Andreas Murgan M.A.

Andreas Murgan (Erlangen, 1984) studierte an der Fried­rich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg Klassische Archäologie und Ur- und Frühgeschichte.

In seiner Magisterarbeit setzte er sich mit der Ikono­graphie antiker griechischer Münzen, insbesondere derer Unteritaliens, auseinander.

Augenblicklich erforscht er im Rahmen seiner Disser­tation Funktionen und Gebrauch ungemünzten Metalls im west­lichen Mittelmeerraum in der zweiten Hälfte des 1. Jahr­tau­sends v. Chr.

Das in das Lichtenberg-Projekt „Münzen und die Dy­namik der Macht: Der westliche Mittelmeerraum, 500 – 100 v. Chr.“ eingebettete Forschungsprojekt unter­sucht die Ent­wicklung, die Funktionen und den Ge­brauch von Münzen und Geld in der zweiten Hälfte des 1. Jts. v. Chr. unter starker Einbeziehung inter­disziplinärer Ansätze.

 

Einen Aspekt des Geldes dieser Periode stellt das ungemünzte Metall im westlichen Mittelmeerraum dar. Die dort im 1. Jt. v. Chr. entwickelten Konzepte, die unter anderem auf bedarfsgerecht abgewogene Metallein­heiten als Vorläufer der Münzen zurückgriffen, zeigen regional stark unterschiedliche Lösungen: während in Mittelitalien Bronze in Brocken und Barren genutzt wurde, verwendeten die griechischen Städte im Westen unter anderem solche aus Silber und auf der iberischen Halbinsel kam das sog. Hacksilber, zer­hackter Schmuck und Ähnliches, zur Verwendung.

Ziel der Untersuchungen ist, unter besonderer Einbeziehung des kulturellen und archäologischen Kon­textes ein besseres Bild zur regionalen und überregionalen Verwendung der Brocken und Barren in der zweiten Hälfte des 1. Jts. v. Chr. zu erhalten, um die Entwicklung des Geldes, dessen Funktionen als Ware, Wertmesser, Zahlungs- oder Werthaltungsmittel sowie deren Auswirkungen auf die Gesellschaft im regionalen und überregionalen Kontext besser verstehen zu können.

Weiterhin arbeitet er gemeinsam mit Martin Boss seit 2008 an der Weiterentwicklung von AERIA, dem virtuellen Museum der Antikensammlung Erlangen, und treibt mit der AG AERIA die Digitalisierung des dortigen Photoarchivs (http://www.aeria.phil.uni-erlangen.de/photosammlung.html) voran.