Förderung: Studentische Partizipation

Im Rahmen des QuiS+ Projektes „Get in Touch & Re:Start your Campuslife!" zur Förderung studentischer Partizipation hat die Goethe-Universität ein Programm aufgelegt, das studentische Partizipation fördern soll, die soziale Integration im Zuge der Belastung durch die Coronakrise zum Ziel hat. Die Maßnahme richtet sich an alle studentischen Gruppen, Initiativen und Fachschaften der Goethe-Universität. Das spezielle einmalige und einjährige Programm fördert 23 Projekte mit einem Betrag von jeweils bis zu max. 2.000 EUR.

Die Coronakrise ist für die Studierendenschaft eine besondere Herausforderung. Insbesondere Studienanfänger seit 2020 konnten ein normales Campusleben noch nicht miterleben - weder in Bezug auf die Lehre noch auf das soziale Leben als Studierende. Daraus resultierten diverse Hindernisse, wie mangelnde soziale Interaktion, ungleichheitsverstärkende Faktoren durch fehlende Sozialisation und Enkulturation im Studium mit der Folge von fehlender Motivation, brüchige Identifikation mit dem Studium, Aufmerksamkeitsprobleme, fehlende Selbstwirksamkeit im Studium, das Gefühl der Isolation und erhöhtes allgemeines Belastungsempfinden.

Fachschaften, studentische Initiativen und andere studentische Gruppen sind von jeher ein wesentlicher Bestandteil des universitären Lebens der Studierendenschaft. Als Ansprechpartner*innen u.a. für Erstsemester tragen sie wesentlich dazu bei, das „Ankommen“ der Studierenden positiv zu gestalten: vom Erstsemesterfrühstück, der Stundenplanerstellung bis hin zur Fachschaftsfeier sind sie präsent und damit eine wichtige Stütze des Campuslebens. Mit dem Programm „Get in Touch & Re:Start your Campuslife!“ möchte die Goethe-Universität auf verschiedenen Ebenen und unter Einbeziehung unterschiedlicher Akteur*innen, das Campusleben in Bezug auf Lehre und soziale Interaktion u.a. durch finanzielle Unterstützung stärken. Im Rahmen des Programms richtet sich der Appell an engagierte Studierenden und studentische Gruppen oder solche die es noch werden möchten, um ihre Kommiliton*innen im peer to peer-Format gezielt zu unterstützen. 

Folgende Kriterienpunkte werden berücksichtigt:

  1. Stärkung bei der Bewältigung inhaltlicher, fachlicher Lernkontexte (Maßnahmen zur Unterstützung bei fachlichen Inhalten, z.B. Lerngruppen, Begleitung von digitalen Lehrformaten im peer to peer Kontext, Einrichtung von verbindlichen Sprechstunden bei Fachschaften mit Fokus auf Corona spezifischen Problematiken, studentische Vortragsreihen etc.)
  2. Sozialer & interkultureller Austausch (Fachbereichsinterne, möglichst interkulturelle, Veranstaltungen (Feste, Filmabende, Flohmärkte, kulinarische Events, Festivals, Exkursionen, Gruppentreffen, „Stammtische“ organisieren)
  3. Förderung der Interaktion/ des Dialogs zwischen Lehrenden und Studierenden (Gezielte niedrigschwellige Zusammenkünfte von Lehrenden mit Studierenden, z.B. im Rahmen eines Speed-Datings, Gruppensprechstunden als geselliges Zusammensein, Informelle Gruppensprechstunde als Format zur Vorbereitung auf Abschlussphasen (Was brauchst du noch? / Was fehlt dir im Endspurt?)

Weitere Informationen:

  • Das vollständig und wahrheitsgemäß ausgefüllte Antragsformular sowie alle erforderlichen Bewerbungsunterlagen müssen fristgerecht bis zum 30.04.2022 unter dem Link: https://apte.rz.uni-frankfurt.de/engagement_quis eingereicht werden. Unvollständige Anträge können im Auswahlverfahren nicht berücksichtigt werden.
  • Kriterien für eine Auswahl ist die Qualität des beschriebenen Projekts sowie ehrenamtliches Engagement im Kontext des Programms. Die Vergabe der Mittel wird vom Bereich SLI vorbereitet und durch ein Gremium entschieden.
  • Ein Anspruch auf Gewährung der Förderung besteht nicht.
  • Das Fördergeld kann an studentische Gruppen (Fachschaften, Hochschulgruppen, Hochschul-Initiativen) der Goethe-Universität vergeben werden. Individuelle Bewerbungen von Studierenden sind prinzipiell ausgeschlossen.
  • Der*die Bewerber*innen sind an der Goethe-Universität immatrikuliert (Bachelor, Master, Staatsexamen, Promotion).
  • Als Engagement gelten Tätigkeiten, die freiwillig und unbezahlt bzw. nicht auf materiellen Gewinn gerichtet sind und eine gesellschaftliche Relevanz im Universitätsrahmen des Projektes „Get in Touch & Re:Start your Campuslife!“ aufweisen.
  • Das Projekt möchte studentische Partizipation, die soziale Integration zum Ziel hat, fördern. Gefördert werden daher Projekte, die sich aktiv an Prozessen und Strukturen der Goethe-Universität beteiligen und sich im Umfeld der Universität für Belange eines besonderen Bedarfs der Enkulturation auf dem Campus und Förderung der sozialen Dimension und Beförderung des studentischen Austauschs nach und während der Coronazeit einsetzen. Die ehrenamtliche Partizipation an der Goethe-Universität kann in Form einer bereits ausgeübten Tätigkeit in einer studentischen Initiative, einem studentischen Verein oder Gruppierung ausgeübt werden. Sie kann sich außerdem als aktive Teilhabe in Fachschaften, im jeweiligen Fachbereich und in selbstorganisierten Lerngruppen äußern. Gefördert werden Maßnahmen in drei Bereichen: (a) Inhaltliche Lernkontexte, (b) Sozialer & interkultureller Austausch, (c) Interaktion/ Dialog zwischen Lehrenden und Studierenden
    Bei den genannten Kriterien ist bei (a) der Anspruch von systematischer Vorgehensweise innerhalb einer Fachgruppe mit Anspruch auf Nachhaltigkeit angedacht. Die Maßnahmen sollten über mindestens ein Semester für Betroffene in Anspruch genommen werden können.   Bei (b) und (c) können auch einmalige Events angedacht werden. Es muss im Antrag aber deutlich werden, dass die Zielgruppen erreicht werden können, z.B. durch gezieltes Marketing und in Bezug auf (c) die Zustimmung von Kooperationspartner*innen (Lehrenden) vorliegen. Bei allen Maßnahmen soll die Zielgruppengröße möglichst hoch sein.
  • Das Engagement muss im Jahr 2022 abgeschlossen und mit einem zweiseitigen Bericht nachgewiesen werden können.
  • Die Mindestlaufzeit des Engagements muss eine Semesterlaufzeit betragen. Der*die Bewerber*innen sind aufgefordert, das Zeitvolumen des Engagements im Antragsformular anzugeben.
  • Das Fördergeld wird nach Maßgabe vorhandener Haushaltsmittel vergeben.
  • Die Fördersumme beträgt max. 2000,00 Euro und wird einmalig ausgezahlt.
  • Verlängerungen sind nicht möglich.
  • Die Goethe-Universität behält sich vor, das Fördergeld zurückzufordern oder eine Neuberechnung der Fördergeld-Höhe vorzunehmen, sofern die Förderungsvoraussetzungen (z. B. Abbruch des ehrenamtlichen Engagements) entfallen.
  • Die Förderung ist zweckgebunden. Sie dient dazu Anreize für besonderes Engagement im Kontext „Get in Touch & Re:Start your Campuslife!“ der Universität bzw. dessen Umfeld zu schaffen