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Forschung

Die physiologischen Anpassungen von Pflanzen an extreme Umweltbedingungen sind für uns aus zwei Gründen von besonderem Interesse: Zum einen stellen sie wissenschaftlich interessante Musterbeispiele für erfolgreiche Evolutionsstrategien dar, an denen sich Gesetzmäßigkeiten der Evolution hervorragend studieren lassen. Zum anderen führt das Verständnis dieser Anpassungsleistungen zu praktischen Auswirkungen für die Nutzbarkeit von Kultur- und Wildpflanzen für den Menschen, z.B. für die menschliche Ernährung in Gebieten mit extrem niedrigen Jahresniederschlägen. Wir haben für unsere Untersuchungen zwei Modellsysteme gewählt, an denen wir die ganze Breite der pflanzlichen Anpassungsleistungen von extrem trockenen und heißen bis hin zu extrem kalten Bedingungen untersuchen können: Gräser der Gattung Panicum, die u.a. erfolgreich afrikanische und asiatische Wüsten besiedeln, und europäische Laubbäume der Gattung Quercus, die mit ihren immergrünen mediterranenen Vertretern nicht nur Hitze und Trockenheit, sondern auch Frosttemperaturen von bis zu – 20°C ertragen.

Wir bedienen uns modernster physiologischer, genetischer und molekularbiologischer Methoden, um gezielt folgenden Fragen nachzugehen:

  • Das Savannen-Projekt: Wie entwickelte sich der C4-Stoffwechsel in der Gattung Panicum und welche Rolle spielt er für die Anpassung an trockene Standorte?
  • Das Wald-Projekt: Welche Rolle spielt die Anpassung des Photosyntheseapparates an Kälte für die erfolgreiche Besiedlung winterkalter Standorte durch immergrüne Baumarten?

 

geändert am 16. November 2011  E-Mail: Webmasters1533871@stud.uni-frankfurt.de

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Druckversion: 16. November 2011, 11:43
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb15/institute/inst-1-oeko-evo-div/AK-Brueggemann/Forschung/index.html