Exkursion nach Antwerpen 2022

Nach zwei Jahren Coronapause, fuhr das Seminar für Judaistik im Juni 2022 endlich wieder auf Exkursion! Dieses Mal ging es nach Antwerpen in Belgien, Heimat einer der größten jüdischen Gemeinden Europas. Hier ist Jiddisch noch eine lebendige Sprache bei den ultraorthodoxen Chassiden, die das Stadtbild im Jüdischen Viertel mit seinen zahlreichen Synagogen nahe des Bahnhofs prägen. Aber die Bedeutung der Stadt für die jüdische Geschichte und Kultur geht weit bis ins Mittelalter und in die Frühe Neuzeit zurück: Hier dominierten Juden lange den Diamantenhandel und es wurden hebräische Bücher in der Druckerei der christlichen Familie Plantin-Moretus gedruckt. Während der Shoah wurden belgische Juden im nahegelegenen Mechelen im Sammellager Kazerne Dossin interniert, um in die polnischen Konzentrations- und Vernichtungslager transportiert zu werden. Heute leben in Antwerpen wieder sowohl aschkenasische als auch sefardische Juden und an der Universität werden vom Institut für Jüdische Studien hebräische und jiddische Sprachkurse sowie Seminare zu jüdischen Themen angeboten.

Exkursion nach Prag 2017

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Im Rahmen des Moduls Ju-B11 fuhren Studierende des Seminars für Judaistik im Februar 2017 nach Prag. Neben einer allgemeinen Stadtführung, nahmen sie auch an einer Führung durch das jüdische Viertel sowie einem Filmabend mit Diskussion teil. Auch die Geschichte und das Gedenken des Holocaust wurde mit einer Fahrt zum KZ-Theresienstadt Gegenstand der Beschäftigung. Dank einer Kooperation mit der Partner-Uni Prag konnte diese Beschäftigung innerhalb eines Seminars mit Teilnehmenden der Prager Uni intensiviert und vor dem Hintergrund der Debatte um sogenannte Judenälteste vertieft werden. Ein weiteres Seminar war der Rolle von Erinnerungskultur in der Prager Gemeinde seit der frühen Neuzeit gewidmet.

Die Exkursion wurde geleitet von Prof. Dr. Rebekka Voß und Dr. Annelies Kuyt.

Foto: Jüdisches Rathaus Prag (Christine Schelp)

Weiterführende Links


Exkursion nach Amsterdam 2016

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Vom 16.-19.2.2016 begaben sich 16 Studierende unter der Leitung von Prof. Dr. Rebekka Voß und Dr. Annelies Kuyt auf den Spuren jüdischer Geschichte und Kultur nach Amsterdam.


Ehemalige und aktive Synagogen, das jüdische Museum, das Anne Frank-Haus, Straßennamen und koschere Cafés zeugen ebenso von der reichen jüdischen Vergangenheit wie dem lebendigen jüdischen Leben der Stadt heute. Nach der Vertreibung der Juden aus Spanien und Portugal Ende des 15. Jahrhunderts entwickelte sich „das Jerusalem des Westens“ in der Frühen Neuzeit zu einem Zentrum der europäischen Diaspora. Die kulturell und wirtschaftlich aufblühenden sefardischen („spanisch-portugiesischen“) und ashkenazischen („deutsch-polnischen“) Gemeinden wurden zum wichtigen Bestandteil der Stadt, ihre Mitglieder zu bedeutenden Mitgestaltern ihrer Entwicklung. Doch während der nationalsozialistischen Besatzung 1940-45 wurden auch aus Amsterdam zehntausende Juden deportiert und in Konzentrationslagern ermordet.

Die Exkursion führte nach einer thematischen Vorbereitung durch die Stadt und machte dabei die facettenreiche Geschichte und Gegenwart der Amsterdamer Juden mittels Museums-, Bibliotheks-, Synagogen- und Friedholfsbesuchen, Stadtführungen und Expertengesprächen greifbar. An einzelnen historischen Orten hielten Studierende Referate zu jüdischen Persönlichkeiten der Stadt.

Die Exkursion wurde gefördert vom Förderfonds Lehre und dem Preis für Exzellente Lehre 2012 (Kuyt).
Foto: Violeta Rascanu

Exkursion nach Warschau 2013

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Vom 17. – 19. Mai 2013 fuhren insgesamt 25 Studenten und Mitarbeiter des Seminars für Judaistik nach Warschau um dort einen Einblick in die Geschichte der Juden in Polen zu erhalten, Kontakte mit dortigen Forschungseinrichtungen zu knüpfen und sich mit dortigen Studierenden der Hebraistik auszutauschen.

So konnten sich die Studierenden z.B. mit Prof. Dr. Barbara Kirshenblatt-Gimblett über die geplante Ausstellung im Museum of the History of Polish Jews und deren Konzeption unterhalten. Auch die Begegnung mit Helise Lieberman, der Direktorin des Taube Center for Renewal of Jewish Life in Poland war sehr lehrreich. Sie führte die Gruppe nicht nur zu den historischen jüdischen Plätzen in Warschau wie dem ehemaligen Gebiet des Warschauer Ghettos und dem jüdischen Friedhof, sondern ermöglichte den Teilnehmern auch einen Einblick in das wiederentstehende jüdische Leben im heutigen Polen. Nicht zuletzt gehörte auch ein Besuch des Emanuel Ringelblum Jewish Historical Institute und des Museum of the History of Polish Jews zur Exkursion.

Angegliedert war die Exkursion an die Lehrveranstaltung „Juden in Polen“ im Sommersemester 2013 von Jun. Prof. Dr. Rebekka Voß. In der Lehrveranstaltung wurde in die lange Geschichte der polnischen Juden eingeführt.

Finanziert wurde die Exkursion aus dem Preisgeld des 1822-Universitätspreises für exzellente Lehre, den Dr. Annelies Kuyt 2012 gewann.

Foto: Rebecca Sebbagh


Exkursion nach Köln 2012

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Erkundung des jüdischen Kölns, Besichtigung der Archäologischen Zone mit den Ausgrabungen rund um die alte Synagoge, Besuch der Germania Judaica-Bibliothek zur Geschichte des deutschen Judentums

Fotos: Christoph Pudelko.