Forschung am IZO

Die IZO-Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der ostasiatischen Regionalstudien, welche die modernen Kulturen und Gesellschaften Chinas, Japans, Koreas und Südostasiens einschließlich ihrer historischen Grundlagen in interdisziplinärer, transregionaler und vergleichender Perspektive in den Mittelpunkt des Interesses stellen.

Hierbei konnten in den vergangenen Jahren immer wieder erfolgreich Drittmittelprojekte eingeworben werden, die diese Ansätze akzentuieren.

Die zentrumseigenen Publikationsreihen finden sich unter Veröffentlichungen.

Interdisziplinäre Forschung am IZO

Das IZO verfügt über ein breites Spektrum an Zugängen für die Erforschung Ostasiens, von kultur- und regionenspezifischen Ansätzen über philologische, historische und kulturwissenschaftliche Methoden bis hin zu solchen der Gesellschafts-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Schwerpunktmäßig orientiert sich die Forschung des IZO am Leitkonzept „Global East Asia - Past and Future“. Dabei geht es darum, Fragestellungen zu entwickeln, die sich mit den Gesellschaften Ost- und Südostasiens in ihren ideellen, materiellen, sozialen, ökonomischen und politischen Verflechtungen, Austauschbeziehungen und Interaktionen untereinander sowie mit anderen Weltregionen auseinandersetzen. Diese Interaktionsprozesse werden als historisch eingebettet betrachtet. Die Untersuchung von empirisch fassbaren wie auch sozial konstruierten Verbindungslinien ermöglicht nicht nur die Analyse gegenwartsbezogener Themen, sondern auch den Blick auf zukünftige Entwicklungsszenarien. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für die Erarbeitung von Strategien zum Umgang mit den globalen und regionalen Herausforderungen unserer Zeit.

Das IZO pflegt den intensiven Austausch mit der internationalen ostasienbezogenen Forschungsgemeinschaft und unterhält vielfältige Kooperationen mit Wissenschaftler*innen und akademischen Institutionen in Ost- und Südostasien. Es entwickelt Angebote zur Vermittlung von sprach-, kultur-, gesellschafts-, wirtschafts- und rechtswissenschaftlicher Ostasienkompetenz – vor allem in der universitären Lehre, aber auch für das größere gesellschaftliche Umfeld. Schließlich verbindet das IZO wissenschaftliche Theoriebildung und aus der Forschung gewonnene Erkenntnis mit praktischer Erfahrung, insbesondere durch Kooperationen und den Austausch mit Institutionen und Persönlichkeiten aus Kultur, Wirtschaft und Politik.

Als übergeordnete Zielsetzungen des Zentrums ergeben sich hieraus:

  • Theoretisch-methodisch in den Fachdisziplinen verankerte Ostasienforschung
  • Vermittlung von sprachlich-interkulturellen Kompetenzen und interdisziplinärer Kompetenz in Regionalstudien ("Area Studies")
  • Vernetzung ostasienbezogener Aktivitäten in Forschung, Lehre und Nachwuchsförderung an der Goethe-Universität
  • Vermittlung ostasienbezogener wissenschaftlicher Ergebnisse an die Öffentlichkeit
  • Förderung des öffentlichen Bewusstseins für die Relevanz Ostasiens in einer globalisierten Welt

Aktuelle Forschung

Hier stellen wir Ihnen monatlich aktuelle Beispiele aus der Forschungstätigkeit von IZO-Wissenschaftler*innen vor.
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Aktuelle Forschung

​Bertram Lang zur chinesischen Antikorruptionspolitik als fragilem Krisenmanagement

IZO-Koordinator Bertram Lang hat in einem aktuellen Sammelband zu Krisen in autoritären Regimen von Jörg Baberowski und Martin Wagner einen Beitrag veröffentlicht.

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Aktuelle Forschung Januar 2022

Iwo Amelung zur historischen Bedeutung der Finanzierung des  Wasserbaus am Gelben Fluss

In seinem Aufsatz “The Cost of Security. Financing Yellow River Hydraulics during the late Imperial Period" geht Iwo Amelung der Frage nach, welchen Einfluss konfuzianisch geprägte paternalistische Auffassungen des Qing-Hofes auf die Finanzierung von Wasserbauprojekten am Gelben Fluss und am Großen Kanal hatten.

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Aktuelle Forschung Dezember 2021

Cornelia Storz analysiert das chinesische Ökosystem des Technologietransfers.

Cornelia Storz hat am 17. November 2021 gemeinsam mit Marcus Conlé, Henning Kroll und Tobias ten Brink einen neuen Artikel im Journal of Technology Transfer veröffentlicht. Das Thema Technologietransfer in Europa und Asien erfährt sowohl aus ökonomischer als auch aus politischer Sicht immer wieder besondere Aufmerksamkeit, da sich in den jeweiligen Kontexten interessante Transfermechanismen etabliert haben. 

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Aktuelle Forschung November 2021

Heike ​Holbig und Bertram Lang zum Einfluss Chinas auf die internationale Zivilgesellschaft

In einer aktuellen Open-Acess-Veröffentlichung im Journal of Contemporary Asia untersuchen Heike Holbig und Bertram Lang die Auswirkungen des chinesischen NGO-Gesetzes von 2016 auf den internationalen zivilgesellschaftlichen Austausch.


IZO-Forschungsprojekte

Seit Gründung des IZO konnten immer wieder erfolgreich gemeinsame Drittmittelprojekte eingeworben werden, in deren Rahmen die gemeinsame Forschungsarbeit zwischen den beteiligten Professuren sowie die Zusammenarbeit mit externen Partnern in Projektverbünden weiter vertieft wurde. Aktuell werden vom BMBF zwei große Verbundprojekte gefördert, an denen das IZO wesentlich beteiligt ist: QuaMaFA und CEDITRAA. Ein weiteres gemeinsames Forschungsprojekt zu Kanonisierung und Innovation in Ostasien befindet sich in der Antragsphase.

Laufendes IZO-Verbundprojekt

"Qualifikation“ im Migrationsprozess ausländischer Fachkräfte in Asien (QuaMaFA)

Das IZO freut sich über die Genehmigung eines neuen großen Dritmittelprojekts, das 2020 von der bisherigen IZO-Koordinatorin Dr. Ruth Achenbach erfolgreich eingeworben wurde:

Am 1.3.2021 beginnt das neue Verbundprojekt „Qualifikation“ im Migrationsprozess ausländischer Fachkräfte in Asien (QuaMaFA) unter Leitung von Dr. Ruth Achenbach. Das auf vier Jahre ausgelegte Projekt wird vom BMBF mit insgesamt mehr als 2 Mio. EUR gefördert, mehr als die Hälfte davon für Aktivitäten an der Goethe-Universität. Verbundpartner sind die FU Berlin, die Universität Duisburg-Essen und das Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften.



Alle aktuellen Informationen zum laufenden Projekt sowie zu den beteiligten Personen finden Sie auf der externen Projektseite: https://quamafa.de/

Ansprechpartnerin für das Projekt:

Dr. Ruth Achenbach

Projektleiterin QuaMaFA
(beurlaubt als IZO-Koordinatorin seit 2021)

Laufendes IZO-Verbundprojekt

CEDITRAA – Cultural Entrepreneurship and Digital Transformation in Africa and Asia

Unter der Ko-Leitung von Prof. Dr. Cornelia Storz und mit Beteiligung mehrerer weiterer IZO-Forscherinnen (insbesondere Dr. des. Mirjam Tröster und Prof. Yonson Ahn) startete im April 2021 ein weiteres vom BMBF gefördertes IZO-Verbundprojekt: 

Das gemeinsam an der Goethe-Unviersität Frankfurt und der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz durchgeführte Forschungsprojekt CEDITRAA - Cultural Entrepreneurship and Digital Transformation in Africa and Asia untersucht, wie die Digitalisierung die Kulturproduktion im subsaharischen Afrika und Ostasien verändert. Dies geschieht anhand von Musik und Film als Beispiele für kulturelle Ausdrucksformen immaterieller Art. Untersucht wird die Kulturproduktion in Nigeria und Südkorea – zwei Ländern, deren Kulturproduktion schon lange nicht mehr von den Produkten der US-amerikanischen Kulturindustrie dominiert wird. Dabei interessiert die Frankfurter und Mainzer Wissenschaftler*innen, inwieweit die neuen Kulturindustrien mit überregionaler Reichweite zum Faktor wirtschaftlicher Entwicklung ihrer Herkunftsregionen werden.


Alle aktuellen Informationen zum laufenden Projekt sowie zu den beteiligten Personen finden Sie auf der externen Projektseite: https://ceditraa.net/

Ansprechpartner für das Projekt:

Bertram Lang, M.A.

Wissenschaftlicher Koordinator des IZO und des Verbundprojekts CEDITRAA

Projekt in der Antragsphase

Kanonisierung und Innovation in Ostasien

Unter Leitung des Geschäftsführenden Direktors, Prof. Dr. Iwo Amelung, arbeiten mehrere IZO-Forschende derzeit an der Vorbereitung eines Forschungsprojektes zu Prozessen von Kanonisierung und Innovation in Ostasien. Ausgangspunkt ist dabei die Beobachtung, dass traditionelle ostasiatische Kanonisierungsprozesse zunehmend in Forschungen zu Kanon und Kanonisierung eingebunden, andererseits aber Ergebnisse der überaus reichhaltigen Kanonisierungsforschung praktisch nie auf Prozesse der Kanonisierung im modernen Ostasien angewandt werden. Das Projekt geht von der Überlegung aus, dass grundsätzlich gesehen Kanones ein Instrument der „Kontingenzkompensation“ sind und ihnen damit eine stabilisierende Wirkung zukommt. Die Prozesse der Entstehung und Bewahrung von Kanones, d.h. die Kanonisierungen, sind hingegen durch große Dynamik gekennzeichnet, da sie ständig zwischen stabilisierenden „fixen“ Kanones und sich konstant verändernden gesellschaftlichen, kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Bedingungen zu vermitteln haben – in den meisten Fällen durch Praktiken, die sich als „Kommentierungen“ im Sinne von traditionellen Kanonisierungsprozessen erfassen lassen. Nicht zuletzt in diesem Zusammenhang können Innovationen stehen bzw. wird die Paradoxie zwischen Erneuerungsfeindlichkeit und Innovationspotential (Bahr) deutlich. Die Tatsache, dass Kanons immer eine „category of power“ darstellen, Kanonisierungen somit auch als Anwendung von Macht zu verstehen sind, wird bei der Untersuchung von Kanonisierungen in so unterschiedlichen Bereichen wie Recht, Film, Politik, Gender, Militär, Literatur und Wissenschaft besondere Beachtung finden. Untersuchungszeitraum wird die Zeit vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart sein, wobei neben der Verwendung der methodischen Zugänge und theoretischen Erkenntnisse der (vor allem westlichen) Kanonisierungsforschung auch der Blick auf den Zusammenhang zwischen Kanonisierung und Innovation bei autochthonen ostasiatischen Kanones die gemeinsamen Erkundungen befruchten soll.

Ansprechpartner für das Projekt:

Prof. Dr. Iwo Amelung


Geschäftsführender Direktor
Sinologie: Geschichte und Kultur Chinas

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Protecting the Weak - Entangled Processes of Framing, Mobilization and Institutionalization in East Asia

In den Jahren 2014-2018 hat die VolkswagenStiftung im Rahmen ihrer Initiative "Schlüsselthemen für Wissenschaft und Gesellschaft" das am IZO beheimatete Kooperationsprojekt "Schutz des Schwachen. Verwobene Prozesse von Framing, Mobilisierung und Institutionalisierung in Ostasien" gefördert. Neben den Antragsteller*innen Iwo Amelung (Sinologie), Moritz Bälz (Rechtswissenschaft), Heike Holbig (Politikwissenschaft, Sprecherin) und Cornelia Storz (Wirtschaftswissenschaft) gehörten dem Projektteam zehn Nachwuchswissenschaftler*innen mit vielfältigen disziplinären und internationalen Profilen.

Das Projektteam widmete sich der Erforschung öffentlicher Ansprüche des Schutzes schwacher Gruppen und Interessen in Japan und China vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Mithilfe eines interdisziplinären Ansatzes setzten sich die Wissenschaftler*innen mit laufenden Debatten westlicher und nichtwestlicher Gesellschaften auseinander, wobei durchweg auf eine historische Fundierung der Analyse Wert gelegt wurde. Die gewählten Fallstudien beschäftigten sich mit dem Schutz von Katastrophenopfern, Arbeitnehmerschutz, Tierschutz und dem Schutz kulturellen Erbes und wurden jeweils vergleichend aus einer dynamischen Perspektive auf Prozesse des Framings, der Mobilisierung und der Institutionalisierung von Schutzansprüchen analysiert. An der Schnittstelle zwischen innerstaatlichen und internationalen Sphären galt die Aufmerksamkeit vor allem der Frage, wie die jeweiligen Schutzansprüche in Japan und China begründet, umfochten und in der Praxis umgesetzt wurden. Wie das Forschungsteam zeigen konnte, werden entsprechende Schutzansprüche nicht immer in effektive Schutmaßnahmen übersetzt, sondern haben teilweise auch ambivalente oder negative Auswirkungen für die geschützten "Schwachen".

Die Ergebnisse des fünfjährigen Forschungsprojekts wurden auf zahlreichen internationalen Konferenzen vorgestellt und in mehreren Dutzend Zeitschriftenartikeln sowie einer gemeinsamen Monographie veröffentlicht. Als Teil der Routledge-Reihe Contemporary Asia stellt der 2018 erschienene Band Protecting the Weak in East Asia. Framing. Mobilisation and Institutionalisation einen Beitrag zur theoretischen und empirischen Forschung zur Transformation ostasiatischer Gesellschaften dar. Darüberhinaus sind aus dem Kreis der Nachwuchswissenschaftler*innen im Projekt (Christina Maags - Politikwissenschaft, Matthias Schumann - Sinologie, Julius Weitzdörfer - Rechtswissenschaft, Na Zou - Wirtschaftswissenschaften) bislang vier Dissertationen hervorgegangen, und die empirische Forschung aller Mitglieder des Forschungsteam hat durch Konferenzen, Lehre und die Betreuung von Abschlussarbeiten am IZO und den beteiligten Fachbereichen weitere Arbeiten zum Thema inspiriert.

Ansprechpartnerin für das Projekt:

Prof. Dr. Heike Holbig

Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Area Studies China/Ostasien

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Afrikas Asiatische Optionen (AFRASO)

Das Frankfurter Inter-Zentren-Programm „Afrikas Asiatische Optionen (AFRASO)“ geht von der Prämisse aus, dass sich Regionalstudien in einer globalisierten Welt zunehmend mit Entgrenzungs- und Transregonalisierungsprozessen konfrontiert sehen, auf die sie mit innovativen Konzepten und Theorien reagieren müssen, um ihren sich rasch verändernden Gegenstandsbereichen weiterhin gerecht werden zu können. Das Frankfurter Afrika-Asien-Programm setzt sich mit dieser Problematik am Beispiel neuer afrikanisch-asiatischer Interaktionen auseinander und folgt dabei der Annahme, dass diese Interaktionen auf wirtschaftlicher, politischer, sozialer und kultureller Ebene nicht nur den Ländern Asiens, sondern auch afrikanischen Akteuren neue Handlungsspielräume eröffnen. Dabei spielen neben China und Indien weitere, im Zusammenhang mit Afrika bisher weniger untersuchte asiatische Akteure wie Japan, Indonesien, Korea, Malaysia und Vietnam eine zentrale Rolle.

Das Frankfurter Forschungsprogramm AFRASO verfolgt deshalb das Ziel:
– die sich gegenwärtig dynamisch vervielfältigenden Beziehungsmuster zwischen unterschiedlichen Regionen Afrikas und Asiens in vergleichender, inter- und transdisziplinärer Perspektive aufzuarbeiten,
– den Area Studies durch den Fokus auf transregionale Interaktionen zwischen Afrika und Asien innovative Theorieangebote zu unterbreiten,
– Regionalstudien an der Goethe-Universität strukturbildend zu vernetzen und die Kooperation von Area Studies mit systematischen Disziplinen nachhaltig zu sichern und die Expertise zu afrikanisch-asiatischen Interaktionen an der Goethe-Universität international sichtbar zu bündeln. 
– Bestehende bilaterale Beziehungen zu Partnern der Goethe-Universität in Afrika und Asien werden über Forschungsprojekte und gemeinsame Konferenzen in Frankfurt zusammengeführt. Darüber hinaus wird in Kooperation mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) eine Schnittstelle zwischen universitärer Forschung und entwicklungspolitischer Praxis etabliert und erprobt.


Links:

Projektwebseite AFRASO

AFRASO-Flyer

Ansprechpartnerin für das Projekt:

Dr. Ruth Achenbach

Projektleiterin QuaMaFA
(beurlaubt als IZO-Koordinatorin seit 2021)

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Fukushima und Tschernobyl: Soziale und kulturelle Dimensionen der Reaktorkatastrophen im Vergleich

Das inter- und multidisziplinär angelegte Projekt „Fukushima und Tschernobyl: Soziale und kulturelle Dimensionen der Reaktorkatastrophen im Vergleich“ beabsichtigt eine komparatistische Sichtung zweier atomarer „Störfälle“, die gravierende Einschnitte für die Zeitgeschichte bedeuten. Osteuropa-Spezialisten und mit Japan befasste Wissenschaftler*innen aus den Fachgebieten Philosophie, Politik, Soziologie, Humangeographie sowie Medien- und Literaturwissenschaft untersuchen die Ereignisse aus der ihnen eigenen Perspektive. Geplant sind, über eine erste internationale Fachtagung zum Thema vom März 2012, Analysen zur Rolle der Medien und zu den Reaktionen von Intellektuellen auf die nuklearen Katastrophen in Russland (1986) und Japan (2011). Betrachtet werden zudem politische und gesellschaftliche Entwicklungen der Post-Tschernobyl- und der Post-Fukushima-Ära. Maßgeblich für das Projekt sind technikethische Fragen, Fragen nach einer kritischen Öffentlichkeit und der Repolitisierung von Gesellschaften, wie auch überlegt werden soll, welchen politischen und kulturellen Bedingungen sich mögliche Ansätze einer nachhaltigen Zukunftsgestaltung gegenübersehen.

– Erfolgreiche Förderanträge bei der Japan Foundation, der Fritz Thyssen Stiftung und dem Nakama-Fonds der Goethe-Universität für die Durchführung der internationalen Konferenz

– Veröffentlichung der Konferenzergebnisse in Form eines Sammelbandes: The Impact of Disaster: Social and Cultural Approaches to Fukushima and Chernobyl

Abgeschlossene Forschungsprojekte

FrankAsia: 100 Years of Research into East and Southeast Asia in Frankfurt

2014 jährt sich die Gründung der Goethe Universität zum einhundertsten Mal. Das IZO nimmt dies zum Anlass, die Entwicklung der ost- und südostasienbezogenen Forschung in Frankfurt und die mit ihr verbundenen Personenkonstellationen zu untersuchen. Welchen Anteil haben interpersonelle Abhängigkeiten und Verbindungen als Faktor für Forschungsarbeit und wie lässt er sich nachverfolgen? Wie groß ist der Einfluss der sozialen, politischen und wirtschaftlichen Strukturen, innerhalb derer die Fachgeschichte allgemein und Einzelforschung speziell angesiedelt sind, und wie lässt er sich im Rahmen der ost- und südostasienwissenschaftlichen Forschungsgeschichte nachweisen? Mit diesen Fragen ist programmatisch für das IZO insgesamt verbunden, aus der Frankfurter Erfahrung – von Richard Wilhelm über Otto Karow bis heute – eine Antwort auf die Frage nach den inhaltlichen Bestimmungen und dem Stellenwert von Regionalstudien bzw. Area Studies herauszuarbeiten.  

Kontakt

IZO-Koordinationsstelle:

Bertram Lang
Senckenberganlage 31, Juridicum, Postfach 20
60325 Frankfurt/Main
Tel. +49 (0) 69-798-23284, E-Mail: izo[at]uni-frankfurt.de

MEAS-Koordinationsstelle (Ansprechpartnerin für Studiumsfragen):

Mirjam Tröster

Senckenberganlage 31, Juridicum, Postfach 75
60325 Frankfurt/Main

Tel. +49 (0)69-798-28795, E-Mail: m.troester[at]em.uni-frankfurt.de


Studentische Hilfskraft:

Fabio Niepel, niepel[at]em.uni-frankfurt.de

Bildnachweise (v.o.l.n.u.r.): Bertram Lang (Malaysia), QuaMaFA, Ruth Achenbach, CEDITRAA, Bertram Lang, IZO, Iwo Amelung