Kindheit und Profession. Konzepte, Befunde und Konturen eines Forschungsprogramms. Kindheitspädagogische Beiträge

Wissenschaftliche Fachtagung vom 29.-30. März 2012 an der Goethe-Universität Frankfurt/Main (Campus Westend)

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Fachbereich Erziehungswissenschaften
IDeA-Forschungsverbund in Kooperation mit der
Stiftung Universität Hildesheim / Kompetenzzentrum Frühe Kindheit Niedersachsen

Tagungsleitung
Prof. Dr. Tanja Betz
Goethe-Universität
Fachbereich Erziehungswissenschaften
Institut für Pädagogik der Elementar- und Primarstufe
Schumpeter-Fellow der VolkswagenStiftung

Prof. Dr. Peter Cloos
Stiftung Universität Hildesheim
Fachbereich Erziehungs- und Sozialwissenschaften
Institut für Erziehungswissenschaft / Abteilung Allgemeine Erziehungswissenschaft


TAGUNGSRÜCKBLICK

Am 29. und 30. März 2012 fand auf dem Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt die Fachtagung „Kindheit und Profession. Konzepte, Befunde und Konturen eines Forschungsprogramms. Kindheitspädagogische Beiträge.“ unter Leitung von Prof. Tanja Betz (Goethe-Universität/IDeA-Forschungsverbund) und Prof. Peter Cloos (Stiftung Universität Hildesheim/Kompetenzzentrum Frühe Kindheit Niedersachsen) statt.


Aus Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz waren weit über 140 Teilnehmer/Innen aus Universitäten, Bildungseinrichtungen und der Politik nach Frankfurt gekommen, um den vielfältigen Vorträgen und Diskussionen zum Thema „Kindheitspädagogische Professionsforschung“ beizuwohnen.

Eröffnet wurde die Tagung durch den Staatssekretär des Hessischen Ministeriums der Justiz, für Integration und Europa Dr. Kriszeleit und die Dekanin des Fachbereichs Erziehungswissenschaften Prof. Friebertshäuser. Danach kamen Vertreterinnen und Vertreter benachbarter Forschungsfelder, aus der Berufsgruppenforschung (Prof. Nittel), der grundschulpädagogischen Unterrichtsforschung (Prof. Kucharz) und der Kindheitsforschung (Prof. Mierendorff) zu Wort. Sie zeigten das Anregungspotential ihrer Überlegungen für die Kindheitspädagogik auf.


Bei einer anschließenden Postersession hatten Nachwuchswissenschaftler/Innen die Möglichkeit, ihre vielseitigen Forschungsprojekte zu präsentieren. Dabei kam es zu lebhaften Diskussionen und anregendem Austausch zwischen den Teilnehmer/Innen. Diskussionspotenzial lieferten am ersten Tag auch die beiden Kommentatoren Dr. Neumann und Florian Eßer, die die Beiträge der Referentinnen und Referenten einordneten und reflektierten.

Ebenfalls auf der Agenda standen die theoretischen und empirischen Konturen des neuen Forschungsprogramms. Neben Prof. Cloos, welcher die Theorie, Methodologie sowie Themenfelder einer kindheitspädagogischen Professionsforschung vorstellte, referierte die Schweizer Professorin Frau Stamm zum Forschungsstand der internationalen kindheitspädagogischen Professionsforschung sowie Prof. Diehm und Dr. Kuhn zur Professionalisierung im Kontext von Migration.

Der Tag endete mit einem gemeinsamen Abendessen im Casino der Goethe-Universität.

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen empirischer Forschungsprojekte und Befunde. Prof. Betz referierte zu Ungleichheiten als Problemstellung der Kindheitspädagogik. Dr. Müller warf einen Blick auf Professionalisierungserfordernisse aus der Perspektive der (Zweit-)Sprach(erwerbs)forschung. Hiernach wurden Rahmenbedingungen professionellen Handels durch Prof.Viernickel zum Thema gemacht und die Zusammenarbeit mit Eltern als Aufgabe der Professionalisierung von Prof. Andresen thematisiert und problematisiert.


Über zwei Panels konnten sich die Teilnehmer/Innen anschließend über Kernaktivitäten professionellen Handelns bei Kindern unter drei Jahren (Dr. Jooß-Weinbach) sowie über das Beobachten kindlichen Tuns und professionelles Handeln (Dr. Schulz) informieren und diskutieren. Parallel beschäftigte sich das zweite Panel zum einen mit dem Zusammenhang von Professionalisierung und Genderthematik (Dr. Kuger), zum anderen mit den Grundannahmen und Befunden aus den WiFF-Befragungen, die von Prof. Kalicki vorgetragen wurden.

Den Abschluss der Tagung bildeten zwei Beiträge zum Wissen und Können einer kindheitspädagogischen Profession (Stefan Faas); Prof. Weltzien referierte zum Konzept des forschenden Habitus als Element einer kindheitspädagogischen Profession.


Zu guter Letzt rundeten Prof. Betz und Prof. Cloos die gelungene Tagung ab und verwiesen auf die anstehende Buchpublikation in der Reihe „Kindheitspädagogische Beiträge“ im Beltz Juventa Verlag zur „Kindheitspädagogischen Professionsforschung“.


Pressespiegel