Erziehungswissenschaften, Hauptfach,
Bachelor of Arts

Erziehungswissenschaften ba 500x210 b

Zeichnung: Solveig Hepp, Foto: Christine Mai (SSC)

Studiengang Erziehungswissenschaft
Abschluss Bachelor
HF/NF Hauptfach ohne Nebenfach
Regelstudienzeit 6 Semester
Unterrichtssprache Deutsch
Studienbeginn Winter/Sommer
Bewerbungsfrist 1.7.-20.8. WS, 1.12. - 15.1. SoSe
Zulassungsmodus beschränkt
Studienordnung Studien- und Prüfungsordnung

Kurzbeschreibung

Warum, wie und unter welchen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen lernen Kinder, Jugendliche und Erwachsene? Welche biographischen Hintergründe und individuellen Voraussetzungen bringen sie mit? Wie und in welchen Einrichtungen können sie in ihren Lern- und Bildungsbemühungen von professionellen Pädagoginnen und Pädagogen unterstützt und begleitet werden? Welche theoretischen Überlegungen und pädagogischen Konzepte bilden dabei die Grundlage? Und schließlich: wie lassen sich Lern- und Bildungsprozesse wissenschaftlich erforschen? Auf diese und viele andere Fragen gibt der Bachelorstudiengang Erziehungswissenschaft eine Antwort. In insgesamt 15 Modulen befasst er sich mit Erziehungs-, Lern- und Bildungsprozessen über die gesamte Lebensspanne hinweg. Dabei bildet er gleichermaßen die Breite des Faches Erziehungswissenschaft wie ein spezifisches Frankfurter Profil ab. So machen sich Studierende zunächst mit Grundlagenwissen über erziehungswissenschaftliche Theorien und Forschungsverfahren vertraut, beschäftigen sich mit der Geschichte von Bildung und Erziehung sowie mit pädagogisch-professionellem Handeln in verschiedenen außerschulischen Berufsfeldern. Danach wählen sie ihren Schwerpunkt aus drei Lebensaltern aus und vertiefen die bisher erworbenen Kenntnisse. Hinzu kommen Praktika und Lehrveranstaltungen aus benachbarten Fachdisziplinen, etwa der Soziologie und der Pädagogischen Psychologie.

Frankfurter Besonderheiten

Das Frankfurter Profil zeigt sich in einem starken Forschungsbezug, der nicht nur in eigenen Modulen zu Forschungsmethoden zu finden ist, sondern sich quer durch alle Lehrangebote zieht, außerdem in einem thematischen Schwerpunkt „Umgang mit Differenz“ (am Beispiel sozialer Lage, Geschlecht, Migration, Behinderung), vor allem aber in dem Konzept der „Pädagogik der Lebensalter“. In zwei Modulen, den „berufsfeldbezogenen Studien“, beschäftigen sich die Studierenden hierbei mit den Lebensaltern Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter und den darauf bezogenen Organisationen/Institutionen, Adressaten sowie Handlungs- und Interventionsformen.
Das Konzept der „Pädagogik der Lebensalter“ ermöglicht es, sowohl das Individuum als Adressat von Bildung und Erziehung als auch das gesamte Erziehung- und Bildungswesen mit seinen vielfältigen Institutionen und Handlungsformen in den Blick zu nehmen. Darüber hinaus können dadurch auch aktuell diskutierte erziehungs­wissen­schaftliche Themen in die Studieninhalte einbezogen werden.


Aufbau und Inhalte des Studiums

Studienverlauf

Das Studium der Erziehungswissenschaften ist unterteilt in die grundständige Studienphase (6 Module) und in die fortgeschrittene Studienphase (9 Module).

Die grundständige Studienphase beinhaltet die folgenden Module:

  • M1. Einführung in die Erziehungswissenschaft
  • M2. Geschichte und Theorien der Erziehungswissenschaft
  • M3. Bezugswissenschaften für Erziehung und Bildung (Soziologie und Pädagogische Psychologie)
  • M4. Professionelles Handeln in pädagogischen Institutionen
  • M5. Umgang mit Differenz
  • M6. Empirische Forschungsmethoden I (Grundlagen)


Die anschließende fortgeschrittene Studienphase ist unterteilt in folgende Module:

  • M7. Empirische Forschungsmethoden II (Vertiefung)
  • M8. Berufsfeldbezogene Studien I (Pädagogik der Lebensalter)
  • M9. Berufsfeldbezogene Studien II (Pädagogik der Lebensalter)
  • M10. Neue Medien
  • M11. Praktikum I
  • M12. Praktikum II
  • M13. Wahlpflichtmodul I
  • M14. Wahlpflichtmodul II
  • M15. Bachelorarbeit

Den detaillierten Inhalt und Aufbau des Studiums finden Sie auf den Seiten des Fachbereichs 4.


Nebenfach

Bei der Bewerbung ist kein Nebenfach anzugeben.

Studienordnung

Die Studienordnung für den Studiengang Erziehungswissenschaften finden Sie hier.
Die Studienordnung regelt Aufbau, Struktur und Inhalt des Studiengangs sowie das Prüfungswesen. Sie ist Grundlage Ihres Studiums an der Goethe-Universität.


Praktika und Auslandssemester

Praktika

Die theoretischen Studien werden durch Praktika im Umfang von vier Monaten ergänzt, die in den verschiedenen, den Lebensaltern zuzuordnenden Feldern der pädagogischen Praxis oder der erziehungswissenschaftlichen Forschung absolviert werden sollen (vorschulische und schulische Einrichtungen, Institutionen der Erwachsenenbildung und der außerschulischen Jugendbildung, sozial- und sonderpädagogische Einrichtungen). Der Fachbereich unterstützt die Studierenden bei der Suche nach geeigneten Praktikumsplätzen. So gibt es mit dem Servicecenter MoPS (Medienassistenz und –organi­sation, Praktikums- und Studienangelegenheiten) einen zentralen Informations- und Beratungsort. Außerdem unterhält der Fachbereich eine Praktikumsbörse, in der interessante Praktikumsplätze angeboten werden.

Auslandssemester

Auslandsaufenthalte eröffnen Einblicke in andere Hochschulsysteme, ermöglichen die praktischen Fähigkeiten auszubauen, fördern die eigene Flexibilität und Durchsetzungsfähigkeit und bieten die Möglichkeit, Verständnis für kulturelle Verschiedenheiten zu entwickeln. Damit das Potential eines Auslandsaufenthaltes voll ausgeschöpft werden kann und der Auslandsaufenthalt nicht nur ein oberflächlicher Besuch ohne nachhaltige Wirkung bleibt, sollte er gut vorbereitet sein.

Mehr Informationen und Ansprechpartner finden Sie auf den Seiten Studieren im Ausland des Fachbereich 4.


Weiterführende Studiengänge


Berufsperspektiven

Tätigkeitsfelder

Bachelor-Pädagoginnen und -Pädagogen arbeiten in unterschiedlichen Bildungseinrichtungen wie Hochschulen, Berufsakademien, Volks­hoch­schulen und anderen Einrichtungen der beruflichen und allgemeinen Erwachsenenbildung. In Industrie- und Handelsunternehmen sind sie mit der Organisation der betrieblichen Aus- und Weiterbildung befasst. Darüber hinaus können Pädagoginnen und Pädagogen in Schulämtern, Ministerien oder Forschungsinstitutionen tätig werden. Häufige Be­schäf­tigungsorte sind auch Wohlfahrtsverbände, kirchliche Träger und andere gemeinnützige Einrichtungen. Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen arbeiten in Kinderhorten, Jugendheimen, Wohnheimen für behinderte Menschen, Jugendzentren sowie Erziehungs- und Fami­lienberatungsstellen. Generell umfassen die Tätigkeitsfelder hauptsächlich zwei Bereiche: die unmittelbare Arbeit mit den Klientinnen und Klienten bzw. den Teilnehmerinnen und Teilnehmern (in den pädagogischen Grundformen Beraten, Unterrichten/Vermitteln, Organisieren) sowie die Arbeit in Bezug auf Institutionen und Organisationen (in den pädagogischen Grundformen Organisieren, Planen und Evaluieren).

Einen umfassenden Überblick über mögliche Berufsbilder und Tätigkeitsfelder sowie Interviews mit Alumni der Goethe-Universität bietet Ihnen die Seite "Was werden?" des Career Service.

Weiterbildung

Der Bachelor Erziehungswissenschaft ist ein erster berufsqualifizieren­der Abschluss, der für verschiedene Tätigkeiten in außerschulischen pädagogischen Feldern qualifiziert. Er berechtigt außerdem zur Auf­nahme von erziehungswissenschaftlichen oder spezifischen weiter­bil­denden Masterstudiengängen (z.B. im Bereich der Beratung oder des Bildungsmanagements). Ein abgeschlossenes Masterstudium in Erzie­hungswissenschaft berechtigt dann auch zur Promotion.


Zugangsberechtigung

Zulassungsvoraussetzung

Deutsche Hochschulzugangsberechtigung (HZB), in der Regel das Abitur oder die Fachhochschulreife
Ich habe keine deutsche Hochschulzugangsberechtigung International Office


Besondere Voraussetzungen

Es werden ausreichende aktive und passive englische Sprachkenntnisse empfohlen, die zur Lektüre englischsprachiger Fachliteratur und zur Teilnahme an Lehrveranstaltungen in englischer Sprache befähigen.


Bewerbungsverfahren

Dieser Studiengang ist universitätsintern zulassungsbeschränkt (NC). Die Studienplätze werden in diesem Verfahren zu 20% nach Wartezeit und zu 80% nach der Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung vergeben. Als Wartezeit gilt die Zeit zwischen dem Abitur und der Studienbewerbung (ausgenommen Studienzeit). Einen Überblick über die NC-Werte der vergangenen Semester erhalten Sie hier.

Sie bewerben sich bequem innerhalb der angegebenen Bewerbungsfrist über das Bewerbungsportal der Goethe-Universität. Ob und welche Unterlagen zur Bewerbung eingesandt werden müssen, erfahren Sie innerhalb des Online-Bewerbungsprozesses.

Detaillierte Informationen zum Bewerbungsprozess finden Sie hier: Bewerbung


Ansprechpartner*innen

Zentrale Studienberatung:

Die Zentrale Studienberatung bietet Ihnen eine allgemeine Orientierung sowie Informationen zu Studiengängen (Anforderungen, Inhalte, Aufbau etc.) und Bewerbung. Dort können Sie sich zu den Studienmöglichkeiten an der Goethe-Universität im Ganzen informieren und erhalten Unterstützung bei der Studienwahl.

Ansprechpartner*innen:
Elisabeth Kummert, Marco Blasczyk (FB 1–5 ohne Sport, sowie  L2, L3 PoWi, Lehramt an Grundschulen, Lehramt an Förderschulen);

Zu den Sprechzeiten-Plänen

Über die ZSB


Beratung im Fachbereich:

Die zentrale Aufgabe der Studienfachberatung im Fachbereich ist, zu Ihrer Orientierung am Fachbereich 04 beizutragen und Sie bei allen Fragen rund ums Studium zu unterstützen.

Ansprechpartner*innen:
Studienfachberatung "MoPS" am Fachbereich 4

Zur Seite der Studienfachberatung "MoPs"


Zuständiges Prüfungsamt:

Prüfungsausschuss für Bachelor und Master Erziehungswissenschaft


Die Uni kennenlernen

Die Goethe-Universität bietet regelmäßig Informationsveranstaltungen für Studieninteressierte an, die Ihnen bei der Studienwahl helfen können. Für Interessierte am Studium der Erziehungswissenschaften kann Ihnen der Besuch folgender Veranstaltungen bei der Entscheidung helfen:


Alternative Studiengänge

B.A. Soziologie HF: Kritische Reflexion gesellschaftlicher Zusammenhänge im Kontext von Sozialstruktur und soziale Ungleichheit, Kultur und Identität, Wirtschaft und Technik, Geschlecht, Migration und Wissensproduktion.

Lehramt an Förderschulen: Neben einem Unterrichtsfach werden vor allem die sonderpädagogischen Fachrichtungen studiert. Zur Auswahl stehen dabei die Förderschwerpunkte „soziale und emotionale Entwicklung“, „Lernen“ und „geistige Entwicklung“