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Die Frauenvertretung des Fachbereiches Physik und warum wir sie brauchen

An der Universität Frankfurt gibt es in jedem Fachbereich eine Frauenvertretung, die die Frauenbeauftragte der gesamten Universität Frankfurt in ihren Aufgaben unterstützen soll. Diese kann in einer Person vereinigt sein, sie kann aber auch durch mehrere Personen, einem Rat, repräsentiert werden. Im Fachbereich Physik haben sich die Frauen bei den letzten Wahlen für die zweite Möglichkeit entschieden (aktuelle Mitglieder). Der Vorteil eines Gleichstellungsrats liegt darin, die Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen.

Einige werden sich jetzt fragen: "Welche Arbeit? Die Frauen werden doch gar nicht mehr benachteiligt. Wir sind doch alle gleichgestellt. Wofür brauchen wir also einen Gleichstellungsrat?“

Sicherlich gibt es heutzutage kaum einen Menschen mehr in Deutschland, der denkt, dass Frauen nicht die gleichen Möglichkeiten haben sollten wie Männer. Sicherlich gibt es heute keinen Arbeitgeber mehr, der offiziell einer Frau den Job verweigert, „nur“ weil sie eine Frau ist.

Und dennoch finden wir nur wenige Frauen in wichtigen politischen Machtpositionen, in oberen Gehalts- bzw. Besoldungsklassen und in gehobenen wissenschaftlichen Rängen. Die folgenden Zahlen verdeutlichen diesen so genannten Stufenschwund im Fachbereich Physik:

  • Der Frauenanteil bei den techn. und adm. Mitarbeitern in höheren Besoldungsklassen liegt bei weniger als 20 %.
  • Der Frauenanteil unter den Studenten und Doktoranden beträgt ca. 30 %.
  • Der Anteil der weiblichen wissenschaftlichen Mitarbeiter und akademischen Räte liegt ebenfalls bei 10 %.
  • Von 30 Professuren ist gerade mal 1 mit einer Frau besetzt.

Wer glaubt, dass dieses Phänomen nur für eine so „technische“ Wissenschaft wie für das Fach Physik gilt, irrt: Für Kultur- und Sozialwissenschaften, in denen der Frauenanteil bei den Studenten teilweise über 50 % liegt, verhalten sich die Zahlen sehr ähnlich (siehe Tabellen im Frauenförderplan). Natürlich muss man sich fragen: Woran liegt das? Und vor allem: Was kann dagegen getan werden?

Als Gleichstellungsrat des Fachbereiches Physik machen wir es uns zur Aufgabe, dem Phänomen des Stufenschwundes entgegenzuwirken!

Gleichstellungsrat2012b

 

 

 

geändert am 02. Mai 2012  E-Mail: WebmasterGleichstellungsratPhysik@dlist.uni-frankfurt.de

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Druckversion: 02. Mai 2012, 11:37
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb13/Gleichstellungsrat/index.html