
The Role of Culture in the Early Expansions of Humans (ROCEEH)
Von Afrika ausgehend breitete sich die Gattung Homo in den letzten 2 Millionen Jahren in verschiedenen Wellen nach Asien und Europa aus. Erst moderne Menschen waren schließlich in der Lage, bis dahin unberührte Gebiete wie Australien, die Subpolarregion und Amerika zu besiedeln.
Der Lebensraum von Australopithecinen und frühen Menschenformen war wie bei anderen Tieren durch natürliche Bedingungen beschränkt. Kulturelle Errungenschaften erlaubten unseren Vorfahren im Laufe der Menschwerdung neue Anpassungswege an die Umwelt.
Die Forschungsstelle hat zum Ziel, die raumzeitlichen Wanderungsmuster von Homininen in Afrika, Asien und Europa zwischen 3 Millionen und 20.000 Jahren vor heute zu rekonstruieren und die natürlichen und kulturellen Bedingungen der verschiedenen Ausbreitungen zu beleuchten. Als Arbeitshypothese dient die Annahme, dass der ursächliche Einfluss des Wandels von Umweltbedingungen von frühen zu späteren Expansionen abnimmt, während die Bedeutung von kulturellen und technologischen Neuerungen zunimmt.
Die Forschungsstelle mit einer Laufzeit von 20 Jahren wird von der Heidelberger Akademie der Wissenschaften getragen und wird in Kooperation mit der Universität Tübingen durchgeführt.
geändert am 27. April 2011 E-Mail: Webmastervolmer@bio.uni-frankfurt.de
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