GRADE Normative Orders

Forschungsschwerpunkt

Freiheit und Gerechtigkeit, Toleranz und Teilhabe: über solche Rechte und Prinzipien in der Gesellschaft denken die Wissenschaftlerinnen in dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ nach. Wie etablieren und verändern sich politische, rechtliche, religiöse oder ökonomische Ordnungen, wie kristallisieren sich daraus Herrschaftsstrukturen, wie verteilen sich Macht und Lebenschancen – auch auf transnationaler Ebene? Das Thema hat gesellschaftliche Brisanz: die Welt, deren Ordnungen mit Macht verteidigt werden und trotzdem immer wieder aus den Fugen geraten. Es geht um die gegenwärtigen sozialen Auseinandersetzungen, insbesondere um eine gerechte Ordnung der Gesellschaft in Zeiten der Globalisierung, und deren lange Vorgeschichten. Untersucht werden die normativen Vorstellungen, die bei derartigen Prozessen und Konflikten eine Rolle spielen. Und wie sie kritisiert oder gerechtfertigt werden können. Es sind vor allem die Grundlagen der Politik und des Rechts, geistes- und sozialwissenschaftlich beleuchtet. Im Center GRADE Normative Ordnungen werden diese Prozesse unter dem Gesichtspunkt der Herausbildung normativer Ordnungen vor dem disziplinären Hintergrund der Philosophie, der Geschichts-, Politik- und Rechtswissenschaft sowie der Ethnologie, der Ökonomie, der Theologie und der Soziologie analysiert.


Zielsetzung

Das Center GRADE Normative Orders organisiert sich um den Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" an der Goethe-Universität. Die Graduiertenförderung ist ein zentrales Anliegen des Clusters. Wir sind überzeugt, dass die Promotionsphase der zentrale Schritt in die wissenschaftliche Selbstständigkeit sein sollte. Daher ist unser Graduiertenprogramm darauf ausgerichtet, herausragenden Nachwuchswissenschaftlern und -wissenschaftlerinnen die besten Ausgangsbedingungen für eine wissenschaftliche Laufbahn zu bieten, die zwei Bedingungen genügen muss: Sie soll den Mitgliedern früh Selbstständigkeit gewähren und ihnen gleichzeitig die Kompetenzen vermitteln, die sie für ihre weitere Karriereplanung benötigen. Um den eigenständigen Charakter der Promotionsphase zu fördern, ist das Curriculum hauptsächlich auf die eigenständige Arbeit an der Dissertation, bedürfnisorientierte, freiwillige Angebote zur Dissertationsunterstützung und gezielte Förderung der Forschungsdesign- und Methodenkompetenzen ausgelegt. Außerhalb des durchgängig vorgesehenen interdisziplinären Doktorandenkolloquiums sind verpflichtende Kurse für alle Promovierende daher nur im ersten Jahr des Graduiertenprogramms vorhanden.