Kooperation HfMDK & Institut für Musikwissenschaft der Goethe-Universität

Seit dem Sommersemester 2015 wird die Kooperation des Instituts für Musikwissenschaft mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, die sich auf Lehrebene ansiedelt, mit neuem Leben erfüllt. Die Idee, die dem Projekt zu Grunde liegt, geht davon aus, dass der fachlich orientierte Dialog, das Gespräch zwischen Musikern und Wissenschaftlern, für jede Form musikalischer Interpretation – sei es die musikpraktische oder die musikwissenschaftliche – fruchtbar gemacht werden kann und soll. Ziel ist die Entwicklung, Erprobung und Dokumentation kooperativer musikwissenschaftlicher Lehrformate in diesem Sinne.

Bei der Konzeption der Lehrveranstaltungen sollen die speziellen Kompetenzen der beiden Institutionen und sich daraus ergebende positive Synergieeffekte genutzt werden. Die Ausbildungsziele der Universität sind primär auf die theoretische Reflexion musikspezifischer Fragen ausgerichtet, während die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst vorwiegend Instrumentalistinnen und Instrumentalisten ausbildet, die musikalische Interpretationen praktisch umsetzen (im Bereich Musiktheater, in der Konzertpraxis und in der Schule). Von besonderem Vorteil für den Lehr-Dialog ist es, dass das Musikwissenschaftliche Institut der Goethe-Universität einen Forschungsschwerpunkt im Bereich Interpretation und Performance entwickelt hat. Gerade im Hinblick auf diesen Themenbereich können sich aus dem Dialog von Musikwissenschaft und Musikpraxis spannende Fragestellungen und beiderseitige Anregungen ergeben.