Fotoarchiv, Sammlung von Abgüssen antiker Münzen und numismatische Auktionskataloge

I. Die Sammlung von Fotos antiker Münzen

Der Grundstock der heute rund 400.000 Münzfotos auf Karteikarten umfassenden Dokumentation bildete eine Schenkung von rund 50.000 Fotos durch Prof. Dr. H. A. Cahn (1915-2002), Basel.

Die Sammlung umfasst alle Bereiche der antiken Numismatik, von den frühesten Elektronprägungen Kleinasi­ens bis zu den Münzen der Merowinger, außerdem die der byzantinischen Kaiser. Die Gliederung dieser um­fangreichen Sammlung entspricht der in der antiken Numismatik üblichen:

  • Griechische Münzen (einschließlich der römischen Kaiserzeit) 164.000
  • Römische Münzen 152.000
  • Byzantinische Münzen 72.000
  • Keltische Münzen 5.000
  • Münzen der Völkerwanderungszeit 5.000
  • Münzen der Merowinger 2.000

Summe: 400.000

Fotos folgender Spezialsammlungen sind vorhanden:

  1. Münzsammlungen von Instituten an Universitäten
    - Sammlung alexandrinischer Kaisermünzen am Institut für Altertumskunde, Universität Köln
    - Sammlung Karl Welz, am Seminar für Alte Geschichte der Ruhruniversität Bochum
  2. Münzsammlungen von Münzkabinetten
    - Die antiken Münzen im Münzkabinett des Historischen Museums, Frankfurt am Main
    - Die antiken Münzen der Sammlung Heynen, Landschaftsmuseum Krefeld-Burg Linn
  3. Schatzfunde
    - Schatzfund von Nettersheim
    - Schatzfund von Mainz-Kastell
    - Schatzfund von Ober- Florstadt
    - Schatzfund von Kirikhan (teilweise)
    - Schatzfund von Side (teilweise)
  4. Sammlung von Fotos von römischen Medaillons
  5. Sammlung von Fotos von Kontorniaten

II. Sammlung der Negative von Originalaufnahmen

Zur Sammlung gehört als eine Unterabteilung eine Sammlung von Negativen von Originalaufnahmen antiker Münzen:

  1. Negative der Firma Münzen & Medaillen AG, Basel (zur Verwaltung, Eigentum der Firma)
  2. Negative der Firma Dr. Busso Peus Nachf., Frankfurt am Main (nicht von allen Auktionen)
  3. Negative von der Sammlung alexandrinischer Kaisermünzen, Institut für Altertumskunde der Universität Köln
  4. Negative der Sammlung Heynen
  5. Negative der Sammlung Karl Welz, jetzt Universität Bochum
  6. Negative von Schatzfunden (Nettersheim, Mainz-Kastell, Side, Kirikhan)

III. Die Auktionskataloge

Grundlage für die Sammlung von Fotos antiker Münzen sind vorwiegend Auktionskataloge der verschiede­nen Münzhäuser. Das Archiv der Sammlung verfügt über rund 5.000 Auktionskataloge verschiedenster Firmen des In- und Auslands. Die Kataloge sind in einem Journal erfasst, das ständig angepasst wird.

Liste als pdf (Stand: Dezember 2014)

IV. Sammlung von Münzabgüssen

Die Gipsabguss-Sammlung umfasst rund 20.000 Stücke. Sie setzt sich aus folgenden Teilen zusammen:

  1. Sammlung Richard Delbrück (1874-1957) als Dauerleihgabe des Rheinischen Landesmuseums Bonn
  2. Sammlung Konrad Kraft (1920-1970): vorwiegend von griechischen Münzen der römischen Kaiserzeit
  3. Abgüsse der Firma Gerhard Hirsch, München
  4. Sammlung Clemens Bosch, Nördliches Schwarzmeergebiet
  5. Sammlung Susanne Grunauer-von Hoerschelmann zu „Die Münzprägung der Lakedaimonier“. Deutsches Archäologisches Institut, Antike Münzen und geschnittene Steine (AMGS), Bd. 7
  6. Diverse Abgüsse von antiken Münzen, von einzelnen Wissenschaftlern gestiftet.

Weiterhin sind Reproduktionen von Münzen aus Schwefel, Metall und Siegellack vorhanden:

  • Sammlung von Schwefelabgüssen T. E. Mionnet und A. Odelli, ehem. DAI Rom (Dauerleihgabe)
  • Sammlung von Galvanoplastischen Abgüssen, ehem. DAI Rom (Dauerleihgabe)

V. Sammlung von Gemmenabgüssen

  • Daktyliothek aus Gips, ehem. DAI Rom (Dauerleihgabe)
  • Sammlung von etruskischen Gemmen in Terrakottaabgüssen, hergestellt von der Firma Scappini, Corneto (Tarquinia), ehem. DAI Rom (Dauerleihgabe)

VI. Serviceleistungen

Es besteht die Möglichkeit, für wissenschaftliche Arbeiten und Publikationen Münzfotos auf Bestellung und gegen Rechnung anfertigen zu lassen. Es werden einerseits die anfallenden Materialkosten berechnet, an­dererseits wird eine je nach Umfang der Bestellung abgestufte Bearbeitungsgebühr erhoben.