Arbeitsbereich Sozialwissenschaften des Sports

Forschungsaktivitäten des Arbeitsbereichs.

Die Forschungsschwerpunkte des Arbeitsbereichs Sozialwissenschaften des Sports liegen in den Bereichen Sport- und Körpersoziologie sowie im Feld der Neophänomenologischen Soziologie.

Die Forschungsarbeiten sind zum Teil grundlagentheoretisch angelegt, zum Teil sind es Auseinandersetzungen mit konkreten Phänomenen und Problemen des Sports und der Gesellschaft.

Die methodische Ausrichtung des Arbeitsbereichs liegt im Bereich der Qualitativen Sozialforschung, hierbei vor allem in der qualitativen Interviewforschung und der Ethnografie/Praxeologie.

Die thematischen Schwerpunkte sind aktuell Sportsucht, Atmosphären des Sports, Neophänomenologische (Sport-)Soziologie sowie Digitalisierung in Sport und Tanz.

Die Forschungsarbeiten des Arbeitsbereichs sind gleichermaßen an die Sportwissenschaft wie an die Soziologie adressiert.


Jüngste Buchpublikationen

Handbuch Körpersoziologie (2022), 2. überarbeitete und erweiterte Auflage

Das Handbuch Körpersoziologie verfolgt das Ziel, den grundlegenden Stellenwert des Körpers für soziologisches Denken zu veranschaulichen. Die Körpersoziologie begreift den Körper als bedeutsam für subjektiv sinnhaftes Handeln sowie als eine soziale Tatsache, die hilft, Soziales zu verstehen und zu erklären. Der Körper ist Produzent und Effekt des Sozialen, er ist gesellschaftliches und kulturelles Symbol wie auch Agent, Medium und Instrument sozialen Handelns. Die Körpersoziologie analysiert, wie soziale Strukturen sich in den Körper einschreiben, soziale Ordnung in körperlichen Handlungen und Interaktionen hergestellt und sozialer Wandel durch körperliche Empfindungen motiviert sowie durch körperliche Aktionen gestaltet wird. Körpersoziologie ist in diesem Sinne als verkörperte Soziologie aufzufassen.

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Körper – Leib – Sozialität (2022)

Das Buch bringt die theoretischen Ansätze von Helmuth Plessner und Hermann Schmitz in einen produktiven Dialog und zeigt, wie fruchtbar dieser Dialog für die soziologische Forschung ist. Entfaltet werden grundlegende anthropologisch-phänomenologische Perspektiven auf Leib und Körper mit spannungsreichen Wechselwirkungen, Konflikten und Überschneidungen. Darüber hinaus wird entlang von Plessner und Schmitz eine breite Vielfalt soziokultureller Phänomene vorgestellt: Personalität, sinnliche Wahrnehmung, Ausdrucksverhalten, Lachen und Weinen, Fußball, Ernährung, Gesundheit sowie das Verhältnis des Menschen zu Tieren, Maschinen und Architektur.

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Irritation und Improvisation (2022)

Zum Alltag gehört, dass nicht immer alles glatt läuft. Überraschendes passiert, Routinen greifen nicht mehr, das Selbstverständliche wird problematisch. Wie reagieren Menschen auf solche Irritationen, die aus dem »plötzlichen Einbruch des Neuen« (H. Schmitz) resultieren? Wie es scheint, häufig spontan, intuitiv, improvisierend. Was aber heißt Improvisation und wie gelingt sie? Und wie spielen Irritation und Improvisation in alltäglichen und beruflichen Situationen konkret zusammen? Die Beiträge des Buches behandeln diese Fragen aus der Perspektive der Neuen Phänomenologie.

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