QualiBi – "Aufbau einer Forschungsdatenplattform für die qualitative Bildungsforschung - Integration und nutzungsorientierte Neuausrichtung separat vorliegender universitärer und außeruniversitärer qualitativer Datenbestände"


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Das DFG-geförderte und in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF) zu realisierende Projekt „QualiBi“ dient der prototypischen Entwicklung einer föderierten Forschungsdatenplattform für die qualitative Bildungsforschung im deutschsprachigen Raum. Ziel ist es, Datenbestände der qualitativen Bildungsforschung sowohl zur wissenschaftlichen Nachnutzung als auch für den Einsatz in der Hochschullehre bereitzustellen. Neben dem Aufbau eines eigenen Archivdatenbestands soll das Portal QualiBi einen zentralen Zugriff auf bereits vorliegende Datenkollektionen universitärer und außeruniversitärer Archive ermöglichen. Die inhaltliche Ausrichtung erstreckt sich auf die ganze Breite qualitativ-empirischer Bildungsforschung.

Der Aufbau der Plattform erfolgt in einem prozessorientierten Vorgehen, dessen zentraler Bestandteil ein enger Austausch mit den erziehungswissenschaftlichen Fachcommunitys und dem Verbund FDB zu methodologischen und forschungsethischen Fragestellungen ist. Damit dient das Projekt auch einem fachkulturellen Austausch über Potenziale und Grenzen einer kooperativen Datennutzung (Data sharing). Letztlich werden durch das Projekt konkrete Nutzungsszenarien entwickelt und forschungsethische Fragestellungen bearbeitet, um die wissenschaftliche Nutzung von Daten durch Sekundäranalysen auch im Bereich qualitativer Bildungsforschung voranzutreiben. Durch zielgerichtete Nachhaltigkeitsmaßnahmen wie beispielsweise den Rückgriff auf Open Data bzw. Open Science soll mit QualiBi eine dauerhafte Service- und Contentplattform für die qualitativ forschenden Communities entstehen.


Projektteam

Projektteam am Standort Goethe-Universität Frankfurt am Main: Prof. Dr. Mirja Silkenbeumer (Projektleitung), Dr. Christoph Leser (Projektkoordination), Sinje M. Brinkmann, M.A. und Saskia Terstegen, Dipl. Päd., Karla Wazinski, M.A. (wissenschaftliche MitarbeiterInnen), Charlotte Galliker, Gabriel Großmann, Milena Menges, Tobias Reus, Sarah Speidel (studentische MitarbeiterInnen).

Projektteam am Standort DIPF - Leibnitz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main: Dr. Doris Bambey und Prof. Dr. Marc Rittberger (Projektleitung), Dr. Thomas Lösch (Koordination), Tristan Bauder, M.A., Dr. Marius Gerecht, Maike Porzelt, M.A. Alexander Schuster, M.A., Shivantika Thakur (wissenschaftliche MitarbeiterInnen).

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Veranstaltungen

Geplante Veranstaltungen

Vergangene Veranstaltungen:

  • Arbeitstagung „Qualitative Sekundäranalysen in der Bildungsforschung. Erkenntnisse, Erfahrungen, Perspektiven“, online am 31.3.2022
  • Forschungsforum auf dem DGfE-Kongress 2022 zum Thema „Szenarien der Nachnutzung qualitativer Daten – methodisch-methodologische Implikationen, Möglichkeiten und Grenzbestimmungen“, online am 16.03.2022
  • Workshop zum Thema "Intersubjektive Nachvollziehbarkeit bei Sekundärdatenanalysen" bei der Winter School Open Science/Open Scholarship, Universität Tübingen, online am 14.02.2022
  • Beiträge auf der DGfE-Vorstandstagung zum Thema „Forschungsdatenmanagement“ am 5./6.11.2021 in Berlin (Podiumsdiskussion & Poster-Beitrag)
  • Session „Forschen mit verfügbaren qualitativen Daten“ auf dem Bar Camp Open Data, online am 21.9.2021
  • Networksession „Data Sharing in der qualitativen Bildungsforschung – Aufbau einer Forschungsdatenplattform für qualitative Daten“ auf dem 3. Tag der Rhein-Main-Universitäten, online am 13.9.2021

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Werkstattgespräche

Im Rahmen des DFG-geförderten Verbundprojekts „QualiBi“ widmen wir uns Fragen einer angemessenen Aufarbeitung qualitativer Daten im Licht ihrer je spezifischen Besonderheit und Provenienz. Die Übergabe der Daten, ihre Dokumentation und Kontextualisierung, die Regulierung des Zugangs zu ihnen erfolgen abgestimmt mit den Forscher*innen, die sie erhoben haben. Die Werkstattgespräche zielen darauf, die mit der Bereitstellung und Archivierung verbundenen Fragen von Kolleg*innen an deren konkretem Material zu erörtern. Wir laden dazu Kolleg*innen ein, die qualitative Daten aus einem laufenden oder abgeschlossenen Forschungsprojekt archivieren und für weitere Forschung oder für die Lehre bereitstellen wollen.

Dafür vereinbaren wir mit Ihnen einen Termin, an dem wir Ihre Fragen und Themen entlang der exemplarischen Sichtung des Materials ins Zentrum stellen. Neben der Erörterung von Fragen der Aufbereitung der Daten mit dem Ziel einer möglichst passgenauen Kuratierung bieten die Werkstattgespräche zudem die Gelegenheit, Ihre methodische und fachliche Expertise auch auf einer grundsätzlicheren Ebene in die Entwicklung der Datenplattform QualiBi einfließen zu lassen. Auf diese Weise kann QualiBi auf der Grundlage der Erfahrungen, des breiten Wissens, der unterschiedlichen Bedarfe von Fachvertreter*innen sowie an den je spezifischen Datenmaterialien orientiert ausgestaltet werden.

Wer? Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichen Feldern qualitativer/rekonstruktiver Bildungsforschung, die Daten aus einem eigenen Forschungsprojekt archivieren, teilen und für die Nachnutzung verfügbar machen lassen möchten.
Wann? Individuelle Terminvereinbarung auf Anfrage jederzeit möglich.
Wo? Die Forschungswerkstatt kann sowohl vor Ort an der Goethe-Universität Frankfurt als auch online stattfinden. (Aufgrund der aktuellen pandemischen Lage sind derzeit ausschließlich Online-Termine möglich.)
Was ist das Ziel? Wechselseitige Beratung und Austausch zur Archivierung spezifischer Datentypen, Erörterung forschungsethischer und datenschutzrechtlicher Fragen und das Ausloten weitergehender Kooperationsmöglichkeiten.

Kontakt: Dr. Christoph Leser, Projektkoordination QualiBi, Mail: leser@em.uni-frankfurt.de

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Forschungswerkstatt

Wir führen im Rahmen von QualiBi eine Forschungswerkstatt durch, in die empirisches Material für eine Analyse mit bereits vorhandenen qualitativen Daten eingebracht werden kann. Neben den Forschungsinteressen des jeweiligen Projekts sollen dabei methodische und methodologische Fragen und Probleme im Fokus stehen, die sich im Horizont eines sekundäranalytischen Vorgehens stellen. Die Forschungswerkstatt ist für alle methodischen Zugänge qualitativer/rekonstruktiver Bildungsforschung offen, wobei die methodische Expertise von den Teilnehmenden leitend in der jeweiligen Sitzung wird. Im Fokus stehen Problematiken, die bei der Analyse vorhandener Daten mit einem je spezifischen methodischen Zugriff auftreten können. In der forschenden Arbeit am Material sollen so methodologische und methodische Fragen ausgeschärft und bearbeitet werden. Die Forschungswerkstatt ist geöffnet für weitere Interessierte. Die Arbeit in der Forschungswerkstatt kann sich auch über mehrere Termine in einer kontinuierlichen Gruppe erstrecken, wobei bei den Terminen jeweils ein Forschungsprojekt im Zentrum steht. Wir laden Interessierte herzlich ein, ihr Projekt in die Forschungswerkstatt einzubringen.

Wer? Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichen Teilgebieten der qualitativen/rekonstruktiven Bildungsforschung, die in ihrem Forschungsprojekt (auch) auf Forschungsdaten aus vorgängigen eigenen Projekten oder archivierten Daten aus Projekten Dritter zurückgreifen.
Wann? Individuelle Terminvereinbarung auf Anfrage jederzeit möglich; bei Interesse für eine kontinuierliche Gruppe etwa mit einem spezifisch methodologisch/methodischen Fokus kann diese ebenfalls über uns organisiert werden.
Wo? Die Forschungswerkstatt kann sowohl vor Ort an der Goethe-Universität Frankfurt als auch online stattfinden. (Aufgrund der aktuellen pandemischen Lage sind derzeit ausschließlich Online-Termine möglich.)
Was ist das Ziel? Bearbeitung methodologisch-methodischer und forschungsethischer Fragen, die sich im Rahmen qualitativer Sekundäranalysen stellen, Arbeit am konkreten empirischen Material sowie Vernetzungsmöglichkeiten für Forschende.

 

Kontakt: Saskia Terstegen, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt QualiBi, Mail: terstegen@em.uni-frankfurt.de

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