Warum frankfurt

Warum Frankfurt?

Frankfurt ist nicht nur durch den Flughafen, die Europäische Zentralbank oder die Börse zu einem internationalen und multikulturellen Standort geworden. Es ist vor allem das überwältigende Kulturangebot, das Frankfurt als Studienort für Literatur- und Kulturwissenschaften so attraktiv macht. Diese Spannung zwischen mächtigem Wirtschaftsstandort und kreativer Szene macht Frankfurt zu einer echten Entdeckung im Kulturbetrieb, die sich von bereits etablierten Kulturszenen durch Innovation und Aufschwung leicht abgrenzen kann.

Zu den vielen Highlights der Stadt gehört unter anderem das Museumsufer, das international bekannte Häuser wie die Kunsthalle Schirn, das Städel, das Deutsche Filmmuseum oder das Museum für Moderne Kunst versammelt. Aber auch Theater und Kino haben mit 20 Bühnen und 30 freien Theatergruppen sowie zahlreichen Programmkinos und fremdsprachlichen Filmvorführungen einen festen Platz in der Stadt. Das älteste jährlich stattfindende Jazzfestival der Welt wird in Frankfurt ausgerichtet und auch im literarischen Bereich steht die Geburtsstadt Goethes mit dem Literaturhaus, dem Suhrkamp-Archiv, der Deutschen Nationalbibliothek und natürlich der Frankfurter Buchmesse anderen Städten um nichts nach.

Das Institut für England- und Amerikastudien (IEAS) ist schon seit über einem halben Jahrhundert fester Bestandteil der Goethe-Universität und hat sich in Forschung und Lehre international einen Namen gemacht: mit Forschungsprojekten wie "Am Tatort: Städtische Eigenlogik im Medium zeitgenössischer Kriminalliteratur" oder mit Lehrveranstaltungen zu Themen wie "The Beat Generation", "Violence, Resistance, Subversion in African American Fiction" oder "Sum Fistsful of Music: Videos You Gotta Analyze Before the Term Ends". Eine eigene Theatergruppe (Chaincourt Theatre), ein eigenes Magazin von Studenten für Studenten (AJournal), die jährlich erscheinende Anthologie Poetic Voices, in der Studierende ihre eigenen Gedichte präsentieren können sowie die Calliopean Society zur Förderung der England- und Amerikastudien an der Goethe-Universität und die Institutsgruppe, welche die Interessen der Studierenden vertritt, gehören außerdem zu den institutsinternen Angeboten außerhalb des Stundenplans.

Die Amerikanistik des IEAS gehört zu den ältesten und einzigen interdisziplinär ausgerichteten Amerikanistik-Abteilungen in Deutschland. Die interdisziplinäre Ausrichtung wird durch die enge Kooperation mit dem Zentrum für Nordamerika-Forschung verstärkt.

Die Frankfurter Anglistik (oder, gemäß dem Namen des Instituts, die Abteilung Englandstudien / English Studies) hat als eine der ersten neuphilologischen Institutionen in Deutschland den Bereich der englischen Kultur- , Ideen- und Sozialgeschichte neben dem der englischen Literatur und Literaturwissenschaft ausdifferenziert und ihn in Studien- und Prüfungsordnungen als eigenen Schwerpunkt kurrikular fest verankert.

Eine weitere Besonderheit der Abteilung Englandstudien / English Studies ist die ebenfalls sehr früh erfolgte Einrichtung eines Schwerpunkts für die Literaturen und Kulturen in den Ländern des ehemaligen Commonwealth (Afrika, Asien, die Karibik, Kanada, Australien, Neuseeland und Ozeanien) sowie die Migrationsliteratur in Großbritannien, woraus sich inzwischen eine eigene Abteilung Neue englischsprachige Literaturen und Kulturen (NELK) entwickelt hat. Wichtig sind hierbei die Rolle des Englischen als einer globalen Literatursprache, die transnationalen und transkulturellen Dimensionen englischsprachiger Literaturen und Kulturen sowie deren Rolle bei der Ausprägung von spezifischen Formen von Modernität in verschiedensten Teilen der Welt.