhung der Spannungen im Serienschwingkreis und lieferte im Frühjahr 1936 bis zu 750 000 Volt. Im Juni 1936 sprach die Naturwissenschaftliche Fakultät DR. DÄNZERS Habilitation aus. Für die öffentlichen Lehrproben im Dezember wählte sie aus seinen Vorschlägen die drei Vorträge über "Wandlungen im Physikalischen Weltbild" aus. Bereits die erste Vorlesung: "Experimentelle Grundlagen: Compton- und Photoeffekt, Beugung von Materiewellen" am 9. Dezember 1936 fand ein so positives Urteil, daß er von der Abhaltung der 2. und 3. Lehrprobe befreit wurde So konnte ihm schon im Januar 1937 die Dozentur für das Fach Physik verliehen und er einen Monat später zum Oberassistenten ernannt werden. Die Vertreibung seines verehrten Chefs MEISSNER durch den NS-Staat zu Ende des Sommersemesters 1937 wurde für DÄNZER ein einschneidendes und bedrückendes Erlebnis. Intensiv widmete er sich nun der Vorlesungstätigkeit und, zusammen mit MEISSNERs Nachfolger, Prof. CZERNY, der Betreuung der noch von Prof. MEISSNER angeregten Doktorarbeiten. Zwei Veröffentlichungen aus dem Jahre 1939 belegen seine Beschäftigung mit der Theorie der paramagnetischen Relaxation und dem Verhalten magnetischer Momente im magnetischen Drehfeld. Ein Jahr nach Kriegsausbruch, im Oktober 1940, wurde DÄNZER von der Forschungsabteilung des Heereswaffenamtes nach Berlin abgeordnet. Dort wirkte er zunächst als Assistent in dem bekannten Praktikum von Prof. WESTPHAL an der Technischen Hochschule und nahm zugleich Verbindung mit den Berliner Physikern auf. Doch schon bald wurde er, zusammen mit WOLFGANG GENTNER, beauftragt, am College de France im Institut von Prof. JOLIOT (bei dem GENTNER als früherer Stipendiat sich als Vertrauter fühlen durfte), das Zyklotron in Gang zu setzen, was schon nach einem halben Jahr gelungen war.^3 Danach wurde HERMANN DÄNZER 1941 Prof. W. BOTHE in Heidelberg als Mitarbeiter zugeteilt, der ihn damit betraute, die Vorarbeiten zum Bau eines Betatrons zu leisten. Gleichzeitig kam er seinen Vorlesungspflichten in Frankfurt am Main so lange nach, bis die Reisen nach Frankfurt am Main infolge der Kriegsereignisse unmöglich wurden. Bis dahin stand DÄNZER weiterhin in enger kollegialer und wissenschaftlicher Verbindung zu dem von BORIS RAJEWSKY geleiteten Kaiser Wilhelm-Institut für Biophysik in Frankfurt am Main. In der Regel verbrachte er jede Woche 1-2 Tage im Institut. Er war u. a. beteiligt an den dort laufenden Arbeiten zum damals besonders aktuellen Problem des Strahlenschutzes bei Neutronen. Eine umfangreiche Arbeit "Zur Theorie der Neutronenschutzwände" (zusammen mit RAJEWSKY und MUTH) war 1944 bei den "Reichsberichten für Physik" im Druck. Die für Anfang 1945 vorgesehene Veröffentlichung konnte jedoch nicht mehr erfolgen. Im Rahmen dieser Arbeiten wurde für den praktischen Neutronenschutz ein Spezialbeton für Schutzwände entwickelt, der durch Beimischung geeigneter borhaltiger Zuschlagstoffe ("Pandermit", "Rasorit") einen erhöhten Gehalt an gebundenem Wasser und nahezu 11 Gew. Proz. B2O3 enthielt. Solche Betonwände sollten die bis dahin zur Neutronenabschirmung ausschließlich verwendeten "Wasserwände", deren betriebsmäßige und bautechnische Nachteile einleuchtend sind, ersetzen. Der Borgehalt des "P-Betons" minimierte die Entstehung der bei der Absorption langsamer Neutronen durch H-Atome auftretenden unerwünschten energiereichen 2MeV-Gammastrahlung. Neben einer Arbeit zum Zyklotron (1942) erschien eine Studie über die Ausbeute an Röntgenstrahlen bei Höchstspannung (1943). Die beiden Beiträge "Theorie des Betatrons" und "Das Betatron als biophysikalische Strahlenquelle" wurden erst nach Kriegsende in den von den Amerikanern herausgegebenen "FIAT Reviews of German Science 1939-1946" veröffentlicht.^4 Am 31. Mai 1941 verheiratete sich HERMANN DÄNZER mit der aus Oberschlesien stammenden Lehrerin JOHANNA BRZOSKA. 1942 wurde der Sohn HERMANN, 1944 die Tochter HANNE geboren. Im August 1943 wurde Herr DR. DÄNZER auf Antrag von Prof. CZERNY und aufgrund vorzüglicher Gutachten zum außerordentlichen Professor ernannt. Nach Kriegsende war Herrn DÄNZERS Lehrtätigkeit für 1 1/2 Jahre unterbrochen. In dieser Zeit entstand sein Buch "Einführung in die Theoretische Kernphysik". Trotz aller Bemühungen der Fakultät und einer Eingabe der Studenten der Naturwissenschaften beim Hessischen Kultusministerium gelang es nicht, für HERMANN DÄNZER eine beamtete Professur einzurichten. So verließ er nach erneuter einjähriger Lehrtätigkeit Frankfurt: die Universität Mainz hatte ihn vom Wintersemester 1948/ 49 an als planmäßigen außerordentlichen Professor gewinnen können. Unter zwei Berufungen, die DÄNZER 1951 auf Ordinariate in Darmstadt und Frankfurt erhielt, entschied er sich für den Lehrstuhl und das Institut für Angewandte Physik der Universität seiner Heimatstadt, welches er dann 22 Jahre lang bis zu seiner Emeritierung leitete. Zunächst war viel Aufbauarbeit nötig: das Haus wies noch erhebliche Kriegsschäden auf. Im Parterre beherbergte der Westflügel noch das ausgebombte Institut für Physikalische Chemie, der Ostflügel die Abteilung Elektrotechnik, sodaß DÄNZER nur wenige Labors zur Verfügung hatte. Die noch vorhandene Ausrüstung war veraltet, der Etat knapp, es gab nur wenige Stellen für Assistenten und technisches Personal. Der Abteilung für wissenschaftliche Photographie unter GüNTER HAASE verhalf DÄNZER 1962 zu offiziell anerkannter Selbständigkeit, die de facto unabhängige Abteilung Elektrotechnik ging nach der Berufung von OTTO SCHÄFER auf den Lehrstuhl für Regelungstechnik in Aachen (1957) im Institut auf. DÄNZERs Können als Experimentator und Theoretiker, sein Ideenreichtum und nicht zuletzt sein enormes didaktisches Geschick, das es ihm ermöglichte, auch schwierige Zusammenhänge klar und verständlich darzustellen, zog eine große Zahl von Studenten an. Seine Vorlesung "Höhere Experimentalphysik" galt bei ihnen als "Hohe Schule des physikalischen Denkens". Er verstand es glänzend, die eigene Begeisterung für eine Theorie, eine mathematische Methode oder ein originelles Experiment weiterzuvermitteln.
Gerade in der Anfangszeit stand räumlicher Beschränkung und knappen Mitteln eine große Zahl von Bewerbern aus der Kriegsgeneration für Diplom-, Staatsexamens- und Doktorarbeiten gegenüber. Mit großem Einfallsreichtum fand Herr DÄNZER für jeden ein Thema oder Wege, ein vorgeschlagenes Experiment durchführen zu können. Seine ersten Assistenten erinnern sich noch daran, wie er manchmal mit einer ganzen Gruppe "Neuer" durch den Maschinensaal zog und sich von alten Geräten, Motoren und elektrischen Maschinen zu einem Thema inspirieren ließ: so wurde z. B. ein Gasmotor, der das Bombardement des Hauses überlebt hatte, genutzt, um Phasenverschiebungen zwischen Druck und Temperatur messen zu können. Joch und Wicklung einer uralten Gleichstrommaschine ließ er zu einem Magneten umbauen und aus einem langen Stück lichten Wasserrohrs wurde eine akustische Verzögerungsleitung. Die Vielfalt der vergebenen Themen entsprach dem Spektrum eigener Arbeiten aus Atom-, Kern- und Biophysik, Akustik, Elektrodynamik und Elektrotechnik. Mit der Idee und der Theorie des Wendellinearbeschleunigers (unabhängig von JOHNSEN und unabhängig von WALKINSHAW) setzte Herr DÄNZER die bis heute im Institut andauernde erfolgreiche Beschäftigung mit Hochfrequenz-Beschleunigerstrukturen in Gang. Auch die gegenwärtigen Forschungsarbeiten zur Signaltheorie haben ihren Ursprung in seinem Interesse an statistischen Prozessen. Schließlich interessierte den Organisten DÄNZER der Mechanismus der Schwingungserzeugung in Orgelpfeifen. Zu dessen Aufklärung hat er wichtige Beiträge geliefert. Gelegentlich, wenn etwas Neues in der Physik bekannt wurde, wie Laser oder MÖSSBAUER-Effekt, zog er sich einige Tage zurück. Kam er dann wieder ins Institut, so meinte er, es sei doch alles ganz einfach. Er hatte eine, seine, Theorie gemacht und ein Modellexperiment im Kopf (welches meist eine Staatsexamensarbeit hergab). HERMANN DÄNZER hat viel darüber nachgedacht, was "Verstehen der Wirklichkeit" eigentlich bedeutet. In den physikalischen Modellvorstellungen hat er Analogien zu symbolischen Aussagen im religiösen Bereich gesehen und im historischen übergang vom anschaulichen zum abstrakten physikalischen Modell eine Parallele zur "Brechung eines religiösen Mythos" in der Theologie von PAUL TILLICH. Mit derselben Hingabe, die er physikalischen oder philosophischen Fragen widmete, konnte er sich auch einem BACH'schen Orgelwerk zuwenden und anderen seine Freude an Komposition und Klang weitergeben. Wichtig war ihm alljährlich die Zeit zum Nachdenken über seine Ansprache bei der Instituts-Weihnachtsfeier sowie zum Orgelüben für deren musikalischen Teil in der Aula. Man merkte ihm an, daß er glücklich war, wenn seine Studenten und Mitarbeiter ihm auch bei der Orgelmusik zuhörten und ihm gedanklich folgten (und mit ihm diskutierten), wenn er über die Ethik ALBERT SCHWEITZERs, oder die Theologie BULTMANNs, TILLICHs oder ROBINSONs oder über die "hinweisende Kraft" biblischer Aussagen sprach; er war glücklich, weil er seinen Schülern gern mehr als "nur" Physik mitgeben wollte. Seminare in seinem Haus in Oberreifenberg, Wanderungen im Taunus und Besichtigungen von Industrielabors und Barockkirchen förderten den Zusammen halt. Doch waren DÄNZERS Schlichtheit, seine Menschlichkeit und sein Verständnis für andere, besonders die jungen Menschen, die wahre Grundlage für das gute Klima im Institut. Nach seiner Emeritierung wurden ihm nach und nach Musik und religiöse Fragen wichtiger als die Physik. D0ch beschäftigte ihn noch stark die EINSTEINsche Relativitätstheorie, über die er anläßlich seines goldenen Doktorjubiläums, 74jährig, lebendig wie eh und je, im Physikalischen Kolloquium vortrug. Nach schwerer Krankheit konnte er an seinem 80. Geburtstag noch einmal viele dankbare Schüler um sich versammeln. Am 25. Juni 1987 starb er im Alter von fast 83 Jahren. Erwähnte wissenschaftliche Arbeiten von Prof. Dr. Hermann DänzerÜber die Absorption Hertz'scher Wellen in ionisierten Gasen. Annalen der Physik 2, 1929 (Dissertation).Eine Erweiterung der statistischen Theorie der biologischen Strahlungswirkung, Teil I und II (Teil I gemeinsam mit B. Rajewsky) Zeitschrift für Physik 89, 1934. Über das Verhalten biologischer Körper bei Hochfrequenz I und II. Annalen der Physik, 20 und 21, 1934/35 sowie als Buchbeitrag in: Ergebnisse der biophysikalischen Forschung in Einzeldarstellungen. Verlag Georg Thieme. Zur Theorie der Kondensatorfeldmethode. Zeitschrift für Hochfrequenztechnik und Elektroakustik 45, 1935. Eine einfache Methode zur Erzeugung hoher Wechselspannungen (gemeinsam mit Hasselbeck). Annalen der Physik 25, 1936. Grundlagen der Quantenmechanik. Verlag Theodor Steinkopff, Dresden und Leipzig 1935. Zur Theorie des Verhaltens magnetischer Momente im magnetischen Drehfeld. Annalen der Physik 35, 1939. Ein Studienmodell des Zyklotrons. Annalen der Physik 41, 1942. Über die Ausbeute an Röntgenstrahlen bei Höchstspannungsanlagen. Annalen der Physik 43,1943. Bericht über die Arbeiten am Pariser Zyklotron (gemeinsam mit Bothe, Gentner, Hartwig und Rachwitz). Reichsberichte für Physik 1944 (nicht mehr erschienen). Bericht über Arbeiten an einer Elektronenschleuder (gemeinsam mit Bothe, Gentner und Schniedl). Reichsberichte für Physik 1944. Zur Theorie der Neutronenschutzwände. Teil I: Allgemeine Theorie, Teil II: Numerischer Teil (gemeinsam mit Rajewsky und Muth). Reichsberichte für Physik (Teil II nicht mehr erschienen). Theorie des Betatrons. FIAT Review of German Science, Band Nuclear Physics and Cosmic Rays, Part II. Das Betatron als biophysikalische Strahlenquelle. FIAT Review Band Biophysik, Part II. Strahlenschutz. FIAT Review Band Nuclear Physics and Cosmic Rays, Part II. Einführung in die theoretische Kernphysik. Verlag Braun, Karlsruhe 1948. Über die Wirkungsweise und den Aufbau von Protonen Wendellinearbeschleunigern mit variabler Endenergie (gemeinsam mit Herminghaus und Klein). Ztschr. für Naturforschung 21a, Suppl.-Heft, 1966. Über elektrische und akustische Einschwingvorgänge. Annalen der Physik 10, 1952. Über die Strömungsverhältnisse an der Lippenöffnung von Orgelpfeifen (gemeinsam mit W. Kollmann). Zeitschrift für Physik 144, 1956. Über die stationären Schwingungen der Orgelpfeifen. Zeitschrift für Physik 162, 1961. Zur Theorie des Lasers. Biophysik 2, 1964. Die Rolle des Modells und des bildhaften Denkens in der naturwissenschaftlichen Forschung. Physikalische Blätter 16, 1960. Der Begriff des Symbols in der Theologie Paul Tillichs und das Physikalische Modell. Physikalische Blätter 19, 1963. Das Symboldenken in der Atomphysik und in der Theologie. Universitas 22, 1967. Den Abschnitt über Herrn Dänzers Verbindung zum Kaiser Wilhelm-Institut während der Kriegsjahre und seine Arbeiten zur "Theorie der Neutronenschutzwände" verdanke ich Herrn Prof. Dr. Muth, dem em. Direktor des Max-Planck-Instituts für Biophysik der Universität des Saarlandes, Homburg/Saar. Fußnoten1 Madelungs Assistent, Dr. Lanczos, war beurlaubt. Dessen Vertretung nahm vor Dänzer Herr Dr. Bethe wahr.2 Dieses von Dessauer ins Leben gerufene Institut ging 1937 im neuen, unter der Leitung von Boris Rajewsky stehenden Kaiser Wilhelm Institut für Biophysik auf (ab 1948 Max Planck Institut für Biophysik) 3 Während ihrer Tätigkeit in Paris wußten Gentner und Dänzer zu verhindern, daß wertvolle Laboratoriumseinrichtungen aus französischen Forschungsinstituten, insbesondere das Pariser Zyklotron, nach Deutschland abtransportiert wurden. Auch setzten sie sich für den von der Gestapo verhafteten französischen Kollegen Prof. Langevin ein und erwirkten, daß er wieder aus dem Gefängnis entlassen und nur einer Aufenthaltsbeschränkung unterworfen wurde (Langevin stand unter dem Verdacht, an der Widerstandsbewegung teilzunehmen). 4 FIAT = Field Intelligence Agency of Technology.
geändert am 14. April 2011 E-Mail: Webmasterpresse@uni-frankfurt.de | | Zur Navigationshilfe |
Druckversion: 14. April 2011, 10:57
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