In der Ökophysiologie stehen besondere physiologische Leistungen von Organismen, die es ihnen ermöglichen, spezifische Standorte zu besiedeln, im Zentrum des Interesses. Mit einem breiten Methodenspektrum von der pflanzlichen Molekularbiologie bis hin zur Quantifizierung des Wachstums ganzer Organismen identifizieren wir diese artspezifischen Eigenschaften und entschlüsseln ihre Wechselwirkungen auf den verschiedenen Integrationsebenen: Molekül - Organell - Zelle - Organ - Organismus.
In unserer Arbeitsgruppe liegt das Hauptaugenmerk auf physiologischen Adaptationen und Akklimatisationen von Pflanzen an die abiotischen Stressfaktoren Trockenheit und Kälte. Im Zentrum stehen dabei die Anpassungen des Photosyntheseapparates.
Im Savannen-Projekt wird die Evolution des C4-Stoffwechsels und seine Rolle für die Trockenstresstoleranz in der Grasgattung Panicum untersucht.
Im Wald-Projekt stehen europäische Eichen (Quercus) im Mittelpunkt. Wir verfolgen hier Anpassungen an verschiedene Stresssituationen, z.B. die Ausbildung von Winterhärte nach Frost bei mediterranen immergrüner Genotypen und die Entwicklung der Blätter nach Trockenstress bei einheimischen, laubwerfenden Arten.