Comic-Archiv des Instituts für Jugendbuchforschung




Anleitung zur Benutzung des Comic-Archivs

Die Bestände des Comic-Archivs sind seit dem Jahr 2020 über das Suchportal der Universitätsbibliothek recherchierbar. Um sich die Bestände des Comic-Archivs anzeigen lassen zu können, rufen Sie die „Erweiterte Suche“ auf. Dort wählen Sie am rechten Rand im Drop-down-Menü „Bibliothek“ das „Comic-Archiv“ aus und können dann links nach unterschiedlichen Parametern den Bestand durchsuchen.

Sie können sich außerdem den Gesamtbestand des Comic-Archivs anzeigen lassen. Suchbegriff hierfür ist: "department_3:3/337“.

Die Bestände des Comic-Archivs sind in drei Abteilungen untergliedert, die Sie auch als lokale Klassifikation in den einzelnen Titeleinträgen finden. Diese sind:

    • comheft: hierunter fallen Heftchen, Manga, Piccolos u.ä.
    • edvcomic: hierunter fallen Alben, Graphic Novels u.ä.
    • sekcom: Das Comic-Archiv verfügt über einen Bestand von zirka 3.000 Zeitungsartikel von den 1950er Jahren bis zur Gegenwart, in denen Comics journalistisch behandelt werden.


Gesamtzahl der Objekte: circa 60.000

Objektgattungen: deutschsprachige Comics, einschließlich Manga und Graphic Novel; fremdsprachige Editionen

Datierung der Objekte: circa 1890 bis 2014

Erfassung: Die Comic-Sammlung ist vollständig erfasst im OPAC der Universitätsbibliothek.

Mit ihrem massiven Auftreten am Jugendzeitschriftenmarkt in den frühen 1950er Jahren galten Comics als Inbegriff der sogenannten Schundliteratur. Wissenschaftliche und andere öffentliche Bibliotheken betrachteten daher den Comic nicht als Sammelgegenstand. Das 1963 gegründete Institut für Jugendbuchforschung verschrieb sich jedoch dem Ziel, „die ganze Breite der vorhandenen Lesestoffe, auch Comics und Heftchenliteratur“ zu erforschen (Klaus Doderer). Basis war eine rasch wachsende institutseigene Sammlung von Comics, die sich anfangs aus den Aktivitäten des Deutschen Jugendschriftenwerks (DJW) gegen das „triviale Jugendschrifttum“ speiste. Das DJW übergab die in großen Mengen eingesammelte „Schundkampfbeute“ der Obhut des frisch gegründeten Instituts als Studienmaterial. Mit dem zu Beginn der 1970er Jahre aufkommenden neuen Interesse an der Medien- und Populärkultur wuchs der Bestand weiter. Verschiedene Privatsammlungen wurden aufgekauft. Bis heute werden die Bestände kontinuierlich durch Lieferungen einiger großer und kleinerer Verlage aus deren laufender Produktion sowie durch private Stiftungen ergänzt.

Das Comic-Archiv ist die nahezu einzige, mit Abstand umfangreichste wissenschaftliche Sammlung dieser Art im deutschsprachigen Raum. Die Sammlung bietet einen repräsentativen Querschnitt der Comicproduktion in deutscher Sprache, ergänzt um Klassiker und bedeutsame Ausgaben der „graphischen Literatur“ in englischer und französischer Sprache.

Erfasste Objekte: Besprechungen einzelner Titel aus der Sammlung von Studierenden auf www.sammlungen.uni-frankfurt.de


Anschrift

Institut für Jugendbuchforschung, FB 10
Campus Westend
IG-Farben-Haus
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main

Kontakt

Dr. Felix Giesa
Tel.: (069) 798-33008
giesa@em.uni-frankfurt.de

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag 9.00–16.30 Uhr

Literatur

Bernd Dolle-Weinkauff: Vom Kuriositätenkabinett zur wissenschaftlichen Sammlung. Das Comic-Archiv des Instituts für Jugendbuchforschung der Goethe-Universität Frankfurt/Main, in: Imprimatur. Ein Jahrbuch für Bücherfreunde. Neue Folge XIX, 2005, S. 209–224. Download (pdf-Datei 466KB)

Bernd Dolle-Weinkauff: Die Anfänge des Comic-Archivs im Institut für Jugendbuchforschung, in: Kinder- und Jugendliteraturforschung Frankfurt, 2005, S. 34–36.

Bernd Dolle-Weinkauff: Alma Mater Comicensis – das Institut für Jugendbuchforschung, in: Deutsche Comicforschung, 1. Jg. 2005 (2004), S. 121–123.