Vorträge, Veranstaltungen und Neuigkeiten

   




Johannes Völz, Amerikanist

Die prominenteste Quelle für sein Studienmaterial befindet sich zurzeit im Weißen Haus in Washington: Wenn Johannes Völz, Professor für Amerikanistik, an seinem Projekt „Ästhetik des Populismus“ arbeitet, kommt er an Donald Trump nicht vorbei: „Trump ist als Reality-TV-Star in den Politikbetrieb gekommen. Schon damals zählten für ihn nur Einschaltquoten, sonst nichts. Dieser Maxime ist er treu geblieben, und so hat er wie kein anderer Kandidat vor ihm Politik zu einer Frage des Entertainments gemacht“, erläutert Völz. „Trumps Selbstinszenierung ist für das Präsidentenamt absolut unangemessen, und zwar nicht nur stilistisch. Die Covid-19-Krise zeigt, dass diese Inszenierung zu einer dysfunktionalen Politik führt. Das Zusammengehen von Politik und Ästhetik in dieser Form ist ein Problem für die Demokratie.“ Schon an dieser Stelle wird deutlich, dass Völz mit Ästhetik nicht nur das meint, was Johann Wolfgang von Goethe als das „Wahre, Gute, Schöne“ bezeichnet hat. Wenn Völz seiner DFG-geförderten Heisenberg-Professur die Denomination „Demokratie und Ästhetik“ gibt, versteht er darunter die ursprüngliche Bedeutung des altgriechischen Wortes „Aisthesis“: sinnliche Wahrnehmung und Empfindung. „Es geht mir dabei um die Erwartungen an die Lebensform Demokratie“, stellt Völz klar. Aus ihnen resultiere nämlich ein bestimmter Anspruch an Freiheit und Gleichheit; die Menschen seien nur dann der Meinung, dass sie tatsächlich in einer Demokratie lebten, wenn ihnen das, was sie Tag für Tag erlebten, auch das Gefühl vermittele, sie seien Freie und Gleiche. Völz: „Ob diese Ansprüche erfüllt werden, beurteilen die Menschen primär auf der Ebene der Sinne und Empfindungen, also ästhetisch.“

Politisierung der Pandemie

In der US-amerikanischen Gesellschaft habe in den späten 1960er Jahren als Reaktion auf die Bürgerrechtsbewegung ein Prozess der politischen Polarisierung eingesetzt, erläutert Völz; diese Polarisierung werde jetzt durch den Populisten Trump auf die Spitze getrieben. „Wie zu jedem Menschen gehören natürlich auch zu jedem US-Amerikaner verschiedene Facetten der Persönlichkeit, und die politische Haltung ist nur ein kleiner Teil davon“, sagt Völz. „Aber mittlerweile müssen sich dieser Haltung alle anderen Identitätsaspekte unterordnen: ‚Welches Auto fahre ich?‘ ‚Wo kaufe ich ein?‘ ‚Welche Sportart betreibe ich?‘ ... all das wird von der Frage mitbestimmt, zu welchem politischen Lager ich gehöre.“ Besonders deutlich werde das in den USA derzeit in der „Corona-Debatte“: Die Politisierung der Pandemie führe den demokratischen Diskurs ad absurdum. Zwar sei es durchaus im Sinne der Demokratie, wenn Menschen die Krise unterschiedlich bewerten. Doch Amerikaner könnten sich noch nicht einmal darüber verständigen, ob es überhaupt eine Pandemie gebe. Solch eindimensionales Lagerdenken muss die Missbilligung eines Amerikanisten hervorrufen, widerspricht es doch direkt dem interdisziplinären Ansatz des Fachs Amerikanistik, zumal in seiner Frankfurter Ausprägung – dessen Horizont am Institut für England und Amerikastudien der Goethe-Universität reicht von (US-)amerikanischer Literatur bis hin zu Film, Geschichte, Kunst, Philosophie und Soziologie. Diesen breit gefächerten Ansatz verteidigt Völz leidenschaftlich gegenüber allzu enger Spezialisierung. Er selbst hat neben Amerikanistik auch Philosophie und Politikwissenschaft studiert. Und auch wenn er sich heute in erster Linie als Literaturwissenschaftler versteht, gesteht er: „Beim Blick auf die Bücher auf meinem Schreibtisch komme ich manchmal ins Grübeln, ob ich nicht eigentlich Philosoph oder Politikwissenschaftler sein will.“ Interdisziplinarität ist auch der Leitgedanke seines institutionellen Wirkens. Seit Oktober 2019 prägt er als Mitglied des wissenschaftlichen Direktoriums das Programm des Forschungskollegs Humanwissenschaften (Bad Homburg) wesentlich mit und etabliert die transatlantischen Beziehungen als Schwerpunkt an der Goethe- Universität. Außerdem schlägt sich sein Profil zwischen Literaturwissenschaft, Politikwissenschaft und Philosophie in den Forschungsverbünden nieder, die er momentan mit Frankfurter Kolleg*innen entwickelt. Dazu zählen ein Graduiertenkolleg zu Demokratie und Ästhetik und die Exzellenzcluster-Initiative „ConTrust: Vertrauen im Konflikt. Politisches Zusammenleben unter Bedingungen radikaler Ungewissheit“, an der er als leitender Wissenschaftler mitwirkt.

Highschool in Colorado

Er selbst wurde entscheidend geprägt durch das Jahr, das er in seiner Jugend an einer Highschool im Norden des US-Bundesstaats Colorado verbracht hat: „Schon vorher habe ich mich für amerikanische Literatur und Jazzmusik begeistert, aber als ich aus Colorado zurückkam, stand für mich fest: Ich studiere Amerikanistik und setze mich mit amerikanischer Kultur auseinander“, erinnert sich Völz. Ganz besonders fasziniert habe ihn, wie die aufgeschlossene und zugängliche Art der Amerikaner ihn dazu gebracht habe, unbekannte Seiten an sich zu entdecken und Dinge zu tun, die er sich „als etwas steifer Deutscher“ nicht ohne Weiteres zugetraut hätte. Die US-amerikanische Kultur hat er inzwischen als zutiefst rassistisch, als vielfach sexistisch, als Ansammlung ökonomischer Katastrophen erlebt, in der die herrschende Ungleichheit gewaltige soziale Sprengkraft besitzt. „Und trotzdem ist – erstaunlicherweise – diese Kultur geprägt von den normativen Ansprüchen von Freiheit und Gleichheit, mit anderen Worten: geprägt von den normativen Ansprüchen der Demokratie“, stellt Völz fest. „Diesen augenscheinlichen Widerspruch finde ich absolut faszinierend.“ Stefanie Hense


Bericht she. hier:

UniReport 3/20 (S.12)



 04.06.2020

Simon Wendt im Interview zur Lage Amerikas mit dem News Magazin Watson: 

USA-Experte enthüllt: "Das ist das Kalkül von Trump"

Die Welle der Wut über Rassismus und Polizeigewalt in den USA flacht nicht ab. Seit dem Tod des Afroamerikaners George Floyd in Minneapolis gehen Menschen landesweit auf die Straße.

Dabei kommt es auch zu Ausschreitungen, Autos werden angezündet und Geschäfte verwüstet. US-Präsident Donald Trump bezeichnete die Demonstranten als Rowdys und Schläger und drohte am Montag mit dem Einsatz der Armee.

Wie bei früheren Protesten gegen Polizeigewalt in den USA hat längst wieder ein Kampf um die Deutungshoheit begonnen: Handelt es sich um größtenteils friedliche Proteste? Oder muss mit harter Hand gegen die Aufrührer vorgegangen werden?

Über diese Fragen haben wir mit dem Amerikanisten Simon Wendt von der Goethe-Universität in Frankfurt gesprochen. Seine Forschungsgebiete sind unter anderem Moderne Amerikanische Geschichte und Afroamerikanische Geschichte. 

watson: Trump hat in seiner Rede am Montag sehr kurz über die friedlichen Proteste geredet und dann doch sehr ausführlich über angebliche "Schläger" und "professionelle Anarchisten". Wird diese Beschreibung dem Protest gerecht?

Simon Wendt: Tatsache ist, dass Trump hier in erster Linie an seine Wiederwahl denkt. Deswegen macht er nicht das, was Präsidenten sonst machen, also das Volk zusammenzubringen und zu vereinen. Sondern er gießt zusätzlich Öl ins Feuer. Er definiert die Proteste als Problem von Recht und Ordnung. Er sagt zwar, es gibt gewisse Ungerechtigkeiten, aber das ist nur eine Fußnote. Er stellt sich als Law-and-Order-Präsident dar, der die Lage im Griff hat und erhofft sich davon, seine Stammwähler zu befriedigen, die Angst vor Gewalt und auch vor Schwarzen haben.

Dennoch muss man sagen: Es kommt zu Gewalt, Gebäude werden geplündert, Autos angezündet. Geben diese Bilder die Proteste gerecht wieder?

Ein großes Problem dieser Proteste ist, dass sie relativ 

spontan entstehen, sich Unruhestifter einschmuggeln können und die eigentliche Message der Proteste verwässern. Extrem viele Afroamerikaner und ihre weißen Verbündeten sind daran interessiert, auf die Polizeigewalt und Rassismus aufmerksam zu machen. Diese Demonstranten können aber keine große Anzahl von Menschen kontrollieren.

"Diese Strategie von Trump wird, wenn es so weitergeht, zu noch mehr Gewalt und Unmut in der Bevölkerung führen."

Wissen wir, welche Gruppen für Gewalt sorgen?

Wir wissen es nicht genau. Es ist durchaus denkbar, dass sowohl Linksradikale als auch Rechtsextreme die Proteste ausnutzen, um ihre Agenda voranzubringen. Es ist auch möglich, dass es normale Bürger gibt, die hier eine Möglichkeit sehen, um Geschäfte zu plündern. Das sind Dinge, die wir noch nicht einschätzen können. Und genau darum ist Trumps Antwort so problematisch.

Gibt es jemanden in den USA, der diese Wut auf der Straße in konstruktive Bahnen lenken kann?

Was wir sehen, ist, dass auf lokaler Ebene bestimmte Politiker und Polizeichefs den richtigen Ton treffen und versuchen, mit den Demonstranten einen Weg zu finden, Dinge zu verbessern. Einen Weg zu finden, dass nicht alles außer Kontrolle gerät.

Welche Beispiele gibt es da?

Der Bürgermeister in Newark ist der Sohn eines bekannten Bürgerrechtsaktivisten. Er hat es geschafft, die Stadt friedlich zu halten. Er ist mit den Demonstranten marschiert. Die Stadt hat außerdem sichergestellt, dass es keine Anarchisten von außen schaffen, sich dort einzuschmuggeln. Man sieht auch an dem Polizeichef in Flint, Michigan, der seinen Helm abnahm und mitdemonstrierte, dass es möglich ist, in einen Dialog einzutreten.

Die Frage ist nur: Wie geht man nach diesem Dialog weiter vor? Wie kann man es schaffen, das Vertrauen zwischen Afroamerikanern und der Polizei wiederaufzubauen? Die meisten haben schlechte Erfahrungen mit der Polizei gemacht und trauen auch den Politikern nicht, die nach mehr Polizei rufen. Da bleibt abzuwarten, was sich in den nächsten Jahrzehnten tut. Aber ich glaube, dass wir in den nächsten fünf bis zehn Jahren erstmal keine außerordentlichen Veränderungen sehen werden. Da muss man realistisch bleiben.

https://www.watson.de/international/interview/437500036-unruhen-nach-tod-von-george-floyd-experte-das-ist-das-kalkuel-von-trump


 

Zur aktuellen Lage in den U.S.A. Simon Wendt im Interview mit dem ZDF, 3.6.20:

ZDFheute: Der Tod von George Floyd sorgt für extreme Unruhen. Droht in den USA ein Bürgerkrieg?

Simon Wendt: Im Augenblick sieht man schon eine neue Qualität. Das sind ja jetzt schon über sechs Tage Unruhen mit Gewalt und da muss man lange zurück schauen bis man ähnliche Gewalt findet. Tatsächlich würde ich es mit Unruhen vergleichen, die in den 1960er Jahren stattgefunden haben. Also hier sieht man wirklich ähnliche Muster und es bleibt abzuwarten, wie jetzt die Politik reagiert.

  • Zur Person...

    ... Prof. Dr. Simon Wendt ist Professor für Amerikanistik an der Goethe-Universität Frankfurt. Seine Forschungsgebiete sind unter anderem Moderne Amerikanische Geschichte und Afroamerikanische Geschichte.

    Bildquelle: Privat

Detaillierte Info she. hier:

https://www.zdf.de/nachrichten/politik/usa-rassismus-polizeigewalt-100.html


(she. auch Simon Wendt "In the News")




02.06.2020


Simon Wendt im Gespräch mit ZDFheute:

Einstufen als Terrororganisation-Experte: Trumps Antifa-Vorstoß "lächerlich"

Trumps Ankündigung, die Antifa als Terrororganisation einzustufen, ist absurd, sagen Experten. Die Antifa ist keine eigene Organisation - und zusätzlich gibt es rechtliche Hürden.

Das Urteil von Professor Simon Wendt zu Trumps Vorstoß, die Antifa in den USA als Terrororganisation einzustufenim, ist vernichtend: "Lächerlich", sagt der Experte vom Institute of English and American Studies der Frankfurter Universität im Gespräch mit ZDFheute. "Die Antifa ist keine einheitliche Gruppe, sie hat keine Struktur, keine Führer. Sie zu verbieten ist einfach nicht möglich."

Zum gleichen Schluss kommen auch die Faktenchecker vom Annenberg Public Policy Center (APPC) der Universität von Pennsylvania: Die Antifa sei keine Organisation, vielmehr ein Oberbegriff für linksextreme, militante, antifaschistische Gruppen.

Wer ist die Antifa?

Trump macht linksradikale Gruppen, namentlich die Antifa, für Ausschreitungen bei Protesten der vergangenen Tage verantwortlich.

"Die Antifa ist ein loser Verbund von Aktivistinnen und Aktivisten die ein gemeinsames Ziel haben: Rechtsextreme in die Schranken zu weisen - auch mit Gewalt", so Wendt. Die Aktivisten würden sich nicht auf öffentlichen Facebook-Seiten tummeln, sondern ausschließlich über verschlüsselte Messaging-Apps kommunizieren.

"Deshalb ist es auch so schwer, einzuschätzen, wie viele es sind: Schätzungen reichen von einigen Hundert bis mehrere Tausend. Es könnte unter Umständen Hunderte von Gruppen geben - wobei eine Gruppe auch mal nur aus zwei bis drei Leuten bestehen kann", erklärt Wendt.

Wie Trump ein Antifa-Verbot durchzusetzen gedenkt, ließ er offen. Die Internetseite des APPC, factcheck.org, zitiert den amerikanischen Terrorismusexperten James J.F. Forest:

Stellen Sie sich vor, wie schwierig es für einen Staatsanwalt wäre, einem Angeklagten die "Mitgliedschaft" in der Antifa zweifelsfrei nachzuweisen.

Auch der wissenschaftlichen Dienst des Bundestags stellt fest, dass keine Fälle aus dem Ausland bekannt seien, in denen Antifa-Gruppierungen als kriminelle oder terroristische Vereinigung eingestuft wurden.

Dabei trat bis ins Jahr 2016 die Antifa in den USA kaum in Erscheinung. Erst mit der Wahl Trumps hätten solche Gruppen größeren Zulauf bekommen, so die Beobachtung von Wendt. Auch linke Gewalttaten hätten unter Trump zugenommen, würden aber laut Wendt nach wie vor von der Anzahl rechtsextremer Gewalttaten in den Schatten gestellt.

Rechtliche Hürden für Trumps Vorstoß

Doch nicht nur die praktische Umsetzung lässt Trumps Ankündigung fragwürdig erscheinen, es gibt auch rechtliche Bedenken: Die von Trump erwähnte Terrorliste ist laut dem US-Bundesgesetz ausschließlich für ausländische Gruppen gedacht. Eine entsprechende Regelung für inländische Terrororganisationen gibt es in den USA bisher nicht.

Amerika-Experte Simon Wendt glaubt daher nicht, dass Trumps Ankündigung tatsächlich umgesetzt wird. Sie sei ein reines Wahlkampf-Manöver: "Das ist ein 'Trump-Code' - ein Code an seine Stammwähler", so Wendt. Dieser Code werde auch von den Rechten bis Rechtsextremen der Alt-Right-Bewegung verstanden, die Trump dadurch als einen der Ihren wahrnehmen würden: "Das Label 'Terrorismus' ist eine rhetorische Strategie von Trump, der weiß, welches Begriffe er verwenden muss, um Angst zu schüren."

https://www.zdf.de/nachrichten/politik/trump-antifa-usa-terrororganisation-100.html












ATTENTION MASTER APPLICANTS:


The application deadline has been extended to

30.6.

due to corona.





SPRECHSTUNDEN 

finden jetzt bis auf Weiteres nur noch elektronisch per Zoom statt, bitte schauen Sie auf den Dozentenwebseiten unter "Lehrende" nach oder im LSF.






30.06.2020  06:00 PM "American Psycho"

Zoom-Meeting beitreten:

https://zoom.us/j/95305090875?pwd=V1RNWWtCYVJFalN1VHRmOUp5c2swZz09

Meeting ID: 953-0509-0875
Passwort: 4Yxbuk




Carly Crane mit DAAD-Preis für ausländische Studierende an deutschen Hochschulen ausgezeichnet


(For English version, please see below)

Carly Crane, Studierende des Master-Programms „American Studies“ am Institut für England- und Amerikastudien, hat den diesjährigen DAAD-Preis für ausländische Studierende gewonnen. Der mit 1.000 Euro dotierte Preis würdigt die/den herausragende(n) internationale(n) Studierende(n) an der Goethe-Universität Frankfurt. Die Abteilung Amerikanistik hatte Frau Crane wegen der außergewöhnlichen Qualität ihrer akademischen Arbeiten vorgeschlagen. In der von Prof. Dr. Johannes Völz eingereichten Nominierung heißt es, sie sei ein „leuchtendes Beispiel einer Studentin“, da sie sich „akademisch bereits auf dem Niveau einer Doktorandin bewegt, eine klar umrissene Forschungsfrage zu Literatur und Gender Studies verfolgt und als Tutorin von Einführungskursen und als ‚Writing Fellow’ des Schreibzentrums mit großer Leidenschaft ihr Wissen und ihre Schreibkunst an ihre Peers weitergibt“. Als Writing Fellow des Schreibzentrums betreut sie Studierende bei der Erarbeitung wissenschaftlicher Texte in englischer Sprache. Frau Crane, die aus Dickinson, North Dakota stammt, absolvierte ihren Bachelor of Arts am Barnard College der Columbia University in New York und schloss ihren ersten Abschluss mit magna cum laude, dem höchsten amerikanischen Prädikat, ab. Sie tat sich durch ihr Engagement im Barnard Center for Research on Women hervor und übernahm als Head Writing Fellow der Barnard Writing and Speaking Programs Führungsaufgaben.

Der Preis wurde am 22. Januar 2020 während eines Festakts an Frau Crane überreicht. Die Laudatio wurde von Prof. Dr. Johannes Völz gehalten; er betreut derzeitig Frau Cranes Masterarbeit zu queeren Öffentlichkeits- und Genrekonzeptionen der US-amerikanischen Schriftstellerin und Theoretikerin Maggie Nelson.

Der DAAD-Preis für ausländische Studierende ging im zweiten Jahr in Folge an eine Studierendenpersönlichkeit am Institut für England- und Amerikastudien. Auf Vorschlag von Prof. Dr. Frank Schulze-Engler, Prof. Dr. Astrid Erll und Dr. Daniel Dornhofer hatte 2018 Chijioke Kizito Onah aus dem Masterstudiengang Anglophone Literatures, Cultures and Media den Preis gewonnen.

Das Institut für England- und Amerikastudien gratuliert Frau Crane herzlich zu dieser Auszeichnung!

Einen ausführlichen Bericht über den Festakt finden Sie hier:

https://aktuelles.uni-frankfurt.de/menschen/daad-preis-geht-an-masterstudentin-carly-crane/


Carly Crane, student in the “American Studies” Master’s program at the Department for English and American Studies, is this year’s recipient of the DAAD Award for Foreign Students. The award is endowed with 1,000 EUR and honors the outstanding international student at Goethe University Frankfurt. The American Studies Department had nominated Ms. Crane for the exceptional quality of her academic work. In his nomination Prof. Dr. Johannes Völz states that Ms. Crane is a “shining example for other students” as she “is already academically at the level of a doctoral student and pursues a clearly defined research question on literature and gender studies. She passes on her knowledge and her writing skills with passion and vigor to her peers as both a tutor for introductory courses and as a ‘Writing Fellow’ at the Writing Center.” As a Writing Fellow she assists students in conceptualizing academic texts in English. Ms. Crane was born in Dickinson, North Dakota, and graduated from Barnard College, Columbia University, New York. Her bachelor’s degree was awarded magna cum laude, the highest American grade. At Barnard, she already excelled through her involvement at the Barnard Center for Research on Women and was the Head Writing Fellow at the Barnard Writing and Speaking Programs.

The award was presented to Ms. Crane during a ceremony on January 22nd, 2020. Prof. Dr. Johannes Völz, who is currently supervising Ms. Crane’s master’s thesis on concepts of queer public and genre conceptions by the American writer and theorist Maggie Nelson, gave the laudation.

For the second year in a row, the DAAD Award for Foreign Students goes to a student at the Department for English and American Studies. In 2018, Mr. Chijioke Kizito Onah from the Master’s program “Anglophone Literatures, Cultures and Media” was honored with the award, nominated by Prof. Dr. Frank Schulze-Engler, Prof. Dr. Astrid Erll, and Dr. Daniel Dornhofer.

The Department of English and American Studies congratulates Mrs. Crane on this honor!

A detailed report about the event you find here (in German):

https://aktuelles.uni-frankfurt.de/menschen/daad-preis-geht-an-masterstudentin-carly-crane/

 





~ Literary Journal ~

Our Literary Journal is available NOW!

Copies can be purchased for a suggested minimum donation of €4 at the American Studies Sekretariat (4.212) or Room 17 (3.257)



 GERMAN COURSES

MA Students and other students from abroad might be interested in our German courses, please check our website here.






Past Events

2020




Spending Time With / In The Nineteenth Century

February 3-4, 2020

Conference Program and
About the Conference see here



IN TRANSITION

Wed., 29.01.20 Tom McCarthy (Novelist): "In Conversation & Reading from Satin Island"



Why should you get a master's degree in American Studies at Goethe University?
21.01.: Informational Event



 Fully Booked - American Literatur at Goethe-University, Winter Semester 2019/20
14.01.Rieke Jordan
: Ottessa Moshfegh’s My Year of Rest and Relaxation
19.11.Philipp Löffler: Frank Norris’s McTeague

(pdf please see here)

 






2019


IN TRANSITION




American Studies Research Colloquium

22.10.2019
“A Nation of Veterans: War, Citizenship, and the Welfare State in Modern America”
 by Olivier Burtin, a historian who’s currently a research fellow at the University of Munich.




11.+12.10.2019
Age|Narratives – Alter|Erzählen

At the Intersection of Age Studies & Children’s and YA Literature Research
Department for American Studies & Department for Children’s and Young Adult Literature Research Goethe-University FrankfurtOrganisation: Linda Hess and Anika UllmannFinanced with the support of the PPD Program of the Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften.
Program (pdf see here)

Further Information see here



July 19–21, 2019
The (Re)Reading Ralph Ellison Symposium
For more information on the symposium, please visit the website:

https://rereadingralphellison.de/


Fully Booked

18.06. Stephan Kuhl: Ralph Ellison's "Invisible Man"
21.05. Magda Majewska: Thomas Pynchon's "The Crying Lot 49"


Prof. Juan Velasco, Santa Clara University,
California, U.S.A. "Automitography,
Autobiography and Technologies of
Self-Representation"

June 11, 12-14 pm IG 0.254 (English)
June 12, 10-12 pm SH 0.108 (Spanish)


 

American Studies Research Colloquium
30.4.-11.6.


 

06.02.: Julika Griem, 18-20 Uhr
Vortragsreihe zum Thema Kunst als Wertschöpfung“ 

Vortragsreihe im Museum Angewandte Kunst
Schaumainkai 17, 60594 Frankfurt
Jeweils um 18.00 Uhr, Eintritt frei

https://aktuelles.uni-frankfurt.de/veranstaltungen/ab-24-oktober-vortragsreihe-zum-thema-kunst-als-wertschoepfung/



22. und 23.01.2019 BILL MORRISON: ARCHIVAL FILMS, FROZEN TIMES
Dienstag, 22.01 um 20:00 Uhr,
Kino des Deutschen Filminstituts und Filmmuseums
Filmvorführung: Dawson City:
Frozen Time (Bill Morrison, USA 2016)
Einführung: Bill Morrison im Gespräch mit Bernd Herzogenrath

Mittwoch, 23.01. um 14 -­ 18 Uhr, Institut für Theater-­, Film- und Medienwissenschaft, Universität Frankfurt am Main, Raum IG. 7.32
Werkstattgespräch: Archival Film as Actor
HIER DER FLYER ZU BILL MORRISON



Fully Booked
American Literature
at Goethe-University
15.01.  Bernd Herzogenrath
Edgar Allan Poe Stories: “Murders in the Rue Morgue,” “The Purloined Letter,” “The Fall of the House of Usher”




2018

Fully Booked
American Literature
at Goethe-University
06.11.  Rieke Jordan
Jennifer Egan‘s A Visit from the Goon Squad


Guest Lectures im Rahmen des Amerikanisten-Kolloquiums:

18.12.
Ina Batzke
(University of Augsburg) "Undocumented Migrants in the United States: Life Narratives and Self-Representations"

11.12.
Tomás Dvorák
(Academy of Performing Arts, Prague) "Virtual Witnessing: The Politics of Visibility in Contemporary American Photography"


Thu., 13.12.18, 18:00, room IG 411
Jane Desmond (Illinois) "From Cockatiels to Choreography: Dancing Cultural Studies in a Multi-Species World"

http://www.uni-frankfurt.de/72041247/In_Transition





The Return of the Aesthetic in American Studies
International Conference

29. November — 1. Dezember 2018

Download the flyer (pdf) with further details and itenary here.

www.returnoftheaesthetic.de



*Vor 60 Jahren – “The Family of Man” in Frankfurt* - Matinee, 7. Oktober 2018, 11.30 Uhr

 Die ungebrochene Relevanz der wichtigsten Foto-Ausstellung aller Zeiten

Als Max Horkheimer in Frankfurt vor 60 Jahren die Family of Man, die einflussreichste Ausstellung in der Geschichte der Fotografie, mit einer Rede eröffnete, konnte niemand ahnen, dass dieser wichtige Text fast 60 Jahre unentdeckt und unkommentiert bleiben sollte. Über die Relevanz der Frankfurter Family of Man-Ausstellung, über Horkheimers wichtigen Fotoessay und die brisanten Ausstellungsthemen Pazifismus, Gleichberechtigung und interkulturelle Kommunikation sprechen an Hand zweier neuer Publikationen die Amerikanisten Prof. Dr. Gerd Hurm (Universität Trier) und Prof. Dr. Werner Sollors (Harvard University) mit Prof. Dr. Johannes Völz (Goethe-Universität Frankfurt).
Vorgestellt werden die Publikationen Gerd Hurm, Anke Reitz, Shamoon Zamir, hrsg. /The Family of Man Revisited: Photography in a Global Age/ (IB Tauris 2018) und Werner Sollors, /Die Versuchung zu verzweifeln/ (Winter Verlag, 2017).

Historisches Museum Frankfurt, (Saalhof 1, 60311 Frankfurt am Main), Leopold Sonnemann-Saal im HMF
Eintritt frei!
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: https://historisches-museum-frankfurt.de/de/node/50499



Thu., 5.7.2018, 18:00 hrs, room CAS 1.812

David James (Birmingham) 'Consolation's Discrepant Forms'

For further Info please see here


Thu., 28.6.2018, 19.00 hrs
"The Poetics of Insecurity: American Fiction and the Uses of Threat"

Forschungskolleg Humanwissenschaften, Am Wingertsberg 4, 61348 Bad Homburg


Thu., 21.6.2018, 18:00 hrs, room CAS 1.812

Leonard Cassuto (Fordham) Liberal Arts Under Siege: What Is the Mission of American Higher Education?


Monday, May 28, 2018
Goethe-Universität Frankfurt, IG-Farben-Haus IG 1.414

Rethinking Privacy:
Interdisciplinary Perspectives
An International Symposium



Fully Booked
American Literature at Goethe-University
Summer 2018
08.05. Linda Hess / RiekeJordan
Margaret Atwood’s
The Handmaid’s Tale
03.07. Magda Majewska
Toni Morrison’s Beloved


Friday, May 4, 2018
In the Name of Security
An International Roundtable
Across the Disciplines

GOETHE-UNI online – Aktuelle Nachrichten aus Wissenschaft, Lehre und Gesellschaft



2017

Aktuell UniReport | Nr. 2 | 12. April 2017



AMERICA ON MY MIND

So umfassend wie in Frankfurt beleuchtet
der Bachelor-Studiengang American Studies
nur in Berlin und München Literatur, Kultur
und Geschichte der USA

ein ausführlicher Bericht über unsere B.A. und M.A. Studiengänge auf Seite 3 des aktuellen UniReports, Prof. Susanne Opfermann im Gespräch mit Julia Wittenhagen, anbei der
Link zum Artikel



2016

Neuer Heisenberg-Professor erforscht demokratische Kultur der USA

Der Amerikanist Prof. Johannes Völz hat die DFG-geförderte Professur an der Goethe-Universität übernommen.

Veröffentlicht am: Dienstag, 11. Oktober 2016, 16:24 Uhr (235)

FRANKFURT. Johannes Völz ist seit Oktober 2016 Heisenberg-Professor für Amerikanistik mit Schwerpunkt „Demokratie und Ästhetik“ am Institut für England- und Amerikastudien (Fachbereich Neuere Philologien) der Goethe-Universität. Aus kultur- und literaturwissenschaftlicher Perspektive wird er die demokratische Gesellschaft der USA erforschen. Dabei steht vor allem die Transformation der Demokratie in der jüngeren Vergangenheit im Mittelpunkt seiner Arbeit.

Die Professur wird durch das Heisenberg-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ermöglicht. Das Heisenberg-Programm fördert Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich für die Berufung auf eine Professur qualifiziert haben und durch exzellente Forschung hervorgetreten sind. Der interdisziplinäre Zuschnitt der Professur ist auf eine enge Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen an diversen Frankfurter Forschungseinrichtungen angelegt. Hierzu zählen der Exzellenzcluster „Die Herausbildung Normativer Ordnungen“, das Institut für Sozialforschung und das Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften.

Die Vereinigten Staaten von Amerika betrachtet Prof. Völz als einen Forschungsgegenstand, der viel erklären kann über die gegenwärtigen Krisen der liberalen Demokratie. „Man denke an den Populismus: Das Beispiel USA macht deutlich, dass die Demokratie Formen der Lebensführung hervorbringt, die geprägt sind von ihrer ästhetischen Durchgestaltung“, so Völz. „Paradoxerweise entstehen dabei Dynamiken, die keineswegs immer mit den politischen Idealen der Demokratie übereinstimmen. Eine Analyse der demokratischen Ästhetik kann beispielsweise dazu beitragen, den Populismus als demokratisches Phänomen zu verstehen“. Drei Fragestellungen werden im Zentrum seiner Forschung stehen: Welche Funktion hat die Ästhetisierung der Lebenswelt für die Demokratie? Wie hängen demokratische Ästhetik und moderne Marktgesellschaft zusammen? Und wie lässt sich die gegenwärtige Veränderung des Verhältnisses von Privatheit und Öffentlichkeit beschreiben? Letzterer Frage wird sich Völz im Rahmen eines Forschungsprojektes widmen, das die Deutsche Forschungsgemeinschaft zusätzlich zur Heisenberg-Professur fördert.

Johannes Völz wurde 1977 in Berlin geboren. Nach dem Studium der Amerikanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in München, Berkeley und der Freien Universität Berlin promovierte er von 2003 bis 2008 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am John F. Kennedy-Institut für Nordamerikastudien der FU Berlin sowie, unterstützt durch ein Promotionsstipendium des DAAD, an der Harvard Universität. Seine Dissertation zum amerikanischen Philosophen Ralph Waldo Emerson schloss er mit „summa cum laude“ ab. 2008 wurde er Akademischer Rat auf Zeit am Institut für England- und Amerikastudien der Goethe-Universität. Nach einem zweijährigen Forschungsaufenthalt an der Stanford Universität, gefördert von einem Feodor-Lynen-Stipendium der Alexander-von-Humboldt-Stiftung, habilitierte er sich im Herbst 2015 am Fachbereich Neuere Philologien der Goethe-Universität mit einer Arbeit über Sicherheitsnarrative in der amerikanischen Literatur. Im August 2016 nahm er nun den Ruf an die Goethe Universität Frankfurt an.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Johannes Völz, Institut für England- und Amerikastudien, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Tel. 069/798-32364; voelz@em.uni-frankfurt.de

http://aktuelles.uni-frankfurt.de/forschung/neuer-heisenberg-professor-erforscht-demokratische-kultur-der-usa/