Zwischen Pragmatismus und Inszenierung? Zur sekundären Nutzung von Objekten, Orten, Räumen und Landschaften in prähistorischen und antiken Gesellschaften

Eine Tagung des Verbundes Archäologie Rhein-Main (VARM)

16. bis 18. Februar 2017

Fokus der Tagung ist die kulturelle Praxis der Wiedernutzung und Umnutzung von Objekten, Räumen, Orten und Landschaften. Diese Praxis wird in der archäologischen Forschung zwar häufig beobachtet und erwähnt, als soziales Phänomen aber bislang nur selten ausdrücklich thematisiert. Im Rahmen des interdisziplinären Kolloquiums soll insbesondere beleuchtet werden Wie und Warum Menschen auf Vergangenes bewusst zurückgreifen oder Vergangenes durch Veränderung bewusst verdrängen.

Die archäologischen Disziplinen bieten die große Chance diachrone und grenzübergreifende Perspektiven einnehmen zu können und so entsprechende Phänomene zu identifizieren, beispielsweise durch die Feststellung von Formveränderungen oder durch Re-Kontextualisierungen von Objekten, Räumen, Orten oder Landschaften.

Von zentraler Bedeutung für alle Beiträge sind die Fragen: Wie lassen sich Wieder- und Umnutzungen erkennen? Wie lassen sich verschiedene Handlungsrahmen in der Vieldeutigkeit der Quellen konturieren? Die Beiträge beschäftigen sich anhand von Fallbeispielen mit den Begriffen Wiedernutzung und Umnutzung: Handelt es sich in den behandelten Fällen um eine bewusste Anknüpfung an Vergangenes oder um eine bewusste Ablehnung von Vergangenem nach einem zeitlichen Hiatus? Lassen sich aus den Quellen Ursachen und Wirkungen herauslesen?

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