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Mehr Farbe für Rüben und Kartoffeln

BMBF -Förderprojekt am Botanischen Institut

Wer viel Gemüse isst, kann das Risiko von degenerativen Krankheiten einschließlich Herz/Kreislauf und Krebserkrankungen senken. An dieser Schutzwirkung sind die Carotinoide beteiligt, die roten und gelben Farbstoffe etwa in Karotten. Carotinoide wirken antioxidierend, das heißt sie verhindern die Bildung gefährlicher, aggressiver Sauerstoffverbindungen.

Das Leitprojekt »Verbesserung der gesundheitlichen Qualität von Lebensmitteln durch Erhöhung und Modifikation des Carotinoid-Gehaltes« des BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) will daher den Gehalt und die Zusammensetzung an Carotinoiden in Karotte und Kartoffel erweitern. In einemTeilprojekt wird sich die Arbeitsgruppe von Prof. Gerhard Sandmann vom Botanischen Institut der Goethe-Universität mit der »Molekulargenetische Modifikation von Karotte und Kartoffel« befassen.

In derartigen Leitprojekten setzt das BMBF Föderschwerpunkte. Die Projekte sind ähnlich strukturiert wie Sonderforschungsbereiche   (SFB), aber nicht an einem Ort konzentriert; die Industrie ist stark beteiligt. Ziel des vorliegenden Leit-Projektes ist es, Carotinoide, deren detaillierte gesundheitsfördernde Wirkung im Rahmen des Vorhabens nachzuweisen ist, in bestimmten Gemüsen anzureichern  und  daneben  als neuartige, bioverfügbare Formulierungen Lebensmitteln zuzusetzen. Neun Industriepartner, davon sechs kleine und mittlere Unternehmen sowie Arbeitsgruppen unterschiedliche Fachrichtungen aus fünf Universitäten und einer Bundesforschungsanstalt wirken am Projekt mit. Es wird für fünf Jahre gefördert. Der Frankfurter Arbeitsgruppe stehen dafür insgesamt 1,6 Millionen Mark zur Veffügung.Die Arbeiten schliessen neuartige Verarbeitungsverfahren der modifizierten Kartoffeln und Karotten in eine besser bioverfügbare Form mit ein. In ernährungsphysiologischen Studien soll die gesundheitsfördernde Wirkung untersucht werden.Dabei wird auch der medizinische Nutzen von Karotten und Kartoffeln mit modifizierter Carotinoidzusammensetzung bestimmt. In allen Phasen des Projekts erfolgt eine Sicherheitsbewertung durch die Bundesforschungsanstalt für Ernährung. Dies schließt eine Bewertung der Genkonstrukte mit ein. Eine Überprüfung stellt sicher, dass kein Gentransfer erfolgt. Außerdem wird untersucht, ob die neuen Eiweißverbindungen Allergien auslösen können. Ziel des Frankfurter Teilprojekts ist die genetische Modifikation von Kartoffel und Karotte. Durch das Einbringen von Genen aus dem Carotinoidstoffwechsel von Mikroorganismen wird der Carotinoidgehalt in der Knolle bzw. der Wurzel verändert. So soll in einer der zu verändernden Karotten das vorhandene b-Carotin zu anderen Carotinoiden weiter verstoffwechselt werden: Das entstehende Zeaxanthin kann altersbedingte Augenleiden lindern, während ein weiteres Carotinoid, Astaxanthin, vor degenerativen Krankheiten schützt. Auch in der Kartoffelknolle soll der Gehalt an Zeaxanthin erhöht werden.

 

geändert am 27. Oktober 2007  E-Mail: Webmasterm.fauth@bio.uni-frankfurt.de

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Druckversion: 27. Oktober 2007, 18:41
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb15/institute/inst-3-mol-biowiss/AK-Sandmann/forschung/unireport.html