​Aktuelles

Apl. Prof. Jackie Nordström wurde am 11.02.2024 vom Altnordist und YouTuber Dr. Jackson Crawford über ihre neue Interpretation des Röksteins interviewed, die beim Arkiv för Nordisk Filologi 2023 veröffentlicht wurde (hier zum Video). 

Norström, Jackie: Rökstenen som visdomsdikt  en vidareutveckling av standardtolkningen. In: Arkiv för Nordisk Filologi 138, 2023, 5-58.

Gronlit Bild
Begleitend zum Seminar „Das Meer in der skandinavischen Kinder- und Jugendliteratur" von Prof. Dr. Frederike Felcht wurde im Sommersemester 2023 ein Podcast-Workshop angeboten. An mehreren Terminen erarbeiteten die Teilnehmer*innen aus den Fächern Skandinavistik und Kinder- und Jugendliteratur unter Anleitung der Podcast- und Radioproduzentin Dr. Christina Gehrlein die Grundlagen der Audioproduktion. Am letzten Workshop-Tag wurden zwei Folgen im Podcast-Studio des studiumdigitale im House of Labour aufgenommen. Die Ergebnisse des Workshops können nun unter diesem Link angehört werden.
Von A bis Å WiSe 23 24_Deckblatt

Für alle, die schon immer mal wissen wollten, was am Institut für Skandinavistik so alles passiert ...
Für alle, die das im Prinzip schon wissen, und sich gern auf den neuesten Stand bringen möchten ...
Für alle, die einfach mehr Informationen über das Skandinavistik-Studium haben möchten ...

Jetzt zum Download (.pdf, 8mb): die aktuelle Ausgabe Nr. 7 zum Wintersemester 2023/24!

smoerrebroed_klein

"Smørrebrød – Literatur mit Geschmack" ist ein Podcastprojekt unserer Masterstudentin Isabella Zobel, in dem ein Einblick in die skandinavische Gegenwartsliteratur gegeben wird. Aktuell ist die erste Staffel zur norwegischen Gegenwartsliteratur auf allen gängigen Podcastplatformen verfügbar. Zu Gast sind unter anderem der Literaturvermittler Dr. Uwe Englert und die Autorin Ellen Emmerentze Jervell.

Projekt: https://smorrebrodliteraturmitgeschmack.wordpress.com

Spotify: https://open.spotify.com/show/1g9WLOXvktKCykLXcsbMt9?si=e484b85e378a4d2d

Apl. Prof. Jackie Nordström wurde am 11.02.2024 vom Altnordist und YouTuber Dr. Jackson Crawford über ihre neue Interpretation des Röksteins interviewed, die beim Arkiv för Nordisk Filologi 2023 veröffentlicht wurde (hier zum Video). 

Norström, Jackie: Rökstenen som visdomsdikt  en vidareutveckling av standardtolkningen. In: Arkiv för Nordisk Filologi 138, 2023, 5-58.

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Begleitend zum Seminar „Das Meer in der skandinavischen Kinder- und Jugendliteratur" von Prof. Dr. Frederike Felcht wurde im Sommersemester 2023 ein Podcast-Workshop angeboten. An mehreren Terminen erarbeiteten die Teilnehmer*innen aus den Fächern Skandinavistik und Kinder- und Jugendliteratur unter Anleitung der Podcast- und Radioproduzentin Dr. Christina Gehrlein die Grundlagen der Audioproduktion. Am letzten Workshop-Tag wurden zwei Folgen im Podcast-Studio des studiumdigitale im House of Labour aufgenommen. Die Ergebnisse des Workshops können nun unter diesem Link angehört werden.
Von A bis Å WiSe 23 24_Deckblatt

Für alle, die schon immer mal wissen wollten, was am Institut für Skandinavistik so alles passiert ...
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Jetzt zum Download (.pdf, 8mb): die aktuelle Ausgabe Nr. 7 zum Wintersemester 2023/24!

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"Smørrebrød – Literatur mit Geschmack" ist ein Podcastprojekt unserer Masterstudentin Isabella Zobel, in dem ein Einblick in die skandinavische Gegenwartsliteratur gegeben wird. Aktuell ist die erste Staffel zur norwegischen Gegenwartsliteratur auf allen gängigen Podcastplatformen verfügbar. Zu Gast sind unter anderem der Literaturvermittler Dr. Uwe Englert und die Autorin Ellen Emmerentze Jervell.

Projekt: https://smorrebrodliteraturmitgeschmack.wordpress.com

Spotify: https://open.spotify.com/show/1g9WLOXvktKCykLXcsbMt9?si=e484b85e378a4d2d

Neuerscheinungen

Jackie Nordström: Rökstenen som visdomsdikt - en vidareutveckling av standardtolkningen, in: Arkiv för nordisk filologi 138: 5-58

Abstract: This article goes through the different interpretations of the Rök runestone that have been proposed during the last 120 years and presents new contributions to the so-called standard interpretation. It is proposed that the function of the Rök runestone was to give the death-doomed son answers to certain questions about the Einherjar and Ragnarök that he supposedly would be asked upon his entrance into Valhǫll. The motif and the questions are similar to those of Vafþrúðnismál, Alvíssmál and Gylfaginning. The Rök runestone should hence be seen as wisdom poetry, as defined by de Vries (1934) and Schorn (2017). Later interpretations that particularly deviate from the one proposed (Ralph 2007, 2021, Holmberg et al. 2020, Williams 2021) are scrutinized and partly argued against. I do not agree that the runestone deals with the sun and its demise but maintain that it i.a. contains a drapa over the mythological hero Dietrich/Þjóðrekr/Þiðrekr of Bern. A completely new interpretation is offered for question 12, which is read as hværhæstsē kunnaRi ’t vttvngi æn kunungatvæiRtigisvð ą̄ liggia ’Which horse is more famous on the battlefield than twenty kings that lie on it?’ The answer must be Sleipnir, the horse that Ōðinn rides on when he gathers the Einherjar on the battlefield. By using 3D-scans of the runestone, the last rune on line 23 is read as (in agreement with von Friesen 1920) instead of l. With shift cipher, it yields the word niþnið’descendant’. Moreover, the last rune on the top side of the stone is read as instead of i, which yields the form vavars ’of the temple warden’, which in agreement with Vluspá and Hymniskviða is interpreted as a heiti for ÞōrR. In partial agreement with Ralph (2007, 2021) lines 26–27 are interpreted as l ne ryðr sifi Vavars ’The troll woman never clears away the relative of the temple war- den’. The troll woman is interpreted as a heiti for the axe, as described in Skáldskaparmál 61 and ’the relative of the temple warden’ as a kenning for Þōrs son, named in the previous question. The meaning is that Þōrs son will never die on the battlefield, which is explained by Vafþrúðnismál 51, which says that Þórs sons will survive Ragnarök. Thus, the whole ciphered section gets a coherent interpretation, as opposed to previous proposals.

Morfars_forside_tryk

Marlene Hastenplug und Caroline Ballebye Sørensen
Morfars Hostel. Dansk for tysksprogede
U Press 2022, Sorø, Dänemark
250 Seiten, 40 EUR

Wie der Untertitel „Dansk for tysksprogede“ erahnen lässt, geht es bei diesem Buch um ein Dänisch-Lehrwerk für Deutschsprachige. Die Zielgruppe sind Studierende und Akademiker*innen, daher ist es auf einen effizienten Lernverlauf angelegt. „Morfars Hostel“ – auf Deutsch: Opas Hostel – gliedert sich in zwölf Lektionen, die durch unterhaltsame Dialoge eine fortlaufende Rahmengeschichte erzählen. Die Hauptfiguren sind zwei junge Freunde, Anna und Frederik, die mithilfe von Annas Opa (= Morfar) ein Hostel mitten in Kopenhagen eröffnen. Als Aushilfe wird die Studentin Sarah aus Frankfurt angestellt, die nach ihrem ERASMUS-Aufenthalt in Dänemark geblieben ist. In den Lektionen treten verschiedene Gäste im Hostel auf, z. B. eine Schulklasse, eine Familie oder ein schwules Brautpaar, dadurch werden verschiedene soziale Zusammenhänge und emotionale Situationen vorgestellt. Eine Besonderheit des Lehrwerks ist, dass es auch die Unterschiede zu den skandinavischen Nachbarsprachen behandelt.

Das Lehrbuch basiert auf einem kommunikativen Methodenansatz, der mit explizit und systematisch erklärter Grammatik kombiniert wird. Sowohl die Erläuterungen zu Grammatik und Sprachgebrauch als auch manche der Übungen sind kontrastiv auf Deutschsprachige ausgerichtet. Außer mündlichen und schriftlichen Aufgaben gehören auch Aussprache- und Hörverständnisübungen zum Buch, das den Stufen A1 – B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens entspricht.

pontoppidan

Henrik Pontoppidan: Kaum ein Tag ohne Spektakel. Herausgegeben von Marlene Hastenplug und Ulrich Sonnenberg und mit einem Nachwort versehen von Nils Gunder Hansen. Aus dem Dänischen übersetzt von Teilnehmenden des Pontoppidan-Übersetzungs-Seminars der Goethe-Universität Frankfurt. Göttigen: Wallstein Verlag, 2023.

Daniel Dencik: Radsportherz. Bielefeld: Covadonga Verlag 2022. 176 Seiten. Aus dem Dänischen von Rebecca Jakobi, die bereits für die Anthologie "Schön habt ihrs hier" übersetzt hat.

Schön habt ihrs hier. Neue Prosa aus Dänemark. Herausgegeben von Marlene Hastenplug. Köln: Parasitenpresse, 2020. 134 S.

Das Buch präsentiert Erzählungen von zehn dänischen Autorinnen und Autoren: Ditte Steensballe, Lone Hørslev, Nanna Goul, Adda Djørup, Peder Frederik Jensen, Caroline Albertine Minor, Thomas Korsgaard, Mads Kastrup, Ida Jessen und Pia Juul.
Die Übersetzungen wurden von Skandinavistik-Studierenden und Absolvent:innen aus Frankfurt, Köln und Münster in einem Seminar an der Goethe-Universität unter Leitung des Übersetzers Ulrich Sonnenberg, der Übersetzerin Ursel Allenstein und der Dänisch-Lektorin Marlene Hastenplug angefertigt.
Die Nachwuchsübersetzer und -übersetzerinnen sind: Thomas Altefrohne, Justus Carl, Randi Drümmer, Sarah Fengler, Isabella Gennrich, Rebecca Jakobi, Daniel Kreß, Lea Merz, Anne Wachendörfer und André Wilkening. 

Das Buch wurde von dem Förderfonds Lehre und dem deutsch-dänischen kulturellen Freundschaftsjahr großzügig unterstützt.

Licht überm Land. Dänische Lyrik vom Mittelalter bis heute. Im Auftrag der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Zusammenarbeit mit Det Danske Akademi herausgegeben von Peter Urban-Halle und Henning Vangsgaard. München: Hanser, 2020.

Die erste umfassende Anthologie der dänischen Lyrik außerhalb Dänemarks. Gedichte von über 150 Lyrikerinnen und Lyrikern vom Mittelalter bis heute. Darunter Übersetzungen von Frankfurter Skandinavistinnen und Skandinavisten: Justus Carl, Sarah Fengler, Berit Huntebrinker, Viktoria Stowasser und André Wilkening.

was sollen wir mit all der schönheit? Herbstgedicht von Rasmus Nikolajsen. Köln: Parasitenpresse, 2020. 70 S.

Ins Deutsche übertragen wurde das Langgedicht hvad skal vi med al den skønhed? von Sarah Fengler, die auch für die Anthologie „Hier habt ihr mich“ Gedichte von Rasmus Nikolajsen übersetzt hat.

Language as sound with meaning

Jackie Nordström: Language as sound with meaning. A dual model of language. LINCOM Studies in Theoretical Linguistics 67. 213 S., 2022.

This book argues that the language faculty merely consists of the semantic and phonological components and linking between these and other systems. Thus, there is no third intermediate component, narrow syntax, it is argued. Syntax, as a phenomenon, is instead distributed among the semantic and phonological components, the semantic component containing lexical semantics, abstract universal categories, argument structures and information structures and the phonological component containing the concrete assembly of phonological morphemes into words and phonological words into phrases and sentences. Thus, language can be defined as "sound with meaning", as pointed out by Aristotle, "signifier and signified" (Saussure 1916), or more precisely the pair <phonology, semantics> (Chomsky 2004).

The hypothesis is a continuation of the Minimalist Program (Chomsky 1995), which is a rationalistic and evolutionary enterprise within the framework of Generative Grammar aiming to reduce the machinery assumed to be needed for the language faculty to operate. The hypothesis is also an elaboration of Culicover and Jackendoff’s (2005) theory of a minimal syntactic component and a semantic and a phonological component that also have combinatorial processes. Lastly, it builds further on Stroik and Putnam’s (2013) theory of a syntax that is located in an intersection between the CI- and SM-systems. 

*******************************

Frederike Felcht: Die Regierung des Mangels. Heidelberg: Universitätsverlag Winter, 2020. 388 S.

Mit Skandinavien assoziieren heute die meisten Menschen eine wohlhabende Weltregion, die vorbildliche soziale Sicherungssysteme hat. Dieses Buch erzählt davon, dass dieser Wohlstand jedoch mühsam errungen werden musste und historisch relativ jung ist.
Literarische Darstellungen armutsbedingten Hungers geben Aufschluss über skandinavische Konstruktionen von Identität und deren Wandel. Die Vorstellung von einer im Hunger geeinten Nation wich einer Kritik gesellschaftlicher Ungleichheit, die zu neuen politischen Idealbildern führte. Hunger erweist sich darüber hinaus als poetologisch produktives Thema und Motiv.

Die Studie untersucht Repräsentationen von Hunger in einflussreichen und bekannten Texten der skandinavischen Literatur, z. B. den Nationalhymnen Finnlands und Norwegens, Knut Hamsuns ‚Sult‘ (‚Hunger‘, 1890), Martin Andersen Nexøs ‚Pelle Erobreren‘ (‚Pelle der Eroberer‘, 1906–1910) oder Vilhelm Mobergs Auswanderer-Tetralogie (1949–1959), und setzt diese in Beziehung zu ihren historisch-diskursiven Kontexten.

bücher bibliothek

Christiane Müller: Am Anfang war das Erzählen. Karen Blixen und die Bibel. Heidelberg: Universitätsverlag Winter, 2023. 300 S.

Vera Johanterwage: Buddha in Bergen. Die altnordische 'Barlaams ok Josaphats saga'Heidelberg: Universitätsverlag Winter, 2019. 304 S.

Maya Anna Rosalie Großmann: Kunst gegen den Identitätsverlust. Das bildhauerische Werk Niels Hansen Jacobsens in der dänisch-deutschen Grenzregion um 1900. Würzburg: Königshausen & Neumann, 2019. 196 S.

edda-kommentar bd.1

Wir freuen uns, das Erscheinen von Band 1 des Frankfurter Kommentars zu den Liedern der Edda bekanntgeben zu können:

†Klaus von See, Beatrice La Farge, Katja Schulz. Unter Mitwirkung von Simone Horst und Eve Picard: 
Kommentar zu den Liedern der Edda. Bd. 1: Götterlieder. Teil I. Vǫluspá [R], Hávamál. Teil II. VafþrúðnismálGrímnismálVǫluspá [H], Zwergenverzeichnis aus der Gylfaginning. Heidelberg: Universitätsverlag Winter, 2019. 1724 S. 

Mit dem vorliegenden Band wird der siebenbändige Kommentar zu den Liedern der Edda abgeschlossen, nachdem 1997 und 2000 zwei Bände mit eddischen Götterliedern sowie 2004, 2006, 2009 und 2012 vier Bände zur eddischen Heldendichtung erschienen sind. Der Frankfurter Edda-Kommentar ist der erste Gesamtkommentar zu diesem Textkorpus seit dem zwischen 1927 und 1931 veröffentlichten Kommentar von Sijmons-Gering. Der nun vorgelegte Band kommentiert die ersten vier im Codex regius überlieferten Lieder: die Vǫluspá (das wohl berühmteste Eddalied) und die drei Odins-Lieder HávamálVafþrúðnismál und Grímnismál. Ergänzt werden diese Texte durch den ersten Kommentar überhaupt zu der Hauksbók-Fassung der Vǫluspá und eine Synopse der beiden Redaktionen des Liedes sowie durch einen Kommentar zu dem strophischen Zwergenverzeichnis aus der Gylfaginning, das eine Entsprechung in den Vǫluspá-Texten hat.

gylfis täuschung

Julia Zernack, Katja Schulz (Hg.): Gylfis Täuschung. Rezeptionsgeschichtliches Lexikon zur nordischen Mythologie und Heldensage. Heidelberg: Universitätsverlag Winter, 2019 (=Edda-Rezeption, 6). 791 S.

Jackie Nordström: Rökstenen som visdomsdikt - en vidareutveckling av standardtolkningen, in: Arkiv för nordisk filologi 138: 5-58

Abstract: This article goes through the different interpretations of the Rök runestone that have been proposed during the last 120 years and presents new contributions to the so-called standard interpretation. It is proposed that the function of the Rök runestone was to give the death-doomed son answers to certain questions about the Einherjar and Ragnarök that he supposedly would be asked upon his entrance into Valhǫll. The motif and the questions are similar to those of Vafþrúðnismál, Alvíssmál and Gylfaginning. The Rök runestone should hence be seen as wisdom poetry, as defined by de Vries (1934) and Schorn (2017). Later interpretations that particularly deviate from the one proposed (Ralph 2007, 2021, Holmberg et al. 2020, Williams 2021) are scrutinized and partly argued against. I do not agree that the runestone deals with the sun and its demise but maintain that it i.a. contains a drapa over the mythological hero Dietrich/Þjóðrekr/Þiðrekr of Bern. A completely new interpretation is offered for question 12, which is read as hværhæstsē kunnaRi ’t vttvngi æn kunungatvæiRtigisvð ą̄ liggia ’Which horse is more famous on the battlefield than twenty kings that lie on it?’ The answer must be Sleipnir, the horse that Ōðinn rides on when he gathers the Einherjar on the battlefield. By using 3D-scans of the runestone, the last rune on line 23 is read as (in agreement with von Friesen 1920) instead of l. With shift cipher, it yields the word niþnið’descendant’. Moreover, the last rune on the top side of the stone is read as instead of i, which yields the form vavars ’of the temple warden’, which in agreement with Vluspá and Hymniskviða is interpreted as a heiti for ÞōrR. In partial agreement with Ralph (2007, 2021) lines 26–27 are interpreted as l ne ryðr sifi Vavars ’The troll woman never clears away the relative of the temple war- den’. The troll woman is interpreted as a heiti for the axe, as described in Skáldskaparmál 61 and ’the relative of the temple warden’ as a kenning for Þōrs son, named in the previous question. The meaning is that Þōrs son will never die on the battlefield, which is explained by Vafþrúðnismál 51, which says that Þórs sons will survive Ragnarök. Thus, the whole ciphered section gets a coherent interpretation, as opposed to previous proposals.

Morfars_forside_tryk

Marlene Hastenplug und Caroline Ballebye Sørensen
Morfars Hostel. Dansk for tysksprogede
U Press 2022, Sorø, Dänemark
250 Seiten, 40 EUR

Wie der Untertitel „Dansk for tysksprogede“ erahnen lässt, geht es bei diesem Buch um ein Dänisch-Lehrwerk für Deutschsprachige. Die Zielgruppe sind Studierende und Akademiker*innen, daher ist es auf einen effizienten Lernverlauf angelegt. „Morfars Hostel“ – auf Deutsch: Opas Hostel – gliedert sich in zwölf Lektionen, die durch unterhaltsame Dialoge eine fortlaufende Rahmengeschichte erzählen. Die Hauptfiguren sind zwei junge Freunde, Anna und Frederik, die mithilfe von Annas Opa (= Morfar) ein Hostel mitten in Kopenhagen eröffnen. Als Aushilfe wird die Studentin Sarah aus Frankfurt angestellt, die nach ihrem ERASMUS-Aufenthalt in Dänemark geblieben ist. In den Lektionen treten verschiedene Gäste im Hostel auf, z. B. eine Schulklasse, eine Familie oder ein schwules Brautpaar, dadurch werden verschiedene soziale Zusammenhänge und emotionale Situationen vorgestellt. Eine Besonderheit des Lehrwerks ist, dass es auch die Unterschiede zu den skandinavischen Nachbarsprachen behandelt.

Das Lehrbuch basiert auf einem kommunikativen Methodenansatz, der mit explizit und systematisch erklärter Grammatik kombiniert wird. Sowohl die Erläuterungen zu Grammatik und Sprachgebrauch als auch manche der Übungen sind kontrastiv auf Deutschsprachige ausgerichtet. Außer mündlichen und schriftlichen Aufgaben gehören auch Aussprache- und Hörverständnisübungen zum Buch, das den Stufen A1 – B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens entspricht.

pontoppidan

Henrik Pontoppidan: Kaum ein Tag ohne Spektakel. Herausgegeben von Marlene Hastenplug und Ulrich Sonnenberg und mit einem Nachwort versehen von Nils Gunder Hansen. Aus dem Dänischen übersetzt von Teilnehmenden des Pontoppidan-Übersetzungs-Seminars der Goethe-Universität Frankfurt. Göttigen: Wallstein Verlag, 2023.

Daniel Dencik: Radsportherz. Bielefeld: Covadonga Verlag 2022. 176 Seiten. Aus dem Dänischen von Rebecca Jakobi, die bereits für die Anthologie "Schön habt ihrs hier" übersetzt hat.

Schön habt ihrs hier. Neue Prosa aus Dänemark. Herausgegeben von Marlene Hastenplug. Köln: Parasitenpresse, 2020. 134 S.

Das Buch präsentiert Erzählungen von zehn dänischen Autorinnen und Autoren: Ditte Steensballe, Lone Hørslev, Nanna Goul, Adda Djørup, Peder Frederik Jensen, Caroline Albertine Minor, Thomas Korsgaard, Mads Kastrup, Ida Jessen und Pia Juul.
Die Übersetzungen wurden von Skandinavistik-Studierenden und Absolvent:innen aus Frankfurt, Köln und Münster in einem Seminar an der Goethe-Universität unter Leitung des Übersetzers Ulrich Sonnenberg, der Übersetzerin Ursel Allenstein und der Dänisch-Lektorin Marlene Hastenplug angefertigt.
Die Nachwuchsübersetzer und -übersetzerinnen sind: Thomas Altefrohne, Justus Carl, Randi Drümmer, Sarah Fengler, Isabella Gennrich, Rebecca Jakobi, Daniel Kreß, Lea Merz, Anne Wachendörfer und André Wilkening. 

Das Buch wurde von dem Förderfonds Lehre und dem deutsch-dänischen kulturellen Freundschaftsjahr großzügig unterstützt.

Licht überm Land. Dänische Lyrik vom Mittelalter bis heute. Im Auftrag der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Zusammenarbeit mit Det Danske Akademi herausgegeben von Peter Urban-Halle und Henning Vangsgaard. München: Hanser, 2020.

Die erste umfassende Anthologie der dänischen Lyrik außerhalb Dänemarks. Gedichte von über 150 Lyrikerinnen und Lyrikern vom Mittelalter bis heute. Darunter Übersetzungen von Frankfurter Skandinavistinnen und Skandinavisten: Justus Carl, Sarah Fengler, Berit Huntebrinker, Viktoria Stowasser und André Wilkening.

was sollen wir mit all der schönheit? Herbstgedicht von Rasmus Nikolajsen. Köln: Parasitenpresse, 2020. 70 S.

Ins Deutsche übertragen wurde das Langgedicht hvad skal vi med al den skønhed? von Sarah Fengler, die auch für die Anthologie „Hier habt ihr mich“ Gedichte von Rasmus Nikolajsen übersetzt hat.

Language as sound with meaning

Jackie Nordström: Language as sound with meaning. A dual model of language. LINCOM Studies in Theoretical Linguistics 67. 213 S., 2022.

This book argues that the language faculty merely consists of the semantic and phonological components and linking between these and other systems. Thus, there is no third intermediate component, narrow syntax, it is argued. Syntax, as a phenomenon, is instead distributed among the semantic and phonological components, the semantic component containing lexical semantics, abstract universal categories, argument structures and information structures and the phonological component containing the concrete assembly of phonological morphemes into words and phonological words into phrases and sentences. Thus, language can be defined as "sound with meaning", as pointed out by Aristotle, "signifier and signified" (Saussure 1916), or more precisely the pair <phonology, semantics> (Chomsky 2004).

The hypothesis is a continuation of the Minimalist Program (Chomsky 1995), which is a rationalistic and evolutionary enterprise within the framework of Generative Grammar aiming to reduce the machinery assumed to be needed for the language faculty to operate. The hypothesis is also an elaboration of Culicover and Jackendoff’s (2005) theory of a minimal syntactic component and a semantic and a phonological component that also have combinatorial processes. Lastly, it builds further on Stroik and Putnam’s (2013) theory of a syntax that is located in an intersection between the CI- and SM-systems. 

*******************************

Frederike Felcht: Die Regierung des Mangels. Heidelberg: Universitätsverlag Winter, 2020. 388 S.

Mit Skandinavien assoziieren heute die meisten Menschen eine wohlhabende Weltregion, die vorbildliche soziale Sicherungssysteme hat. Dieses Buch erzählt davon, dass dieser Wohlstand jedoch mühsam errungen werden musste und historisch relativ jung ist.
Literarische Darstellungen armutsbedingten Hungers geben Aufschluss über skandinavische Konstruktionen von Identität und deren Wandel. Die Vorstellung von einer im Hunger geeinten Nation wich einer Kritik gesellschaftlicher Ungleichheit, die zu neuen politischen Idealbildern führte. Hunger erweist sich darüber hinaus als poetologisch produktives Thema und Motiv.

Die Studie untersucht Repräsentationen von Hunger in einflussreichen und bekannten Texten der skandinavischen Literatur, z. B. den Nationalhymnen Finnlands und Norwegens, Knut Hamsuns ‚Sult‘ (‚Hunger‘, 1890), Martin Andersen Nexøs ‚Pelle Erobreren‘ (‚Pelle der Eroberer‘, 1906–1910) oder Vilhelm Mobergs Auswanderer-Tetralogie (1949–1959), und setzt diese in Beziehung zu ihren historisch-diskursiven Kontexten.

bücher bibliothek

Christiane Müller: Am Anfang war das Erzählen. Karen Blixen und die Bibel. Heidelberg: Universitätsverlag Winter, 2023. 300 S.

Vera Johanterwage: Buddha in Bergen. Die altnordische 'Barlaams ok Josaphats saga'Heidelberg: Universitätsverlag Winter, 2019. 304 S.

Maya Anna Rosalie Großmann: Kunst gegen den Identitätsverlust. Das bildhauerische Werk Niels Hansen Jacobsens in der dänisch-deutschen Grenzregion um 1900. Würzburg: Königshausen & Neumann, 2019. 196 S.

edda-kommentar bd.1

Wir freuen uns, das Erscheinen von Band 1 des Frankfurter Kommentars zu den Liedern der Edda bekanntgeben zu können:

†Klaus von See, Beatrice La Farge, Katja Schulz. Unter Mitwirkung von Simone Horst und Eve Picard: 
Kommentar zu den Liedern der Edda. Bd. 1: Götterlieder. Teil I. Vǫluspá [R], Hávamál. Teil II. VafþrúðnismálGrímnismálVǫluspá [H], Zwergenverzeichnis aus der Gylfaginning. Heidelberg: Universitätsverlag Winter, 2019. 1724 S. 

Mit dem vorliegenden Band wird der siebenbändige Kommentar zu den Liedern der Edda abgeschlossen, nachdem 1997 und 2000 zwei Bände mit eddischen Götterliedern sowie 2004, 2006, 2009 und 2012 vier Bände zur eddischen Heldendichtung erschienen sind. Der Frankfurter Edda-Kommentar ist der erste Gesamtkommentar zu diesem Textkorpus seit dem zwischen 1927 und 1931 veröffentlichten Kommentar von Sijmons-Gering. Der nun vorgelegte Band kommentiert die ersten vier im Codex regius überlieferten Lieder: die Vǫluspá (das wohl berühmteste Eddalied) und die drei Odins-Lieder HávamálVafþrúðnismál und Grímnismál. Ergänzt werden diese Texte durch den ersten Kommentar überhaupt zu der Hauksbók-Fassung der Vǫluspá und eine Synopse der beiden Redaktionen des Liedes sowie durch einen Kommentar zu dem strophischen Zwergenverzeichnis aus der Gylfaginning, das eine Entsprechung in den Vǫluspá-Texten hat.

gylfis täuschung

Julia Zernack, Katja Schulz (Hg.): Gylfis Täuschung. Rezeptionsgeschichtliches Lexikon zur nordischen Mythologie und Heldensage. Heidelberg: Universitätsverlag Winter, 2019 (=Edda-Rezeption, 6). 791 S.

coronavirus

Die Goethe-Universität hat eine Informationsseite eingerichtet, auf der Sie aktuelle Informationen bekommen können. Auf dieser Seite finden Sie Beratungs- und Unterstützungsangebote.

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Wichtige Hinweise

Feb 28
00:00 Uhr

Bewerbungsfrist Masterstudiengang Skandinavistik

Master Skandinavistik

Bewerbungen zum Sommersemester 2024 vom 01.12.2023 bis 29.02.2024

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Bewerbungen zum Wintersemester 2024/25 vom 01.06.2024 bis 31.08.2024

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