|
|
Seiteninhalt11. Februar 2010
Nach der Beschäftigtenversammlung haben auch die GEW-Tarifkommission für die Goethe-Universität und der GEW-Landesvorstand die Tarifeinigung bewertet und ihr mehrheitlich zugestimmt. Damit wird für die Beschäftigten der Universität voraussichtlich ab dem 1. März in weiten Teilen das gleiche Tarifrecht gelten wie beim Land Hessen. Eingebaut wurden Teile der Dienstvereinbarung (s.u.), besondere Kündigungsrechte für Teile des Tarifvertrags und redaktionelle Anpassungen, über deren Umsetzung derzeit noch verhandelt wird. Die GEW informiert in ihrem Tarif-Info Nr. 12 ausführlich über die Tarifeinigung, deren Wortlaut hier ebenfalls heruntergeladen werden kann. Beim GEW-Regionalverband Hochschule und Forschung Kassel findet man den Text des Tarifvertrags Hessen mit den darin enthaltenen Sonderregeln für die Wissenschaft und Informationen zur Überleitung, die an der Goethe-Universität zum 1. März stattfinden soll. GEW-Tarif-Info Nr. 12
10. Februar 2010
Mit weitgehenden Zugeständnissen hatte sich Uni-Präsident Rudolf Steinberg die Zustimmung der Beschäftigten und damit des Senats zur Umwandlung der Goethe-Uni in eine Stiftungsuniversität erkauft. So schloss die von Steinberg und dem Personalrat unterzeichnete Dienstvereinbarung betriebsbedingte Kündigungen für Altbeschäftigte bis zum Ende des Jahres 2017 aus. Neueingestellte sollten in diesem Zeitraum ab ihrer Einstellung fünf Jahre vor betriebsbedingten Kündigungen sicher sein. "Die Dienststelle wird darauf hinwirken, eine entsprechende Regelung in den Tarifvertrag aufzunehmen" steht in der Dienstvereinbarung, denn erst im Tarifvertrag wird der Kündigungsschutz rechtswirksam. Bei den Tarifverhandlungen dachte der neue Uni-Präsident aber gar nicht daran, auf eine entsprechende Regelung hinzuwirken. Die Hochschulleitung setzte statt dessen durch, dass nach März 2010 eingestellte Beschäftigte keinen Schutz mehr vor betriebsbedingter Kündigung haben und dass nicht nur Beschäftigte betriebsbedingt gekündigt werden können, die einen zumutbaren Arbeitsplatz etwa beim Land sondern nun auch bei der Stadt Frankfurt ablehnen. Hintergrund ist u.a. die geplante Übergabe des Botanischen Gartens an die Stadt. Die Dienstvereinbarung im Wortlaut
10. Februar 2010
Den geplanten "Tarifvertrag Goethe-Universität" stellten die Verhandlungsführer der Gewerkschaften am 3. Februar bei einer Beschäftigten-Versammlung vor. Noch während Ver.di-Tarifkoordinator Christian Rothländer die Ergebnisse fast zweijähriger Verhandlung referierte, begann mit zahlreichen kritischen Nachfragen die Diskussion. Die Tarifparteien verhandelten einen eigenen Tarifvertrag für die Goethe-Uni, der allerdings bis auf wenige Ausnahmen mit dem Tarifvertrag des Landes Hessen (TV-H) übereinstimmt und für den auch zukünftige Änderungen des TV-H gelten. Dass bei der Goethe-Universität ebenso wie schon beim Land ab dem 1. März in der Regel die 40-Stundenwoche gelten soll, störte viele, die bisher noch 38,5 Stunden in der Woche arbeiten und sich an das Versprechen des ehemaligen Präsidenten Rudolf Steinberg erinnern, an der Stiftungsuniversität werde es keinem schlechter gehen. Rothländer machte klar, dass die Gewerkschaften durchaus 38,5 Stunden gewollt und auch gefordert hätten, was aber an der Universitätsleitung gescheitert sei. Die GEW-Verhandlungsführerin und stellvertretende Landesvorsitzende Carmen Ludwig berichtete, die GEW Tarifkommission habe das Verhandlungsergebnis ausführlich diskutiert. Im Ergebnis sei die Einigung, nachdem viele Verschlechterungswünsche der Universität etwa bei Kündigungsschutz oder Weihnachtsgeld abgewehrt worden seien, vergleichbar mit dem Ergebnis beim Land und damit akzeptabel. Die GEW strebe weiterhin tarifvertragliche Regelungen für die speziellen Bedürfnisse der Beschäftigten in der Wissenschaft an. Dazu sei die Universität noch nicht bereit. Allerdings gebe es mit dem Sonderkündigungsrecht für den Paragraphen 40 die Möglichkeit, dieses Thema jederzeit wieder auf die Tagesordnung zu setzen.
21. Januar 2010
Bereits zum 1. Januar wurden diejenigen Beschäftigten der Uni in den Tarifvertrag Hessen (TV-H) übergeleitet, für die nach dem Hessischen Hochschulgesetz (noch) das Tarifrecht des Landes gilt - nämlich die über 1.500 Kolleginnen und Kollegen, die seit der Rechtsformänderung an der Stiftungsuni neu eingestellt wurden. Die Uni wird sicherlich ebenso wie die anderen Universitäten des Landes Überleitungsbögen versenden, an Hand derer die Überleitung nachvollzogen werden kann. An der Bezahlung ändert sich in den allermeisten Fällen nichts. Eine falsche Zuordnung zu den neuen Entgeltgruppen kann immer korrigiert werden und erste eventuelle Ansprüche (auf Nachzahlungen) verfallen erst nach einem halben Jahr. GEW-Mitglieder, die an der Goethe-Uni angestellt sind (Bitte Änderungen von Berufsstatus, Arbeitszeit, Adresse etc. immer sofort mitteilen!), erhalten in der kommenden Woche eine Info-Broschüre zur Überleitung, Informationen über das Verhandlungsergebnis mit der Goethe-Uni und eine Einladung zur Beschäftigtenversammlung dazu (s.u.). Sie können sich etwa bei Unstimmigkeiten in der Überleitung individuell beraten lassen. Die GEW-Tarifkommission wird direkt im Anschluss an die Bechäftigtenversammlung über Annahme oder Ablehnung des Verhandlungsergebnisses beraten. Informationen zum TV-H für GEW-Mitglieder
18. Januar 2010
Am 12. Januar 2010 haben sich Verhandlungskommissionen von Goethe-Uni und Gewerkschaften grundsätzlich über einen neuen Manteltarifvertrag, der den BAT ablösen würde, sowie über einen Tarifvertrag über die Einkommensentwicklung 2010 verständigt. Die Beschäftigten des Landes wurden bereits zum 1. Januar in einen neuen Tarifvertrag übergeleitet. Wie bei der Beschäftigtenversammlung im November versprochen, wollen die Gewerkschaften über das Ergebnis informieren und mit den Beschäftigten diskutieren, bevor die zuständigen Gremien beschließen. Deshalb lädt die GEW-Tarifkommission für die Goethe-Universität alle Beschäftigten der Universität herzlich zu einer gewerkschaftlichen Informationsveranstaltung über Stand und Ergebnis der Tarifverhandlungen für Mittwoch, den 3. Februar 2010 von 13:00 bis ca. 16:00 Uhr in den Saalbau Bockenheim, Schwälmer Str. 28, 60486 Frankfurt ein. GEW-Tarif-Info Nr. 11
7. Oktober 2009
Auch nach zwei Jahren Verhandlungen gibt es noch keinen eigenen Tarifvertrag für die Beschäftigten der Goethe-Universität. Die Hochschulleitung ist zu Zugeständnissen, die eine Verbesserung für die Beschäftigten an der Stiftungsuniversität bedeuten, nach wie vor nicht bereit. Nicht einmal die im Land bereits vereinbarte Einkommenserhöhung im kommenden Jahr, über deren Übernahme bereits Einvernehmen bestand, möchte die Universität unterschreiben. Mehr über die Verhandlungen und ihre Inhalte kann man bei der gewerkschaftlichen Informationsveranstaltung erfahren: am Mittwoch, dem 04. November 2009, von 13.00 bis 16.00 Uhr im „Haus der Jugend“ (Deutschherrnufer 12, Terrassensaal).
1. September 2009
Die Universitätsleitung scheint nun doch von ihrer bisherigen Rechtsauffassung abzurücken, dass die Lehrpflicht der Beschäftigten nicht tarifvertraglich geregelt werden könne. Die Lehrenden hatten zuletzt im Jahr 2006 Erfahrungen mit der einseitigen Festlegung des Lehrumfangs durch das Land Hessen machen können: In Einzelfällen stieg die Lehrlast für Neuberufene um bis zu 75 Prozent. Nachdem der Gesetzgeber die Stiftungsuniversität ermächtigt hatte, die Lehrpflicht per Satzung festzulegen, hat die GEW bei einem renommierten Hamburger Staatsrechtler ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, das nun anscheinend Wirkung zeigt. Die GEW fordert weiter klar die Lehrpflicht tariflich zu regeln. Denn sonst könnte die Universität z.B. eine tarifliche Reduzierung der Arbeitszeiten über eine einseitige Erhöhung der Lehrpflicht für die Lehrenden kompensieren und aushebeln. Über weiteres zu Warnstreik und Verhandlungen am 27. August informiert das druckfrische GEW-Tarif-Info Nr. 9.
28. August 2009
Gestern morgen zogen trotz Ferienzeit gut 70 Tarifbeschäftigte der Goethe-Universität zum Verhandlungsort um an die Versprechungen der Hochschulleitung zu erinnern ("Allen soll es besser gehen!") und forderten u.a. eine Arbeitszeit deutlich unter 40 Stunden. Danach verhandelten Uni-Leitung und Gewerkschaften weiter über einen Manteltarifvertrag für die Goethe-Universität - bis man sich am Abend nach 13-stündiger Verhandlung dann doch auf den 21. September vertagte. „Die entscheidenden Knackpunkte liegen nach wie vor beim Thema Arbeitszeit und Kündigungsschutz“, so fasste die stellvertretende Landesvorsitzende der GEW Hessen, Carmen Ludwig, den Stand der Tarifverhandlungen am Abend zusammen. „Die GEW setzt sich für eine wöchentliche, einheitliche Arbeitszeit unter 40 Stunden für die Tarifbeschäftigten der Universität Frankfurt ein.“ Darüber hinaus strebt die Bildungsgewerkschaft an der Stiftungsuniversität Frankfurt perspektivisch eine tarifliche Regelung der Lehrverpflichtung für die wissenschaftlich Beschäftigten an, damit die Beschäftigten vor einseitigen Regelungen durch den Arbeitgeber geschützt sind. „Damit könnte auch den Besonderheiten einer Hochschule Rechnung getragen werden“, erläutert Carmen Ludwig, die auch Verhandlungsführerin der GEW in dieser Auseinandersetzung ist. Bis auf wenige weiterhin offene Streitpunkte hatten sich die Tarifparteien bereits auf die Übernahme der Regelungen des im kommenden Jahr in Kraft tretenden Tarifvertrag Hessen (TV-H) geeinigt. Die Tarifkommission der GEW für die Goethe-Universität wird den bisherigen Verhandlungsstand am 7. September bewerten. GEW-Tarif-Info Nr. 9
15. Julil 2009
Die Personalversammlung hat im Dezember 2007 eine einheitliche 38,5-Stunden-Woche an der Goethe-Uni gefordert. Doch die zähen Verhandlungen machen klar: Ohne ernsten Druck aus den Reihen der Beschäftigten wird sich die Universitätsspitze nicht bewegen. Am Donnerstag, dem 27. August 2009, findet in Bockenheim die nächste und möglicherweise entscheidende Runde der Tarifverhandlungen für die Goethe-Universität statt. Die GEW ruft deshalb alle Angestellten der Goethe-Universität auf, an diesem Tag von Dienstbeginn bis 11 Uhr zu streiken und am Ort der Tarifverhandlung ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Da für viele Lehrende der Universität die hohe Lehrverpflichtung faktisch die festgelegte wöchentliche Arbeitszeit aushebelt, wollen wir zudem erreichen, dass auch die Lehrpflicht nicht mehr einseitig festgelegt, sondern tariflich vereinbart wird. Darüber hinaus gilt es, die von der Universitäts-Leitung verlangten Verschlechterungen beim Kündigungsschutz und bei Befristungen zu verhindern. In allen anderen Punkten hatten sich Goethe-Universität und Gewerkschaften bereits weitgehend auf eine Übernahme der Landes-Regelungen geeinigt. Weitere Informationen zum Warnstreik finden sich im GEW-Streikaufruf. GEW-Streik-Aufruf zum 27. August 2009
10. Juli 2009
Wie im Februar zwischen Gewerkschaften und Goethe-Universität vereinbart, sind die diesjährige Lohnerhöhung bei den Landesbeschäftigten nun auch auf die Angestellten der Universität übertragen worden. Die Einigung sieht 3 Prozent mehr Lohn ab April 2009 und eine Einmalzahlung von 500 Euro (für Teilzeitbeschäftigte anteilig) im Juni vor. Die Einzelheiten und die neuen Tabellen sind dem Tarifvertrag Einkommensverbesserung 2009 zu entnehmen, den wir unten dokumentieren. Auch die Eckpunktevereinbarung mit der Goethe-Universität aus dem Februar, die noch wichtige Bereiche wie Arbeitszeit und Kündigungsschutz ausklammert, findet sich unten. Die Tarifverhandlungen zu den noch strittigen Punkten werden Ende August fortgesetzt. Tarifvertrag Einkommensverbesserung 2009
9. April 2009
Wie die von der Tarif-Einigung beim Land betroffenen GEW-Mitglieder der Goethe-Universität, stimmten auch die anderen befragten GEW-Mitglieder und die Tarifkommission mit großer Mehrheit für die Tarif-Einigung mit dem Land. Goethe-Universität und Gewerkschaften hatten sich bereits im Vorfeld auf eine weitgehende Übernahme der Landes-Regelungen geeinigt. Ausgenommen sind allerdings die Punkte Arbeitszeit und Lehrpflicht, die Beschäftigungsbedingungen der Ärzte am Uni-Klinikum sowie die Regelungen zu Kündigung und Befristung. Hier muss weiter verhandelt und möglicherweise von den Beschäftigten Druck aufgebaut werden. GEW-Tarif-Info zur Einigung beim Land
8. April 2009
In diesem Sommer können Hilfskräfte für sich die Vorteile eines Tarifvertrages erstreiten, denn die Gewerkschaften haben gegenüber dem Land Gespräche über den Einbezug der Hilfskräfte in den Tarifvertrag des Landes durchgesetzt. Das Ergebnis gilt auch für die Hilfskräfte der Goethe-Universität. Der Tarifvertrag würde Hilfskräfte nicht nur an die Gehaltsentwicklung im Öffentlichen Dienst ankoppeln. Er würde ihnen unter anderem auch mehr Urlaub, Anspruch auf bezahlte Überstunden, auf Nacht- und Feiertagszuschläge und eine verbesserte Lohnfortzahlung im Krankheitsfall bringen. Hiwi-Info der GEW-Hessen Juli 2009
30. März 2009
Die Tarif-Einigung mit dem Land Hessen betrifft in vielen Punkten auch die Beschäftigten der Goethe-Universität. Die GEW-Mitglieder unter den Landesbeschäftigten können in den nächsten Tagen der Annahme der Tarif-Einigung zustimmen oder aber ihre Bereitschaft zu einem Streik erklären. Die GEW-Mitglieder unter den Angestellten der Goethe-Universität laden wir für Mittwoch, den 1. April, um 16 Uhr zu einer gemeinsamen Sitzung mit der GEW-Tarifkommission für die Goethe-Universität zur Diskussion und Abstimmung über das Tarif-Ergebnisses in die GEW-Landesgeschäftsstelle in den Zimmerweg 12 in Frankfurt ein. Der Eintritt in die GEW ist auch zu Beginn der Sitzung noch möglich. Wir freuen uns auch über Rückmeldungen per Mail. (Siehe Kontakt in der rechten Spalte)
30. März 2009
In einem Verhandlungsmarathon haben sich Gewerkschaften und das Land Hessen am Wochenende auf Eckpunkte für Tarifverträge für den Öffentlichen Dienst des Landes geeinigt. 3 Prozent mehr Gehalt ab 1. April 2009, weitere 1,2 Prozent ab 1. März 2010 und eine Einmalzahlung von 500 Euro im Juni 2009, das ist das Lohn-Ergebnis, das nach der Eckpunktevereinbarung mit der Goethe-Universität auch für die Beschäftigten der Uni gelten wird. Beim Land wird die Arbeitszeit ab 1. Januar 2010 auf 40 Stunden in der Woche vereinheitlicht. Bisher arbeiten Angestellte mit 38,5- und 42-Stundenwoche nebeneinander. Für zwei Jahre bekommen bisherige 38,5-Stundenwöchler als Ausgleich drei zusätzliche freie Tage. Ab Januar 2010 soll der TV Hessen in Kraft treten, der weitgehend dem TVL nachgebildet wird, der in 14 Bundesländern gilt. BAT-Beschäftigte werden ohne Gehaltsverlust übergeleitet. Weitere Informationen gibt es im GEW-Tarif-Telegramm und im Internetangebot der GEW Hessen. Auch der Wortlaut der Tarif-Einigung ist Verfügbar. GEW-Tarif-Telegramm
20. März 2009
Bis auf wenige noch strittige Punkte sollen die Arbeitsbedingungen an der Goethe-Universität auch künftig die selben sein wie die beim Land Hessen. Darauf haben sich Gewerkschaften und Hochschulleitung Ende Februar in einem Eckpunkte-Papier geeinigt. Damit sind auch für die Beschäftigten der Universität einerseits die Verhandlungen mit dem Land Hessen entscheidend, die am 27. März fortgesetzt werden sollen. Andererseits wird innerhalb der Universität noch um folgende noch offene Punkte gerungen: Die Universität möchte eine Arbeitszeit von über 40 Wochenstunden durchsetzen, nichtwissenschaftliches Personal leichter befristen und auch altgedientes Personal kündigen können. Die GEW steht weiter für die 38,5 Stundenwoche und eine tarifliche Reduzierung der Lehrpflicht. GEW-Tarif-Info Nr. 8
25. Februar 2009 Fragen Sie sich auch, wer gemeint ist, wenn Arbeitgeber und Politik "Spitzengehälter für Spitzenforscher" fordern? Haben Sie sich schon mal Gedanken darüber gemacht, wieso Ihr Gehalt ansteigt? Sie fragen sich, was Sie als Beamtin/Beamter die Tarifrunde 2009 in den Ländern angeht? Oder was davon zu halten ist, wenn behauptet wird, flexible Arbeitsverhältnisse, hohe Fluktuation und ungehinderterWettbewerb seien gut für Forschung und Lehre? Mit der Flugblattreihe "Auf ein Wort" spießt die GEW für die Tarif-und Besoldungsrunde 2009 kurz und knapp merkwürdige Argumente der Arbeitgeberseite auf und informiert über Fakten und Rechte. Auf ein Wort: Spitzengehälter für Spitzenforscher
24. Februar 2009
Die Einkommenserhöhung der Beschäftigten der Goethe-Universität Frankfurt wird entscheidend vom Abschluss für das Land Hessen abhängen. Dort tut sich nichts! Deshalb sind die Beschäftigten der Stiftungsuniversität zu einem Solidaritätsstreik am Donnerstag, 26. Februar 2009, aufgerufen. Ver.di und GEW machen diesmal bereits in und ab der Universität gemeinsame Sache. Alle Streikwilligen, natürlich auch Nichtmitglieder, sind herzlich eingeladen: Ab 8 Uhr in unser „Streikcafé“ im Sitzungszimmer des Personalrats (Sozialzentrum/Neue Mensa, 6. OG, Raum 604) - hier liegen auch die Streiklisten aus, in die sich die Gewerkschaftsmitglieder für das Streikgeld eintragen müssen! Ab 9:30 Uhr geht es vom Treffpunkt (Brunnen „Pusteblume“ auf dem Campus Bockenheim, zwischen Sozialzentrum/Neue Mensa und Verwaltung) in einem Demonstrationszug zum Saalbau Gutleut, wo wir die streikenden Beschäftigten der Landesverwaltung treffen. Von dort geht es ab 10:30 Uhr weiter zur Kundgebung auf dem Paulsplatz (12:00 Uhr). GEW-Streikaufruf für den 26.2. an der Goethe-Universität
21. Februar 2009 Frankfurter Rundschau: Goethe-Universität erfasst Streikende
Die Goethe-Universität ermittelt derzeit die Namen der rund 160 Beschäftigten, die sich am Warnstreik am 12. Februar beteiligt haben, das bestätigte Uni-Sprecher Stephan Hübner der FR (Campus-Seite vom 21. Februar). Er versicherte, die Daten seien lediglich zur Vergütungsabrechnung bestimmt: "die Namen werden vertraulich behandelt". "Das ist das gute Recht des Arbeitgebers", stellte Wolfgang Richter-Girard von der GEW-Hochschulgruppe ebenfalls in der FR klar. Allerdings sei es illegal, die Streikbeteiligung etwa in der Personalakte zu vermerken oder daraus Sanktionen abzuleiten. In solchen Fällen bietet die Gewerkschaft ihren Mitgliedern Rechtsschutz. Die Verhandlungen mit der Universität steckten fest, begründet Richter-Girard den zweiten Warnstreik am kommenden Donnerstag: "Es ist absurd, einerseits verhandeln wir mit der Goethe-Uni als Arbeitgeber. Andererseits heißt es, die Uni hätte keinen Spielraum, das Geld kommt vom Land." Zum FR-Artikel: Nur für die Abrechnung
19. Februar 2009 Nach dem Streik ist vor dem Streik! Warnstreik am Donnerstag, dem 26. Februar!Trotz der Warnstreiks der letzten Wochen hat das Land Hessen im Gegensatz zu den anderen Bundesländern noch kein Tarifangebot vorgelegt - und die Goethe-Universität bewegt sich trotz formaler Tarifhoheit nicht, bevor die Dinge im Land entschieden sind. Die GEW-Tarifkommission für die Goethe-Universität hat die Lage gestern ausführlich beraten. Um den Druck auf Land und Universität erhöhen, ruft die GEW Hessen deshalb die Tarifbeschäftigten der Goethe-Universität Frankfurt erneut zum Warnstreik auf. Am Donnerstag, dem 26. Februar 2009, werden wir wieder gemeinsam mit den Beschäftigten der Landesverwaltung streiken. Der genaue Ablauf, die Position des Streiklokals usw. werden wir hier und über unseren GEW-Tarif-Newsletter rechtzeitig bekannt geben. Weitere Hintergrundinformationen enthält der Streik-Aufruf der GEW für die Landesverwaltung, sowie das Informationsblatt "Wenn die Hochschule streikt... Fragen und Antworten zum Streikrecht". GEW-Streikaufruf für die Landesbeschäftigten
13. Februar 2009 Goethe-Universität beteiligt sich an Warnstreik!
Etwa 60 Beschäftigte der Goethe-Universität sind gestern dem Aufruf der GEW-Hessen gefolgt und haben sich im Streiklokal der GEW im IG Farben-Haus der Uni in Frankfurt versammelt. Anschließend zogen sie zur Kundgebung der ebenfalls streikenden Landesbeschäftigten am Willy-Brandt-Platz. Neben einer Einkommenserhöhung von 8 Prozent, mindestens aber 200 Euro monatlich, fordert der GEW in den Tarifauseinandersetzungen mit der Stiftungsuniversität unter anderem die 38,5 Stunden-Wochen für alle Beschäftigen, eine Eindämmung der Befristungspraxis sowie die tarifliche Regelung der Lehrpflicht. Die Universität hat bisher kein Gehalts-Angebot vorgelegt. Pressemitteilung der GEW-Hessen 4. Februar 2009 Warnstreik am Donnerstag, dem 12. Februar!Die GEW Hessen ruft die Tarifbeschäftigten sowie die studentischen und wissenschaftlichen Hilfskräfte der Goethe-Universität Frankfurt zur Teilnahme am ganztägigen Warnstreik am Donnerstag, dem 12. Februar 2009, auf. Die Universität hat bisher kein Gehalts-Angebot vorgelegt. Alle Beschäftigten sind herzlich ins Streiklokal der GEW im IG Farben-Haus, Campus Westend im Raum 4.254 (4. OG) von 8 bis 11 Uhr eingeladen. Auch (noch) nicht organisierte Kolleginnen und Kollegen, haben das Recht, am Streik teilzunehmen. Um Streikgeld zu erhalten, reicht es aus, noch am Streiktag in die GEW einzutreten. Auch Beamte werden im Streiklokal und bei der anschließenden Kundgebung am Willy-Brandt-Platz ab ca. 11.30 Uhr gerne gesehen. Streiken dürfen sie aber nicht. Weitere Informationen enthält der Streik-Aufruf der GEW, sowie die Informationsblätter "Wenn die Hochschule streikt... Fragen und Antworten zum Streikrecht" und "Beamte und Streik". Zur Information der vom Streik betroffenen Studierenden hat die GEW ein Flugblatt erstellt, das z.B. in im Vorfeld in Lehrveranstaltungen verteilt werden kann. GEW-Streikaufruf 18. Dezember 2008
Die Gewerkschaften fordern für die Tarif- und Besoldungsrunde 2009 im öffentlichen Dienst/Länder acht Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 200 Euro. Zudem verlangen die Gewerkschaften die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten, die bei den Ländern und Kommunen beschäftigt sind. Am 19. Januar beginnen die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL). Parallel sollen Verhandlungen mit dem Land Hessen, das 2004 aus der TdL ausgetreten ist, und mit der tariflich eigenständigen Stiftungsuniversität Frankfurt geführt werden. Warum acht Prozent richtig und wichtig sind, erklärt das GEW-Tarif-Portal.
18. Dezember 2008
Am 11. Dezember 2008 hat die GEW-Tarifkommission für die Goethe-Universität ihre Forderungen für die Tarif- und Besoldungsrunde 2009 aufgestellt. An der Goethe-Universität müssen Gehaltssteigerungen in eigenen Tarifverhandlungen durchgesetzt werden. Da die Universität bisher schon die Verhandlungen für einen Mantel-Tarifvertrag durch überzogene Forderungen aufhält, geht die GEW nicht nur mit einer Lohnforderung in die Tarifrunde 2009. Sie will an der Goethe-Universität Arbeitsbedingungen erreichen, die der Qualität der Arbeit in einem Wissenschaftsbetrieb dienen. Über den Stand der Verhandlungen, die Forderungen der GEW und darüber, was jetzt zu tun ist, informiert das GEW-Tarif-Info Nr.7. Über Neuigkeiten und geplante Aktionen informiert der GEW-Tarif-Newsletter. GEW-Tarif-Info Nr. 7
4. Dezember 2008
... das waren die wesentlichen Themen der GEW-Auftaktveranstaltung zur Tarifrunde 2009 an der Goethe-Universität am 3. Dezember. Die Beschäftigten der Universität machten deutlich, dass sie sich nicht von der Gehaltsentwicklung im Öffentlichen Dienst abkoppeln lassen wollen, nur weil die Universitätsleitung in den Verhandlungen über einen Tarifvertrag für die Stiftungsuniversität seit Monaten kein brauchbares Angebot vorgelegt hat. Um bei den Anfang 2009 beginnenden Verhandlungen Druck aufbauen zu können, wurde diskutiert, die Beschäftigten breiter zu informieren und zu mobilisieren und auch Studierende und die Öffentlichkeit verstärkt einzubeziehen. Die GEW-Tarifkommission beschließt in der kommenden Woche ihre Forderungen für die Tarifrunde 2009. GEW-Tarif-Info Nr. 6 (Einladung zur Auftaktveranstaltung am 3.12.)
15. September 2008
Der Tarifvertrag vom 26. Juni 2008 brachte auch den Angestellten der Goethe Universität eine zum 1. Januar 2008 rückwirkende Einkommenserhöhung um 3 Prozent und eine Einmalzahlung. Wer im ersten Halbjahr 2008 bei der Goethe-Universität in einem Arbeitsverhältnis stand und bis zum 30. Juni 2008 ausgeschieden ist, sollte eine Nachzahlung beantragen: Das geht nur bis zum 30. September 2008! Das GEW-Tarif-Info 5 informiert darüber, wer welche Ansprüche hat und wie man sie geltend macht. Der von uns erstellte Musterantrag hilft dabei. GEW-Tarif-Info Nr. 5
15. September 2008
Der Tarifvertrag „Einkommensverbesserung 2008“ hat das Tabellenentgelt rückwirkend angehoben. Das GEW-Faltblatt "Vergütungen Hessen" informiert über die seit April auch an der Goethe-Uni gültigen Sätze. Für 2009 muss neu verhandelt werden. Da das Parlament die Tarifsteigerung auch auf die Beamten übertragen will, ist die seit April für die Beamten gültige Besoldungstabelle möglicherweise vorläufig. Gedrurckte GEW-Vergütungs und -Besoldungstabellen können über die GEW Hessen bezogen werden. GEW-Vergütungstabelle (für Angestellte)
9. Juli 2008
In ihrer Sitzung am 3. Juli 2008 hat die GEW-Tarifkommission dem Tarifvertrag „Einkommensverbesserung 2008“ mit der Stiftungsuniversität Frankfurt mit großer Mehrheit zugestimmt. Dass es darüber hinaus in der Verhandlungsrunde am 26. Juni 2008 nicht gelungen ist, mit der Goethe-Universität weitere inhaltliche Festlegungen für den Fortgang der Tarifverhandlungen nach der Sommerpause zu treffen, zeigt nach Auffassung der Kommission, dass die Stiftungsuniversität weiterhin keinen Schritt zu gehen bereit ist, der über den Stand der Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und dem Land Hessen hinaus weist. Von einer Selbständigkeit des Arbeitgebers Stiftungsuniversität kann wohl kaum die Rede sein.
20. Juni 2008
Nachdem die Tarifverhandlungen im Frühjahr vergleichsweise zäh in Gang gekommen waren, gab es in der Verhandlungsrunde am 10. Juni 2008 erste greifbare Fortschritte. Beide Seiten haben sich darauf verständigt, dass die Frage der Gehaltsentwicklung für das Jahr 2008 vorab gesondert geregelt wird. Auch inhaltlich wurde eine Einigung erzielt: Die Tarifregelung, die die Gewerkschaften mit dem Land Hessen Anfang Juni abgeschlossen haben, wird für die Beschäftigten der Stiftungsuniversität zeit- und inhaltsgleich übernommen. Damit ist auch für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Universität Frankfurt der Anschluss an die Einkommensentwicklung in den anderen Bundesländern hergestellt.
6. Mai 2008
Am 15. Mai stellte die GEW-Tarifkommission ihre Vorschläge für wissenschaftsbezogene, tarifliche Regelungen vor. Hauptziele sind die Eindämmung der Befristungen, die tarifliche Regelung der Lehrpflicht und der Einbezug von Hilfskräften. Die angeregte Diskussion soll weitergeführt werden. Diskussionsbeiträge und Kommentare sind uns willkommen. Um die Diskussion anzustoßen stellt die GEW-Tarifkommission bereits einen Entwurf für ein Forderungspapier zur Verfügung. Für exzellente Arbeitsbedingungen
23. April 2008
Sachlich-konstruktiv war die Atmosphäre bei der ersten Verhandlungsrunde über einen "wissenschaftlichen Tarifvertrag" an der Goethe-Universität. Die Positionen von Goethe-Universität und Gewerkschaften lagen am 15. April noch weit auseinander. Die Universität fordert in ihren Eckpunkten zahlreiche Abweichungen vom Tarifvertrag Länder (TVL), der bereits in 14 Bundesländern gilt. So soll nach dem Willen der Hochschulleitung die Unkündbarkeit und die arbeitsvertraglich garantierte Gelegenheit zu selbstbestimmter Forschung fallen und eine 40,15-Stundenwoche eingeführt werden. Mehr Informationen gibt es jetzt im GEW-Tarifinfo Nr. 2
19. April 2008
Uni-Präsident Rudolf Steinberg "spricht immer von Exzellenz, dann muss die Uni aber auch exzellent bezahlen", sagte Personalrat Wolfgang Richter-Girard (GEW) der Frankfurter Rundschau. Vor Beginn der förmlichen Tarifverhandlungen machten die Gewerkschaftsvertreter im Personalrat die Erwartungen der Belegschaft publik. Bericht und Kommentar sind in der FR vom 16. April nachzulesen: FR: Neue Rechtsform, neue Bezahlung
10. März 2008
Ende Februar hat die Hochschulleitung den Gewerkschaften ein "Verhandlungsangebot" für Tarifverhandlungen zu einem Haustarifvertrag zugestellt. Dieses Angebot werden die Tarifkommissionen der Gewerkschaften sorgfältig prüfen und danach kommentieren. Wie leicht oder schwer sich die von der Hochschulleitung geweckten Erwartungen gegen diese durchsetzen lassen werden, hängt auch von der Ausgangslage ab. Diese und mögliche Forderungen beschreibt das GEW-Tarif-Info Nr. 1.
9. März 2008
Die Arbeitszeit war das beherrschende Thema der Tarif-Diskussion bei der Personalversammlung am 7. März am Campus Bockenheim. In der vorhergehenden Versammlung am 18. Dezember 2007 hatten die Beschäftigten einmütig und eindrucksvoll die 38,5-StundenWoche für alle gefordert. Mittlerweile hat die Universitätsleitung den beteiligten Gewerkschaften ein Angebot für Tarifverhandlungen unterbreitet. Birgit Braitsch, die Leiterin des Fachbereiches Bildung bei ver.di Hessen, erklärte, das Votum der Personalversammlung werde eine der Grundlagen in der ver.di-Tarifkommission sein. Die Kommission, der viele Kolleginnen und Kollegen aus allen Bereichen der Universität angehörten, werde das Angebot der Universitätsleitung prüfen und gegebenenfalls ein Gegenangebot erarbeiten, mit dem man dann in die Verhandlungen gehe. Die stellvertretende GEW-Landesvorsitzende Carmen Ludwig sagte ein entsprechendes Verfahren in der GEW-Tarifkommission zu, in der vor allem auch Wissenschaftler aus unterschiedlichen Teilen der Universität vertreten seien. Dr. Hartwig Schröder, Justiziar der GEW-Hessen und Mitglied der GEW-Tarifkommission, wies darauf hin, dass es für die Unterstützung der Tarifverhandlungen nützlich sei, etwa in Personalversammlungen oder im Personalrat die Forderungen der Beschäftigten zu bekräftigen. Für den Verlauf und das Ergebnis der Tarifverhandlungen sei es dann jedoch von entscheidender Bedeutung, diesen Forderungen entsprechenden Nachdruck zu verleihen. Dazu bedürfe es der breiten Unterstützung aller Kolleginnen und Kollegen in begleitenden Aktionen zu den Tarifverhandlungen, auch der (noch) nicht gewerkschaftlich organisierten. Zur Verbreiterung des Kontakts hatten die Gewerkschaften auch Listen für an weiteren Informationen Interessierte vorbereitet.
3. März 2008
Auf der heutigen Personalversammlung am Campus Riedberg berichtete Uni-Kanzler Hans Georg Mockel, er habe den Gewerkschaften nun Eckpunkte für einen Tarifvertrag vorgelegt. Die 21 Punkte bezögen sich auf den Tarifvertrag Länder (TVL). Fragen zum Inhalt beantwortete er nicht. Wir bitten um Verständnis, dass die Tarifkommissionen der Gewerkschaften das Papier erst sorgfältig prüfen werden, bevor sie dessen Inhalt bewerten und öffentlich machen. Wir werden über unseren Tarif-Newsletter und hier berichten, sobald es neue Informationen gibt.
1. März 2008 GEW-Tarif-Newsletter Nachdem Universitäts-Präsident Steinberg im vergangenen Jahr wiederholt seine Bereitschaft zu einem besseren Haustarifvertrag mit wissenschaftsspezifischen Sonderregeln bekundet hatte, haben ihn die Gewerkschaften ver.di und GEW zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Diese werden beginnen, sobald die Universität das versprochene Tarifangebot vorgelegt hat. Die GEW informiert mit einem Newsletter per Mail aktuell über neue Tarif-Entwicklungen, die für Beschäftigte der Goethe-Universität relevant sind.
1. März 2008
Auch mit markanten Tarif- Aushängen will die GEW in Kurzform auf die Tarifverhandlungen und den jeweils aktuellen Stand hinweisen. Ein erster Prototyp lässt sich bereits herunterladen. Ausführliche Tarifinformationen geben wir jeweils in Zusammenarbeit mit ver.di als Flugblatt heraus. Wer möchte, kann sich die Plakate und Flugblätter gerne herunterladen, ausdrucken, herumreichen oder auch aushängen. Wer gedruckte Exemplare erhalten möchte, kann diese natürlich gerne bei uns bestellen. Der erste GEW-Tarif-Aushang (pdf) 15. Februar 2008
Fast alle Arbeiter und Angestellten des Landes – und auch die der Goethe-Uni – erhalten nach mehreren Nullrunden, nach einer Anhebung der Arbeitszeit für neue Beschäftigte und Kürzungen bei Weihnachts- und Urlaubsgeld ab April 2,4 Prozent mehr Gehalt. So hat es die CDU-Mehrheit im Landtag kurz vor den Wahlen einseitig als Gesetz beschlossen. Studentische und Akademische Hilfskräfte profitieren von dieser Lohnerhöhung nicht. Ihr Lohn wurde schon seit 15 Jahren nicht mehr den um mehr als 20 Prozent gestiegenen Lebenshaltungskosten angepasst. Studentische Hilfskräfte erhalten seitdem an den hessischen Universitäten 8,02 und an den Fachhochschulen 5,58 Euro je Stunde. Wissenschaftliche Hilfskräfte mit Abschluss, die oft die gleiche Arbeit wie Wissenschaftliche Mitarbeiter erledigen, erhalten 12,69 Euro. Wir fordern die Universität auf, die Hilfskraftlöhne im Rahmen des angestrebten Tarifvertrags kräftig zu erhöhen. Ein kleiner Tipp für studentische Hilfskräfte: Als erste hessische Hochschule hat die Fachhochschule Frankfurt die Hiwi-Löhne erhöht. Dort gibt es nun 9 Euro pro Stunde. Stellenangebote an der FH FrankfurtInfos der Hilfskraftinitiative Marburg Hilfskraftinitiative Kassel 12. Februar 2008
Im Öffentlichen Dienst gibt es keinen Tarifvertrag mehr, der für die Angestellten bei Bund, Ländern und Kommunen gleichermaßen gilt. Trotzdem gleicht der Tarifvertrag Öffentlicher Dienst (TVÖD), der mit Bund und Gemeinden ausgehandelt wurde, in weiten Strecken dem Tarifvertrag Länder (TVL), der in allen Bundesländern außer Hessen und Berlin gilt. Und klar ist: Je näher die Kolleginnen und Kollegen bei Bund und Kommunen in diesem Jahr an ihre Lohnforderung von 8 Prozent mehr Lohn herankommen, desto besser ist die Ausgangsposition für die im kommenden Jahr anstehenden Tarifverhandlungen in den Ländern. In Hessen wird derzeit darum gerungen, ob das Land in den Arbeitgeberverband der Länder zurückkehrt. Für die Beschäftigten der Goethe-Universität gelten bis zum Abschluss eines eigenen Tarifvertrags weiter die Regelungen des Landes. Auch ein Uni-Tarifvertrag wird sich sicherlich mit einigen Abweichungen an einen Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes anhängen. Info über Wissenschafts-Regelungen in TVL und TVÖD (pdf)Mehr zum Tarifkonflikt: bei Bund und Kommunen beim Land Hessen Dezember 2007
GEW-Tarifkommission gebildet Für die Verhandlungen mit der Goethe-Universität hat die GEW Hessen eine eigene Tarifkommission gebildet. In ihr arbeiten Angestellte aus verschiedenen Fachbereichen und fachbereichsfreien Einrichtungen der Universität, ein Personalratsmitglied sowie Hochschul- und Tarifexperten der GEW mit – darunter auch ein Spezialist aus Berlin, dem bisher einzigen Bundesland mit eigenen Hochschultarifverträgen. Die Kommission wird von der stellvertretenden GEW-Landesvorsitzenden Carmen Ludwig geleitet. Aufgabe der Tarifkommission ist, den Austausch mit GEW-Mitgliedern und Belegschaft zu organisieren, über Tarifforderungen und die Annahme von Tarifverträgen zu beschließen und gegebenenfalls eine Urabstimmung über Arbeitskampfmaßnahmen einzuleiten. In diesen wichtigen Fragen können die betrieblichen Mitglieder der Kommission nicht überstimmt werden. GEW und ver.di haben eine enge Zusammenarbeit in der Tarifauseinandersetzung vereinbart.
geändert am 15. Februar 2010 E-Mail: GEW-Webmasterrichter-girard@em.uni-frankfurt.de | | Zur Navigationshilfe |
Druckversion: 15. Februar 2010, 16:07
http://www.uni-frankfurt.de/org/ltg/grem/gruppen/gew/Tarif/index.html