IBZ

Beispiele geförderter Projekte

Beispiele für Projekte, die von der Stiftung gefördert wurden

2015

Dieses Lehr- und Handbuch ist aus der Kooperation einer Frankfurter Professorin für Biologie mit Kollegen in Mittelamerika entstanden. Erst durch die gemeinschaftliche Arbeit wurde dieses Werk möglich. Seine Veröffentlichung wird den der Stiftung mit finanziert.



Auch 2014 und 2015 konnte die Teilnahme einer Frankfurter Delegation unter Leitung von Frau Vizepräsidentin Prof. Dr. Tanja Brühl am National Model United Nations 2015 in New York gefördert werden. Wenn dies auch kein wissenschaftlicher Austausch im klassischen Sinne ist, so entspricht doch die herausragende wissenschaftliche Bedeutung dieser Veranstaltung für Politologen und Sozialwissenschaftler der Goethe-Universität dem Stiftungszweck.

National Model United Nations 2015

                       

New York

22. März - 26. März 2015


Wie wichtig es ist, Politik, Kultur und Geschichte andere Staaten zu kennen, Gegensätze und Gemeinsamkeiten zu erkennen und internationale Beziehungen zu verstehen, wird gerade heute besonders deutlich. Konflikte und Kriege prägen manche Teile der Welt, darunter auch Regionen in der Nachbarschaft der Europäischen Union. Wenn wir im Sinne der Menschen, die unter den Auseinandersetzungen leiden, zu einem friedlichen Miteinander beitragen und wenn wir den Frieden für unseren Kontinent bewahren wollen, dann müssen wir die Kompetenzen der internationalen politischen Arbeit erhalten, fortentwickeln und weitergeben.
Die UN-Simulation „National Model United Nations“ kann dazu einen großen Beitrag leisten. Ich freue mich, dass auch in diesem Jahr wieder eine Delegation der Goethe-Universität Frankfurt dabei ist. Das Projekt bietet den Studierenden eine hervorragende Gelegenheit, Einblicke in die Funktions- und Arbeitsweise der Vereinten Nationen zu bieten – einer Institution, deren Bedeutung kaum überschätzt werden kann. Zur Gestaltung der internationalen politischen Beziehungen trägt sie seit ihrer Gründung in der Mitte des 20. Jahrhunderts entscheidend bei.
Die Teilnahme an der UN-Simulation „National Model United Nations“ erschließt den Studierenden wichtige Aspekte der globalen Politik. Für ihr künftiges Berufsleben wie auch für ihr Handeln als Staatsbürger in einer demokratischen Gesellschaft ist das von großer Bedeutung. Ich wünsche allen Mitgliedern der diesjährigen Delegation aus Frankfurt viel Erfolg und anregende Diskussionen in New York.
- Volker Bouffier, Hessischer Ministerpräsident



 
Sehr geehrte Damen und Herren,

die politischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts sind grenzüberschreitender Natur: Die Sicherung des Friedens, die nachhaltige Entwicklung und der Schutz der Menschenrechte sind Aufgaben, die nur gemeinsam bearbeitet werden können. Die Vereinten Nationen (UN) sind hierbei ein wichtiger Ort, an dem die Staaten zusammen arbeiten um diese Aufgaben anzugehen. Dennoch gibt es immer wieder Kritik an den UN, zum einen wird die langsame Arbeitsweise bemängelt und zum anderen wird die Organisation als nicht effektiv genug angesehen.

Einen Eindruck davon, wie die UN wirklich arbeitet, werden Studierende der Goethe-Universität durch eine internationale Simulation, das National Model United Nations (NMUN), erhalten. Sie lernen so die Verfahrensweise der UN besser kennen und entwickeln ein Verständnis dafür, wie internationale Entscheidungsprozesse funktionieren.

Simulationen sind eine Lernmethode, die in Deutschland zunehmend angewandt wird. Studierende können neben der fachlichen Expertise Kompetenzen im Bereich der werden Kommunikationsfähigkeit und der Bewältigung komplexer Probleme erwerben – also Qualifikationen, die in der heutigen Zeit unabdingbar sind.

Als Vizepräsidentin der Goethe-Universität begrüße ich das Engagement der Studierenden im Rahmen des NMUN. Die Teilnahme am NMUN versetzt die Studierenden der Politikwissenschaft in die Lage, das in ihrem Studium erworbene theoretische Wissen sowie die analytischen Kompetenzen praktisch anzuwenden, indem sie in den Verhandlungen Lösungsansätze für drängende weltpolitische Themen diskutieren und erarbeiten.

 www.nmun-frankfurt.de

 

Im August 2014 fand in Frankfurt eine Tagung statt zum Thema:

„Critical Theory, Film and Media: Where is Frankfurt Now?“

Veranstaltet von den Professoren:

Prof. Dr. Vinzenz Hediger, Professor für Filmwissenschaft (FB 10)

Prof. Dr. Rembert Hüser, Professor für Medienwissenschaft (FB 10)

Prof. Dr. Nikolaus Müller-Schöll, Professor für Theaterwissenschaft (FB 10)

Prof. Dr. Axel Honneth, Professor für Philosophie, Direktor des Instituts für Sozialforschung

(FB 8)

Die Veranstaltung wurde in der Zeitschrift  Film Quarterly, Vol. 68, No. 2 (Winter 2014), pp. 62-67 Published by: University of California Press  URL: http://www.jstor.org/stable/10.1525/fq.2014.68.2.62 ausführlich rezensiert. Ein kurzer Ausschnitt sei hier wiedergegeben:

 

“Where Is ‘Frankfurt’ Now?”

 Amy Villarejo

“Where is ‘Frankfurt’ now?” is a question with many possible horizons. In the call for papers  for this conference, the organizers expanded upon their title question: What, then are the analytical instruments that the Frankfurt school provided that will be useful going forward? How did the Frankfurt School of critical theory shape the course of film and media theory in the 20th century, and how will its tools continue to shape the study and critical analysisofmediaandculture?1 Sponsored by the Institut für Sozialforschung (IFS)and the Institut für Theatre-, Film- und Medienwissenschaft at Goethe University in cooperation with the Permanent Seminar on Histories of Film Theories, the conference sought to address the legacy and the continued impact of critical theory in relation to culture, media, and politics and in relation to formations in, among other areas, postcolonial, feminist, and queer theory. Start with location. The conference was held on the new Westend campus of Goethe University, a collection of buildings from the 1920s that once served as the corporate head- quarters for IG Farben, the enormous German chemical industry conglomerate. IG Farben, known in the last century as one of the Nazi Party’s most enthusiastic collaborators, manufactured ZyklonB, the lethal gas used in the extermination chambers during the Holocaust…….Welcome to Frankfurt. In a way, Frankfurt symptomatized the layers of media- tion that the very best thinking of the Frankfurt School pursued: the ways in which history is never consigned to the past, and the fact that, in what appears to be our individual or singular existence, hibernate other possibilities and determinations, other virtual lives. Such latent stirrings ought to make it difficult to take the key figures associated with the Frankfurt School (Adorno, Horkheimer, Marcuse, Kluge, Benjamin, Kracauer) as stable or pious unities; indeed, Adorno, for one, attacked any presumed unity of bourgeois biography with avengeance. Unfortunately, it’s hard to stop the train of academic obeisance and patriarchal affiliation that tends toward just such reverential tribute. Vinzenz Hediger (professor of cinema studies in Frankfurt), one of the conference’s principal organizers, tried to set a desanctifying tone in his welcoming remarks on Thursday evening. In seeking to forge a question about the place of theory, Hediger sketched some of his own motivations in bringing together this group of scholars, including the generational shift toward a younger cohort of cinema/media scholars newly galvanized by the Frankfurt School; changes in disciplinary contexts, in which film and media have more solid institutional locations (such as a new master’s degree in aesthetic theory at the IFS and the ongoing life of the Permanent Seminar, founded by Jane Gaines and Francesco Casetti); and changing historical conditions, in which critique becomes persistent in the face of the absence of a massive total event ( such as a revolution or catastrophe). In “our” time (for Frankfurt is as much a question of a time as of a place), Frankfurt remains a place to think and assess the state of critical theory now. But not simply through piety toward the great philosophers and theorists. Hediger referenced another moment in the history of cinema and media, several decades ago, in which the name of Jacques Lacan couldn’t help but be repeated, over and over. In response to that droning incantation, the British film scholar Richard Dyerspurned Lacan, on the basis of his own queer experience and his commitments to gender and sexual politics. Go, Richard! There was Frankfurt, then: a spirit of relentless questioning and aspiration toward a better life that propelled the conference’s renewed interest in this body of thought. In the best moments of this conference, that spirit persisted. Organized as a series of four types of events—two keynotes, one performance, five plenaries, and eighteen panels—the conference got underway with a keynote address by Gertrud Koch (Freie Universität Berlin)….

For more details see:

http://www.jstor.org/literatum/publisher/jstor/journals/content/filmquarterly/2014/fq.2014.68.issue-2/fq.2014.68.2.62/20141224/pdfimages_v02/master.img-000.jpg

Johannes von Moltke in conversation with Ute Holl; Rembert Hüser looking into a computer; Niels Plath and Adrian Martin in conversation with Martin Brady (King’s College). Photo©AndyMichaelis2014

Das Institut für Musikwissenschaft (Frau Prof. Dr. M. Saxer) veranstaltete vom 29. bis 31. Mai 2014 eine Tagung zur Frühzeit der Reproduktionsmedien in dessen Rahmen das Institut sein neu restauriertes Duca-Reproduktionsklavier der Frankfurter Firma Philipps und die dazu gehörende, weltweit größte Sammlung von Notenrollen dieser Firma präsentierte:                        

  

Der Internationale Kongress der Franz Rosenzweig – Gesellschaft wurde im Oktober 2014 in Frankfurt durch die Martin-Buber Professur für Jüdische Religionsphilosophie  (Prof. Dr. Christian Wiese) organisiert. Dieser Kongress fand große internationale Beachtung und Echo in der Presse.

Das Thema war: „Nach dem Stern der Erlösung: Franz Rosenzweig in Frankfurt. Bildung – Sprachdenken – Übersetzung.“

Es wurde die Bedeutung seines Denkens für das interreligiös-interkulturelle  Gespräch in multikulturellen Gesellschaften von etwa 90 Teilnehmern aus vielen Ländern diskutiert.

 




Vertiefung der Beziehungen der Goethe-Universität zu ihren Partneruniversitäten Durch 20 Jahre rege Städtepartnerschaft zwischen Frankfurt und Toronto befördert, stellt die Konferenz "The University and the City" in wegweisendes Ereignis für die formelle Partnerschaft zwischen der Goethe-Universität und der Universität Toronto dar. Neben Wissenschaftlern und Studierenden waren zu dieser Konferenz auch interessierte Bürger und Kommunalpolitiker herzlich willkommen.

„Der Campus Westend als Tagungsort ist ein hervorragendes Beispiel für die neuentwickelten symbiotischen Beziehungen zwischen der Stadt Frankfurt und ihrer Universität“, betont Prof. Rainer Klump, Vize-Präsident der Goethe-Universität, auf dessen Initiative diese Tagung zurückgeht.

Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen untersuchen das komplexe Beziehungsgeflecht von Stadt und Universität aus soziologischer, architektonischer, politischer und ökonomischer Perspektive. 20 Experten analysieren in vier Panels folgende Themen: „overlapping built forms”, „interacting communities”, „urban culture and the univers,ty” und „the university-city nexus as a national force”.

Zum Abschluss des ersten Tages kommen die Teilnehmer beim Dinner-Talk zusammen; Dr. Roland Kaehlbrandt, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, wird zur Diskussion stellen, wie und warum private Stifter das akademische Leben und die Forschung in Frankfurt fördern. Festrednerin ist Saskia Sassen, Professorin der Soziologie an der Columbia University und der London School of Economics sowie weltbekannte Expertin im Bereich der Globalisierungsforschung, Stadtentwicklung und Migration. Thema ihres Vortrages am Freitag (22.10.) um 18.40 Uhr im historischen Rathaus Römer wird sein: „Immigrants in the City and in the University: Does the Space make the Subject?“ Im Anschluss an den Vortrag sind die Teilnehmer von Oberbürgermeisterin Petra Roth und der Goethe-Universität zu einem Empfang eingeladen.

Internationale Symposien Für 2010 seien drei Beispiele internationaler Symposien genannt, die durch die Stiftung gefördert wurden: Eine wichtige Veranstaltung mit einer unserer Partneruniversitäten war in Kooperation mit der Universität Tel Aviv das interdisziplinäre Symposium "The Concept of Rights and its Legal and Political Dimensions", das vom Institut für Philosophie in der Zeit am 2. Und 3. Juli veranstaltet wurde.

Mit der Konferenz "People at the Well" ist es Prof. Hahn und seinen Mitarbeitern gelungen, in einer hoch innovativen Form Experten aus sehr unterschiedlichen Disziplinen zusammenzubringen. "Wasser" ist sicher ein Basisthema unserer Gesellschaft, aber auch eine Herausforderung für die Zukunft der Menschheit, wie zahlreiche Initiativen im Bereich der internationalen Entwicklungskooperation zeigen.

Die Konferenz hat sich zum Ziel gesetzt, Wasser in einer globalen Perspektive zu thematisieren, ohne dabei den Blick auf die Entwicklungsaufgaben zu beschränken. Vielmehr wurde historisches Wissen, Symbolisierungen, die sich auf "Wasser" beziehen, und die drängenden Probleme einer ausreichenden Wasserversorgung in Ländern wie Ghana oder Brasilien in einen Zusammenhang gebracht. Der Austausch zwischen Archäologen, Entwicklungsexperten, Hydrologen, Anthropologen und Philosophen erwies sich als hoch spannend und für alle Beteiligten anregend. Die Fachleute aus den USA, Brasilien, Indien sowie verschiedenen europäischen Ländern haben diese Treffen als einen wichtigen Neuanfang in diesem Themenfeld beurteilt, und es wurde bereits der Wunsch geäußert, die so begonnenen Zusammenarbeit sehr bald fortzusetzen.


Vom Kunstgeschichtlichen Institut wurde vom 9.-11. Dezember 2010 gemeinsam mit dem Florentiner Max-Planck-Institut ein Internationales Kolloquium veranstaltet zu dem Thema "Aus aller Herren Länder – Die Künstler der 'Teutschen Academie'“ von Joachim von Sandrart"

Das Kolloquium stand in unmittelbarem Zusammenhang mit dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsprojekt Sandrarts »Teutsche Academie« (1675–1680) und seine ikonographischen Schriften: Die Verfügbarmachung eines zentralen Quellentextes des 17. Jahrhunderts im Internet. Es sollte helfen, die Validität der Aussagen von Joachim von Sandrart zu den zeitgenössischen italienischen, französischen, niederländischen und auch deutschen Künstlern, über die der Autor in seiner Teutschen Academie berichtet, zu überprüfen.
Im Anschluss an das Kolloquium und dieses fortsetzend wird im Frühjahr 2011 das Projekt im französischen Zentralinstitut für Kunstgeschichte in Paris (Institut National d’Histoire de l’Art, INHA) und in Italien vermutlich an der Scuola Normale Superiore in Pisa vorgestellt werden.



Förderung der Forschungsaktivitäten und des wissenschaftlichen Austausches von Nachwuchswissenschaftlern„Emerging Forms of Sociality“. Zweite Internationale Frankfurter Graduiertenkonferenz im Oktober 2010



Vom 30.9.-2.10.2010 fragten 60 Nachwuchsforscherinnen und -forscher im Rahmen einer internationalen Nachwuchskonferenz an der Goethe-Universität nach neuen Formen des Sozialen.

Aktuelle Zeitdiagnosen überschlagen sich in der Beschreibung einer zunehmenden Individualisierung und Ökonomisierung sozialer Zusammenhänge. Es fallen Schlagworte wie die Fragmentierung von Staatlichkeit, die Krisenhaftigkeit der Ökonomie, das Verwischen traditioneller Geschlechterrollen, die Infragestellung kultureller Selbstverständnisse, aber auch das Entstehen neuer transnationaler Lebens-, Arbeits- und Kommunikationsformen. Diese allgegenwärtigen Phänomene stellen mit Nachdruck die Frage, was das Soziale heute ist, sein sollte und werden könnte.

Quer zu den Tendenzen zahlreicher Debatten, die diese Thematik umkreisen, fragten 60 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler und über 100 interessierte Gäste auf der Konferenz „Emerging Forms of Sociality“ Anfang Oktober nach neuen und alten, bisher unbeachteten oder heiß diskutierten, experimentellen oder unerwarteten Formen des Sozialen und stellten kulturwissenschaftliche, medientheoretische, philosophische und sozialwissenschaftliche Überlegungen zur Deutung und Bewertung dieser Sozialitäten an. Erwachsen aus dem internationalen und interdisziplinären Charakter der Tagung, zeichnete sie sich durch intensive Diskussionen und einen regen wissenschaftlichen Austausch aus.

Als Keynote Speaker hielten Rahel Jaeggi (Humboldt-Universität, Berlin), Sasha Roseneil (Birkbeck Institute for Social Research, London) und Nelson Maldonado-Torres (University of California, Berkeley) in gut besuchten Abendveranstaltungen Vorträge.

Die Konferenz wurde ehrenamtlich von Frankfurter Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern in Kooperation mit dem Frankfurter Institut für Sozialforschung, dem Institut für Philosophie und dem Cornelia-Goethe Centrum organisiert.