Dr. Yael Kupferberg

Vertretungsprofessorin an der Martin-Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie

E-Mail:
kupferberg@em.uni-frankfurt.de und kupferberg@tu-berlin.de

 
 
 

Forschungsschwerpunkte 

  • Deutsch-Jüdische Literatur- Geistes- und Beziehungsgeschichte der Moderne
  • Deutsch-Jüdische Philosophie und Religionsphilosophie des 20. Jahrhunderts
  • Kritische Theorie
  • Antisemitismustheorie
  • Ethik und Ästhetik in der Moderne
  • Jüdische Religionspädagogik

Aktuelles Forschungsprojekt

„Zur Dialektik des Bildes.“
Das ‚Bild‘ in der digitalen Öffentlichkeit: Erfahrungs- und Beziehungsverluste in sprachloser Vergemeinschaftung.


Akademischer und beruflicher Werdegang

Sommersemester 2022 Vertretungsprofessur Martin-Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie, Goethe-Universität Frankfurt am Main
Februar 2021 Habilitation, TU Berlin, Fachbereich I - Geistes- und Bildungswissenschaften
Venia: Literaturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Jüdische Studien/Interdisziplinäre Antisemitismusforschung
Okt. 2020 - bis heute Projektleiterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung, TU Berlin / Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Standort Berlin
Okt. 2018 - Sept. 2020 Gast- und Vertretungsprofessur in der Lehre am Zentrum für Antisemitismusforschung, TU Berlin
Okt. 2013 - März 2018                    Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der School of Jewish Theology, Lehrstuhl für Jüdische Religion und Philosophie, Universität Potsdam
Sommersemester 2015 Dozentur an der Universität Wien, Institut für Judaistik
Jan. 2013 - Feb. 2015 Lehrerin für Hebräische Bibel, Judentum und Jüdische Philosophie am Jüdischen Gymnasium Moses Mendelssohn Berlin
Mai 2010 Promotion zum Dr. phil. (magna cum laude/summa cum laude) an der FU Berlin (Neuere deutsche Literatur)
Sept. 2007 - Aug. 2008 Research Scholar am Department of Germanic Languages and Literatures, University of Pennsylvania (Philadelphia, USA)
November 2002 Magister Artium, FU Berlin/Universität Potsdam (Note 1,0)
Okt. 2001 - März 2003        Studentische Hilfskraft am Institut für Deutsche und Niederländische Philologie an der FU Berlin
Sept. 2001 - Okt. 2002 Guide am Jüdischen Museum Berlin
Mai - Juni 1999 Studentische Hilfskraft am Moses-Mendelssohn-Zentrum für europäisch-jüdische Studien, Universität Potsdam
Okt. 1997 - Nov. 2002 Studium der Neueren deutschen Literatur an der FU Berlin und der Jüdischen Studien an der Universität Potsdam
August - Oktober 1997 Studentin an Tel Aviv University (Israel)

Wissenschaftliche Beiträge (Auswahl)

Monografien

  • Erscheint im Herbst 2022: „Zum Bilderverbot. Studien zum Judentum im späten Werk Max Horkheimers“, Göttingen 2022.
  • „Dimensionen des Witzes um Heinrich Heine. Zur Säkularisation der poetischen Sprache“, Würzburg 2011.

Bildhafte Aneignungen. Antisemitismus und Bildlichkeit im digitalen Zeitalter. https://www.fgz-risc.de/blog (13. Januar 2022).

„Bild, Bilderverbot und Idolatrie”, in: Kulturelle Standorte jüdischer Existenz, in: 5. Jahrbuch, Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, hg. v. Andree Michaelis-König und Kerstin Schoor, Berlin 2021, 87-101.

„Zum Naturverständnis des Judentums“, in: „Natur. Erkundungen aus der jüdischen Welt“, hg. v. Gisela Dachs im Auftrag des Leo Baeck Institute Jerusalem, Berlin 2021, 89-99.

„Erinnern und Eingedenken als jüdische Praxis“, in: Christian Wiese, Gury Schneider-Ludorff und Doron Kiesel (Hg.): Die Zukunft der Erinnerung, Berlin 2021, 119-132.

Was ist Judentum? In: Jüdisches Leben in Deutschland – Geschichte und Gegenwart. In: Bundeszentrale für politische Bildung, 28.10.21, siehe: https://www.bpb.de/geschichte/zeitgeschichte/juedischesleben/342582/was-ist-judentum

Publiziertes Gespräch, „Das Spannungsverhältnis von Feminismus, Säkularismus und Religion“ (mit Angelika Poferl, Heidemarie Winkel, Nahed Samour und Dorothea Sattler), in: feministische Studien, Heft 1, hg. v. Aline Oloff, Angelika Poferl, Heidemarie Winkel, Berlin 2021, 103-125.

„Verlockung der Historisierung“, in: Doron Kiesel, Natan Sznaider, Olaf Zimmermann, Die Auseinandersetzung mit der Geschichte ist nie abgeschlossen. 75 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz, Berlin 2021, 92-94 und 95-100.

„Antisemitismus in Deutschland – Kontinuität oder Zeitenwende?“, in: „Du Jude“. Antisemitismus-Studien und ihre pädagogischen Konsequenzen, hg. v. Zentralrat der Juden in Deutschland, Berlin 2020.

„Reflexionen zum ‚Begehren des Bildes‘“, in: In Stein gemeißelt. Zum Umgang mit eingefurchten antisemitischen Bildern, hg. v. Evangelischer Pressedienst, Berlin 2020.

„The Discourse of the Other: Transformation of the Jewish women in 19th century“, in: Gender an Religious Leadership, Women Rabbis, Pastors, and Ministers, ed. Hartmut Bomhoff, Denise L. Eger, Kathy Ehrensperger, Walter Homolka, London 2019, 11-33.

„Zum Naturverständnis im Judentum“, Berlin 2018, im Auftrag der Grün GmbH/ Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.

„Politische Dimensionen des Theologischen: Christentum und Antisemitismus im 20. Jahrhundert“. In: Antisemitismus als politische Theologie. Typologien und Welterklärungsmuster. Hg. v. Evangelischer Pressedienst, Main 2017, Nr. 17, Frankfurt am Main 2017, 38-41.

„Jetzt aber sollten die Menschen begreifen“ – Max Horkheimer und der Erste Weltkrieg, in: Hans Richard Brittnacher und Irmela von der Lühe, (Hg.), Kriegstaumel und Pazifismus. Jüdische Intellektuelle im Ersten Weltkrieg, Frankfurt am Main 2016, 223-236.

„Moses und Aron – Gedanke und Wort in der musikalischen Rezeption Arnold Schönbergs“, in: Ulrike Schneider, Helga Völkening, Daniel Vorpahl (Hg.), Zwischen Ideal und Ambivalenz. Geschwisterbeziehungen in ihren soziokulturellen Kontexten, Frankfurt am Main 2015, 239-252.

„Tonalität und Atonalität. Zur Sprache des „Woyzeck“ und des „Wozzeck“, in: Hans Richard Brittnacher und Irmela von der Lühe, Enttäuschung und Engagement. Zur ästhetischen Radikalität Georg Büchners, Bielefeld 2014, 225-240.

„Von der poetischen Sprache des Diesseits – Heinrich Heine und der Logos des Witzes“, in: Jahrbuch des Simon-Dubnow-Instituts 10 (2011), hg. von Dan Diner, Göttingen 2011, 15-35.

„Kultur und Bildung – Paradigmen deutsch-jüdischer Emanzipation“, in: Dan Diner (Hg.), Leipziger Beiträge zur jüdischen Kultur und Geschichte, Band III, München 2005, 157-173.

„Philosemitismus im Kontext der deutschen Nachkriegszeit“, in: Julius H. Schoeps (Hg.), Leben im Land der Täter. Juden im Nachkriegsdeutschland, Berlin 2001, 267-283.


Artikel und Rezensionen

Rezension zur Dauerausstellung Jüdisches Museum Berlin: Jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland, 23.08.2020 Berlin, in: H-Soz-Kult, 07.11.2020, www.hsozkult.de/exhibitionreview/id/rezausstellungen-369

Rezension zu Christoph Schmitt-Maaß, Daniel Fulda (Hg.), Vertriebene Vernunft? Aufklärung und Exil nach 1933" in: theologie.geschichte
https://theologie-geschichte.de/ojs2/index.php/tg/article/view/1083/1130

Rezension zu David Nirenberg, „Anti-Judaismus – Eine andere Geschichte des westlichen Denkens“, DeutschlandRadio Kultur, Lesart, 02. April 2015.

Kommentar zu Moshe Zuckermann „Israels Schicksal – wie der Zionismus seinen Untergang betreibt“ DeutschlandRadio Kultur, Lesart, 02. November 2014.

„Zementierte Erinnerung – Ein jüdischer Blick auf ein bröselndes Mahnmal“, DeutschlandRadio Kultur, 30. Mai 2014.

„Warum der Zionismus nicht zum Judentum gehört: Judith Butler, Am Scheideweg. Judentum und die Kritik am Zionismus", DeutschlandRadio Kultur, 23. Februar 2014.

„Mit Jesus fremdgehen“, in: Hanno Loewy (Hg.), „Solls der Chanukkabaum heißen“. Chanukka, Weihnachten, Weihnukka. Jüdische Geschichten vom Fest der Feste, Berlin 2005, 113-115.