Mit einer stärkeren Sensibilität für die Diversität von Lebensentwürfen und -situationen, wächst auch das Bewusstsein für eine Realität von Familienmodellen, die weit über Vater, Mutter, Kind(er) hinausgehen. Denn auch wenn in der öffentlichen Wahrnehmung genau dieses Modell weiterhin als vermeintliche Norm repräsentiert wird, gehören alternative Konstellationen für viele Menschen längst zum Alltag. Sog. Patchworkfamilien wie solche, in denen Erziehungsberechtigte sich nicht an den vermeintlich entgegengesetzten Enden der beiden Pole "männlich" und "weiblich" verorten, und nicht zuletzt Alleinerziehende haben häufig einen erhöhten Beratungsbedarf, der nicht selten mit genau dieser normativen Engführung zu tun hat, die sich auch in Gesetzen und anderen Regelungen des gesellschaftlichen Miteinanders ausdrücken.

Häufig sind es die Mütter, die Beruf und Familienverantwortung alleine miteinander in Einklang bringen müssen. Fast jede fünfte Mutter erzieht ihr(e) Kind(er) alleine. Dagegen handelt es sich lediglich in jeder zehnten Ein-Eltern Familie um einen alleinerziehenden Vater (Stand: Mai 2012). (Alleinerziehende in Deutschland - Ergebnisse des Mikrozensus Statistisches Bundesamt).

Hier finden Sie zentrale Informationen und Beratungsstellen in Frankfurt:

Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) e.V.
Der Verband „alleinerziehender Mütter und Väter“ bietet Information und Beratung für alleinerziehende, getrennt lebende Eltern und schwangere Frauen an. Außerdem finden verschiedene Treffs, Gesprächsgruppen und Veranstaltungen, z. B. zu Ehe- und Familienrecht, Existenzsicherung und Erziehungsfragen statt.

Alleinerziehende in Frankfurt
Das Frauenreferat der Stadt Frankfurt hat einen Wegweiser erarbeitet, der eine Übersicht über Hilfen und Serviceangebote in Frankfurt und Umgebung zu relevanten Themen wie Trennung und Scheidung, öffentliche Leistungen, Arbeit und Beruf, Kinderbetreuung oder spezielle Fragen bei ausländischer Staatsangehörigkeit bietet. Sie erhalten die gedruckte Form beim Familien-Service im Gleichstellungsbüro oder direkt über das Frauenreferat. In der rechten Spalte finden Sie die Broschüre zum Download.
Zur Seite des Frauenreferates der Stadt Frankfurt.


Finanzielle Unterstützung

  • Bundesstiftung Mutter und Kind
    Die Bundesstiftung „Mutter und Kind – Schutz des ungeborenen Lebens” hilft seit 1984 schwangeren Frauen in Notlagen. Diese erhalten auf unbürokratischem Weg ergänzende finanzielle Hilfen, die ihnen die Entscheidung für das Leben des Kindes und die Fortsetzung der Schwangerschaft erleichtern sollen.
  • Stiftung: Caroline Hansellmann-Stiftung
    Unterstützung von bedürftigen Personen, soweit es sich um alleinstehende Frauen mit einem oder mehreren Kindern handelt.
  • Unterhaltsvorschuss
    Alleinerziehende befinden sich häufig unter erschwerten Bedingungen. Die Situation verschärft sich noch, wenn das Kind keinen oder nicht regelmäßig Unterhalt von dem anderen Elternteil erhält. Diese besondere Lebenssituation soll mit der Unterhaltsleistung nach dem seit dem 1. Januar 1980 geltenden Unterhaltsvorschussgesetz erleichtert werden. Zur Broschüre.