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DFG richtet sieben neue Forschergruppen ein

 

Intermolecular and Interatomic Coulombic Decay
Sprecher:
Prof. Reinhard Dörner, Institut für Kernphysik, Goethe-Universität, Frankfurt am Main

 

27. April 2012

Die Einrichtung von sechs neuen Forschergruppen und einer Klinischen Forschergruppe hat der Hauptausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) beschlossen. Die Forschungsverbünde sollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit bieten, sich aktuellen und drängenden Fragen in ihren Fächern zu widmen und innovative Arbeitsrichtungen zu etablieren. Wie alle DFG-Forschergruppen werden die neuen Einrichtungen orts- und fächerübergreifend arbeiten. Die Klinischen Forschergruppen verknüpfen die Bereiche Klinik, angewandte Forschung und Grundlagenforschung.

Das thematische Spektrum der Einrichtungen ist breit gefächert: Eine der neuen Forschergruppen untersucht beispielsweise die zukünftigen Auswirkungen des Klimawandels in Städten, andere erforschen hingegen die Rolle von Ribosomen innerhalb einer Zelle oder ergründen menschliche Entscheidungsprozesse und deren Konsequenzen auf wirtschaftliche und soziale Politik. Therapieansätze bei Harninkontinenz stehen im Mittelpunkt der Klinischen Forschergruppe.

In den nächsten drei Jahren werden die sechs neuen Forschergruppen circa 12,8 Millionen Euro erhalten; damit fördert die DFG insgesamt 191 Forschergruppen. Das Fördervolumen für die neue Klinische Forschergruppe beträgt für die erste Förderphase rund 3,4 Millionen Euro. Insgesamt unterstützt die DFG derzeit 33 Klinische Forschergruppen.

Eine  der  neuen Forschungsgruppen:

Intermolecular and Interatomic Coulombic Decay

Die Übertragung von elektronischer Anregungsenergie auf molekularer Ebene ist ein wesentlicher Schritt bei einer Vielzahl von chemischen und biochemischen Prozessen. Ziel der Forschergruppe 1789 „Intermolecular and Interatomic Coulombic Decay” ist das Verständnis eines neuartigen Übertragungsmechanismus für elektronische Energie zwischen Atomen oder Molekülen in einem schwach gebundenen Aggregat, zum Beispiel einer Flüssigkeit. Dieser sogenannte Interatomare oder Intermolekulare Coulomb- Zerfall (ICD) ist ein Autoionisationsprozess, an dem zwei verschiedene Zentren beteiligt sind: Eines, an dem eine Relaxation stattfindet, sodass elektronische Energie frei wird, und ein zweites, auf das die überschüssige Energie übertragen wird, sodass es dort zur Freisetzung eines schwach gebundenen Hüllenelektrons kommt. Neben dem reinen Verständnis von ICD liegt ein weiterer Schwerpunkt der Forschergruppe darin, mögliche Anwendungen dieses Effekts zu entwickeln und seine Relevanz für bisher nicht vollständig verstandene Prozesse in der Natur auszuleuchten.

Sprecher:

Reinhard Dörner, Universität Frankfurt, Institut für Kernphysik, Max-von-Laue-Str. 1, 60438 Frankfurt, Tel: (0) 49 69 798 47003, Email: doerner(at)atom.uni-frankfurt.de

Project leaders:

Stephan Denifl, Universität Innsbruck

Reinhard Dörner, Universität Frankfurt

Andreas Dreuw, Universität Heidelberg

Ulrike Frühling, Universität Hamburg

Kirill Gokhberg / Lorenz Cederbaum, Universität Heidelberg

Uwe Hergenhahn, MPI für Plasmaphysik, Garching

Till Jahnke, Universität Frankfurt

Bernd Winter, Helmholtz-Zentrum Berlin

Ausführliche Informationen über DFG-Forschergruppen, Klinische Forschergruppen und Kolleg-Forschergruppen finden sich auch unter:www.dfg.de/foerderung/programme/koordinierte_programme/index.html

 

 

 

 

 

geändert am 03. Mai 2012  E-Mail: Webmasterpresse@uni-frankfurt.de

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Druckversion: 03. Mai 2012, 06:58
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb13/Links/DFG_Forschergruppe.html