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SeiteninhaltLehramt an Haupt- und Realschulen (L2)Praktika außerhalb des Studiums Das Hessische Lehrerbildungsgesetz schreibt vor, dass zusätzlich zum Studium zwei Praktika absolviert werden müssen. Dabei handelt es sich um ein Orientierungspraktikum und ein Betriebspraktikum. Beide Praktika sind nicht Teil des Studiums und werden auch nicht durch die Universität betreut. Ansprechpartner ist in beiden Fällen das Amt für Lehrerbildung (AfL). Nähere Informationen zu den Praktika finden Sie auf den Seiten des AfL. Zum Orientierungspraktikum geben wir Ihnen die dringende Empfehlung, dieses vor dem Studium zu machen. Das Orientierungspraktikum ist zwar keine Vorraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung, es ist jedoch eine Vorraussetzung um sich für eine wichtige Veranstaltung des Studiums anzumelden. Die Anmeldung sollte gleich zu Beginn des ersten Semesters erfolgen, sonst besteht die Gefahr, dass sich Ihr Studium unnötig verlängert. Rechnet man die Dauer des Orientierungspraktikums und die Bearbeitungszeit des AfL zusammen, so ergibt sich daraus die Empfehlung mit dem Orientierungspraktikum spätestens Mitte August (bei Studienbeginn zum WS) bzw. Mitte Februar (bei Studienbeginn zum SoSe) zu beginnen. Allgemeine Beschreibung des
Studiums - Biologie - Chemie - Deutsch - Englisch - Erdkunde - Evangelische Religion - Französisch - Geschichte - Informatik - Katholische Religion - Kunst - Mathe - Musik - Physik - Politik & Wirtschaft - Sport Zusätzlich zu den Fächern muss ein Begleitstudium absolviert werden. Es besteht aus den sogenannten Grundwissenschaften Politikwissenschaft, Soziologie, Pädagogik und Pädagogische Psychologie. Außerdem gehören zum Studium die Schulpraktischen Studien. Stark vereinfacht kann man sagen, dass es sich dabei um zwei Praktika an Schulen handelt, zu denen man jeweils einen Vorbereitungs- und einen Nachbereitungskurs besuchen muss. Für die Anmeldung zu den Schulpraktischen Studien benötigt man eine Bescheinigung vom AfL, dass man sein Orientierungspraktikum absolviert hat. Nähere Informationen zu den Schulpraktischen Studien erhalten Sie auf den Seiten des Büros für Schulpraktische Studien. Das Studium ist modular aufgebaut. Das bedeutet, dass mehrer Lehrveranstaltungen zu einem Modul zusammengefasst sind, welches mit einer Prüfung abschließt. Manche Module beinhalten auch mehrere Teilprüfungen, die zusammengenommen die Abschlussnote des Moduls bilden. Diese Modulnoten erwirbt man studienbegleitend und sie gehen zum Teil in die Note des Staatsexamens ein. Zwölf Prüfungsergebnisse aus Modulprüfungen bilden 60% der Note des Staatsexamens. Die übrigen 40% werden durch eine wissenschaftliche Hausarbeit (10%) und die Examensprüfungen (30%) (mündliche Prüfungen und Klausuren) erworben. Der Arbeitsaufwand, den man für sein Studium erbringen muss, wird in Kreditpunkten (CP) gemessen und mit ihnen vergütet. Ein CP entspricht dabei dem Arbeitsaufwand von 30 Stunden. Dazu zählen der Besuch von Veranstaltungen, die Vor- und die Nachbereitungszeiten für Veranstaltungen. Auch Prüfungsleitungen wie z.B. Klausuren werden mit CP vergütet. Die CP sind aber keine Noten. Jeder der eine Veranstaltung ordentlich besucht und die Prüfung besteht bekommt die selbe Anzahl an CP dafür. Für das Studium des Haupt- und Realschullehramts müssen 180 CP erbracht werden. Für das Examen gibt es noch einmal 30 CP. Noten gibt es an der Universität natürlich auch. Im Lehramtsstudium entsprechen Sie dem Notenvergabesystem in der Oberstufe von 0 bis 15 Punkten. Examen und Module werden nach diesem System benotet.
Schematische Darstellung des L2-Studiums:
Die Erziehungswissenschaften, die Pädagogische Psychologie, die Soziologie und die Politikwissenschaft entfalten und gewährleisten ein gemeinsames Curriculum des Studiums der Grundwissenschaften. Sie sorgen auf der Basis eines modularen Gerüstes von Grundlagenmodulen und Vertiefungsmodulen sowie der Sicherung der allgemeinen schulpraktischen Studien für ein zusammenhängendes Lehrangebot. Das Lehrangebot orientiert sich an den in der Umsetzungsverordnung zum Hessischen Lehrerbildungsgesetz genannten zehn Kompetenzen: (1) Bildungstheorien und ihr Verhältnis zu Gesellschaftstheorien kennen und Erziehungs- und Bildungsstandards danach einschätzen; (2) Ergebnisse der Jugend- und Bildungsforschung sowie der Entwicklungspsychologie kennen und ihren Einfluss auf pädagogisches Handeln reflektieren; (3) Verfahren und Ziele von Schulentwicklung beschreiben sowie Verfahren der Evaluation und Qualitätssicherung darstellen und einschätzen; (4) Schule, Schulsystem und Lehrerberuf in historischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen darstellen und reflektieren; (5) Lernstrategien und Lernmethoden für Unterricht und Erziehung analysieren, begründen und bewerten; (6) Vermittlungs- und Interaktionsprozesse für pädagogisches Handeln in Unterricht und Schule unter verschiedenen Bedingungen analysieren, darstellen und reflektieren; (7) den Einsatz neuer Medien pädagogisch begründen und argumentativ vertreten; (8) Prozesse und Maßnahmen der Koedukation, interkultureller sowie integrativer Erziehung und Bildung beschreiben und einschätzen; (9) Heterogenität mit diagnostischen Mitteln erfassen und reflektieren; (10) Konfliktsituationen und Kommunikationsstörungen in Unterricht und Erziehung analysieren und Bewältigungsstrategien darstellen und bewerten. In den Grundlagenmodulen wird an diese Kompetenzen – jeweils aus der Perspektive der beteiligten Fachwissenschaften – herangeführt. In den Vertiefungsmodulen werden die Kompetenzen zu vier inhaltlichen Bereichen thematisch gebündelt: (A) Bildung und Erziehung im gesellschaftlichen Kontext; (B) Schulsystem und Organisation von Schule; (C) Lehren und Lernen und (D) Umgang mit Differenz. Das Lehrangebot in den Vertiefungsmodulen ist so aufgebaut, dass diese Bereiche sowohl aus einer interdisziplinären Perspektive wie auch aus der Perspektive einer einzelnen Fachwissenschaft studiert werden können. In den schulpraktischen Studien können die Studierenden zwischen den beiden Formen des interventionsbezogenen oder des forschungsbezogenen Praktikums wählen. Das Praktikum kann als Blockpraktikum oder als semesterbegleitendes Praktikum absolviert werden. Näheres regelt die Ordnung zu den schulpraktischen Studien.
geändert am 25. Juni 2010 E-Mail: Webmasterssc-www@em.uni-frankfurt.de | | Zur Navigationshilfe |
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Druckversion: 25. Juni 2010, 13:11
http://www.uni-frankfurt.de/studium/studienangebot/lehramt/l2/index.html