Wohngeld dient nicht der Sicherung des allgemeinen Lebensunterhalts, sondern ist ein Zuschuss zur Wohnungsmiete. Daher ist ein eigenes Einkommen grundlegendes Kriterium für die Anspruchsberechtigung.


Wer kann Wohngeld beantragen?

Studierende haben in der Regel zunächst einmal keinen Anspruch auf Wohngeld, solange Sie „dem Grunde nach“ BAföG-förderungsfähig sind – unabhängig davon, ob sie tatsächlich BAföG beziehen.
Es gibt im Wesentlichen drei Ausnahmen:

  1. Studierende Eltern können Wohngeld für Ihre Kinder beantragen, sofern Sie nicht schon Sozialgeld beziehen (siehe unten). Schwangere Studierende können Wohngeld für ihr Kind bereits vor der Geburt beantragen.
  2. Studierende können Wohngeld beantragen, wenn Sie keinen Anspruch auf BAföG geltend machen können. Dies gilt auch, wenn Sie vormals BAföG bezogen haben, die Förderung aber wegen Überschreiten der Altersgrenze oder Förderhöchstdauer oder einem Wechsel der Fachrichtung eingestellt wurde.
  3. Ausländische Studierende, die aus Ländern kommen, die nach dem BAföG nicht förderfähig sind.

Hinweis: Wer Wohngeldberechtigt ist, hat meist auch einen Anspruch auf den Kinderzuschlag. Um zu prüfen, ob sie einen Anspruch haben, können Sie den Kinderzuschlags-Check des Familienwegweisers nutzen.


Wichtiger Hinweis für Studierende ohne deutsche Staatsbürgerschaft

Prinzipiell sind auch ausländische Studierende ohne dauerhaften Aufenthaltstitel, die vom BAföG ausgeschlossen sind, nach den gleichen Maßstäben wohngeldberechtigt. Sie sollten aber davon absehen, Wohngeld zu beantragen ohne vorher kompetente Beratung in Anspruch genommen zu haben. Denn dieser Antrag könnte unter Umständen zu Problemen in Bezug auf Ihren Aufenthaltsstatus führen!

Die Dauerhaftigkeit des Wohnaufenthaltes müssen Studierende dabei gegenüber der Antragsstelle plausibel darlegen, was aber bei Verheirateten, Schwangeren, Alleinerziehenden und Eltern kleinerer Kinder in der Regel kein Problem darstellt.


Kein Anspruch auf Wohngeld

Ausgeschlossen vom Wohngeld sind Menschen, die Arbeitslosengeld II, Sozialgeld oder andere Leistungen beziehen, die der Grundsicherung des Lebensunterhaltes dienen. Studierende können dann keinen Wohngeldanspruch geltend machen, wenn Sie „dem Grunde nach“ Anspruch auf BAföG haben oder dieses beziehen und/oder einen Unterhaltsanspruch gegenüber ihren Eltern haben. In diesen Leistungen sind bereits Posten für die Unterkunft enthalten.


Höhe des Wohngeldes

Zur Ermittlung der Höhe des Wohngeldes müssen Nachweise über die im Haushalt lebenden Personen und deren Einkünfte sowie über die Mietkosten vorgelegt werden. Die Höhe des Wohngeldes orientiert sich einerseits an den Grundbedarfen gemäß Sozialgesetzbuch und andererseits an den Faktoren Einkommen, Mietkosten, Wohnungsgröße und angemessener Wohnraum.

Detaillierte Informationen zum Wohngeld finden Sie auf den Seiten der Stadt Frankfurt.

Zusätzlich haben Kinder von Eltern, die Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Sozialhilfe, den Kinderzuschlag oder Wohngeld beziehen, Anspruch auf das so genannte Bildungspaket. Mehr Informationen hierzu finden Sie hier.


Service-Instrumente für familienbezogene Leistungen

Das Servicetelefon bietet Information und Beratung rund um Themen wie Familien, Kinder und Jugend oder Gleichstellung.

Servicetelefon: 030 201 791 30
Montag bis Donnerstag von 9.00 bis 18.00 Uhr

Sämtliche Belange und Fragen um die Themenbereiche können zusätzlich auch als Email über das Kontaktformular des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gestellt werden. Die ensprechende Seite finden Sie hier.

Welche weiteren Familienleistungen und sonstige Unterstützungen für Sie in Frage kommen, können Sie mithilfe weniger Angaben auf  www.infotool-familie.de herausfinden.