Freiluftausstellung: Herbert Mehler | Wachstum – Körper – Raum. Dialog mit der Goethe-Universität

Skulpturenschau auf dem Campus Westend

Die Goethe-Universität genießt im Kulturgeschehen der Stadt Frankfurt am Main eine herausragende Stellung. 1914 als Bürgeruniversität gegründet und 2008 als autonome Stiftungsuniversität fortgeführt, versteht sie sich als eine umfassende Stätte für Forschung und Lehre, für offene Diskussion, innovatives Denken und zukunftsorientiertes Handeln mit gesellschaftlicher Verantwortung. Um diesen Anspruch sichtbar nach außen zu vermitteln entstand die Idee, die Leitlinien und unterschiedlichen Aspekte des universitären Lebens mit einer Skulpturenausstellung visuell eindrucksvoll darzustellen. 

Eingebettet in der spektakulären Kulisse des Parkgeländes rund um den Poelzig-Bau präsentiert die Goethe-Universität Frankfurt in Kooperation mit dem nahe gelegenen Ausstellungshaus DIE GALERIE die Freiluftausstellung Herbert Mehler | Wachstum – Körper – Raum. Hiermit werden auf dem Campus Westend insgesamt 18 monumentale Skulpturen des zeitgenössischen, deutschen Bildhauers Herbert Mehler präsentiert.

Der 1949 in Steinau geborene Künstler genießt sowohl im deutschsprachigen Raum als auch international ein hohes Ansehen. Seine hochaufragenden, aus gleichmäßigen Lamellen erschaffenen Gebilde aus Corten-Stahl erwecken mit ihren teils geometrischen, teils organischen Formen den Anschein gigantischer, pflanzlicher Formationen unterschiedlicher Art; auch der für Corten-Stahl typische, braun-rötliche Farbton vermittelt einen besonders naturnahen Eindruck. Durch ihre schlanken, jedoch auch kraftvollen Schäfte erinnern Herbert Mehlers Werke zugleich an tragende Elemente der Baukunst und schlagen somit eine Brücke zwischen Natur und Architektur.


Weitere Informationen

„Die Arbeiten des Künstlers Herbert Mehler faszinieren mich nicht nur als Kunstfreund, sondern auch als Wissenschaftler, denn sie scheinen zwei Gegensätze in sich zu vereinen: Einerseits stehen sie für Wachstum, Schöpfung, Kreatürlichkeit und Nähe zur Natur, auf der anderen Seite wirken sie in ihrer Ebenmäßigkeit und den gleichmäßigen Strukturen wie künstliche Gebilde aus einer anderen Welt.“ 

Prof. Dr. Enrico Schleiff, Präsident der Goethe-Universität Frankfurt

1. Skulpturengruppe „Nach den Sternen greifen“


Colossale (2009), Rotazione Grande (2017) und Colonna Colomba (2017) vor dem IG-Farben-Haus der Goethe-Universität

2. Skulpturengruppe „Im Mittelpunkt der Stadt“ 


Fuso Colossale (2009) und Vita Colossale (2014) vor dem IG-Farben-Haus der Goethe-Universität 

3. Skulpturengruppe „Vielfalt“ 


Fiamma Molto Grande (2015), Piega Grande (2013) und Appianamento Grande (2013) vor dem IG-Farben-Haus der Goethe-Universität 

4. Skulpturengruppe „Denken von verschiedenen Enden her“


Corno Grande (2013) vor dem IG-Farben-Haus der Goethe-Universität 

5. Skulpturengruppe „Nachhaltigkeit – nicht keimend“


Frutta Di Spigolo Grande (2010) und Nipa (2012) zwischen Hörsaalzentrum und PEG der Goethe-Universität 

6. Skulpturengruppe „Nachhaltigkeit – unterbrochenes Wachstum“


Uncino Grande (2011), Belladonna Gigante (2008) und Vela Grande (2011) zwischen Hörsaalzentrum und PEG der Goethe-Universität 

7. Skulpturengruppe „Nachhaltigkeit – künstliche Natürlichkeit“


Asparago Grande (2016), Bocciolo (2006) und Cuffia Grande (2011) zwischen RuW und HoF der Goethe-Universität 

8. Herbert Mehlers Skulptur „Frutta Di Casco Grande“ (2010)


Frutta Di Casco Grande (2010) in der Eingangshalle des IG-Farben-Hauses der Goethe-Universität