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Standorte der Universität

Die Goethe-Universität steht vor der größten Herausforderung in ihrer 90-jährigen Geschichte. Unterstützt und getragen durch den Willen der politischen Entscheider bei Land und der Stadt wird die Universität ihren Gründungsstandort in Bockenheim schrittweise aufgeben.

In seiner Regierungserklärung vom 23. April 2003 hat Ministerpräsident Roland Koch die Weiterentwicklung des Bildungs- und Forschungslandes Hessen als zentrale Aufgabe für die nächsten Jahre bezeichnet. Dabei kommt der Stärkung der Leistungsfähigkeit der Hochschulen eine überragende Bedeutung zu.

Das zielt zum einen auf die inhaltliche Entwicklung der Universität. Ihre übergreifenden Entwicklungsziele sind im Hochschulentwicklungsplan 2001 zusammengefasst. Dabei wird vor allem durch eine konsequente Schwerpunkt- und Profilbildung Exzellenz in der Forschung, der Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Lehre sichergestellt.

Der Ministerpräsident hat den Willen der Landesregierung unterstrichen, die Universität Frankfurt zur "modernsten Europas auszubauen - eine Aussage, die auch Finanzminister Karlheinz Weimar wiederholt getan hat - zuletzt anlässlich der Bekanntgabe der Preisträger des Städtebaulichen Realisierungswettbewerbs für den Campus Bockenheim am 10. Juni 2003.

Dafür wird eine tiefgreifende Standortneuordnung die räumlich-infrastrukturellen Voraussetzungen schaffen; in ihrem Zuge wird der Campus Bockenheim aufgegeben. Die hier beheimateten Fachbereiche sowie die zentralen Einheiten beziehen Neubauten auf dem Campus Riedberg (Naturwissenschaften) und dem Campus Westend (Jura, Wirtschaftswissenschaften, Erziehungs- und Gesellschaftswissenschaften, Kultur- und Sprachwissenschaften). Auf dem Campus Westend hat nach dem Willen der Landesregierung die Errichtung des "House of Finance" höchste Priorität.

In engster Verbindung zum Universitätsklinikum ist der Fachbereich Medizin auf dem bisherigen und künftigen Campus Niederrad angesiedelt. Das Klinikum wird derzeit mit einem Aufwand von 245 Millionen Euro saniert und ausgebaut. Hier handelt es sich um die zur Zeit investitionsstärkste laufende Hochschulbaumaßnahme in Hessen. Das größte Landesklinikum wird künftig eines der modernsten Deutschlands sein.

Die Kosten für das gleichermaßen herausfordernde und ehrgeizige Projekt der Standortneuordnung belaufen sich auf 600 Millionen Euro - ohne die baulichen Maßnahmen auf dem Campus Niederrad (Medizin). Insgesamt werden 150.000 Quadratmeter Hauptnutzfläche neu errichtet.

Es ist die gemeinsame und erklärte Absicht aller Verantwortlichen, die Standortneuordnung bis zum 100-jährigen Bestehen der Universität im Jahre 2014 abzuschließen.

Große Projekte erfordern große Ziele.

 

geändert am 09. September 2009  E-Mail: Webmasterpresse@uni-frankfurt.de

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Druckversion: 09. September 2009, 08:43
http://www.uni-frankfurt.de/ueber/campi/index.html