Aktuelles aus der Forschung

Forschungsverbund „Individualisierte Leistungsentwicklung im Sport“ der Universitäten Gießen und Frankfurt sowie der Deutschen Sporthochschule Köln geht an den Start –Bundesinstitut für Sportwissenschaft fördert Konsortium zunächst bis 2025.
 
Das Konsortium wird das Thema aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven betrachten, um die Individualität der Leistungsentwicklung besser zu verstehen und zu erklären.


Diagnostikinventare zur Erfassung leistungsbestimmender Einfluss- und Bedingungsfaktoren
und individualisierte Trainingsstrategien werden entwickelt. Die Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler werden dabei eng mit Trainerinnen und Trainern sowie Athletinnen und
Athleten zusammenarbeiten. Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft fördert das Projekt
zunächst für vier Jahre mit insgesamt zwei Millionen Euro.

Es ist ein breit aufgestelltes Datenmanagementsystem geplant, zu dem Prof. Dr. Lena Wiese,
Goethe-Universität Frankfurt, die Informatikexpertise beisteuert. Um die komplexen,
disziplinspezifischen Diagnostiken sowie die Trainings- und Wettkampfdaten der
Fachverbände zusammenzuführen und auszuwerten, ist die Entwicklung eines integrierten
Datenbanksystems vorgesehen. Neben den wissenschaftlichen Analysen werden die Daten
unter Einbeziehung von Erfahrungen der Trainerinnen und Trainer betrachtet, um für
einzelne Athletinnen und Athleten individuelle Maßnahmen abzuleiten, um die
Trainingsarbeit zu optimieren und die Rahmenbedingungen zu verbessern.

Auszug aus dem Artikel der 'GOETHE-UNI online – Aktuelle Nachrichten aus Wissenschaft, Lehre und Gesellschaft' vom 07.12.2021
Interdisziplinäre Grundlagenforschung in den Natur-, Lebens- und Neuro- sowie Computerwissenschaften – dies sind die Gebiete, auf denen Goethe-Universität und FIAS seit der Gründung des Forschungsinstituts im Jahr 2003 zusammenarbeiten. Mit dem neuen Vertrag können nun vorhandene Projekte intensiver aufeinander ausgerichtet und neue Projekte gestartet werden.

Prof. Dr. Volker Lindenstruth unterzeichnete den Kooperationsvertrag gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Dr. Rolf Bernhardt.

Geplant ist etwa, im Rahmen des Centers for Scientific Computing (CSC) gemeinsam technische und inhaltliche Themen des Hochleistungsrechnens in den Natur- und Lebenswissenschaften weiterzuentwickeln; erst kürzlich war die Goethe-Universität in den nationalen Verbund zum Hochleistungsrechnen aufgenommen worden.

Auszug aus dem Artikel der 'GOETHE-UNI online – Aktuelle Nachrichten aus Wissenschaft, Lehre und Gesellschaft' vom 12.11.2021
Prof. Dr. Volker Lindenstruth, Professor für Hochleistungsrechner-Architektur an der Goethe-Universität und FIAS-Vorstandsvorsitzender, sieht die Aufnahme in das Nationale Hochleistungsrechnen als wichtigen Meilenstein für die weitere Forschung an der Goethe-Universität im Bereich der Green IT: „Als Teil des Nationalen Hochleistungsrechnens ist es jetzt noch besser möglich, die Früchte unserer Forschung zum Nutzen der Allgemeinheit und für intensivere Forschung einzusetzen. So haben wir an der Goethe-Universität in den letzten zehn Jahren bemerkenswerte Fortschritte bei der Effizienzsteigerung wissenschaftlicher Software erzielt. Dadurch werden die gleichen wissenschaftlichen Ergebnisse mit wesentlich weniger Energieverbrauch erzeugt. Es wurden bei vielen Anwendungen Steigerungen der Rechengeschwindigkeit um das Hundertfache erreicht, wodurch auch sehr komplexe Probleme erstmals überhaupt berechenbar wurden. So wurden und werden die an der Goethe-Universität entwickelten, hoch effizienten Algorithmen sowohl in der Teilchenphysik am CERN als auch bei FAIR am Helmholtzzentrum GSI eingesetzt.“

Auszug aus dem Artikel der 'GOETHE-UNI online – Aktuelle Nachrichten aus Wissenschaft, Lehre und Gesellschaft' vom 22.10.2021



Das IT-Forschungsumfeld des „Organic Computing“ nutzt Konzepte aus der Biologie, um beispielsweise Fähigkeiten zur Selbstorganisation, Selbstanpassung und Selbstschutz auf technische Informationssysteme zu übertragen. Ein Beispiel hierfür sind KDNA und KHS. Hiermit sollen die Prozessoren und Sensoren von Drohnen intelligent untereinander und mit der Infrastruktur an einer Bodenstation vernetzt und so zu einer „organischen IT-Einheit“ werden.

Auszug aus dem Artikel der 'GOETHE-UNI online – Aktuelle Nachrichten aus Wissenschaft, Lehre und Gesellschaft' vom 28.07.2021

Mit der wirtschaftlichen Ausbeutung von Kolonien und kolonialartigen Machtstrukturen ging oft eine kulturelle Plünderung einher. Archäologische Funde wurden in Mengen außer Landes gebracht und verkauft. Deren wissenschaftliche Bewertung ist heute eine Herausforderung. Inwiefern Künstliche Intelligenz dabei helfen kann, das wollen der Archäologe Dr. Matthias Recke und der Informatiker Dr. Karsten Tolle in einem gemeinsamen Projekt herausfinden, das in enger Kooperation mit dem Winkelmann-Institut der Humboldt-Universität Berlin unter Prof. Stephan Schmid geplant ist.


Auszug aus dem Artikel der 'GOETHE-UNI online – Aktuelle Nachrichten aus Wissenschaft, Lehre und Gesellschaft' vom 13.07.2021